| vergessen |
Hallo zusammen
Wer möchte, kann hier seine schulischen und beruflichen Aufstiege, Abstürze, Ausfälle und Erfüllungen beschreiben.
Es darf sachlich geschildert, aber auch gejammert, geprahlt und sogar ein wenig gefl*cht werden. |
|
|
| silvermonas |
ich will mal den Anfang machen
obwohl ich jetzt nicht genau weiß wie und was ich schreiben "soll
also die Grundschulzeit, war katastrophal, aufgrund des furchtbaren zuhauses, hatten wir auch sehr viele Fehlzeiten, kamen nicht mit im Stoff,
blieben einmal sitzen
und schafften es somit auch nicht auf einer "hören Schule sondern "nur die Hauptschule
obwohl das Trauma immer noch anhielt, wurde nun die Schule eine Art Zufluchtsort, so das wir schnell Klassenbeste wurden
das lernen, verhalf uns in einer andere "Welt einzusteigen ,vom Kopf weg von zuhause, und auf die Schule konzentriert
die Mitschüler allerdings waren oft grausam, da sie schnell merkten das wir anderes waren
als wir zuhause raus waren, machten wir sofort unsere Ausbildung
zur Krankenpflegehelferin
eine ganz tolle Zeit
später machten wir eine zweite Ausbildung zur Krankenschwester
eine unvergesslich wunderschöne Zeit
auch die 15 Jahre im Beruf (Krankenhaus) möchten wir nicht mehr missen
wir haben als Klassenbeste abgeschlossen, die Ausbildung
und sind sehr stolz auf uns
das wir das alles trotz allem geschafft haben
man kann vieles schaffen, auch wenn das Leben schwer ist und war |
|
|
| abbys |
Hmmm,
Also in der GRundschule vvar ich, das is sicher, zumindest hab ich Zeugnisse. Grundschule dann ab 4 Klasse an einem anderen Ort. Da gibt es meine erste verschvvommene Vahrnehmung von der Schule. Dann andere Hauptschule, aber am selben ort, Zuhause vvar das vvas mit Scheidung. Dann ein Internat, Realschule, vvar schlimm da hab aber nur 3 Bilder im Kopf von der Zeit. Dann Umzug und vvechsel an eine andere Realschule, Das vvar zu der Zeit als der Vater starb. Nochamliges VViederholen der 7ten. Dann zurückstufung an die Hauptschule. Hier vvurden die Noten dann gut. Die schule vvar da ne Art besseres zuhause.
Nach der Schule Versuch einer Ausbildung. Koch, bääh, 1 VVoche ging das. Dann 3 Monate Lehre als Verkäufer. N jahr Später Leher als Klärvverker, ging 1 Jahr gut. Dann hmmm. Verkäufer vvieder? ja, denke schon, das ging dasn bunt so vveiter. Mit 19 dann Umschulung zum Industriekaufmann. Bekam dennoch kein Bein auf den Boden. Es Folgetn verschieden Jobs bis zu den 1 Eurojobs, zvvischendrinn Jahre vvo ich gar nimmer vveiß vvas ich getan hab. Hab viel geträumt und immer vvieder vvas versucht. Und vvar immer fertig vvens mal vvieder nicht klappte.
2004 dann endlich Klinik, dort kam ich langsam drauf das das alles nie hinhauen konnte, da ich vvohl schvver Krank bin. Trauma, Borderline, Pseudopsichotische Pahsen und so. Zudem stellten die dann noch ne Hochbegabung fest. Naja. Evtl. bin ich noch multibel und für 17 Leuts einen Job finden der allen passt is ned einfach.
Zur Zeit is Therapie für mich Haupthema, bin sozusagen von Beruf Patient. VVeiß nicht ob ich mich jemals einfinden kann, in das Leben. Nun soll ich vvieder auf die Schule und Abi nachmachen, Aber ich hab Angst das es ned klappt.
LG Abbys |
|
|
| silvermonas |
hallo abbys
danke das Du uns auch an deinem werdegang teilhaben lässt
traurig finde ich, das du sagst, als du in die klinik kamst du dann erfahren hast das du schwer krank bist, und das das mit dem beruf deshalb natzürlich nicht klappen konnte, auch schon mit 17 personen nicht
ich kenne dich nicht, und will mir kein urteil bilden, aber das es geht sieht man ja an uns, wir waren mal 21 personen , sind nun "noch 19
und habe all das geschafft
multiple
depressionen
posttraumatische belastungstörung
jetzt haben wir noch erfahren das eine von uns ne broderline störung zudem noch hat
ganz alleine gewesen all die jahren keine untersützung gehabt
ich kenne einige multis mit tollen berufen
die es trot dem geschafft haben
ich weiss nicht ob immer die krankheit alles in schuld ist, wenn man was nicht schafft
aber ich kenne dich nicht und will nicht beurteilen das bei jedem menschen, ein und die selbe erkrankung ja auch anderes aussehen kann
aber ich wünsche dir alles gute
ich hatte nur grad im gefühl, als wenn du multiple in einem "Topf werfen wolltest
Krankheit = man kann es nicht schaffen |
|
|
| smilly |
also...
erst in der Grundschule
zweimal Wechsel wegen Umzug und anderer Veränderungen
oft laut Selbstgespräche geführt, die wohl störend waren laut Zeugnissen
sehr schlechte Noten
"zurückgeblieben" fiel auch öfters als Stichwort
dann Hauptschule
3x Wechsel
im Fach Sport öfters Lücken in den Zeugnissen
offiziell wegen Kopfschmerzen
tja M+tter hatte connections zu Är*ten
inoffiziell wegen Bl*terg*ssen etc....
neben der Schule mehrere Tagespflegekinder meiner M+tter betreuen müssen
ab dem 10 LJ bis ich 16 war
Haushalt teils komplett geschmissen
auch ab dem 10.LJ
in einer Schule hat ein Lehrer Kinder geschl*gen, die seines Erachtens dumm waren
darunter fiel dann auch ich
Quali nicht bestanden
ich war laut Lehrern und M+tter zu dumm, zu faul, zu verlogen
auf Kinderpflegeschule
mit "gut" bestanden
dann Realschule
Mittlere Reife bestanden
dann Erzieherinnenausbildung
mit "gut" bestanden
obwohl ich daneben in der Früh in der Bäckerei gearbeitet habe
damit M+tter alles Geld bekam
nach der Schule bis abends wieder gearbeitet
noch eine Stunde mit Zug in der Früh hin
abends zurück
12 stunden tag
oder mehr
Schnitt
bin mit Hilfe eines Polizisten und seinem Suchhund von "zuhause" weggekommen
in ein völlig anderes Leben
ein paar Jahre als Erzieherin gearbeitet
immer wieder Einbrüche mit mehr oder weniger langen Klinikaufenthalten
das kreiden wir uns immer sehr oft an
später noch FH-Reife nachgeholt
Abschluss mittelmäßig da ich oft Krisen hatte
jetzt erkannt,
dass der Beruf der Erzieherin "einfach" zu oft zu viel auslöst/hochholt
hat lange gebraucht,
bis ich mir das eingestanden habe
nun trauere ich darüber und es ist wichtig
und trotz allem Schmerz gut
nun in einer Art Umschulungsvorbereitung
letztens Leistungstest gemacht
hat zum Teil ein anderer Anteil gemacht
Ergebnis:wir liegen über dem Durchschnitt
Umschulung
wahrscheinlich als Bürokauffrau
weil ich soviel Auswahlmöglichkeiten habe,
wo ich danach eine Stelle als solche bekommen könnte
hab heute erfahren,
dass der Deutsche Alpenverein eine Auszubildende zur Bürokauffrau sucht
hoffe, es klappt
wäre wunderschön :berg:
nächsten Tage Bewerbungsunterlagen hinschicke
könnt Ihr Daumen drücken?
:sonnig:
ich hätte echt mal Lust, den doofen Lehrern von damals, die meinten ich wäre zu dumm
meine Zeugnisse vorzulegen
ich weiß, das es wichtiger ist, sich selbst den Erfolg anzuerkennen
aber es juckt schon in den Fingern
vielleicht irgendwann
dann machen die Augen so groß wie Untertassen
und wir wir gehen hocherhobenen Kopfes aus diesen sch+++ Schulen
und wissen
wir sind intelligent
und wir schaffen viel
auch wenn wir manchmal denken, wir schaffen zu wenig
es war gut, das hier niederzuschreiben
Danke für das Einrichten dieses Threads
es tut mir/uns grad gut
schwarz auf weiß zu sehen
was wir trotz allem geschafft haben
:)
smilly |
|
|
| abbys |
Hallo silvermonas,
Tut mir leid, vvenn das bei euch so ankamm.
Es kann auch mit Erkrankungen gehen, das glaube ich fest, drumm bin ich auch in Threapie.
Keinesfalls denke ich das Mutiblität eine Berufsleben unmöglich macht. Mit dem VVissen um die Tatsächlichen Verhältnisse in einem, denke ich, geht das evtl, sogar recht gut.
Ich vveiß leider noch nicht um die Tatsächlichen Verhältnisse in mir, sondern bin auf dem VVeg diese zu Entdecken. Dabei fühle ich mich ab und an überfordert, vvas ich oben ausdrücken vvolte.
Bis zum Klinkaufenthalt, vvußte ich aber nicht mal im Ansatz, vvirklich vvas über mich, ging von falschen Vorraussetzungen aus und denke, das das sicher Mitursache meines Scheiterns vvar.
Ich hoff ich bin Euch nicht zu Nahe getreten und danke Euch dafür, das Ihr das Angesprochen habt, da es mir hilft nochmal eine Standortbestimmung zu vollziehen.
Lg Abbys |
|
|
| desiderat |
Hi Ihr,
interessantes Thema. Bin grade ziemlich down und vielleicht hilft es ja was sinnvolleszu tun:
Mein V*ter hielt mich für dumm und gab es mir immer zu verstehen. Meine Schwester war gut in der Schule, ich nicht. Meine M*tter glaubte auch allmählich, dass ich nicht so schlau wie andere sei. Also kam ich auf die Haupschule (zu verträumt wär ich auch). Ja ist schon doof für den Lehrer wenn der manchmal schon schreien muss, damit überhaupt mal ne Reaktion kommt. Meine Ma hatte nach der Scheidung genug zu tun und ich war still und brav. In der Hauptschule waren meine Noten durchwachsen, die Lehrer wußten, dass ich auch heute keine Hausaufgaben dabei habe und wieder vor mich hin träume und ließen mich in Ruhe, wohl auch weil die hofften, dass ich nichts frage, weil sie dann meist keine Antwort hatten. Ich passte in den Arbeiten auf, dass ich mir keine 5 einfing und so fiel ich nie auf. Meine Mitschüler waren oft ziemlich gemein zu mir, aber das war ja normal für mich. Ich schlich mich in den Pausen vom Schulhof und so ging auch das.
Da ich Angst vor der neuen Situatation hatte, machte ich danahc meinen Realschulabschluss, statt ner Lehre. Dann wollte ich Fachhochschulreife nachholen, aber da ich mich nicht konzentrieren konnte und keine Ahnung hatte wie man lernt, klappte das nicht. Außerdem hatte ich grade das Schuleschwänzen für mich entdeckt und war viel Spazieren oder in der Bücherei, wo es so schön sicher und ruhig war. Mir wurde auch langsam klar, dass ich nicht so war wie die anderen, ich war nicht fröhlich, ich war verträumt, nicht modisch gekleidet, kannte deren Musik nicht usw. Ich war sehr viel alleine und begann mich hin und wieder zu schl*gen.
Da ich ziemlich gut Schach spiele, waren mir Zweifel daran gekommen, dass ich dumm sei und hatte einen IQ-Test gemacht, nach dem ich angeblich hochbegabt bin.
Dann Lehre gemacht und gegen Ende mit Abendgymnasium angefangen ohne ernsthaft zu glauben, das ich es durchhalte, da ich leider gerne sehr faul bin. Zu dieser Zeit verl*tzte ich mich schon regelmäßig und fing an die Traumata aufzuarbeiten. Irgendwie klappte es aber und dank meiner Thera habe ich sogar das Abi geschafft. Ich neige nämlich zu Selbstsabotage und ohne sie hätte ich es noch geschafft mir das kaputt zu machen (in BioLK statt meiner gewohnten 2 gabs im Abi ne 4 usw.).
Nun war für mich klar, dass ich studieren will. eigentlich liebe ich Naturwissenschaften, aber ich wollte gerne was sinngebendes machen und bin so bei der Psychologie gelandet. Zwischendurch war ich dann mal in ner Psychosomatik und irgendwie hat mein Studium auch etwas länger gedauert.
Aber egal, jetzt schreibe ich grad meine Diplomarbeit. Ich werde dabei mal wieder von Selbstzweifeln zerfressen, dreh mich innerlich im Kreis. Bin eigentlich innerlich schon viel weiter, aber in belastenden Phasen ist alles wieder da (zum glück habe ich keine kl*ngen mehr :)). Ich habe auch meine Thera noch, auch wenn ich inzwischen selbst zahle.
Heute ist einer der Tage, an denen ich mich klein und schimmelig fühle und nichts gut genug ist... Da tat es echt gut mal zu schreiben, was alles geklappt hat.
Schöne Grüße
desiderat :fisch: |
|
|
|