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    sternendeuter
    Liebe Freunde..
    lange ists her das ich hier ar... und soviel passiert...
    ich lebe jetzt mit meiner Liebe zusammen... es ist nicht einfach und manchmal verliere ich den Mut weiter zu machen.. aber es entsteht auch etwas Neues...Etas Gutes Neues... und darauf besinne ich mich wenn mir wieder mal die Kraft fehlt um sie aufzufangen.. und dann geht es schon wieder...
    Ich werde wohl nie ganz begreifen können wie sie " tickt ", aber ich bemühe mich an meinen Aufgaben zu wachsen und ich denke das wir noch zusammen sind ist doch schon ein Lichtstrahl in der Dunkelheit...
    mmm heilen Betroffene jemals ganz ?
    ich würde mich freuen von Euch zu lesen...
    Euer
    Sternendeuter
    cocoon29ab
    Hallo sterndeuter,
    was bedeutet "ganz heilen"?
    deine liebe hat etwas erlebt, was viele menschen nicht einmal wissen wollen. grundlegende "dinge" (wie vertrauen, gefühle,phyisische unversehrtheit etc) wurden kaputt gemacht. ein weg in ein "normaleres" leben ist meist beschwerlich und lang. viele können keine beziehung eingehen. manche lernen mit der zeit vetrauen neu aufzubauen und können ein "halbwegs normales" leben führen. viele faktoren spielen bei der "heilung" eine rolle.alter, umgang mit den geschehnissen, konstellation zwischen den beteiligten, art des traumas, vielfältigkeit der traumata etc. ... nicht alle betroffene bilden "erkranken" und nicht alle erkrankten bleiben ein leben lang von krankheitssymptomen beeinträchtig. es gibt kein heilungsprotokoll. es gibt nur hoffnung, kraft und durchhaltevermögen für einen weg in ein anderes leben...

    liebe grüße
    cocoon29ab
    chilli
    Hallo Sternendeuter :winken:

    was verstehst du unter ganz heilen?

    Jeder Mensch sammelt auch schlechte Erfahrungen in seinem Leben an denen er zu kauen hat. Vertrauensbrüche in Beziehungen, Freundschaften, Missbrauch, Verluste...es gibt so vieles und jeder hat seines zu tragen. Jeder Mensch ist öfters in seinem Leben Opfer irgendwelcher schweren Umstände, die er nicht verändern/verhindern kann. Und allen gelingt es zeitweise mal besser und mal schlechter damit umzugehen. Und ich glaube egal wie klein oder groß das Problem ist, es verändert einen und wirkt sich auf Beziehungen aus. Und genauso wie die unzähligen Arten der Probleme gibt es unzählige Möglichkeiten.
    Mir selbst kommt es zb nicht auf "Heilung" an. Nichts kann das was passiert ist ungeschehen machen. Aber ich kann das was passiert ist akzeptieren um einen Umgang und Möglichkeiten zu finden. Und ich fühle oft das der Weg das Ziel ist.
    "Heilung" hat so etwas absolutes. Einen reinen Zustand...als wäre nichts geschehen. Es macht einen zu dem Menschen der man ist, es ist Teil des Lebens.
    Ein "Warten auf Heilung" klingt wie der Ausdruck, den "Zustand" wie es jetzt ist, nicht oder nur sehr schwer akzeptieren zu wollen.

    Kannst du genauer erklären was du unter Heilung verstehst?

    Liebe Grüße
    chilli :chilli:
    catseye
    Mir ging es genauso mit dem Wort "Heilung".
    Heilung kann man bei ner Krankheit erreichen.Aber Trauma oder PTBS oder DIS ist doch keine Krankheit!Es ist ein Erleben,und verändert einen eben,so wie es chilli und cocoon29ab schon beschrieben haben.

    Ich vergleiche es immer ein bißchen mit medizinischen Beispielen (bin Krankenschwester:D ).
    Wenn deine Partnerin nun nen Unfall gehabt hätte und dabei z.B. ein Bein verloren hätte - wie würde dann Heilung bei ihr für dich aussehen?
    Wahrscheinlich so,daß sie möglichst wenig Schmerzen dadurch hat und möglichst selbstbestimmt und "frei" damit umgehen kann,nicht ständig drunter leiden muß etc.

    Kann ich für mich gut übertragen auf die PTBS etc...
    Ich bin ja selber Betroffene,und ich bin wohl mittlerweile das,was du unter "geheilt" wohl verstehen magst,denn ich leide nicht mehr unter Wiedererleben,Flashbacks,Abstürzen etc.,hab keine Symptomatik mehr wie SVV,Eßstörung,Panikattacken,Alpträume,Depris - jedenfalls nicht mehr,als das jeder Durchschnittsmensch tut...

    Aber dafür hab ich ganz schön was tun müssen und die letzten 10 Jahre waren ein einziger Höllentrip,denn Verarbeiten heißt,sich nochmal konfrontieren und wirklich nochmal um sein Leben kämpfen...

    Ich bin zur Zeit solo,aber ich hatte 8 Jahre lang nen klasse Partner (nein,es scheiterte NICHT "nur" an meiner DIS...:D ),der mir v.a. mit einem sehr sehr geholfen hat : Er hat mich einfach,trotz manchem,was ihm "seltsam" und nicht nachvollziehbar war,als ganz normalen,"gesunden" und v.a. vollwertigen Menschen und Partner gesehen,und mir das auch gefühlsmäßig vermittelt!

    Und das war für mich das "Heilsamste" überhaupt!

    Ich spürte bei ihm keinen zusätzlichen Druck oder ne Erwartungshaltung,"wann es denn endlich "vorbei" sein wird"...Den Druck hab ich mir eh schon gemacht,denn ich hab ihn geliebt,und da wollte ich doch eh schon nicht ihm "zur Last" fallen.

    Allerdings hatte auch ICH nicht die Erwartungshaltung an IHN,daß er mein "Retter" sein sollte,der alles "wieder gutmachen" muß...Ich weiß,daß das manche Betroffene von ihren Partnern erwarten,weil sie selbst noch nicht akzeptiert haben,daß es kein "wie vorher" mehr geben wird...

    Noch was anderes : Ich hab ganz ehrlich auch nie wirklich begriffen,wie mein Partner "tickte"...:D War aber auch nicht so wichtig - Wichtiger war mir,zu lernen ihn zu nehmen,wie er war,ihn aber auch zu LASSEN,wie er war,und nicht an ihm "rumzuverbessern",denn auch MIR lag da manches von ihm quer...:D Und natürlich war auch ER nicht ganz ohne seelische Verletzungen durch sein Leben gekommen.Wer tut das schon?