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Klinik Aufenthalt und Einsamkeit - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    pittiplatsch
    Hallo zusammen,
    Meine Freundin ist nun schon fast 3 Wochen in der Klinik. Das ist ja ansich auch gut so das sie endlich voran geht.

    Aber darum gehts mir grade nicht..

    Sie war das Wochenende eine Nacht zu Hause.. es war so schön sie wieder hier zu haben.. die Zeit ohne sie ist für mich fast nicht zu ertragen. Hätte nie gedacht das ich mal jemanden so sehr vermissen könnte..
    Das Wochenende war so schön ... friedlich.. haben gut gegessen und auch endlich beide mal wieder so richtig ne Nacht schlafen können..
    Aber sie wieder her zu geben war grausam

    Alles so sinnlos ohne sie.. Himmel benehme mich wie ein Teeny..
    Ach ich wünschte ich wär weniger Emotional und hätte mehr Stärke.. damit würde ich ihr mehr helfen als mit meiner Sentimentalität..

    Wie haltet ihr die Einsamkeit aus?

    Ich muß noch mindestens 6 Wochen aushalten, denke aber das es bestimmt noch 10 Wochen dauern wird bis sie ganz heim kommt..

    Liebe Grüße
    Pittiplatsch
    igelin
    Liebe Pittiplatsch,
    erstmal einfach etwas :trost: und :trost2: gegen die Einsamkeit. Ich kann gut verstehen, dass Du Deine Freundin vermisst. Und finde andererseits schön, dass Ihr solch ein gutes Wochenende zusammen haben konntet. :herz:

    Und: ja, ich kenne auch Einsamkeit, die merkwürdigerweise gar nicht immer damit zusammenhängt, wie lange ich schon allein bin, sondern eher, wie intensiv das Zusammensein vorher war oder wie viel Sehnsucht ich habe. Das erwähne ich, weil es ähnlich bei Dir klingt.
    Ich lebe jetzt z.B. schon lange allein, fühle mich aber nicht oft einsam, als aber in der Zeit meiner letzten Beziehung meine Ex ab und zu mal für eine Woche allein im Urlaub war, konnte ich mich sehr alleingelassen fühlen. Oder in Urlaubspausen in der Therapie.
    Darum glaube ich, dass es eine kindlichere Seite in mir ist (bei Dir ja vielleicht auch), die dann so einsam ist wie ein verlassenes Kind.
    Ein wenig kann da helfen, mich innerlich um diese kindliche Seite zu kümmern, sie zu trösten, ihr zu sagen, dass die Zeit begrenzt ist und das Ganze zu schaffen ist; und es hilft auch, zwischendurch immer mal dafür zu sorgen, dass ich andere Leute sehe, die mir gut tun und überhaupt gut für mich zu sorgen. Ich selbst bin dann auch ein Fan vom Briefeschreiben in solchen Situationen, aber ich weiß nicht, ob das für Dich passt.
    All das nimmt den Schm*rz nicht ganz weg - ist er doch auch einfach ein Ausdruck davon, dass da etwas war, was sehr gut getan hat und nun einfach fehlt.

    Ich hoffe, das kann Dir ein klein bisschen weiterhelfen und hoffe, dass Du die Zeit gut durchstehen kannst.

    Liebe Grüße,
    Igelin :igel: