| faceless |
Nach den vielen eher traurigen, verzweifelten Worten meinerseits nun etwas unendlich schönes aus meinem Leben.
Wenn ihr mögt, lest eine kurze Geschichte über meine Kleine Kugelmaus, und wie sie -Tag für Tag- mein Leben bereichert.
Ihr Name ist NoName. Ich weiss, ein eher ungewöhnlicher Name. Ist ehrlich nicht meine Schuld, dass sie so heisst, schliesslich wäre jemand anderes mit der Namensgebung vertraut gewesen. Dieser Jemand hat seine Aufgabe aber nie sonderlich ernst genommen, und nach einigen Wochen der Namenlosigkeit entschied ich mich feierlich, aus dem Kein-Namen einen Sehr-wohl-ist-das-ein-Name zu machen. Deshalb NoName. Und tadaaaa, meine Süsse trug ihren Titel mit Stolz. Meine Süsse ist übrigens von Beruf Ratte. Büüh, werden vielleicht jetzt einige denken, 'ne Ratte.
Es ist faszinierend, die unterschiedlichsten Gesichtsausdrücke der Menschen zu bewundern, wenn -im Bus zum Beispiel- plötzlich eine kleine weisse Schnauze aus der warmen Kapuzenrundung lugt und neugierig die Umgebung erkundet.
Mir ist es gleich, wenn Leute sich ekeln. Ich liebe meine kleine NoName von ganzem Herzen. Sie ist meine beste Freundin, meine kleine Schwester, meine Gefährtin. Und ich will euch auch erzählen wieso.
Einem Freund erzählte ich vor einigen Tagen, wieviel mir dieses kleine Fellknäuel gibt, wieviel Liebe und Wärme.
Liebe und Wärme?, entgegnete dieser Freund mir, leicht sarkastisch. Faceless, es ist eine RATTE mein Gott. Glaub mir, die ist nur so nett zu dir, weil sie weiss, dass aus deiner Hand das Futter kommt.
Ach ja?, dachte ich, und ich konnte nicht verbergen wie verletzt ich ob seiner Aussage war. Wenn dieser Freund wirklich recht hätte, dann würde meine Kleine doch nur zu mir kommen, wenns Essen gäbe, nicht? Wie würde er dann folgendes erklären:
Der Käfig der Kleinen steht direkt an meinem Bett. Die kleine Käfigtür ist nie geschlossen, und wann immer es ihr beliebt, kann sie vom Käfig aufs Bett kugeln, und es sich unter den vielen (inzwischen allesamt durchlöcherten :D ) Decken gemütlich machen. NoName verbringt so gut wie keine Zeit ihres winzigen Lebens im oder auf dem Käfig. Tagsüber kuschelt sie sich am Kopfende des Bettes unter die Decke und verschläft dort den Grossteil des Tages. Sobald die Sonne am Horizont untergeht kommt Leben in meine kleine Wohnung. Zuerst streckt sie ihr kleines Köpfchen unter der Decke hervor und gähnt ausgiebig. Meistens bin ich da noch auf Achse, und sie wartet geduldig, bis auch ich mein Tagwerk beendet habe.
Gegen acht Uhr Abends dann, mach auch ich es mir auf dem Bett gemütlich, schüttle die Kissen zurecht, und sehe ein wenig fern oder lese ein Buch. Und jeden Abend, sobald mein erstes Haar die Kissen berührt, kommt meine Süsse angehoppelt. Sie klettert auf meinen Bauch, manchmal schnuppert sie auch noch schnell an meinem Gesicht, als ob sie sich vergewissern möchte, dass alles in Ordnung ist. Dann legt sie sich auf meine Brust, direkt über meinem Herzen, macht eine kleine Kugel aus sich und schläft seelenruhig, bis ich sie wieder wecke, weil es Zeit ist, die Zähne zu putzen.
Später dann, wenn ich wieder ruhig daliege, kommt sie zurück, legt sich manchmal quer über einen meiner ausgestreckten Arme (was unglaublich unbequem aussieht) und schläft wieder.
Und das jeden Abend. Seit über einem Jahr.
Ich zwinge sie nicht, bei mir zu sein, ich bitte sie nicht einmal darum. Aber wann immer sie meine Nähe sucht, fangen meine Augen an zu leuchten, und eine Dankbarkeit überschwemmt mein Herz, wie kein Mensch es je schaffen würde.
Dieses kleine Wesen, das jede einzelne Nacht unter meine Decke schlüpft, sich an meine Seite kuschelt und mit einer Ruhe zu mir aufblickt, die nur von unendlichem Vertrauen zeugt... jede Sekunde besteht Gefahr, dass ich mich -in einer Unachtsamkeit im Schlafe- auf sie lege, ihr w*h tu oder schlimmeres, doch von solchen Gedanken ist nicht die Spur in ihren schwarzen Knopfaugen zu lesen. Sie sieht mich an als möchte sie mir sagen: Ich weiss, du könntest es. Aber du tust es nicht.
Inzwischen muss ich lächeln, wenn ich an die Worte dieses besagten Freundes denke.
Er wusste es nicht besser.
An meine beste Freundin, NoName. Die mir jeden Tag den Glauben an das Leben zurückgibt. Die mich zum Lachen bringt mit ihrer unschuldigen Verspieltheit. Und die mir den Mut gibt, an aufrichtigen Freundschaften festzuhalten.
Ich hab dich so lieb.
Faceless :liebes: |
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| engeline |
:danke: schön, Faceless,
dass Du uns daran teilhaben lässt. Ich bin leider im Bus noch nie jemand begegnet, aus dessen Kapuze plötzlich eine kleine weiße Schnauze herauslugte :maus: , aber eine saubere, nicht verängstigte, zutrauliche Ratte fände ich garantiert süß, obwohl Du mich vermutlich nach meinem Aussehen im realen Leben den braven Bürgern zusortieren würdest.
Als Kind hatte ich einen Wellensittich :Papagei: , der alle meine Hefte mit dreieckigen Löchern versah und überall hinmachte ... Was habe ich den liebgehabt, er hat mir so geholfen, am Leben zu bleiben!
Engeline |
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| rainbow |
Liebe Faceless,
Tierliebe gehört für mich zu den schönsten Dingen auf dieser Welt und in meinen Augen ist es sowas von egal, welches Tier das ist.
Mein Freund hatte einen Skorpion, als wir zusammen gezogen sind, was war der putzig, die wenigsten konnten das verstehen...
Eine Freundin hatte auch mal eine Ratte, was hab ich mich gefreut, wenn ich bei ihr war und der Kleine auf mir rumgeturnt ist!
Meine beiden Kaninchen gehören auch zu meinen besten Freunden, ich kann das so sehr verstehen, sie spüren, wenn es einem nicht gut geht, sie vertrauen und lieben bedingungslos. :liebes:
Liebe Faceless, danke fürs Teilhaben und wenn jemand diese Verbindung zwischen Tir und Mensch nicht versteht, dann kann man fast schon Mitleid haben, ich würde das sehr vermissen.
LG
Rainbow :rainbow: |
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| leonidensucher |
liebe faceless,
tiere sind die besseren M*nsch*n.
Und, mein Hund, der kleine weisse wollbollen hat mit seiner ( ihrer) Liebe und Ehrlichkeit mehr bei mir an positivem bewegt als es 10 Leute hätten können.
und ratten sind hoch!!!intelligent! damit ist ausgeschlossen, dass sie einfach nur des Futters wegen zu dir kommt.
Hier in einer Großstast sieht man das öfter, dass unter den Kapuzen oder den Krägen kleine Schnauzen mit neugierig wackelnden Barthaaren hervorlugen, ich finde das nicht bäh, auch wenn mich immer ein mumiges Gefühl beschleicht, und ich Angst habe, dass das Tierchen zu mir rüberwetzen könnte und ich sie dann nicht festhalten könnte und das Tierchen auf nimmerwiedersehen in der Ubahn verschütt geht...
Du als Ratennhalter: kann so etwas passieren? laufen ratten weg oder sind die so klug, dass sie da bleiben, zu dem sie gehören? |
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| tadpole |
:danke: fürs Teilen
Das hört sich einfach nur :herz: an!
t. |
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| eisfuchs |
danke fürs teilen... ganz berührt bin von der großen l**b*, die da in dir ist und die da zwischen dir und deiner noname ist.
:herz:
lg eisfuchs |
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| pantalon |
:liebes:
Wie schööön :schmelz: |
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