| marlasinger |
Hallo,
ich denke, pasiv und immer ängstlich abwartend zu sein, ist eines meiner größten Probleme. Ich schmoll dann, bin öffentlich verle*zt und versuche, ander zu zwingen, meine Bedürfnisse zu stillen. Das ist genau wie sich meine Mu**er verhält :igit: .
Ich kann das phasenweise auch besser, aber ich tu mir einfachviel zu viel selber leid.
Im Grunde bin ich ein Mensch, den andere Menschen mögen, habe Hobbies, Familie und Freunde (wenige aber gute) und viele Bekannte, also alles im grünen Bereich.
Trotzdem fühle ich mich unendlich einsam und kann nichtmal festmachen, woran das liegt.
ich habe immer das Gefü*l, alle Freunde schießen an mir vorbei, jeder macht Karriere, baut ein Haus hat viele Ki*der und ist nur glücklich und zufrieden und nur ich ersti*ke im Su*pf. Das ist natürlich vollkommener Bödsinn.
Mißgunst ist mein Hauptge*ühl. Und so bin ich gar nicht!!!!!
Wie es schon das alte Sprichwort sagte: Jeder ist seines Glückes Schmied, so muß ich wohl selber etwas ändern. Aber das ist viel zu gefäh*lich!
Vielleicht mag mich ja dann keiner mehr, wenn ich plötzlich "Char*ter" zeige? Ich vermute doch immer, nicht interessa*t zu sein, nicht lie*enswer*, einfach langweilig und doo*! Und mit Sic*erheit macheic eh alles flasc*, sto*e andere vor den Kopf. Das sind meien Bef*rchtungen. Wobei ich das jetzt viel eher tue.
Aber Verstand und Bauch.. ja, zwei Welten :-(
Wie kommeich da raus? Wie erfahre ich, wie ich ich sein kann, wer ich bin und was mir guttut und wie bekomme ich den Mut, diesen Weg zu gehen?
Wie kan nich aufhören, alles kontr*llieren zu müssen, wo es doch eh egal ist, ob man Dinge vorhersieht, vieles kann man eh nicht ändern und es passiert einfach, egal, wie gut man vorbereitet war, es ist trotzdem ein Scho*k, also wozu der ganze Quat*ch?
Lg Marla |
|
|
| frieden |
Guten Morgen liebe Marlasinger!
Ich kenne das Gefühl nicht zum Umfeld zu passen,ein Aussenseiter zu sein...
Mir geht es genauso.
Ich habe schon 2 Therapieformen erfahren.Sie waren mir sehr hilfreich und brachten mich weiter!
Bei der Verhaltenstherapie riet mir die Therapeutin,ich solle meinen Weg gehen,den ich für richtig halte.Dabei würden sich automatisch Weggefährten finden,die mich schätzen und annehmen,so wie ich bin...
Gewiss,es brauch Zeit und Mut diesen Weg gehen zu können,aber es lohnt sich!!!
Ich kann jedem nur empfehlen es auch so zu machen...!
Es bringt nicht´s sich verkrampft mit anderen zu vergleichen,und ihre Lebensart "nachzuahmen".
Ich bin mir sicher,das du genauso toll und besonders bist,wie dein Umfeld!!!!
:)
Liebe Grüße,
frieden! |
|
|
| katzenclan |
Also das,was du schreibst,liebe marlasinger,hätte von mir kommen können....So hab ich mit Mitte 20 mich auf den Weg gemacht aus meinem "S*mpf" raus - und ich weiß wohl,was einen das kostet an Niederkämpfen von Panik und Aushalten von Schuldgefühlen und Versagensgefühl,wenn man es dann mal wirklich gewagt hat,"anders" zu sein...
Ich hab das grad anfangs mit dem "Fangnetz Therapeut" gemacht und mich erstmal drauf konzentriert,den auf meine "Seite" zu kriegen.Und dann hab ich den Weg eingeschlagen,daß ich mehr "Ar***l*chgefühl" aushalten lerne (weiß das grad nicht besser zu benennen... :D ) und hab mir zum Leitspruch gemacht "Wenn schon ein Ar***l*ch,dann will ich aber ein "richtiges" sein!" :D Hab mir zur Aufgabe gestellt,mich wirklich auf "Fettnäpfchen" zu spezialisieren und lauter sowas...
Ich hab also nicht mehr dran gearbeitet,meine Angst zu reduzieren,sondern ich hatte zu der Zeit eine Innenperson,die nannte sich selbst "Fatalistin" - und das sagt schon alles! :D
Es war halt mein Weg - inzwischen war ich recht erfolgreich darin,ein "gutes" Ar***l*ch zu werden :D - und bereue es nicht einmal! :D Du kennst bestimmt das Sprichwort "Und ist der Ruf erst ruiniert..."
Ich kämpf mich schon auch noch mit meinem "Anderssein" rum - und es hat echt weh getan zu merken,daß ich selbst unter den "Anderen" denen oft noch zuuu "anders" bin - aber heute sag ich,ich bin halt so,ich ändere mich,wo ICH es will - aber auch ICH muß die anderen ertragen,wie sie sind!Also dann bitte auch umgekehrt! :D
Einfach mal ein bißchen zum Trost für dich und damit du weißt,du bist mit diesem Erleben nicht allein! :liebes: |
|
|
| marlasinger |
Danke für die Antworten!
Gestern habe ich es gewagt und habe mit meinem Freu*d offen angesprochen, was mich da gerade vollkommen irrational in Panik versetzt. Anfangs war er ärgerlich, weil er gar nicht so ist, wie meine Pa*ik mir einzureden versucht, das ist meinem Bewußtsein auch vollkommen klar. Ich habe ihm dann etwas aus meiner Gesichte erzählt, damit er versteht und ihm gesagt, dass "ärgerlich" jetzt eine Reaktion ist, die uns beide nicht weiterbringt, dass ich ihn einweihe, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können, dass er nicht ständig das Gefühl hat, ich sitze ihm im Nacken und ich halbwegs beruhigt die pan*kauslösenden Situationen ertragen kann, ggf Gelassenheit durch positive Erfahrungen erreichen kann.
Das fand er dann gut und wir hatten ein sehr erforgreiches Gespräch.
Natürlich ist die Pa*ik nicht weg (wäre doch zu einfach und zu schön) aber wir arbeiten daran, zusammen... Einen Teil meiner A*gst konnte er mir-vorrübergehend zumindest- nehmen.
Mal sehen, diesen Schritt habe ich schonmal mit heiler Haut überstanden.
Dann habe ich mich für heute mit zwei Freundi*nen verabredet und beide Weihn*chtsfeie*n zugesagt, die anstehen. Beide Freundin*en haben sich sehr gefreut und zu den Fei**n muß ich jetzt nur noch hingehen.
Ar***l** ist nicht mein Problem, es versteht mich enfach keiner, ich sehe Zwischenmenschliches in einer glasklaren Deutlichkeit, besonders alles, was schief läuft, dass es mir ein Rätsel ist, wie andere Menschen das übersehen können.
Und ich bin "zu nett" das heißt, ich sagt zwar schon, was mir nicht passt, werde aber gerne überrannt, ignoriert darin und nicht ernst genommen. Dann steh ich ziemlich hilflos da, platzt mir der Kragen, benehm ich mich wie ein trotziges kleines Ki*d, was meist auch nicht dazu führt, dass man mich ernst nimmt, dann brech ich den Kontakt ab, hält das Gegenüber den aber, kann ich micht wehren.
Lg Marla |
|
|
| katzenclan |
Das lernt sich,liebe Marla!
Du machst doch deine Schritte schon,suchst dir Wege,die DU gehen kannst.Und es dauert nunmal,man muß ja auch Schritt für Schritt aufeinander aufbauen.
Nicht gehört oder wahrgenommen zu werden war mein Problem auch lange Zeit.Für meine Begriffe habe ich schon deutlich gesagt,was Sache ist,aber die anderen sind trotzdem weiter lustig mir über meine Seele getrampelt...
Mein Problem war,daß ich meine Gefühle dazu nicht ausdrücken,nicht "rüberbringen" konnte.Das war ne Zeit,da hat in meinem System unsere Managerin nach außen übernommen.Mein Innenleben war schon "präsent",aber nach außen kam der "abgeklärte" Ausdruck unserer Managerin,die nunmal kaum Gefühle kannte...Also,Fakten an sich und "Tatbestände" konnte ich gut rüberbringen.Aber wenn mich was störte oder ich Grenzen zog,dann fehlte meine "persönliche Note" dabei.Nichtmal meine Thera hat dann reagiert...
Je näher meine inneren Teile sich aber kamen,desto besser wurde das.Ist zwar manchmal übers Ziel rausgeschossen (tut es auch heut noch manchmal),aber nur so lernt man.Muß man ja erstmal ausprobieren.Und jetzt brauch ich auch nicht mehr mit kindlichem Trotz zu reagieren.Obwohl das eh nie meine "favorisierte" Reaktion war... |
|
|
| bambam |
Marla schrieb:
besonders alles, was schief läuft, dass es mir ein Rätsel ist, wie andere Menschen das übersehen können.
Hi Marla,
die anderen übersehen das nicht unbedingt. Sie messen dem oft nur nicht dieselbe Bedeutung bei und gehen einfach weiter, lassen es hinter sich, knabbern nicht "endlos" daran herum.
LG, bambam |
|
|
| marlasinger |
Hi, ich meine aber so Sachen wie "Mann betrügt Frau, ganz offensichtlich" und sie lächekt und tut so,als sei nichts gewesen.. wie kann man so leben?
Lg Marla |
|
|
| hanna |
Liebe Marla,
ich kenne das was Du schreibst auch sehr gut...
Wichtig finde ich, dass ich mich noch nicht ausgelotet habe, sondern wandere zwischen Rückzug und Überforderung ....
Zu dem sehen noch: sie sehen es wirklich nicht...
Das ist kein Witz
Veilleicht hast Du Angst, weil Du so viel siehst, dass andere auch bei Dir Deine Ängste sehen ?
Sie sehen es wirklich nicht..
Glaub mir....
Viel Freude und Kraft
wünscht Dir
HAnnah |
|
|
| bambam |
Liebe Marla,
Hanna hat schon ein paar meiner Gedanken in Worte gefasst, deshalb hier nur noch eine Ergänzung:
Manche sehen es durchaus, wollen es aber nicht zeigen, weil sie es als Gesichtsverlust empfinden. Also tun sie so, als würden sie darüber stehen. Es gibt da ziemlich gute SchauspielerInnen.
LG, bambam |
|
|
| marlasinger |
| Das ist doch furchtbar :-( |
|
|
| hella |
Das sehe ich auch so, es ist furchtbar. Aber auch hier gilt der Spruch: Jeder ist seines Glückes Schmied.
Und jeder hat das Recht darauf, sein Leben so zu sehen und sich blinde Flecken einzurichten und diese zu kultivieren. Wenn ein Dritter dabei zu Schaden kommt, dann hat das eine andere Dimension, aber wenn nicht - dann darf das jeder tun.
Vielleicht tust Du Dich mit den Ängsten tatsächlich leichter, wenn Du es schaffen kannst, die anderen mit all dem, was sie tun, von Dir und Deinem Leben abzukoppeln. Ich denke da ähnlich wie Hanna, die anderen können nicht in Dich reinkucken, so wie Du auch nicht.
Viel Glück dabei und vor allem dann viel Spass, denn den macht es, wenn man sein Leben so in die Hand nimmt, wie man es selber für richtig hält.
Hella |
|
|
| lunasol |
HUHU!
ich glaub ich bin nicht nur traumatisiert, ich bin auch depressiv im moment und "komm nicht ausm quark". schaff mein leben grad nicht.
muß das mal hier loswerden gerade, weil der titel vom thread so gut passt.
also: wie schaff ich es raus aus der lethergie, faulheit, passivität?
... hab grad all meinen mut zusammengenommen und bei einer mir unbekannten therapeutin angerufen...
nicht zu erreichen...
muß ich dann nochmal versuchen. hat erst nä wo montag telef. sprechzeit.
und kein AB.
so ein mist. was mach ich nur?
jemand ne ahnung?
Beitrag ergänzt um 13:33 Uhr:
hihi... selbsthilfe...
angeregt durch ein paar andere frauen hier...
für mich, und für euch:
http://www.youtube.com/watch?v=FdNz0GPGBf8 |
|
|
| keyla |
Liebe Lunasol,
die Suche nach einem Therapeuten...das ist ja glaube ich auch die Hardcore-Übung für "Aus dem Quark kommen"...vielleicht gibt es ja auch einen leichteren Anfang?
Bei mir ist das ja so, dass ich in erster Linie "visionsmotiviert" bin - funktionale Motivatoren im Sinne von "Ich müsste mal" wirken bei mir nullkommanullgarnicht :D D.h. ich brauche eine Vison, was ich konkret entfalten will, so etwas wie ein inneres Bild. im letzten Jahr war das ja mein "Liebevoll abnehmen" Projekt, was so etwas wie eine lebendige Vision war, einen wirklich liebe- und genussvollen Weg zu finden. Das hat mir dann tatsächlich auch Freude gemacht.
Zur Zeit ist es das Projekt eine Arbeitsstruktur auf der Idee: "Ich habe mit dem, was ich in meiner Gesamtheit bin, etwas zu geben, von dem ich gut leben kann" zu entwickeln.
Weißt Du, was Deine Motivatoren sind? Da könnte ich mir vorstellen, dass das ein Anfang sein kann.
zitat: also: wie schaff ich es raus aus der lethergie, faulheit, passivität?
Da mußte ich ein bißchen (ganz lieb) lächeln, weil die Frage mir ein bißchen paradox vorkommt, so wie wie "Sag mir, wie ich eigenständig sein soll" Ich kenne das ja aus anderen Lebensphasen auch, diesen Wunsch, es möge mir doch jemand sagen, wie mein "Antriebswunsch" ist. Es gab z.B. Zeiten in meinem Leben, wo ich dachte, ich hätte überhaupt keinen Willen "zu etwas hin", weil ich gar nicht gelernt hatte, meine eigenen "Triebe", das was im besten Sinn Eigenwillen ist, ernst zu nehmen.
Antrieb hat glaube ich ausschließlcih etwas mit dem individuellen Trieb zu tun, den man nur selber auf die Spur kommen kann.
Liebe Grüße
Keyla
PS:
Bei einer "manifesten Depression" ist ja manchmal auch medikamentöse Hilfe gut - kannst Du Dich da selber einschätzen? Und nimmst Du evtl. schon Medikamente? |
|
|
| lunasol |
noch etwas zum fühlen:
http://www.youtube.com/watch?v=Ld3X...feature=related
kann dabei weinen
@keyla: danke für deine lieben worte
Beitrag ergänzt um 13:25 Uhr:
@keyla:
nein, ich nehm im moment keine medikamente.
will erst ne therapeutin finden
( hab ja insbesondere eine, bei der ich meine traumata auflöse. aber da bin ich ja nicht regelmäßig..)
ich bin mir schon auf die sprünge m d depression gekommen:
es ist im moment meine version, mich vor gefühlen zu schützen, vor tr*gg*rn, fl*shs, und innenanteilen. weil- wenn ich rausgeh, mich bewege, kommen auch die gefühle.
fängt schon mit dem autofahren an..
ich taste mich vorsichtig vor... zu mir selbst. |
|
|
|