| keyla |
Ihr Lieben,
seit ich wieder hier bin, habe ich das Gefühl, das sich in Bezug auf die Arbeit seit einiger Zeit etwas eingeschlichen hat, was wohl im Fachsprech als "Burnout" bezeichnet werden kann.
Ich fühle mich nach 4 Tagen hier so ausgelaugt, als wäre ich nie in Urlaub gewesen und vor allem habe ich bei dem Gedanken, etwas zu ändern, ein völliges Entkräftungsgefühl auch ein für mich eher untypisches Empfinden totaler Perspektivlosigkeit, so als wäre jede Anstrengung nur fruchtloser Energieverbrauch - von Energie, die ich nicht habe.
Es kann natürlich auch sein, dass das wirklich von einer Herzsymptomatik kommt - das muss ich jetzt mal abklären lassen - ich habe auch morgen schon einen Arzttermin. (Oh, drückt mir mal die Daumen - ich habe doch immer Angst vor Ärzten! :angst: ) Aber andererseits hat es schon auch etwas von seelischem Ausgebranntsein.
Das hat natürlich auch etwas Existenzbedrohliches, denn eigentlich habe ich immer davon gelebt, ein wacher, findiger Geist zu sein, der nicht nur Plan B sondern auch Plan C und D findet.
Dieses Empfinden völliger Entkräftung, was auch so ein Urlaub nicht verbessert, ist etwas Neues.
Kennt sich jemand mit Burnout aus und hat sowas schonmal erlebt? :was:
Oder weiß auch etwas über den Zusammenhang zwischen Burnout und Trauma?
Meine Vermutung ist ja, dass man auf dem Boden eines Traumas schneller dazu neigt, auszubrennen - ich meine, jeder berufliche Aufreger puscht mein ganzes Traumstresssystem so, dass ich da Unmengen an Energie verbrenne.
Die Retraumatisierung durch die Schweizer Therapeutin hat mich dabei auch so unendlich viel Energie gekostet - seitdem habe ich mich eigentlich nie mehr erholt. Wobei das sicher eher die Summe aller Teile war - über 10 Jahre massive existenzielle Kämpfe, die Mißhandlung durch die Therapeutin, ständige Schmerzen oder sonstige Körpersymptome und das alles auf dem Boden einer schon vorhandenen Traumabelastung. Und eben dann nochmal eine Retraumatisierung - ich habe immer noch das Gefühl, dass das entgültig zu viel war und mir auch die kraft genommen hat für die notwendigen Umstrukturierungungen in meinem Unternehmen...und jetzt ist die Situation schon so schwierig und ich habe noch weniger Kraft...und weiß nicht, wo ich sie herbekommen soll... :help:
Und alle meine Kunden erwarten natürlich, dass ich nach dem Urlaub vor Energie strotze.
Nun ja, fast wünsche ich mir ja, es wäre etwas Organisches, wo es mir durch eine Behandlung besser geht.
Ganz liebe Grüße
von einer entkräfteten Keyla |
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| meerelfe |
Hallo Keyla,
a, ich hatte vor 5 Jahren einen ziemlich massiven Burnout, mit dem ich heute noch zu tun habe.
Wirklich gute Informationen kannst Du hier bekommen:
http://burnout-infos.foren-city.de/ |
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| keyla |
Liebe Meerelfe,
danke für Deine superschnelle Antwort - das Forum werde ich mir mal ansehen. Wie hat sich das denn bei Dir geäußert? Und was hat Dir geholfen?
Liebe Grüße
Keyla |
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| meerelfe |
Mir war einfach alles zuviel. Ich habe mein Geschäft geschlossen und war zwei Jahre mehr oder weniger nur auf dem Sofa gelegen. Erst dann bin ich wegen einer anderen Geschichte zum Arzt gegangen, der das dann diagnostiziert hat.
Ich habe einfachste Verrichtungen (Haushalt, einkaufen, ein Buch lesen ect...) nicht mehr auf die Reihe gebracht. Ich hatte überhaupt keine Energie mehr.
Meine Hausärztin hat mir dann hochdosiert Johanniskraut verordnet und mich zur Therapie geschickt. Da bin ich nun seit 2 Jahren und in dieser Zeit wurden auch verschiedene Traumata festgestellt, die wohl mit ein Auslöser des BO waren. So ein BO baut sich meist über viele Jahre auf und viele Faktoren sind daran beteiligt.
In diesem BO-Forum gibt es einen großen Info-Teil, wo jeder lesen kann, da bekommst Du sehr viele Informationen und kannst Dir ein Bild machen, ob das auf Dich zutrifft. |
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| keyla |
Liebe Meerelfe,
ich habe mich mal in dem Forum umgesehen, sehr informativ! :danke:
In welchem Bereich hattest Du denn Dein Geschäft?
Und wovon hast Du nach Deiner Geschäftsschließung gelebt?
Entschuldige die Fragen...natürlich nur, wenn Du erzählen magst...
Ganz liebe Grüße
Keyla |
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| leonidensucher |
ich kann mich dunkel erinnern, dass ein Problem der tr**mat*s**rt*n ist, dass sie keine Stressempfindung und somit auch keine adäquaten Stressregulatorien (?Grammatik?) haben, womit einem Burn out der Boden geeebnet wird.
Und, dass STress im GGS. zu anderen, "normalen" Menschen, wenn er denn wahrgenommen wird, als so bed*hl*ch und existenziell empfunden wird, dass er doppelt bis dreifach zu Buche schlägt, was wiederum einem Burn out einen ganz guten Boden bereitet.
Ber frag mich nicht, wo ich das gelesen habe, ich glaube, es war in einer Ahandlung über Bindungsstile, in der Langzeitstudien durchgeführt wurden bei ambilvanent gebundenen K*nd*rn.
Das bringt Dir jetzt nicht so viel, fürchte ich..
Eher die Frage: was tun bei einem Burn out..
:was: |
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| meerelfe |
zitat: keyla schrieb
In welchem Bereich hattest Du denn Dein Geschäft?
Und wovon hast Du nach Deiner Geschäftsschließung gelebt?
Entschuldige die Fragen...natürlich nur, wenn Du erzählen magst...
Ich hatte ein Geschäft für Naturkosmetik und ich habe einen ganz lieben M*nn, der damals gesagt hat:"Jetzt reichts, Du bist ja total fertig, Wenn Du willst, ist es ok, wenn Du erstmal zuhause bleibst."
Damit ist mir der ganze Stress mit Krankenkasse, Arbeitsamt, Rentenkasse ect. erspart geblieben.
@Leon:
Ich denke schon, daß es da einen großen Zusammenhang gibt. Außerdem bin ich auch noch hochsensibel, da sind die Stressregulatorien nochmal anders. |
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| eisfuchs |
liebe keyla, ich hab dich noch gar nicht (für mein gefühl!) "adäquat" zurückbegrüsst, aber dieser thread spricht mich grad mehr an.
eine sehr gewagte these kam mir in den sinn, lass sie bitte bei mir, wenn sie für dich nicht stimmig ist.
also, ich bin mir auch ziemlich sicher, dass tr**m* und stressempfindlichkeit/anfälligkeit zusammenhängen und damit sozusagen die vorraussetzung für das entwickeln eines burnouts (nicht zww*ng*nd, aber eben sehr oft) gegeben sind.
für mich ist aber die frage, wozu diese zusätzliche diagnose gut ist. wenn du damit antworten findest, was dir hilft, dass es leichter und einfacher wird für dich, dann ist das wunderbar und natürlich kann ich weder etwas dafür noch etwas gegen deine gedanken dazu sagen- das wäre alles spekulation von meiner seite aus.
aber als ich eben von dir las
zitat: Ich fühle mich nach 4 Tagen hier so ausgelaugt, als wäre ich nie in Urlaub gewesen und vor allem habe ich bei dem Gedanken, etwas zu ändern, ein völliges Entkräftungsgefühl auch ein für mich eher untypisches Empfinden totaler Perspektivlosigkeit, so als wäre jede Anstrengung nur fruchtloser Energieverbrauch - von Energie, die ich nicht habe.
da dachte ich: hattest du denn wirklich urlaub? du hattest nach dem, was ich gelesen habe von dir (auch) eine schöne zeit in den letzten wochen, warst verreist, hast schönes erlebt. und hast gleichzeitig auch gearbeitet- mit *ngst*n, die du hattest, mit tr**m*n, die dich begleitet haben und die du dir angeguckt hast... du hast einen großen schritt auf deinem weg weitergemacht, diesen brief geschrieben. das alles ist (meiner einschätzung nach!) auch sehr anstrengende arbeit gewesen! was mich persönlich immer sehr ratlos macht, ist diese große *ng*r*chtigkeit, dass diese art von arbeit nicht als erwerbsarbeit honoriert wird und wir uns so auch noch zusätzlich darum kümmern müssen, wo die brötchen herkommen...
:Puhh:
liebe keyla, ich hoffe, das hört sich in deinen ohren nicht irgendwie "vorwurfsvoll" an, was ich da schreibe. so ist es gar nicht gemeint.
mir geht es oft so, dass wenn ich es schaffe, meine tr**m*arbeit zu würdigen, ich nicht mehr so erschr*ck*n muss vor der erschöpfung, die manchmal da ist. wenn ich mir das zugestehe, dann kehrt meistens auch schritt für schritt meine energie wieder etwas zu mir zurück.
das wünsche ich dir auch sehr- unabhängig davon, ob du was mit meinen gedanken anfangen kannst oder es für dich doch ganz anders ist.
glg eisfuchs |
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| leonidensucher |
liebe keyla,
weil ich ja bei googlemail bin und gmail immer werbung einblendet je nach inhalt der mail.. ( ich finds beängstigend, noch beängstigender find ich allerdings den entschluss unserer Regierung, de-email adressen [ aber sicher kostenpflichtig!] den Bundesbürgern aufzwingen zu wollen) kam prompt folgender link:
http://www.burnout-workshop.de/
vllt findest du anregungen? der workshop ist ziemlich teuer, aber es stehen ein paar adressen dabei. |
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| seelenfrieden |
Liebe Keyla,
zunächst mal tut es mir leid, daß es Dir so geht, wie es Dir geht - aber ich kann es mir schon auch ganz gut vorstellen, nach dem, was DU aus dem Urlaub berichtet hast. Ich glaube, so ein Brief, wie DU ihn dort an Deine Therapeutin geschrieben hast, schreibt man nicht mal eben so runter, der geht schon in tiefere Seelenstrukturen und ist damit sehr anstrengend. Und auch sonst ist ja viel bei Dir gewesen - es ist ja nicht immer nur die tatsächliche Arbeit, die uns schlaucht, sondern vielmehr die inneren Prozesse, die enorm viel Kraft brauchen und von denen dann eine Erholung nötig ist.
Zu der grundsätzlichen Frage, ob Traumatisierungen leichter zu Burn-Out führen. Ich weiß nicht, ob es da Erkenntnisse drüber gibt. Aber aus eigener Erfahrung würde ich ganz klar mit ja antworten. Der Boden, auf dem wir stehen, ist sehr viel wackeliger, als der von nicht traumatisierten genau aus dem Grund, den Du auch beschrieben hast: Wenn wir in eine Streßsituation geraten, wird sofort das ganze Trauma aktiviert und alle Mechanismen greifen, ehe wir das verhindern können. Es dauert dann meistens und kostet viel Mühe, Vergangenes wieder vom Hier und Jetzt zu trennen und nur auf das Jetzige angemessen zu reagieren. Oft gelingt genau das auch gar nicht, weil es eben so schwer ist, aus den Mechanismen herauszukommen. Ich glaube für mich und mein Leben, daß ich sehr viel mehr Sicherheiten brauche, als mancher andere, weil ich nur so sicherstellen kann, daß alte Mechanismen schweigen. in aktuten Streßsituationen gehen die Dämonen mit mir durch. habe das gerade beim Verlust des Fahrzeugbriefes wieder gemerkt, da bin ich von einer Minute auf die andere wieder im Alten und brauche Tage, um mich aus den Fallstricken der Vergangenheit wieder zu lösen.
Ich wünsche Dir alles Liebe und viel kraft für Dein Wiederankommen nach dem Urlaub!
Seelenfrieden |
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| keyla |
Ach, ihr Lieben!
Vielen Dank für Eure Worte. Ich war heute beim Arzt - Hilfe, für mich immer Superstress :angst2: - und hatte einen Blutdruck von 170/120. Und festgestellt, dass ich seit der Sache mit der Schweizer Therapeutin wieder fast 20 kg zugenommen habe, was einfach eine ganz massive Herz-Kreislauf-belastung darstellt.
Das ist ja irgendwie interessant?...also, ich weiß nicht ob das der richtige Ausdruck ist...aber irgendwie auffällig, dass ich nach den Negativerlebnissen mit den Therapeutinnen immer so zugenommen habe, der Mund und das Thema Essen überhaupt ist ja bei mir immer ganz eng mit dem Mutterthema verbunden.
Wobei ich danach auch jedesmal Antidepressiva genommen habe, die natürlich den Stoffwechsel verlangsamen.
Manchmal, wenn ich mir so meine Körpersymptome ankucke, denke ich, die Therapieerlebnisse bringen mich in ihren Nachwirkungen wirklich um :weinen:
Komischerweise habe ich ganz große schwierigkeiten zu "verstehen", dass ich tatsächlich auch physisch krank bin - da setzt bei mir sofort so ein "das stimmt alles nicht" Mechanismus ein.
@ Meerelfe: Ja, sogar an sich "schöne" Geschäfte können sehr schlauchen - meines ist ja auch schön und ich werde von vielen darum beneidet, hat sich nur zu einem System mit völlig entgrenzten erwartungen entwickelt. Gut, dass es Deinen Mann gab. Bei mir gibt es leider in dem Sinne kein finanzielles Netz, wobei ich schon über die Künstlersozialkasse Anspruch auf Krankentagegeld ab der dritten Woche habe, was ich denke ich auch mal in Anspruch nehmen werde.
@eisfuchs:Ja, grundsätzlich hast Du Recht und ich denke auch, dass die Traumaarbeit wertschätzung verdient - das ist nochmal ein guter Impuls :danke: Und in dem Sinne war auch der Urlaub natürlich ebenso Anstrengung wie auch Entlastung - komischerweise habe ich mich aber in der Woche alleine, wo ich ja diese "Arbeit" geleistet habe, am meisten erholt.
Wobei es eben auch so ist, dass mich die Arbeit in Kombination mit meinem physischen Gesundheitszustand extrem aushölt.
@seelenfrieden. Das mit dem brief stimmt - wobei er wie gesagt schon auch eine Erleichterung war. Jetzt muss ich ihn "nur" noch abschicken...:Puhh:
Und es stimmt auch, dass die Traumatisierungen wie "Megaphone" für anderen Stress wirken. Ich würde mal sagen: mein Selbständigkeitsstress ist hoch, aber eher so wie "bei allen". Aber auch der anderen Seite fehlen mir eben Kompensationsmechanismen. Es kann auch gut sein, dass Traumatisierte mehr Sicherheit brauchen - bei mir ist das ja so, dass es auf der einen Seite einen abenteuerlustigen Teil in mir gibt und ich auch bedingt durch einige Anteile eine "geborene Unternehmerin" bin, aber auf der anderen Seite eben auch diese Vorbelastung habe, durch die ich aktuelle Belastungen schlechter aushalten kann.
Wobei das mit der Sicherheit eben auch so ist, dass ich dafür echt nicht die geeignete Ausbildung habe - ich meine, mit einem Kunststudium gibt einem nun wirklich niemand einen vernünftigen Job, da bleibt einem für einigermaßen qualifizierte Arbeit nur die Selbstständigkeit.
So, jetzt gehe ich mal noch ein bissken einkaufen und ein Nickerchen machen - bin so erschöpft, dass ich das Gefühl habe, ich käme gar nicht bis zum Laden...eine spezielle Form von Diät ;) oder doch mehr :weinen: :was:
Liebe Grüße
Keyla |
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| engeline |
Liebe Keyla,
mir ist klar, dass das für eine Selbständige wie Dich besonders schwierig ist: aber solltest Du Dich nicht mal z.B. in einer psychosomatischen Klinik ein paar Wochen mit den Zusammenhängen zwischen Seele und Körper bei Dir beschäftigen? Und z.B. die 20 kg wenigstens zum Teil wieder abnehmen? :was:
Ich finde, Dein Zustand klingt besorgniserregend und trotz Arztstress nicht so, als ob Du ihn ignorieren solltest. :trost:
Willkommen zurück! :)
Engeline |
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| keyla |
Liebe Engeline,
danke für Deine lieben Worte und die Besorgnis, die da durch klingt. Weißt Du, bedingt durch das Therapietrauma geht für mich Klinik gar nicht, das ist für mich Alptraum hoch zehn, vor allem, da ich in Grönenbach Anfang der 90er extrem schlechte Erfahrungen gemacht habe - ich war danach wie fast alle "Traumis" längere Zeit suizidal. (was ich sonst nicht bin) Und es würde einfach definitiv meine Probleme im Unternehmen eher noch verschlimmern.
Meine Idee ist aber, mich mal 2 Monate krank schreiben zu lassen - ich bekomme dann auch Krankentagegeld.
Ihr Lieben,
danke für den Zuspruch.
Jetzt muss ich nochmal etwas loswerden, was bestimmt viele kennen
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Triggertext! Zum Lesen bitte markieren.
Also...tief Luft hol...es ist schon so, dass viele Anteile von mir gar nicht mehr wirklich leben wollen. Also nicht im Sinn von "sich was antun", sondern so, dass es dem vielem in mir ganz recht wäre, an einer Krankheit zu sterben.
Mensch, da schäm ich mich so...aber ich bin buchstäblich "zu Tode erschöpft"...ich meine, ich habe seit ca. 10 Jahren mehr oder weniger permanent Schmerzen und heftige vegetative Symptome und seit ich angefangen habe daran zu arbeiten, vor allem seit der Schweizer Therapeutin eben auch noch massive Angstsymptome. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das besser wird und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass noch über Jahre aushalten zu können.
Dazu kommt auch noch der berufliche Stress. Und ich kann mir nicht vorstellen, wieder abzunehmen, denke, ich müßte dann auch die Medikamente absetzen (was im Moment ganz undenkbar ist)und leckeres Essen ist eine der wenigen Sachen, die eben noch angenehme Körpergefühle produziert.
Und mir eben auch - vor allem, wenn sich die Traumasymptome melden und ich schlecht schlafe - permanent der Blutzucker runterkracht, so dass ich dann süß und fettig essen muss um den wieder einigermaßen hoch zu kriegen.
Ach, entschuldigt, wenn ich so verzagt klinge! Ich finde das auch ganz traurig, weil ich eben auch so ein lebendiges, kreatives Wesen bin.
Aber das alles hat mich so ausgelaugt und ich habe keine Idee, wie ich da "in der Gesamtheit" wieder rauskommen kann.
Kommen Euch auch manchmal so Gedanken dass das Erlebte "zuviel für ein Leben ist"? Ich meine, ich weiß nicht woher ich die Kraft nehmen soll um das Alte zu kompensieren und das Aktuelle in bessere Bahnen zu lenken, mit der Last des permanenten Krankseins, der Selbstständigkeit und eben auch dem seelischen "Kladderadatsch".
Einen ganz lieben Gruß von einer Keyla, deren Öhrchen hängen :( |
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| leonidensucher |
| nur in aller eile: bekommst du das Krankentagegeld auch für 2009 da wurde doch was geändert? |
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| keyla |
| Ja, ich denke schon - habe gestern noch deswegen telefoniert. |
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| leonidensucher |
http://www.finanzen-fuer-freie.de/2...r-2009-ankommt/
Beitrag ergänzt um 16:16 Uhr:
ah GUT! dann halte ich das für einen durchaus gangbaren weg.
Bin heute leider ganz kurz angebunden, da Kind krank, schläft gerade, aber sehr unruhig.
Ja, ich kenne das auch, diese verkappte T*d*ss*hns*cht- keine Ahnung wo sie her kommt; aber: Ja,ich kenne das auch.
Meistens äusserts sich das ähnlich wie bei Dir in einer sehr passiven Form, womit es noch kontrollierbar ist.
Ätzig, gell?!
Beitrag ergänzt um 16:21 Uhr:
ah.. scheint ruhiger zu schlafen..
trotzdem in Eile: die 20 kg...
1.) gehen die auch wieder weg.
2.) ich kenne das von mir, wenn ich kurz vor dem totalen Dekompensieren stehe, stopfe ich mich zu - muss da möa drüber nachdenken, aber ich denke, es hat was mit einfach zupampen der Probleme zu tun- wenn ein riesen Schokobrei über einem Problem liegt, sieht man es nicht mehr - so meine Logik.
3.) bei mir hats sehr viel mit auseinaderfließen zu tun- mich nicht zusammen backen und packen können, sondern zerfallen / zerfließen- auch weil es einfach zu viel wird innen und aussen.
Und mich selbst nicht erkennen.
4.) ok, ich weiss nicht wie groß du bist, aber ich entsinne mich gelesen zu haben, dass du groß bist ( tut aber grad nix zur Sache), auf jeden Fall sind mehr Pfunde klar eine Belastung für Herzn udn Kreislauf, aber nicht so drastisch, wenn dagagen angegangen wird.
kind wach! |
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| engeline |
Liebe Keyla,
ja, ich kenne das auch, ich frage mich oft, was das wohl für Leute sind, die unbedingt alt werden wollen, ein merkwürdig fernes Leben müssen die führen.
Triggertext! Zum Lesen bitte markieren.
Was Du beschreibst, das erinnert mich total an meinen liebsten Mann, der ebenfalls Betroffener und ständig schmerzgeplagt ist und der Tage hat, an denen er nur das Essen zu genießen glaubt und der auch immer wieder die Schwierigkeit mit dem Blutzucker hat und ganz kalt und grau im Gesicht in einer Ecke sitzt und im Grunde nicht mehr will. Und der dabei der klügste, lebendigste, liebevollste ... (stundenlang so weitermachen könnte ...) Mann überhaupt ist.
Meine allergrößte Angst im täglichen Leben ist, dass er eine Krankheit findet, an der er st*rbt oder ein Risiko beim Autofahren oder beim Reinigen der Dachrinne von einer Leiter aus oder ... richtig falsch einschätzt und mich auf diese Weise allein lässt.
Was ich sagen will: wieviel Menschen würdest Du fehlen? Beginne bitte mit 1=Engeline. Versuche es mit dem Weihnachtsfilm "Ist das Leben nicht schön?" von Capra und dem Thread "Die schönen Dinge des Lebens" - und bleib, solange es geht.
:trost2:
Engeline |
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| eisfuchs |
liebe keyla,
:trost2:
wenn ich darf
selbständig sein ist gut- und megaanstrengend.
gut, dass du das mit dem krankengeld machen kannst.
:herz:
eisfuchs |
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| keyla |
Liebe Leon,
:danke: für den Link - das werde ich mir mal genau ankucken.
Ja, "zupampen" kenne ich, aber auch wirklichen Genuss. Ich meine, ich finde Essen etwas Wunderbares, bin eine gute Köchin, das hat auch viel mit Lust zu tun.
Aber ich kenne eben auch das "Dumpfmachen" damit. Ich esse dann ganz unregelmäßig, zu fett, zu süß, lese sowas wie Gala oder Bunte (fällt das eigentlich auch unter SVV :ueberleg: :D ) - dann ist es eben kein Genuss, sehr unbewußt. Und die Antidepressiva hauen mir immer total auf den Stoffwechsel - also, es wäre falsch, denen die alleinige Schuld zu geben, aber es hat schon einiges auch damit zu tun. Und dann denke ich: Mit abnehmen habe ich gar keine Chance, solange ich die AD nehme und die in so einer Situation abzusetzen, ist ja so ziemlich das Unklugeste, was man machen kann.
U.a. weil meine Herz-Kreislaufbelastung eben zu einem großen Teil mit meinen Wahnsinns-Stresshormonausschüttungen zusammenhängt - das Übergewicht ist dann noch "on top".
Und da komme ich mir wie in eine Pattsituation vor, ganz abgesehen davon, dass man nach dem Abnehmen eben auch nicht schön aussieht :( Und, nein, ich bin eher klein...
Liebe Engeline,
danke für Dein liebes "1.". :liebes:
Triggertext! Zum Lesen bitte markieren.
Weißt Du, gestern sagte auch meine beste Freundin "Ich will nicht, dass Du gehst, weil Du meine beste Freundin bist." Da musste ich richtig ein bißchen heulen (als sie zigarettenholen war, ich kann ja leider fast nie vor anderen weinen) - und ich hab das auch wirklich innerlich gehört. Und auch gmerkt, wie sehr ich wegen kleinen "Knirschereien" im Urlaub an der Beziehung gezweifelt habe.
Was Du von Deinem Liebsten erzählt hast, hat mich auch sehr gerührt. Es ist doch verrückt, ich meine, ich bin AUCH ein lebenslustiger, fröhlicher, lebendiger Mensch...ich meine, das ist nicht gespielt, läuft eben nur auf einer eigenen Spur... und im Moment sind eben soviele "Spuren" von mir so bodenlos erschöpft und entmutigt - und es ist ganz schwer, die zur Gesundheitssorge in Form von Abnehmen etc. zu gewinnen..."die" wissen nicht, wofür sie sich quälen sollen...
Darf ich Dich mal was Fragen? Wie gehst Du mit der Todessehnsucht von Deinem Liebsten um? Und wie er selber?
Liebe Eisfuchs,
ja, du darfst :liebes: - das Selbständigsein kann einem ziemlich an den Nerven zerren. Und sind Kunden dann unzufrieden, kommt ganz schnell mein "ich kann eigentlich gar nichts, betrüge alle nur, schade allen nur" hoch und mein ganzes Schuldthema dockt sich daran an.
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*Triggertext! Zum Lesen bitte markieren.
In der Zeit nach meiner V*rgew*ltigung war ich auch physich superkrank (ganz schlimme Candidose durch die dabei Übertragenen/aktivierten Pilze - habe 17 Stunden pro Tag geschlafen und kam vor Erschöpfung teilweise nicht mehr die Treppen hoch) und hab dann bei der Arbeit (ich hab damals im Krankenhaus gejobbt) viele Fehler gemacht. Und dann habe ich allen Ernstes gedacht, ich könnte nur als Pr*stitui*rte arbeiten - das habe ich Gott-sei-Dank zwar fast aber dann doch nicht in die Tat umgesetzt. Aber damals erschien mir das als eine logische Konsequenz...sowas wie: Du bist zu nix anderem gut...und sowas kommt bei mir ganz schnell, wenn es beruflich schwierig wird - obwohl ich objektiv gesehen glaube ich wirklich Unglaubliches trotz permanentem Kranksein geleistet habe.
Also nicht, dass ich jetzt denke, ich müßte als Pr*stituierte arbeiten, sondern dieses "zu nichts gut sein".
Ich glaube das Thema des "Schuldhaften versagens" hat bei mir ganz viel mit der Todessehnsucht zu tun...
So, heute war ich bei der Akupunktur, das hat ganz gut getan - ich mag den Heilpraktiker so gerne und bin auch so entspannt mittlerweile da, dass ich schon ohne Akupunktur auf der Liege einschlafe :D :traum:
Vielen Dank Euch :herz: :gruppe:
Keyla |
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| hella |
Liebe Keyla,
da ich gerade nur sehr knapp Zeit habe, auch hier nur ein kurzer Einschub zu einem Thema.
Ich habe auch lange selbstständig gearbeitet, mir kam das immer so vor, als wenn das die richtigste Entscheidung für mich ist. Als ich dann merkte, dass ich eine Retraumatisierung nicht so wegstecken konnte wie sonst und immer "weniger" wurde, im wörtlichen Sinne, habe ich mich anstellen lassen. Es war der gleiche Job und die gleiche Auftraggeberin, die dadurch zur Arbeitgeberin wurde. Und es war für mich gut, das zu tun. Ich werde in absehbarer Zukunft nicht mehr frei arbeiten, denn ich halte das Risiko für unkalkulierbar für mich. So ist es bei der Anstellung geblieben. Ist halt nur die Frage, ob Du mit Deiner Ausbildung irgendwo angestellt unterkommen würdest. Aber warum nicht? Ich finde, da darf man schon mal drüber nachdenken.
Fast schon im Bett,
Hella |
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| bambam |
Hallo Keyla,
ich sehe nichts, wofür du dich schämen müsstest.
Diese Müdigkeit, die du beschreibst, kann auch dazu führen, dass sich Anteile sozusagen absetzen, aussteigen. Das hat was mit Resignation zu tun und je stärker die Resignation fühlbar wird, desto mehr Gewicht bekommen diese Anteile. Zumindest ist das bei mir so.
Ich kennen den Zustand sehr gut. Es ist nicht leicht, da die Balance zu halten. Das kostet Kraft - jeden Tag neu - und das unterstützt einen Burnout und hält ihn am Laufen.
T*dessehns*cht ist etwas anderes - so rein gefühlsmäßig. Ich kenne auch die und habe sie immer deutlich anders empfunden als diese resignativen, lebensmüden (im Sinne von übermüdet, erschöpft, nicht su*zidal) Anteile, die alles wegschlucken wenn man nicht gegensteuert.
Kein Grund, dich dafür zu schämen. Sie sind der Preis dessen, was du erlebt, erlitten und durchgekämpft hast.
Ich wünsche dir sehr, dass du 1000 Mal am Tag etwas siehst, was dir wohl tut und Kraft gibt.
Liebe Grüße, bambam |
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| haikala |
zitat: lese sowas wie Gala oder Bunte (fällt das eigentlich auch unter SVV)
*kicher*
Wie ist das bei dir - wenn du beispielsweise zwei Monate "weg bist", geht dir dabei sämtliche Kundschaft verloren und du musst hinterher wieder bei null anfangen? Das wäre meine Sorge... nicht die Zeit, in der ich nicht arbeite, sondern die Zeit danach. :ueberleg:
h. |
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| keyla |
Liebe Haikala,
also, ich habe im ICD 10 gekuckt, da stand das nicht als Symptom drin :D
ja, das mit dem "Kunden wegbleiben" ist auch meine (absolut berechtigte) Sorge. D.h. ich kann keine komplette Auszeit nehmen. Das war auch der Grund, warum ich in eigentlich gesundheitlich unmöglichen Situationen weitergemacht habe.
Und die aktuell geplanten Veranstaltungen müssen auch laufen.
Aber ich muss wenn ich Krankentagegeld bekomme ein bißchen weniger akquirieren, weil ich dann etwas mehr Geld habe und kann so ein bißchen Druck rausnehmen. Und mir - hoffe ich - dadurch auch Freiräume schaffen, etwas umzustrukturieren bzw. zu Kräften zu kommen. Ob das gelingt? Ich weiß es nicht - wenn es mir besser geht, bin ich allerdings i.d.R. ein "findiges Wesen".
Gut wäre etwas als "feste Freie" - ich könnte mir z.B. einen Redaktionsjob schon gut vorstellen. Denn da bin ich auch richtig gut drin und auch einigermaßen schnell - ich meine, einen guten Text kriege ich auch "nachts um vier betrunken im Schlaf" hin...also nicht, dass ich nachts um vier im schlaf häufiger betrunken wäre ;) (das gehört nicht zu meinen Lastern)...aber das geht doch in fast jedem Zustand.
Liebe Grüße und :sonnig: für Dich!
Keyla |
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| meerelfe |
Hallo Keyla,
was hast Du für ein Geschäft? |
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| keyla |
Liebe Meerelfe,
ich koordiniere eine Marketingkooperation und mache Marketingberatungen, Unternehmenstexte, Internetseiten etc.
Details kann ich leider nicht sagen, sonst bin ich zu leicht wiedererkennbar - das ist in Deutschland schon einmalig in der Form.
Liebe Grüße
Keyla |
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| meerelfe |
Schon klar, ich wollte nur ungefähr die Richtung/Branche wissen. Ja, da kann ich mir vorstellen, daß es nicht so einfach ist, wenn Du einige Wochen nicht verfügbar bist - wahrscheinlich sind die Konkurrenten wie die Geier!
Aber achte trotzdem gut aug Dich - ein beginnender BO ist nicht zu unterschätzen! :liebes: |
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| marguerite |
liebe keyla! :liebes:
ich hab gerade mal den thread in einem rutsch gelesen...und bin sehr berührt!! kanns gerade gar nicht so in worte fassen, aber es ist schon nah, wenn du auch deine traurige, lebenserschöpfte seite hier zeigst! :trost2:
kenn ich auch einiges von, gerade dieses kräftezehrendes gegen schmerzen anleben. :(
ich würde dir gerade gern eine hängematte mit weicher decke und kissen aufspannen, in die sich besonders diese erschöpfte seite einfach mal fallenlassen kann, mit all den schweren gefühlen. es kann -auch körperlich- vieles besser werden, ist meiner erfahrung. *ihr das als hoffnung mal leise zuflüstere*
vielleicht tut es dieser seite ja auch gut, als so wie sie ist, gesehen und von außen und innen angenommen zu werden, ohne dass sie gleich den druck spüren muss, sich ändern zu sollen, die starke keyla wieder nach vorn schieben zu müssen. sie hat schon ihre -nachvollziehbaren- gründe, dass sie so ist, wie sie ist...und vielleicht kann sie, wenn sie das selbst sicherer empfinden kann, auch wieder vorsichtig gucken, ob es etwas gibt, was sie am leben mag...
mich erinnert das gerade an lange zeiten in meiner therapie, in denen ich immer das gefühl hatte, das kind in mir sitzt allein im dunklen, ich sehe und spüre es zwar und bemerkbar macht es sich auch langsam, aber sobald ich vorwärts gehe, lasse ich es dort allein, verrate es quasi. ich weiß nicht genau, wodurch sich das bei mir geändert hat, aber je mehr ich anerkennen kann, wie schwer alles aus seiner eigenen perspektive gewesen ist, desto mehr öffnet sich dieses dunkle abgeschlossensein und die entwicklung geht - auf beiden ebenen vorwärts.
darum denke ich, diese innerliche seite zu zeigen, zu artikulieren, in kontakt mit der welt zu bringen, ohne sie unter druck zu setzen, kann durchaus heilsam sein! :herz:
was das berufliche angeht, hab ich da leider praktisch keine erfahrung, aus der ich dir schlaue gedanken dalassen könnte. aber mein :listen: ist da!
und... 2!!! :liebes:
:gernhab:
:daisy: |
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| keyla |
Liebe Meerelfe,
das Problem ist auch, das die Kunden der Marketingkooperation durchgehend bezahlen (was für die Planungssicherheit auch ein Vorteil ist), aber dadurch auch durchgängig Aktion erwarten...seufz...und da die lange im Voraus laufen, sind die für Februar bis Juni auch schon geplant und es ist dann superschwer, etwas abzusagen. Eine Veranstaltung haben die Kunden schon selber abgesagt - da war ich ganz froh!
Es ist auch sehr schwer, das jemand anders machen zu lassen, da das zum einen kaum finanzierbar ist, vor allem aber die "Kommunikationsfäden" bei mir zusammenlaufen.
Da geht es eher, mir etwas Entlastung zu suchen durch eine "Finanzspritze" durchs Krankentagesgeld, aber ganz kann ich in der Zeit nicht aufhören. Das geht immer nur Mitte Dezember bis Ende Januar.
Aber etwas weniger akquirieren müssen und etwas Rücklagen bilden ist auch schon etwas - ob es reicht, weiss ich nicht.
Das sind wohl viele Schritte nötig, bessere psychische Distanzierung vom Stress, Distanzierung von entgrenzten erwartungen, physisches Aufpäppeln, neue Konzepte etc. :Puhh:...wenn man so erschöpft ist, kommt einem ja alles wie ein unbewältigbarer berg vor, vor ellem eben mit der ständigen physischen Krankheit.
Und was Burn Out angeht, würde ich mal sagen: ich bin schon mittendrin...
Mist.
Liebe Grüße
Keyla |
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| marguerite |
huch, da haben wir ja ganz parallel geschrieben...
dir noch was da lass... tropenschmetterlings(haus ;) )-stimmung....
:winken:
marguerite  |
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| diekleine |
Liebe Keyla,
ich habe auch Burnout, und ich kann Deine Gedanken nur allzugut nachvollziehen... An manchen bösen Tagen wünsche ich mir morgens schon die Nacht herbei... Und eine schöne Krankheit, an der ich endlich s*er**n darf...
Seit einiger Zeit hab ich durch Drängen meiner Therapeutin angefangen, ein Freude-Tagebuch zu führen. Ich schreibe abends in ein kleines Heft, was positiv an diesem Tag war (leider in letzter Zeit sehr schludrig, *schimpf*). Manchmal finde ich nur eine kleine Sache, wie z.B. "habe es geschafft eine gesunde Mahlzeit zu kochen und danach die Küche gleich wieder aufzuräumen". Aber so langsam verändert sich mein Blickwinkel. Wo ich sonst abends drüber gegrübelt hab wieviel Sch**ße in meinem Leben schon passiert ist und immer wieder passiert, versuche ich jetzt, auch ein bisschen bisschen rosa zu sehen. Gelingt nicht immer, im Moment eher gar nicht da die braune Masse wieder über mich hereinbricht. Aber vielleicht ist das für Dich auch eine Möglichkeit, wieder ein bisschen an das Lebenswerte im Leben zu Glauben?!
Das Problem am Burnout ist ja, dass die Konstitution die einen dahin gebracht hat, einen leider auch immer wieder einholt... (Oh, versteht man das was ich sagen wollte? :was: ) Man nimmt sich eben selber immer überall mithin...
Sollten meine Worte allzu wirr klingen, lass sie bei mir... Wollte Dir nur mitteilen, dass ich mitfühle und Dich verstehen kann.
Liebe Grüße, diekleine |
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| leonidensucher |
hmmm... Deine Arbeitssituation klingt wirklich nach einem großen berg, der nicht abwälzbar ist.
In Zeiten, in denen ich selbständig gearbeitet habe ( geht derzeit sorry wirklich nicht, denn selbständig heisst selbst und ständig, und kein WE oder abend) und mehrere Projekte zeitgleich laufen hatte, habe ich mir immer Zeitpläne gemacht, ganz unkundenorientiert, nach dem Motto " mit welchen Ergebnissen schinde ich erst mal den größten Eindruck und muss mich dafür am wenigsten anstrengen"- wie in der Schule- meldet man sich ma Anfang der Stunde 2- 3 mal freiwillig, hat man den Rest der Stunde seine Ruhe...
und dann hab ich meine Berge geteilt, in kleine Häppchen, und hab die abgearbeitet, ohne einen Blick auf das Gesamtbild zu verschwenden.
und, mit hat eine Weisheit aus dem Spinning ( jawoll..) ungemein und oft weitergeholfen:
Du darfst den Berg nicht bekämpfen.
Du musst ihn anlächeln.
Damals hab ich mir gedacht " du blöde Kuh, wie soll denn das gehen"- aber die trainerin hatte recht, so ungern ich es auch zugebe... |
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| keyla |
Liebe :daisy:,
als ich Deine Antwort gelesen habe, kam mir selber in den Sinn, dass meine "lebenserschöpfte Seite" (was für ein guter Ausdruck!) wirklich wenig Raum hat. Und dass häufiger Menschen erstaunt sind, wenn sie sie erleben. Weil eben "das andere" genauso Wirklichkeit ist, sichtbare Wirklichkeit vor allem, das Fröhliche, Kräftige, Lebensbejahende, Kreative...
Dass die erschöpfte, t*dess*ehnsüchtige Seite Gründe hat, gute Gründe - das zu verstehen ist wirklich eine wichtige Sache. Denn irgendwie ist das bei mir immer noch mit viel Scham besetzt. Und wenn ich diese Seite versuche zu verbergen - z.B. vor meinen Kunden, wo ich oft Ausreden erfinde, wenn ich Termine absagen muss - oder manche Sachen nicht mit soviel Aufwand machen kann, wie ich gerne würde (und es manchmal auch dem Auftrag dienlicher wäre), dann schäme ich mich auch manchmal.
Weil ich mir dann eben so vorkomme wie jemand, der sich "durchs Leben pfuscht".
Der Gedanke, dass es für mich als Kind und auch als Erwachsene ganz real schwer war und ist, ist für mich immer noch sehr schwer. Komisch, nicht wahr? Als ob irgendetwas in mir nicht verstehen könnte, dass ich ganz WIRKLICH unter ungeheueren Belastungen stand und stehe.
Du beschreibst ja auch viel vom Anerkennen dieser Wirklichkeit und der Notwendigkeit, ihr eine Stimme zu geben - bei mir sicher auch der Notwendigkeit, noch mehr mein Leben mit dem Wissen zu gestalten, dass es sie gibt und wahrscheinlich auch immer geben wird.
Danke für die Hängematte...der Gedanke kommt mir oft abhanden, dass etwas in mir wirklich, wirklich, wirklich Ruhe braucht - nicht einmal, sondern immer wieder. - weißt Du eigentlich, dass ich eine in meiner Wohnung habe? :smug: :faul:
Liebe "dieKleine",
das mit dem "Freude-Tagebuch" kenne ich - wie gut, dass Du nochmal daran erinnerst. :danke: Ich habe den Threat "Die guten Dinge in unserem Leben" ja auch quasi als virtuelles Freudetagebuch eröffnet.
Also, bei mir ist das komischerweise so, dass ich eigentlich nicht wenig Freude habe und das durchaus auch bemerke. es ist nur so, dass es mir oft vorkommt, als würde das gegen den Nachhall der Verletzungen und den aktuellen Stress durch Schmerzen, beruflichen Stress etc. nicht ankommen. Und als gäbe es so etwas wie einen komischen "Fluch", dass das Gute eigentlich nie reicht.
Liebe Leon,
ich musste richtig lächeln, als ich Deine Antwort gelesen habe. Denn das Motto " mit welchen Ergebnissen schinde ich erst mal den größten Eindruck und muss mich dafür am wenigsten anstrengen"- also, da habe ich schon sehr oft mit gearbeitet. :Peinlich: Und in schamhaften Zeiten....ja, da schäme ich mich dafür...als wäre ich eben nur eine "Blenderin". Kennst Du das Gefühl? Und manchmal ist eben das, was ich für meine Kunden tun kann auch so unkalkulierbar - ich meine, niemande weiß, wie Werbung wirkt und ich würde meinen Kunden gerne oft "sichere Nahrung" in Form von Kunden geben und leide darunter, dass ich das nicht kann.
Liebe "Alle",
Interessant, ich merke, wieviel das "Schamthema" mit meiner Erschöpfung zu tun hat...
Empfindet ihr die Scham auch so als Energiefresser?
Habt ihr auch so Schwierigkeiten, Eure realen Belastungen und daraus resultierenden Grenzen ohne die "Scham der Unzulänglichkeit" anzunehmen?
Liebe Abendgrüße von einer nach der Sauna lecker wie ein Kokosmakrönchen riechenden
:gernhab:Keyla |
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| pantalon |
Liebe Keyla,
die Latte Deiner Ansprüche an Dich selbst ist ja unermesslich hoch :bigeye:
Kann es sein, dass Du Deine Rollen manchmal etwas eng strickst und selbst im Genuss noch leistest?
Wenns nicht passt, lass es bei mir ja? Später mehr, bis dahin Reihe ich mich ein in die Zahl derer, die Dich gern haben :gernhab: so wie Du grad bist.
Pantalon
:herz: |
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| seelenfrieden |
Liebe Keyla,
leider habe ich im Moment sehr wenig Zeit zum Schreiben. Wollte Dir nur sagen, daß ich diesen Thread von Anfang an mitlese und daß er mich sehr berührt und bewegt. Vieles kenne ich von mir selber und kann es gut nachvollziehen, was Du schreibst. Und ich kenne diese verzagte Seite, dieses lebenserschöpfte, dieses Gefühl, alles zuviel für ein Leben. Ja, das kenne ich sehr gut und ich kenne auch die Scham, dieses Gefühl, ich pfusche mich so durch und diese Angst, es könnte jemand merken, daß ich eigentlich nichts wirkliches zuwege bringe.
Ach Keyla - wollte nur mal hierlassen, daß ich Dich und Deine Beiträge sehr mag, daß ich hoffe, daß Du gut für Dich sorgen kannst in dieser schweren Zeit. Das mit dem Krankschreiben scheint ein guter Weg zu sein, mal etwas zu Atem zu kommen - und in der Zeit ganz viel Schönes machen, Beruhigendes, Liebevolles!
Ich wünsche Dir eine gute Zeit und freue mich jedesmal, Dich hier zu lesen!!
Liebe Grüße
Seelenfrieden |
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| keyla |
Liebe Pantalon, liebe "Alle",
das ist ja eine interessante Frage...etwas leisten im Genuss... :ueberleg: Das kann ich gar nicht so spontan beantworten. Mir kam dabei aber spontan die Frage in den Sinn, wo Leistung für mich anfängt und Genuss aufhört. Ich meine, ich bin schon jemand, der gerne etwas leistet im Sinne von "etwas machen, was fruchtbar ist". Und nicht nur aus "Muss" sondern durchaus aus Lust. Und das entspannt mich dann auch oft mehr als das "nichts tun". Im Urlaub einen Text zu schreiben macht mir z.B. sehr viel Freude, wenn er denn gelingt (was nicht jeder tut). Und dann bekomme ich auch daraus Kraft.
Und umgekehrt ist es für mich ein ungeheurer energiefresser, wenn meine Arbeit "unfruchtbar" ist oder - noch schlimmer - ich den eindruck habe, ich schade anderen.
Und riesige Energiefresser sind uneinlösbare Erwartungen.
Ein Beispiel: Wir machen eine Veranstaltung für Architekten wo die zwei Hauptorganisatoren den Raum stellen sowie den größten Teil der Finanzen tragen. deshalb haben Sie auch die Entscheidungshoheit über die Vorträge, die wir - klar - begrenzen müssen. Und natürlich wollen sie sich mit ihren Unternehmen möglichst gut darstellen und haben sich für einen Vortrag eingeplant. Zwei andere Kunden von mir stellen da aus und würden auch gerne einen Vortrag machen, der aber zuviel wird. Jetzt werden an mich zwei unterschiedliche erwartungen rangetragen: 1. Machen Sie den anderen klar, dass sie nur ausstellen können. 2. Überreden sie die Hauptorganisatoren, dass wir auch einen Vortrag halten.
Und daran komme ich tierisch in Stress, weil ich mich immer jemandem gegenüber defizitär/schuldig fühle. Und dann geht mein Blutdruck hoch.
Und solche Situationen habe ich unendlich viele - die meisten auch noch vertrackter. :Puhh:
Triggertext! Zum Lesen bitte markieren.
Da kommt auch nochwas ganz Fieses mit rein: Meine Mutter hat mir ganz oft gesagt "Du bist nur geboren, um andere zu quälen"...ja, und dann :Peinlich:, also ich brauche schon oft die Bestätigung, für andere eine bereicherung zu sein. Und wenn ich das für Kunden nicht bin, kommt dann ganz schnell die Mutterstimme als "Stressmegaphon"...und gleichzeitig - weil ich ja diesen Mechanismus durchschaue - schäme ich mich dafür, dass mich das immer wieder so mitnimmt...und es gibt durchaus einen Teil in mir, der dann anfängt zu denken, er sei "so" - also mit dem, was ich kann und tue - "lebensunwertes Leben" :weinen: ...eine ganz gruselige Formulierung, aber sowas schwirrt mir dann durch die Seele...
Liebe Seelenfrieden,
:danke: für Deine lieben Worte. Was mir ja tatsächlich hilft ist die Erkenntnis: ja, es IST auch viel, ganz wirklich. Und bei dem Hintergrund würde jeder schonmal "die Flügel hängenlassen". Es gibt Dinge, die ich tun und ändern kann, aber es ist eben nicht so, dass alles "Schuldhaft" ist. Kennst Du diese Gedanken auch...dieses vertrackte "selbst schuld", was ja etwas ganz anderes ist, als liebevoll Verantwortung für sich zu übernehmen?
Liebe Grüße von Keyla (die heute walken war und tatsächlich davon etwas Energie bekommen hat) |
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| engeline |
Liebe Keyla,
ich muss noch mal zurück zu ganz weit oben, zur Krankengeldfrage nämlich (heute ist Montag ... ;) !). Leon hat recht, dass "hauptberuflich selbständige Erwerbstätige" ab 1.1.2009 keinen Krankengeldanspruch mehr haben, es sei denn, sie bezahlen dies gesondert. Erst hatte ich gedacht, das sei anders bei Dir wegen der Künstlersozialkasse. Aber deren Internetauftritt sieht nicht unbedingt so aus:
http://www.kuenstlersozialkasse.de/...Krankengeld.php
Danach solltest Du mindestens vor einer längeren Krankschreibung prüfen, ob das gutgeht und Dich auch genau informieren, ob und wieweit Du während der Zeit der bescheinigten und bezahlten Arbeitsunfähigkeit überhaupt arbeiten darfst. Nicht, dass Deine Kalkulation nicht stimmt! :was:
Aber Deine Erschöpfung ist bestimmt berechtigt, Scham und das ewige Etwas-verdecken-müssen ziehen ganz viel Kraft, auch Kreativität.
Engeline |
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| keyla |
Liebe Engeline,
auch hier nochmal lieben Dank für die Sorge!
Ihr Lieben,
also, an die Künstler unter uns´: Die KSK übernimmt das Krankengeld ab der 7. Woche, man konnte aber zum 1.1 einen Sondertarif mit den meisten Kassen abschließen, die dann von der 3. - 7. Woche das Krankentagegeld übernehmen.
Ich hatte zufällig das Glück, dass das bei meiner Kasse zu den Wahltarifen gehört - wer darüber nicht automatisch von der Kasse informiert worden ist, sollte sich erkundigen.
Herzlich grüßt vom Rhein
Keyla |
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| haikala |
zitat: Denn das Motto "mit welchen Ergebnissen schinde ich erst mal den größten Eindruck und muss mich dafür am wenigsten anstrengen"- also, da habe ich schon sehr oft mit gearbeitet.
...und genau das zu können ist auch eine Kunst und eine Fähigkeit, die sehr viel Klugheit und Kompetenz voraussetzt! :)
Ich komme mir ja in meinem Leben auch oft vor, als ob ich alles, was ich kann, nur faken würde und mich dafür schämen müsste. Aber man kann das Ganze auch von einer anderen Perspektive aus sehen. Die Stärke in dem sehen, was man als Schwäche empfindet. Die Wahrheit liegt ziemlich sicher irgendwo in der Mitte. :)
Und: ja, es ist viel.
h. |
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| keyla |
Hallo, ihr Lieben,
ich bin noch immer sehr erschöpft (oh je, dann erwarte ich immer, dass das schnell weggeht), aber: Ich habe heute einem Kooperationspartner, für dessen Stadtmagazin ich noch Vertriebsaufgaben übernehmen wollt, für dieses Jahr abgesagt. Und es erzählt, wie es ist, gesundheitliche Probleme und für eine Weile wirklich kürzertreten müssen...das sind sehr nette Kooperationspartner, von daher konnte ich das auch erzählen - aber ich bin auch froh, dass ich es gemacht habe...:Puhh:
Auch wenn mich jetzt die Angst beschleicht, mir da etwas verbaut zu haben...aber das hat doch auch etwas davon, dem Ganzen Realität zu geben.
Interessanterweise haben die mir auch die Rückmeldung gegeben, dass ich auch diese "Komm an meine M*tterbr*st und ich sorge für alles" Ausstrahlung habe, die mir oft so Probleme mit meinen Kunden macht, weil sie eben diese überhohen Erwartungen produziert.
Und gestern in der Therapie bin ich auch auf etwas Interessantes gestoßen, was ich noch nicht so richtig in Worte fassen kann...
Das versuche ich später einmal
@haikala Ja, ich denke auch, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Und ab und an nehme ich das auch durchaus als Intelligenzleistung war. Wobei das bei mir schon so ist, dass das "intelligent Sein" komischerweise auch immer etwas Schambesetztes hat. Da gibt es auch die passende "M*tterbotschaft" zu: "Außer Intelligenz ist bei Dir nichts drin." (O-Ton...fieserweise hat sie dann auch behauptet, das hätten meine Lehrer so gesagt). Deshalb hat das "klug sein" manchmal bei mir so etwas wie "der Beweis ein schlechter Mensch zu sein". Kennst Du das?
Liebe Grüße in den Dienstag!
:herz: Keyla |
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| haikala |
:ueberleg: schambesetzt glaube ich bei mir weniger. Eher dieses "Intelligenz ist nicht alles"-Dingens, also: "man kann so intelligent sein, wie man will - wenn man dabei eine komplette soziale Niete ist, dann ist die ganze Intelligenz nicht viel wert". Har har. :rolleyes:
Lass dir gesagt sein, dass eine Menge bei dir drin ist. Zu viel, um es aufzuzählen (ich habe angefangen, aber dann kapituliert. ;) )!
:listen:
h. |
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| leonidensucher |
zitat: keyla schrieb am 08.02.2009 um 22:21 Uhr in Beitrag #32
ich musste richtig lächeln, als ich Deine Antwort gelesen habe. Denn das Motto " mit welchen Ergebnissen schinde ich erst mal den größten Eindruck und muss mich dafür am wenigsten anstrengen"- also, da habe ich schon sehr oft mit gearbeitet. :Peinlich: Und in schamhaften Zeiten....ja, da schäme ich mich dafür...als wäre ich eben nur eine "Blenderin". Kennst Du das Gefühl?
Liebe Keyla,
oh ja, und wie ich das kenne!
Sehr gut sogar, und meistens kommt dann noch die Angst dazu "bitte, lass sie jetzt nicht GENAU hinschauen, weil man dann sieht, dass es mit heisser Nadel gestrickt wurde".
in schlechten Zeiten...
in guten Zeiten kann ich auf das Wissen zugreifen, dass so frustrierend es ist, gefühlte 90 % von allen wichtigen Meetings, Prohektbesprechungen und Präsentationen blabla ist und nur genial verpackt wurde, will sagen, die meisten Menschen auch diese Methode anwenden, einige wenige bewusst, die meisten allerdings unbewusst.
Nicht umsonst ist das Internet voll ( gerade jetzt) von Meldungen über Menschen, die erst vor einiger zeit grandiose Konzepte vorgelegt haben, die frenetisch beklatscht und von noch viel klügeren Menschen abgenickt wurden um dann komplett zu floppen und von wirklich klugen Menschen jetzt, wo es eh zu spät ist, mit den worten " da hat wohl niemand nachgedacht" in der Luft zerlegt zu werden.
( Stichworte? Hypo real Estate....GM...BMW...usw usw usw usw...die Liste ist lang udn wird täglich länger).
Also, so denke ich mir in guten zeiten- warum soll ich nicht das gleiche machen wie allen anderen auch und es zu meinem Vorteil nutzen?
Liebe Keyla, ich hoffe, es geht Dir ein wenig besser- nur ein bisschen?
Sei nicht zu hart mit Dir!
Beitrag ergänzt um 17:12 Uhr:
liebe Haikala,
das kenne ich auch- bei mir ists auch eher ein " und was nützt Dir jetzt Deine (angebliche) Intelligenz, wenn Dich keiner mag?!"...
Dass man niemals irgendwie vor sich selber Ruhe hat.. gruslig... |
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