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Ressourcenorientiert sein - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    haikala
    :kuck:
    Mir ist letztens ein Buch über den Weg gelaufen:



    Luise Reddemann: Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.
    Ein gutes Buch, um einfach mal reinzublättern und hängenzubleiben an dem, was einen anspricht - man muss es nicht von vorn bis hinten am Stück lesen. Es ist ganz einfach geschrieben, zeitweise war es mir fast zu einfach, aber andererseits hat mich auch genau diese ruhige Ausdrucksweise angesprochen. Simple Sätze, die einem selbst die Wahl lassen, sich eine Meinung dazu zu bilden. Keine Handlungsanweisungen im Sinne von "wenn a, dann müssen Sie unbedingt b machen, denn das hilft!", sondern man muss eigentlich immer selbst entscheiden, was man versuchen möchte.
    Ich tu mich ja manchmal schwer mit "Positivem Denken" und so, weil es oft das Schwere ganz ausblendet oder so tut, als ob das Schwere und die Defizite irgendwas ganz Böses wären und eigentlich gar nicht da sein dürften. Wenn man sich dann nicht davon lösen kann, ist man schon wieder einfach nur unfähig => Abwärtsspirale. Ich glaube aber, das ressourcenorientierte Denken ist anders - das schaut in beide Richtungen und versucht dann, mehr in die Richtung zu schauen, die einem besser tut und auch nicht das aus den Augen zu verlieren, was man kann und schon geleistet hat. Ohne das andere für nichtexistent zu erklären.
    Oft ist es schwierig: Ich mag auch manchmal einfach nur sagen, heute habe ich gar nichts hingekriegt, heute fühle ich mich als der völlige Versager... wenn es in dem Moment so ist und mir das hilft - weil es anerkennt, was ist. Oder weil es manchmal einfach die Realität ist. Oder weil es mir sagt, heute war wirklich alles sch***, sieh doch mal zu, dass du es morgen vielleicht besser hinkriegst! In dem Sinne wäre sogar das eine Ressource: benennen, was ist.
    Ich glaube, alle hier haben viel geleistet und viele Fähigkeiten - und oft versagt und viele Defizite. Also ich zumindest. ;) Wahrscheinlich liegt die Kunst darin, betont in die Richtung zu schauen, die einem eher gut tut - und die andere stets im Hinterkopf zu behalten. Und flexibel zu bleiben, um die Welt von verschiedenen Seiten sehen zu dürfen. :)

    Hm ja, was ich eigentlich sagen wollte :D vielleicht kann der eine oder die andere ja mit dem Buch auch was anfangen. Ich glaube, gerade weil es so simpel und "straightforward" ist, kann es einem auch in Krisen helfen, einen ersten Schritt zu tun.

    :listen:
    h.
    tadpole
    Huhu

    Hatte das schon oft in den Händen, aber gekauft hab ichs nie...? (Entscheidungen treffen...pah)

    Was mir schwer fällt an diesem "Positivdenken":
    ich komm mir dann vor, als würd ich als Lügner abgestempelt...
    als Simulant....weil ich weiß mit "think positive"
    ist es weder getan, noch wird man "mir" gerecht...man entwertet...blabla...

    das nur kurz sagen wollte, auch wenn wohl OT (ähämmm ja)

    kleine Ressourcen nutzen, ja....denke oft geschieht das auch unbewusst, wenn man sich das klarer macht (machen könnte), wäre man vielleicht auch besser in der Lage sich "hochzupeppeln" weil man doch SO doof wohl nicht ist, zumindest klitzekleine Dinge aufgrund vorhandener Ressourcen/Fähigkeiten hinkriegen KANN/ könnte
    so ein Buch kann sicher hilfreich sein, auch weil es vielleicht "sichtbar" macht, was bereits da ist, und gerade kleine dinge sind auch "einfacher anzunehmen" (ohne sich zu schämen...)...

    thanks for sharing :denken:

    t.
    eisfuchs
    oh, das find ich ja ne gute idee, dass hier so vorzustellen! ich bin ein großer fan des buchs (hab mich in meiner größten fan-phase dazu sogar zu einer rezension hier fürs forum hinreissen lassen ;)

    gerade die "einfachheit" mancher ideen hat mir zu besonders belasteten zeiten den zugang überhaupt erst möglich gemacht- fachbücher habe ich mehr als genug gelesen... für mich hat es auch etwas sehr persönliches: ich bekomme ideen vorgestellt, mit denen ich arbeiten kann ( was ich als sehr selbstbestimmt erlebe, etwas was mir generell gut tut).
    so habe ich das buch über lange zeit immer mal mit mir rumgetragen, es wieder weggelegt, mal wieder reingeguckt... (es mir zwischendrin sogar signieren lassen, aber das ist eine andere geschcihte... ;) ) und es ist mir eine gute begleitung gewesen.
    könnte es glatt mal wieder hervorkramen...

    :danke: für die anregung! (hoffe, war jetzt nicht zu "schw*rmend"? was ich geschrieben hab)
    :winken:
    eisfuchs
    bambam
    Ich habe das Buch auch schon seit langer Zeit und lese immer mal wieder darin. Allerdings nur Häppchenweise, denn es ist so warmherzig, positiv, liebevoll und freundlich geschrieben, dass ich immer mal wieder nicht weiter kann. Ich bin sowas einfach nicht gewöhnt. :Psst:

    Gerade die Einfachheit der Worte bewirkt, dass sie ihren Weg zum Herzen finden und Wünsche der Veränderung wecken. Also anschnallen, festhalten und genießen :D

    LG, bambam
    pantalon
    Danke für die Empfehlung. Ich hab mit dem positiven denken auch so meine Probleme, nicht weil ich das Gefühl hätte, mir würde etwas weggenommen, sondern weil da manchmal das Bedürfnis, klar zu sehen, die Augen nicht vor der Realität zu verschließen, nicht wahrgenommen wird. Und ich mag da auch gerne zu einem sowohl-als auch kommen.
    Deshalb hab ich mir das Buch jetzt bestellt :liebes:

    Danke.
    Pantalon