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Das wahrscheinliche Ende einer therapeutischen Beziehung - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    calendula
    so wie es aussieht wird die therapeutische zusammenarbeit zwischen meiner therapeutin und mir :therapie: sehr bald zu ende gehen...eigentlich finde ich das auch garnicht weiter schlimm und es wäre ja eigentlich auch meine entscheidung...

    zum verständnis ich befinde mich seit einigen jahren in tiefenpsychologischer behandlung, die zusammenarbeit mit meiner therapeutin war recht interessant, lebhaft und beiderseits immer wieder von herausforderungen geprägt. :rolleye2:

    mit mir als klientin und allgemein als menschen hat man es nicht gerade leicht! :gemein:

    es gab stunden des schweigens, momente der enttäuschungen auf beiden seiten (die fast die zusammenarbeit gekostet hätten), momente von emotionaler nähe und tiefgang, stunden des gegenseitigen herausfordernen "spiels", momente von mißverständnissen, momente der vorwürfe, stunden des nicht mehr könnens, stunden der großen sorgen, stunden der flucht - des zweifels ob die therapeutin die richtige ist, stunden des aufgewühlt seins, viele momente der wut, viele momente des lauten oder strengen wortes, sehr verständnisvolle und wenige verständnislose stunden, lehrreiche stunden in fachlich psychologischer hinsicht...usw. usw...

    ich denke das ich von ihr als therapeutin, aber sie auch von mir als klientin einiges mitnehmen kann, es war/ist eine sehr wechselseitige beziehung mit vielen emotionen, alles konnte aus-und angesprochen werden, immer mal wieder war die therapeutische zusammenarbeit thema in den stunden...

    da es mir ganz schwer fällt zu vertrauen, mich anzuvertrauen und anzunehmen, wenn man es gut mit mir meint mir hilfe, fürsorge, trost usw. geschenkt wird, dann merke ich das ich eher distanz aufbaue :eng: , als anzunehmen...ich lasse nur sehr selten tief in meine seele schauen...und wenn man es versucht muß man mit sehr unwirschen reaktionen rechnen... :mad: , aber die therapeutin hat sich nie wirklich abschrecken lassen...

    seit gut einem jahr ist es so, daß meine zur verfügung stehenden stunden alle ausgeschöpft sind und ich soviele bekommen habe wie nur möglich war...meine therapeutin meinte das die sachbearbeiterin da wohl einiges verstanden hätte...seit einem jahr stehen mir pro quartal nur eine geringe menge an stunden zur verfügung :igit: , die termine finden in einem abstand von 4-6 wochen statt.
    am anfang dachte ich mir, ist ja besser als garnichts, aber mitlerweile merke ich das es so nicht mehr weiter gehen kann, weil ich nicht in der lage bin mich tiefer auf die stunden einzulassen und das obwohl es themen mit tiefgang geben würde und deshalb habe ich für mich beschlossen die therapie zu beenden... :denken:
    das teilte ich bei meiner letzten stunde vor zwei wochen meiner therapeutin mit und ihre erste reaktion darauf war "SCHADE!" und gleich im anschluß überlegte sie ziemlich eifrig wie man vielleicht doch noch stunden genehmigt bekommen könnte (ich hatte sie nicht darum gebeten und weshalb sagt sie schade, sie könnte sich doch für mich freuen das ich auch ohne zurecht kommen könnte...)
    es machte auf mich den eindruck, aslob SIE die zusammenarbeit noch nicht beenden wollen würde, selbst als ich ihr sagte das ich denke auch ohne therapie zurecht zu kommen...
    eine bekannte von mir, mit der ich mich darüber austauschte, hatte auch den eindruck das die therapeutin die zusammenarbeit noch nicht beenden könnte...
    am ende der stunde war ich ziemlich verwirrt, es wurde viel über das ende oder nicht ende gesprochen und meine therapeutin hatte beschlossen das wir uns auf jedenfall nochmal sehen sollten, weil wir in IHREN augen zu keinem ergebnis gekommen waren und das es es sich für sie noch nicht nach dem ende anfühlt... :was:
    sie hatte die überlegung getroffen zu versuchen, ob sie niederfrequenzstunden durchbekommen würde...ich war wie schon erwähnt am ende der stunde ziemlich verwirrt und konnte nicht wirklich viel dazu sagen...

    mitlerweile denke ich, wenn die therapeutin die stunden durchbekommen würde, dann kann ich mir vorstellen mit ihr weiter zu arbeiten, ansonsten werde ich die therapie beenden auch wenn ich mir eigentlich ein ende einer therapeutischen zusammenarbeit anders vorgestellt habe...so bestimmt die krankenkasse das ende... :nono: im prinzip egal, ob die klienten soweit sind oder nicht...und das ist etwas was echt ein unding ist...es wird für sovieles zum teil blödsinnigen kram geld ausgegeben..., aber nicht unbedingt für das heilen der verletzten seelen... :gruebel:

    wer von euch hat schonmal ein ende der therapie mitgemacht...wie habt ihr das gestaltet...euch gefühlt und was denkt ihr wie soetwas wohl für die therapeuten ist...

    gruss calendula
    silvermonas
    Hallo calendula

    mh, schwierig, für mich liest es sich, als wenn Deine Therapeutin kein Abschied von Dir nehmen kann,als wenn sie zu sehr an Dir hängt emotional


    wir haben vor 3 jahren eine Therapie beendet, wir waren schon 2 Jahren bei der Therapeutin, die Stunden waren schon ausgeschöpft, und sie konnte nochmal Stunden bekommen, was wir aber gar nicht wolltem wir sehnten uns dem Ende der Therapie herbei
    und so haben wir die Therapie, trotz noch neuer Stunden beendet
    der Abschied war nicht schwer, es war gut so und wir haben sie auch nie vermisst


    nun sind wir seid fast 2 jahren wieder in Therapie, diese wird ende des Jahres beendet sein
    und der Gedanke darran bricht uns jetzt schon das Herz
    weil wir sehr an ihm hängen
    und ihn sehr vermissen werden
    dieser Abschied wird sehr hart werden
    lichtlein
    hallo silvermonas,
    finde ich auch...wirkt auf mich auch so, alsob die therapeutin nicht so ganz loslassen könnte...was ich im grunde auch ganz legitim finde...professionalität hin oder her...immerhin arbeitet man mit einer therapeutin unter umständen mehrere jahre zusamme

    gruß lichtlein
    calendula
    hallo silvermonas und lichtlein!
    für mich fühlt es sich auch so an, alsob die therapeutin nicht so ganz loslassen könnte, aber das werde ich versuchen haraus zu finden bei meinem termin am mittwoch...

    @ silvermonas
    was ist eigentlich aus deinen genehmigten stunden geworden, immerhin habt ihr die stunden nicht mehr haben wollen...habt ihr diese mit zur neuen therapeutin mitgenommen und wieviel zeit verging bis zur nächsten therapie...

    gruß calendula
    silvermonas
    die noch genehmigten Stunden sind innerhalb eines halben Jahres verfallen
    da wir die neue Therapie dann erst wieder nach 2 Jahren machten, waren die Stunden somit hinfällig
    igelin
    Liebe Calendula,
    ich überlege gerade mal, wie das bei mir war mit dem Therapieabschied:
    Ich selbst fand es sehr schwer, weil meine Therapeutin mich in der Therapie gut unterstützt hat und mir wichtig geworden war. Sie selbst hat zwar mal durchblicken lasen, dass es sie nich unberührt lässt, wenn ich gehe, hat aber eher versucht, mich zu ermutigen zu gehen, dann, wenn es für mich richtig ist. Und hat auch nicht zu sehr gedrängt - wir haben auch noch ein paar Stunden extra gemacht, weil das mit dem Abschied da einfach für mich noch nicht ging und in den Stunden auch dies Thema speziell bearbeitet. Das ist dann ja aber anders als bei Dir.
    Hast Du denn abgesehen davon , dass die Studnen abgelaufen sind, das Gefühl, dass die Therapie für Dich zu einem Ende gekommen ist - also zu einem guten Schlusspunkt? Dann wäre es ja wirklich sinnvoll, sich zu verabschieden. Wenn nicht, kann ich auch Deine Therapeutin etwas verstehen, wenn sie es dann als abgebrochen empfindet.
    Dir alles Gute für die Entscheidung,
    Gruß,
    Igelin :igel:
    calendula
    @ silvermonas
    das bedeutet rein theoretisch, wenn man stunden genehmigt bekommt und die therapie abbricht, dann könnte man die stunden zum nächsten therapeuten mitnehmen, wenn man inerhalb von einem halben jahr einen neuen findet?
    ist nur eine interessens frage !

    @ igelin
    ich kann nicht so genau sagen, ob die thrapie für mich abgeschlossen ist...ich weiß das ich ohne zurecht kommen würde, aber es gibt noch dinge die aufgearbeitet werden "müßten", aber es bedrängt und belastet mich nicht, wenn ich nicht daran denke...

    ich kann halt sagen das es sich nicht abgerundet anfühlt und ich würde nicht den gedanken daran haben die therapie abzubrechen, wenn ich termine in kürzeren abständen bekommen würde...der grund abzubrechen liegt quasi nur an den großen abständen..., aber ich würde stunden auch nicht aus meiner eigenen tasche zahlen...so dringend fühlt es sich an...ich weiß auch nicht so recht...vielleicht bin ich am mittwoch klarer...hoffe ich :was:

    hast du die therapie beendet oder waren deine stunden die du hättest genehmigt bekommen aufgebraucht?

    wünsche euch einen angenehmen tag!
    gruß calendula
    silvermonas
    Guten Morgen Caledula

    das weiß ich leider nicht, ob man die Stunden dann auch mitnehmen kann zu einem ganz anderen Therapeuten
    ich weiß nur, das die "alte Therapeutin mir sagte das wir ein halbes Jahr Zeit haben, die Stunden noch zu nehmen oder nicht
    aber wie es bei einem Wechsel ausieht weiß ich nicht
    möchtes Du den wechseln? ich dachte Du möchtest ganz die Therapie beenden?
    igelin
    Liebe Calendula,
    bei mir lag es zum Teil auch an den aufgebrauchten Stunde. Ich hatte das Gefühl, ich brauchte noch was, aber es war schwer, das zu trennen von der Sorge, dass meine Therapeutin mir auch menschlich fehlen würde. Das ging ineienander. Im Grunde war ich in der Zeit die ich in der Therapie hatte, stark geung und selbständig genug geworden, um allein weiterzugehen.
    Es ist schwierig, das alles im Detail nochmal im Nachhinein genau zu beschreiben. Aber wenn es Dich interessiert: Ein Thread von mir dazu ist auch unter Deinem zu finden - allerdings sind die Rahmenbediungungen wirklich anders als bei Dir, finde ich.
    Gruß,
    Igelin :igel:
    calendula
    @ silvermonas
    nein, nein das hast du schon richtig verstanden...ich möchte nicht wechseln, ein wechsel ist für mich während der ganzen therapiezeit nicht in frage gekommen...allein der gedanke daran mich einem anderen therapeuten an zu vertrauen...das wäre für mich kaum möglich zumal es mir bis heute nicht leicht fällt mich anzuvertrauen...

    es hat mich einfach nur interessiert, der gedanke kam mir ganz spontan, nachdem ich gelesen hatte was du geschrieben hast...

    gruß calendula

    Beitrag ergänzt um 18:28 Uhr:
    hallo igelin,
    ich werde mir deinen thread mal durchlesen!
    ich denke auch das es schwer ist wirklich festzustellen, wann man keine stunden mehr braucht...ich denke einige werden das gefühl haben das es einem bei bevorstehendem therapieende wieder schlechter geht, man denkt ich schaffe das nicht lleine und ich brauche doch noch soviel...deshalb finde ich es wichtig, dass man regelmäßig die therapeutische beziehung reflektiert für sich alleine, aber auch mit der therapeutin zusammen...vermutlich fällt der abschied denjenigen noch mal ein stückweit schwerer die ohne hin niemanden haben, dem sie sich anvertrauen können oder wollen...

    gruß calendula
    federleicht
    mhh, für mich hört sich das auch so an, alsob deine Therapeutin noch nicht loslassen möchte!?!

    Wie ist Dein Termin eigentlich verlaufen, wenn ich mal nachfragen darf, besteht die Möglichkeit einer weiteren zusmmenarbeit?

    federleicht(e) Grüße