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    smilly
    Ich war eine Zeit lang nicht hier.
    Eine Zeit, in der ich versuchte, so etwas wie Freundschaften aufzubauen.

    Jetzt ist Ostern und keine(r) ruft an. Beziehungsweise dann nur um mir zu sagen, dass sie die Tablette erst um 3 Uhr nachts genommen hat und erst um 11 Uhr aufgestanden ist und heute keine Zeit mehr hat weil sie noch putzen gehen muss. Eine meiner sog. Freundinnen, die zur Zeit nur absagt.

    Vielleicht bin ich auch unfair. Es tut nur sehr weh, immer wieder warten zu müssen und letztlich die Hoffnung wieder aufzugeben.

    Ich bin es leid, dass immer ich diejenige bin, die bei jemanden anfragt, ob wir vielleicht etwas unternehmen könnten. Ich bin es nur noch leid.

    Dann bin ich lieber alleine. Ich weiß nicht, was ich verkehrt mache.

    Mir fällt wieder der Satz meiner M*tter ein: "Du wirst es niemals schaffen".

    In Hinsicht auf Freundschaften hat sie wohl recht.

    Ich habe noch eine Freundin. Die sehe ich aber auch immer nur am Mittwoch. Die nächste Zeit gar nicht mehr, weil sie mit ihrer Freundin ein halbes Jahr die Alpen überquert.

    Anfang September gehe ich für drei Monate in die Klinik, um nochmal eine Exposition zu machen. Mit dem Ziel, mich mit meiner riesen Angst vor einer Partnerschaft auseinander zu setzen.
    Erst wollte ich es ambulant machen. Das ist leider zu heftig gewesen. Meine Therapeutin befürwortet den Aufenthalt.

    Ich war lange Zeit dagegen, nochmal in die Klinik zu gehen. Da bin ich wieder in einer anderen Welt, in einer geschützten, die so in der Realität nicht existiert. Aber wenn ich nicht mein ganzes Leben alleine sein will, dann ist es der richtige Weg.
    Hoffentlich.
    Meine xste Lebenslauflücke ist mir auch schon egal. Wird sich irgend ein Lückenfüller schon finden.

    Ich bin doch nicht nur auf dieser Welt, um zu leisten, zu funktionieren. Aber so fühlt sich mein Leben bis jetzt an.

    :weinen:

    smil
    axio
    Oh weh... ich hab Dich gelesen und ich kann Dich so gut verstehen... ich hab zwar irgendwie Freunde, aber ich weiß, wie anstrengend das immer wieder ist und wie viele Rückschläge das auch immer wieder mit sich bringt. Und das mit der Partnerschaft - puh, auch hier grad Thema. Viel Kraft Euch... und auf dass Ihr Wege findet, auch Leben spüren zu können mit schönen Seiten, ohne funktionieren zu müssen.

    LG,
    Axio
    keyla
    Liebe Smilly,

    ich bin mir gar nicht sicher, ob ich irgendetwas Kluges zu antworten habe. Aber mir fiel gerade ein, dass ich Dich vermisst habe, als Du hier weg warst.

    Ich kenne Dich nicht "in echt", aber ich stelle mir vor, dass das warme, lebendige, was hier aus deinen Worten rausspricht auch sonst da ist. Vielleicht noch ein bißchen "in sich eingekrümelt, aber ich habe die Phantasie, dass das, was sich da "herauskrümeln" kann durchaus etwas ist, von dem ich denken würde: So jemand hätte ich gerne als Freundin.

    Mir fällt auch noch etwas ein: In den letzten Jahren ist mir irgendwann bewußt geworden, dass ich eigentlich nicht besser werden muss, um liebenswert zu sein - und dass auch so schon meine Freundschaft ein Geschenk ist, was einen wert hat. Das steht mir - klar - als Selbstgefühl nicht immer zur Verfügung, aber ich merke, dass es mir meine Beziehungen um sovieles leichter macht, wenn es da ist.

    Das wünsche ich Dir auch - denn ich glaube, dass Deine Freundschaft ganz viel wert ist :liebes:

    Und ich wünsche dir ganz viel Raum, in dem sich das "rauskrümeln" kann, was sowieso schon da ist!

    Alles, alles Liebe!

    :gernhab: Keyla
    smilly
    Danke axio für Dein Verstehen. "Spüren können" trifft es wenn ich danach wieder alleine bin.Ich weiß auch nicht, ob mir manchmal nicht was von positiven Erfahrungen hinten runter fällt. Nicht in dem Sinne, das ich sie nicht in dem Moment wo ich mit jemanden mir wichtigen genießen kann. Im Gegenteil: ich blühe dann richtig auf. Aber irgendwie bleibt es danach so schwer bei mir.


    Danke Keyla: Es hat mich sehr berührt, was Du geschrieben hast. Ja, das stimmt auch, dass ich mich schriftlich wärmer ausdrücken kann als wenn mir eine(r) nah steht. Ich konnte lange Zeit auch keine Komplimente, was innerliche Facetten von mir bedeutsamen Personen z. B. die Bezugsschwester betrifft, aussprechen. Das habe ich dann immer in Form von Gedichten und Briefen gewürdigt.

    Ich habe mir auch schon mal gedacht, ob ich vielleicht manchmal zu vorschnell urteile. Heute habe ich zwei Bekannte angerufen. Natürlich war ich wieder am Zug. Aber eine hat mich gefragt, ob sie mir Bescheid geben soll, wenn wieder ein Auftritt vom Improtheater läuft. Sie hat sich über Ostern einfach nicht gemeldet, weil sie Ruhe brauchte. Sie hat auch einen anstrengenden Job.


    Vielleicht ist die Erklärung zur Einsamkeit auch in dem was Liebe und tiefe Zuneigung heißt, anzutreffen.

    Es macht mich nachdenklich.

    :gruss: smilly
    lunasol
    habe gerade ein lied gefunden, und mag es wieder mit euch teilen:

    " bitte hör nicht auf zu träumen"
    von xavier naidoo

    http://www.youtube.com/watch?v=N5Ux...amp;feature=fvw
    tecra
    Irgendwie gut zu lesen, dass es auch andere Menschen gibt, die auf ihrer Insel sitzen und es nicht schaffen, beständige Landwege zu anderen Inseln zu bauen - das liegt ja nicht nur an der eigenen Fähigkeit, zu Freundschaft, so sehe ich das, gehören immer zwei Menschen, die das selbe oder ein sehr ähnliches Ziel haben.
    Für mich ist es immer wieder unverständlich, wie es jemand fertig bringt, mein Wohlwollen zu bekommen, um mir anschliesend in den A.... zu treten und mir, was Partnerschaften angeht, nach einem Jahr zu sagen: Wir passen nicht zu sammen - du bist nicht gut genug etc.
    ---
    Auch wenn diese Momente weh tun und mir dir Tränen runter laufen, so steh ich wieder auf und gehe weiter, weil es bestimmt Menschen gibt, die das, was ich kann und was ich bin zu schätzen wissen - die mir geben und denen ich gebe.
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    Ich kann nur ermutigen, nach vorn zu sehen, auch wenn es weh tut, weiter machen, sich selbst (!!) was gutes tun, tolle Musik hören oder was sonst noch möglich ist. Ich habe eine Band (Nightwish), die haben mit ihrer Musik schon manche besch.... Situation gerettet.
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    AUch wenn wir hier lauter Inseln sind, verbunden durch ein virtuelles Netzwerk - so sind wir Verbündete gegen die Dummheit und Ignoranz derer, die uns mit ihrem Verhalten weh tun (warum auch immer sie das tun).
    melena
    @lunasol,

    Danke fürs Mitteilen.

    Die Musik tut gut und gibt Hoffnung weiter zu machen, nicht auf zu geben.

    Liebe Grüsse
    Melena