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Sweetheart entschuldigt sich - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    sweetheart
    Hallo,
    ich habe mich hier neu angemeldet und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich wohl den Namen des Forums falsch verstanden habe.

    Ich bin Psychotherapeutin in Ausbildung und depressiv seit meiner Pubertät. Ich würde mich gern mit anderen "Helfern" austauschen, die selbst an ihren Baustellen zu knabbern haben.

    Aber ich glaube, da bin ich hier nicht richtig, oder?

    Hoffe, ihr seid nicht böse - und ich finde das Forum sehr schön!

    Viele Grüße,
    Sweetheart
    marguerite
    hallo sweetheart!

    weder must du dich entschuldigen, noch bist du meiner ansicht nach falsch hier!
    hier gibt es einige betroffene, die in helferberufen arbeiten oder gearbeitet haben und daher beide seiten kennen.
    und darüber hinaus kann man sich auch gut "von seite zu seite austauschen" und sich mit gegenseitigen kenntnissen und sichtweisen unterstützen.
    und wenn dir das forum gefällt - schon das ist doch ein grund, hineinzugucken! :)

    also, vo mir erstmal herzlich willkommen - platz für dich ist sicher da! :couch:

    :winken: und :listen: bei weiteren fragen!

    marguerite
    hella
    Hallo Sweetheart!

    Auch aus meiner Sicht bist Du goldrichtig hier. Es gibt eine Menge Leute hier, die therapeutisch arbeiten oder gearbeitet haben.

    Also Willkommen hier!

    :winken: Hella
    keyla
    Liebe Sweathart,

    auch von mir herzlich Willkommen :gruss:
    Ich arbeite zwar nicht therapeutisch, finde aber die Frage, wie man als "Verwundete" helfend arbeiten kann sehr spannend.

    Also: nur Mut!

    Herzliche Grüße

    Keyla
    bambam
    Willkommen im Forum, Sweetheart. Schau dich um, fühl dich wohl und vor allem willkommen!

    LG, bambam
    mausespeck
    Auch von mir ein Herzliches Willkommen,
    Schau dich in Ruhe um.
    LG Mausespeck :herz:
    sweetheart
    Vielen Dank für Eure Antworten, so viel Freundlichkeit und Wärme finde ich sonst nicht bei einem ersten Kontakt. Eure Antworten sind sehr tröstend.

    Ich möchte noch klarstellen, dass ich einfach Sorge habe, andere Mitglieder unter Druck zu setzen. Wenn es mir schlecht geht oder ging, war und ist immer auch die letzte Hoffnung, dass es da draußen irgendjemanden gibt, der mir helfen kann.
    Ich denke, vielen hier geht es ähnlich. Wenn aber auch diejenigen, die helfen sollen, selbst drinhängen, was bleibt einem dann noch an Hoffnung?

    Ich möchte auf keinen Fall, dass sich ein anderes Forumsmitglied seiner Hoffnung beraubt sieht, weil ich als therapeutisch Arbeitende selbst Hilfe suche.

    Das ist sowieso ein Widerspruch (helfen vs. selbst HIlfe brauchen), bei dem ich schwer mit mir selbst kämpfe.

    Also nochmal vielen Dank und ich freu mich hier zu sein!
    bambam
    zitat:
    sweetheart schrieb am 29.05.2009 um 14:04 Uhr in Beitrag #7
    Ich denke, vielen hier geht es ähnlich. Wenn aber auch diejenigen, die helfen sollen, selbst drinhängen, was bleibt einem dann noch an Hoffnung?

    Ich möchte auf keinen Fall, dass sich ein anderes Forumsmitglied seiner Hoffnung beraubt sieht, weil ich als therapeutisch Arbeitende selbst Hilfe suche.

    Zerbrich dir nicht meinen Kopf :D

    LG, bambam ;)
    engeline
    Liebe Sweetheart,

    zerbrich Dir auch nicht meinen Kopf :D ...

    Weißt Du, ich habe so oft den Eindruck, dass höchstens jemand, die oder der selbst betroffen ist, versteht, wie ich mich fühle, dass es mir geradezu wie eine Fortbildung erscheint, was Du durchmachst - auch wenn ich es Dir natürlich nicht wünsche, sondern es mir leid tut, wenn Du es so schwer hast.

    Ich vermute allerdings, dass Du die Grenzziehung zum Leid des Patienten noch stärker bewachen musst als andere, dass Du selbst es also schwerer hast als Deine Kolleg/innen - aber das gilt für uns alle hier, vermute ich.

    :kraft:
    Engeline
    blaueartemis
    Hallo Sweatheart,

    herzlich willkommen hier!

    Ich bin auch selbst Extherapeutin - Ex, weil ich seit Januar 08 so schwer unter Burnout u Trauma leide, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Ich kenne es, dass es sehr unüblich ist, sich als Therapeutin zu outen mit starken Schwierigkeiten. Und ich kenne es bei mir, dass ich mich lange sehr geschämt habe - und es ist noch immer etwas schambesetzt - dass ich in so eine schwere Krise gestürzt bin. Ich hatte immer einen Chor von gemeinen Stimmen im Hinterkopf, die mir sagten, ich sei eine Versagerin, denn ich hätte es doch selbst wissen müssen, hätte es doch besser können müssen, habe mich verkehrt angestellt, bin keine gute Therapeutin usw. Und mein Orthopäde hat mich sogar ausgelacht, dass ich es nicht geschafft habe, meine Krise zu verhindern. (ER operiert aber auch nicht selbst sein Knie:D )

    LG
    Blaue Artemis
    sunshine
    Hallo Sweatheart,
    es mag vielleicht ein widerspruch für die Allgemeinheit sein, das jemand der Therapeutin ist selbst Hilfe braucht. Ich sage dazu nur auch Therapeuten sind Menschen die ab und zu auch Hilfe brauchen dürfen, so wie jeder andere auch.
    Sei herzlich willkommen, Sweatheart.

    Schaue Dich einfach in Ruhe um.
    LG Sunshine

    P.S. Für die Pause zwischen dem Umschauen :couch:
    pooh
    Hallo Sweatheart!

    Ich kann deine Unsicherheit verstehen, vielleicht auf Ablehnung zu stoßen. Für mich ist es überhaupt nicht komisch, dass es auch Therapeuten schlecht gehen kann. Das nimmt mir keine Hoffnungen und es überrascht mich auch nicht. Denn dass auch eine Therapeutin auch große Probleme haben kann, hat ja nichts damit zu tun, ob meine Therapeutin mich auf meinem Weg begleiten kann. Und ich finde nichts schlimmer als abgehobene Menschen in Helferberufen, die einem das Gefühl geben, dass sie mit nichts Probleme haben.

    Ich bin übrigens Psychologin und habe oft Zweifel, ob ich anderen Menschen etwas geben kann, wenn ich mein Leben doch selber nicht so richtig auf die Reihe bekomme. Also :hand:

    Außerdem denke ich, dass deine Sicht hier für Viele sehr bereichernd sein kann.

    Liebe Grüße, Pooh
    sweetheart
    Also nochmal danke an alle - für mich war das schon ein großer Schritt, mich vor Euch zu outen.

    Inzwischen habe ich gerad wieder eine ruhigere Phase, wo das Selbstbewusstsein dann auch schrittweise wiederkehrt :) Ich arbeite jetzt seit 2 Monaten in einer Psychiatrie und bis jetzt läuft es ganz gut. Durch meine eigenen Tiefs berühren mich die anderen Betroffenen ganz anders, das stimmt. Da muss man wohl lernen, gut bei sich zu bleiben. Andererseits habe ich das Gefühl, ich kann jemand Leidenden auch viel tiefer erreichen.

    Mal sehen, wie es weitergeht.
    @blueartemis: Was Du schreibst macht mich echt betroffen - und trifft natürlich genau meine Themen. Hast Du hier im Forum schon einen Thread, in dem Du Deinen Erfahrungen teilst?

    An alle anderen: ich freu mich auf die Zeit mit Euch**

    Beitrag ergänzt um 19:30 Uhr:
    Sorry, pooh, meine Frage an blueartemis schließt natürlich Dich auch mit ein!!
    leonidensucher
    so ganz verstehe ich Deine Sorgen nicht, ehrlichgesagt.

    Meinst Du, dass nur ein vollkommen seelisch intakter Mensch in der Lage ist, therapeutisch tätig zu sein- bzw. nur als intakter Mensch von einem Verwundeten als helfend wahrgenommen werden kann?

    Das wundert mich, denn Du hast ja beide Persepektiven.

    Anders ausgedrückt: würdest Du eher mit einem Menschen auf den Himalya steigen, der das zwar theoretisch kann, aber gerade mal einen 500 m Hügel ( die Norddeutschen mögen mir verzeihen, wir Bayern sehen das als Hügel an) aus der Ferne gesehen hat, oder doch lieber einen Menschen, der zwar noch nie ein buch über Berge im allgemeinen und speziellen gelesen hat, dafür zumindest en Weg bis ins Basislager im Schlaf laufen kann- inhaltlich und kondotionell.

    Wärest du enttäuscht, wenn Dein Guide Dir sagen würde, dass ihm auch manchmal die Füße weh tun, oder würdest ihm alle kompetenzen absprechen?

    Woh kaum. Deshalb verstehe ich die Frage nicht ganz, bzw. weiss nicht genau, was dahinter steckt?

    Ich, als gerade aktuell nicht unbedingt stabilste ( wird schon wieder) möchte keinen ansprechpartner haben, der theoretisch weiss, wie ein Trauma funktioniert und im Gegengewicht seine /ihre Normaltität vorlebt- dat bringt mir nüschta, denn das ist jenseits meiner wahrnehmungswelt.

    Jemand, der weiss, wovon er / sei redet, ist mir da schon wesentlich lieber, da näher, und auch als Vorbild geeigneter. Und darum geht es ja letzendlich in einer Therapie- lernen und nachreifen am vorbild, oder?