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    eisfuchs
    Hallo Ihr Lieben,
    mich beschäftigt grad eine knifflige Frage, vielleicht weiß von euch eine(r) was dazu?
    Habe im letzten Jahr unter ziemlich ungl*ckl*chen Umständen eine Therapie abgebrochen,was im Nachhinein betrachtet das Beste war, was ich tun konnte.
    Diese Therapeutin hat mich auf verschiedenen Ebenen getäuscht, unter anderem hat sie mir am Anfang verschwiegen, dass sie noch in der Ausbildung ist und die Ambulanz in der wir uns trafen ihr Ausbildungsinstitut ist.Ganz am Ende unserer "Auseinandersetzung" warf sie mir dann noch nach, dass sie sowieso nur bis Juni mit mir gearbeitet hätte weil dann ihre für die Anerkennung erforderlichen Stunden abgearbeitet wären. Na, schönen Dank auch :rolleyes: , ich bin gerne ungefragt V*rs*chsk*n*nch*n... (sorry, ich schweife ab aber es regt mich immer noch so auf. Fühlt sich so nach b*n*tzt werden an...)
    Im Lauf der Therapie hat sie sich Aufzeichnungen gemacht, hat Filme gedreht und von mir E-Mails bekommen. Was mich jetzt beschäftigt ist, was mit diesen Unterlagen passiert wenn sie da nicht mehr arbeitet. Weiß von euch jemand wie das mit der Aufbewahrungspflicht ist? Und sind das jetzt Ihre Unterlagen oder die der Ambulanz (wo sie dann meiner Fantasie nach aufbewahrt werden und im Zweifelsfall auch von Unbefugten eingesehen werden könnten... :nono: )?? Am allerliebsten würde ich mir die Unterlagen abholen, damit sie sozusagen niemand mehr einsehen kann. (Was ja wahrscheinlich nicht geht, da sind ja auch die Aufzeichnungen der Thera drin...)
    Puh.
    Was würdet Ihr tun? Bin so hin-und hergerissen, mal denk ich, ich sollte die Thera anmailen, dann denk ich, ich sollte die Ambulanz anrufen und nachfragen... oder mich doch gleich über einen Anwalt beraten lassen wie die rechtliche Lage ist???
    Hoffe, es hört sich nicht zu wirr an ? Mir ist so wichtig dass ich das endlich gut abschliessen kann und da gehört für mich dazu, dass meine Daten sicher sind vor unbefugtem Lesen.

    Wäre dankbar für eure Ideen dazu.
    eisfuchs
    hella
    Liebe Eisfuchs,

    ja, ein kniffeliges Problem.

    Zu dem Verhalten der Frau an sich verliere ich jetzt mal weiter kein Wort: :nono:

    Zu den Unterlagen. Es kommt ein bisschen darauf an, ob sie bei der Ambulanz angestellt oder im Praktikum war. Oder ob sie nur im Rahmen der Ausbildung die Räume und die Infrastruktur genutzt hat.

    Im ersteren Falle sind die Unterlagen in der Ambulanz und müssen dort aufbewahrt werden, 10 Jahre lang. Natürlich sollten sie nicht öffentlich rumliegen und jeder hat Zugang dazu. Praktisch ist das wohl kaum so. Du kannst davon ausgehen, dass der Datenschutz in solchen Instituten, genau so wie bei Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern usw. nicht dem entspricht, was wir uns für solche Daten wünschen würden. Leider.

    Im zweiteren Falle und das scheint mir hier wahrscheinlicher, hat sie die Unterlagen bei sich irgendwo. Gerade, weil sie in der Ausbildung ist, kann es natürlich gut sein, dass sie diese Unterlagen und Filme usw. auch dafür benutzt. Was rein theoretisch ja auch o.k. ist, aber nicht ohne Dein Einverständnis. Und da sie das nicht hat, sie Dir sogar verschwiegen hat, dass sie noch in der Ausbildung ist, würde ich sie darauf hinweisen und ihr mit rechtlichen Konsequenzen drohen, wenn sie die Unterlagen nicht rausrückt bzw. Dir schriftlich versichert, dass sie sie nicht öffentlich verwenden wird.
    Denn sie ist hier deutlich am kürzeren Hebel. Vielleicht reicht eine Drohung schon aus, ohne Anwälte bemühen zu müssen.
    Was, neben dem Kontakt zu ihr direkt, hilfreich sein könnte, wäre ein Kontakt zum Ausbildungsinstitut. Ist dies eine halbwegs seriöse Institution, werden sie Interesse daran haben, dass das Vorgehen ihrer Schäfchen nicht öffentlich wird. Und dass es nicht öffentlich wird, können sie verhindern, wenn sie Deine Forderungen nach den Unterlagen erfüllen.

    Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen.

    Liebe Grüsse,
    hella
    smilly
    Liebe eisfuchs,

    also erstmal finde ich es ungeh*u*rlich, was diese Therapeutin da veranstaltet hat. Es ist unglaublich, welche schwarzen Schafe es in so einer sensiblen Arbeit gibt.

    Und dann zu Deiner Frage:
    Ich habe lange als Erzieherin gearbeitet und Bestandteil des Vertragsabschlusses war unter anderem Schweigepflicht auch über die Arbeit hinaus, d.h. auch wenn ich dort nicht mehr arbeite, darf ich keine Informationen ausgeben, die Eltern oder Kinder "erkennbar" machen könnten.
    Dazu gehören auch alle Aufzeichnungen und Dokumente, die sowieso in der Stelle bleiben müssen und sonst nirgends etwas zu suchen haben.

    Und ich denke, das es in dem Beruf des Psychologen nicht anders ist. Dass Dir die Unterlagen ausgehändigt werden, denke ich eher nicht, da ist es wie mit Berichten.
    Allerdings würde ich schon zu der Stelle gehen, um mich nochmal abzusichern, ob diese Thera sie nur für "ihre eigenen Zwecke" genutzt hat. Dieser Frau würde ich auch nicht über den Weg trauen.
    WENN Sie oder jemand anders die Aufzeichnungen für Referate etc. nutzen will oder es anschauen will, brauchen sie dazu Deine SCHRIFTLICHE Einverständniserklärung.
    Ich weiß nicht, ob es Dir möglich ist, diese Frau auch beim Ausbildungsinstitut zu melden denn ihr Verhalten ist höchst unprofessionell wenn nicht teils schon illeg*l.
    Wenn es ein gutes Institut ist, nehmen sie das auch ernst.


    Also ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen
    und alles Gute Dir.

    smilly
    eisfuchs
    Ganz herzlichen Dank euch, das hilft mir auf jeden Fall weiter! Fühle mich jetzt besser "gewappnet" mit Infos und auch das Verstanden werden ist immer wieder hilfreich...
    :danke:
    LG
    eisfuchs
    marguerite
    liebe eisfuchs! :liebes:

    weisst du, wofür die video-aufnahmen gemacht wurden? ich weiss aus der hiesigen uniausbildungsambulanz, dass filme für die supervision der auszubildenen therapeuten sowie aber auch als lehrvideos für studenten genutzt werden. allerdings geht dem immerimmerimmer!!! voraus, dass der patient schriftlich sein einverständnis dafür gibt.
    hast du mal so eine einverständniserklärung unterschrieben?
    ich würde mich da wirklich an die ausbildungsambulanz wenden und nachfragen!

    dass du nicht über den ausbildungszustand deiner therapeutin informiert worden bist, ist unglaublich! :nono: ich kenne es von hier so, dass das unbedingt mit dem patienten besprochen werden muss. viele patienten nehmen dieses angebot eines therapeuten in der ausbildungszeit wahr, weil man in der regel schneller einen therapieplatz bekommt, und der therapeut regelmäßig supervidiert werden sollte, so dass quasi auch ein erfahrener therapeut ein auge auf die behandlung hat.
    aber in dem fall deiner therapeutin klingt das furchtbar unprofessionell!

    ich wünsch dir erstmal viel kraft und erfolg!

    lieben gruss! :liebes:

    marguerite
    eisfuchs
    liebe marguerite

    ja, die geschichte mit den videos wahr bis zu einem gewissen zeitpunkt ok- ganz am anfang habe ich so eine einverständniserklärung unterschrieben- sie sagte, dass sie für ihre supervision filmt. was ich erst ok fand, irgendwann dann aber nicht mehr, habe gemerkt dass da was total triggert. dann habe ich ihr gesagt dass ich das nicht mehr will und sie hat es erst mal gelassen. (wobei ich mir nicht sicher bin ob wirklich immer, das war so eine anlage die im zimmer eingebaut war und ich das nicht wirklich kontrollieren konnte) gleichzeitig hat sie mich aber immer wieder gefragt, warum denn nicht, und sie bräuchte das um gut arbeiten zu können usw. darüber habn wir uns dann erstmals "zerstritten", sie hat das irgendwie als machtspielchen empfunden. das ich totale p*nik hatte dadurch fand sie nur ein gutes thema um daran zu arbeiten.
    auf ne art stimmt das sicher- aber ich habe mich bei ihr nicht mehr sicher gefühlt und habe das so empfunden, dass es ihr egal ist, ob über meine grenzen gegangen wird, hauptsache sie bekommt was sie für ihre arbeit braucht. na ja. ist jetzt etwas übertrieben aber so sinngemäß.
    jedenfalls finde ich hätte sie auch in dem zusammenhang auch auf ihre ausbildungssituation hinweisen können, das hat sie aber definitiv nicht.
    :nono:
    wie gesagt, ich bin froh, dass ich da den absprung geschafft hab und jetzt überlege ich nur noch, wie ich den schade im nachhinnein noch begrenzen kann.
    danke dir für deine info und deinen zuspruch!
    lg eisfuchs
    shawnee
    Liebe eisfuchs,

    nun verfolge ich Deinen Thread schon eine ganze Zeit.
    Ich kann kaum fassen, an was für eine Thera Du gekommen bist.
    Video hin oder her, wenn Du es nicht möchtest, hat sie das zu akzeptieren. Punkt! Ich finde es mehr als grenzüberschreitend von ihr dann noch von M*chtspielchen zu sprechen und Dir damit ein schlechtes Gefühl zu machen.
    Meine Thera läßt alles, was mir nicht gut geht.
    Sie fragt mich bestimmt einhundert Mal ob ich das oder das möchte. Und ich darf überlegen.

    Was mit den Aufzeichnungen, schriftlich, passieren soll, wenn sie mal st*rbt, vor Ende etc. (sie ist grad 67 geworden) - auf meiner Akte steht: vern*chten.
    Auch wenn mir etwas passieren sollte: vern*chten.
    Da wird sich hoffentlich jeder in der Gemeinschaftspraxis dran halten, aber, ich vertraue denen.

    Ich wünsche Dir wirklich einen guten Abschluss.
    Liebe Grüße
    Shawnee