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Therapie oder nicht? - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    strubbel
    Vorsicht, hab versucht, Sternchen zu setzen....







    Ihr Lieben!

    Ich bin schon lange angemeldet hier bei Euch, war aber immer nur Mitleserin, lange auch gar nicht hier - ich habe einen langen Weg hinter mir, auf den ich auch sehr stolz bin. Momentan kehrt aber etwas Ratlosigkeit ein. Kurz zum Hintergrund: Ich bin seit über sieben Jahren mit meiner Lebensgefährtin zusammen, wir haben viele Höhen und Tiefen hinter uns, und alles, was wir erlebt haben, hat uns nur noch enger zusammen geschweißt. Vor etwas mehr als einem Jahr kamen bei ihr allerdings Erinnerungen hoch, die jahrelang nur in Bruchteilen und winzigen Ansätzen vorhanden waren. Sie wurde m*ssbr***cht. Von ihrem Vater. Den Kontakt hat sie sofort abgebrochen zu ihm, zu der Zeit war der sogar recht häufig. Mit ihrer Mutter hat sie bis heute Kontakt, sie weiß auch, was da an Erinnerungen kam - will es aber nicht wahrhaben. Sie lebt nach wie vor mit dem M*nn zusammen, der ihrer Tochter das angetan hat.

    Es ergeben so viele Dinge plötzlich einen Zusammenhang, ihre Ängste vor M*nn*rn, ihre Träume, ihre Sprachlosigkeit gegenüber Fremden - das alles sind die Folgen.

    Das Problem an der ganzen Sache ist: Sie weigert sich, eine Therapie zu machen. Sie beschäftigt sich seitdem viel mit Glauben und Gott, mit Engeln und energetischer Heilung, aber so richtige Fortschritte sind einfach nicht erkennbar. Mal geht es ihr ein paar Tage gut, dann kommt der Absturz und es geht ihr sehr schlecht. Meine Bitte, sich doch einen Therapeuten zu suchen und eine Therapie zu machen, lehtn sie aber kategorisch ab. Sie will damit überhaupt nichts zu tun haben. Aber ich habe einfach Angst, dass sie es alleine nicht schafft. Ich weiß, ich kann sie nicht zwingen, sich Hilfe zu suchen, aber es tut einfach weh, dabei zuschauen zu müssen, wie sie leidet.

    Was meint Ihr? Kann sie es ohne professionelle Hilfe schaffen?

    Danke für Eure Meinungen!

    Strubbel
    blaueartemis
    Liebe Strubbel,

    das ist eine schwierige Situation, für euch beide. Die Frage kann ich dir allerdings nicht beantworten, ob sie es ohne professionelle Hilfe schaffen kann.

    was mir sehr wesentlich vorkommt, ist die Frage, was das alles für dich bedeutet. Warum liegt dir so viel daran, dass sie Therapie macht? Wie sind die Auswirkungen auf dich, dass sie m*ßbr**cht worden ist? Wovor hast du Angst, wenn sie keine Therapie macht? Was bedeutet es für dich, wenn sie Therapie macht oder nicht macht?

    Du mußt darauf nicht antworten, natürlich!, aber vielleicht magst du.

    Liebe Grüße
    Blaue Artemis

    ich finde
    strubbel
    Liebe Artemis!

    Deine Frage ist durchaus berechtigt. Ich kann auch ganz klar sagen, dass es mir einfach schwer fällt, zuzusehen, wie sehr sie sich manchmal quält. Es ist diese Hilflosigkeit, die mir manchmal sehr zu schaffen macht. Natürlich weiß ich, dass eine Therapie keinen Sinn macht, wenn sie nicht bereit dazu ist. Was es natürlich nicht leichter macht.

    Vielleicht hoffe ich einfach, dass eine Therapie ihr hilft, das alles besser zu verarbeiten. Denn das muss sie wohl ein stückweit, zumindest denk ich das. Einfach, um ihr Leben wieder leichter zu leben, oder besser gesagt, es überhaupt zu leben.

    Ich weiß aber auch, dass es ihre Sache ist, keine Frage. Aber wie gesagt, manchmal tut es auch mir sehr weh, wenn ich sehe, was sie durchmacht. Und ich kann nichts für sie tun... :weinen:

    Liebe Grüße
    Strubbel