| hella |
Ihr Lieben,
Hanna hat vor gar nicht allzu langer Zeit schon mal einen ähnlichen Beitrag eröffnet, meiner hat eine etwas andere Gewichtung, deshalb mache ich einen neuen auf.
Einige hier sind ja sowohl selbst betroffen, als auch arbeitend im sozialen Bereich. So ist es auch bei mir bislang gewesen.
Nun bin ich seit fast 2 Jahren aus meinem Job raus, krankgeschrieben, momentan auf Zeit berentet und merke, dass ich kräftetechnisch langsam wieder ein wenig was machen kann. Also bin ich losgezogen und arbeite im Moment ganz wenige Stunden pro Woche in einem völlig artfremden Beruf. Und merke auch, dass ich in meinen Beruf nicht zurück kann. Schon der Gedanke daran, unter den Zeitbedingungen, die die Krankenkassen nun mal vorgeben, mit Patienten Umgang zu haben und diese zu behandeln, lässt mich ziemlich schnell zu dem Schluss kommen, dass ich das momentan nicht schaffe und wohl auch nicht in der näheren Zukunft. Solange ich noch weiter in der Therapie versuche, meine Geschichte zu ordnen, habe ich keine Kapazitäten bezüglich der wohlmeinenden Fürsorge für andere frei.
Gedanklich habe ich mich schon damit beschäftigt, in einen anderen Beruf zu gehen, wo ich nicht mit Patienten Kontakt habe.
Hat irgendjemand hier das schon mal gemacht und Erfahrungen damit? Oder ist vielleicht für einige Jahre in einem anderen Beruf gewesen und dann wieder zurückgekehrt? Geht das überhaupt?
Oder sollte man dann den Schritt auch einfach wagen und was Neues anfangen?
Hm, hella :ueberleg: |
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| brati145 |
Hallo Hella,
ich selber komme zwar nicht aus der pflege,
habe aber im letzten Jahr einen 1 Euro Job im Altenheim gemacht, und musste dort mit Alzheimerbewohner zu recht kommen. Obwohl ich abzuluter Leihe bin. So kann ich verstehen, wie du dich fühlst.Und möchte dir für einen neuen Job bzw.Umschulung Mut zusprechen.
Ich selber habe 1984 Bäckereifachverkäuferin gelernt, Schulte dann um als Versicherungskauffrau 1992 und war jetzt 2007 als Hilfkraft in der Pflege im Altenheim teilweise mit eingebunden.
Du siehst also Möglichkeiten einen Beruf neu Anzufangen gibt es viele. Aber kein Mensch kann dir garantieren, dass du auch in den neuen Beruf später einen Arbeitsplatz findest.Bei der heutigen Arbeitslage.
Aber wenn der Rententräger oder Arbeitsamt mitspiel und du einen guten Schulabschluß hast.
Warum könnte dann z.b. nicht aus eine Pflegekraft eine Hebamme werden oder Heilpraktikerin....
Wie auch immer du dich entscheiden wirst.
Ich wünsche dir Menschen, die dir bei diesem Schritt helfen.
Alles liebe Brati145 |
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| hella |
Hallo Brati,
vielen Dank für Deine Antwort. Und Danke für Deine guten Wünsche diesbezüglich.
Ich habe mich wohl wieder kryptisch ausgedrückt, ist mir gerade so aufgefallen.
Dass ich ganz grundsätzlich, wie andere auch, in einem anderem Beruf arbeiten kann, ist klar. Warum auch nicht?
Was ich mich aber frage ist, ob es einfach so sein kann, dass man in einem sozialen Beruf phasenweise (auch wenn diese Phasen dann jahrelang dauern) einfach nicht arbeiten kann. Bzw. es wirklich manchmal besser ist, neben dem Bearbeiten der eigenen Geschichte sich dann nicht auch noch um andere Leute kümmern zu müssen und das professionell. Weil man diesem Beruf dann einfach nicht gerecht werden würde. Und damit ist ja keinem gedient.
Sollte man einfach in Ruhe abwarten und irgendwann kann man wieder in den sozialen Beruf zürück, wo man ja aufgrund der eigenen Erfahrungen auch eine hilfreiche Grundlage mitbringt, die andere nicht haben? Oder ist es einfach nicht vernünftig möglich, eigene Betroffenheit mit einem therapeutischen Beruf zu verknüpfen und lässt es deshalb besser?
Hat irgendjemand Erfahrungen mit so einem Wechsel oder auch Nichtwechsel?
Liebe Grüsse, hella |
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| windfeder |
Hallo hella!
Ich denke da gibt es keine allgemein gültige Antwort, dass kann nur jeder für sich selbst einschätzen und entscheiden. So wie ich es mitgekriegt habe gibt es hier im Forum Leute die trotzdem in einem sozialen Beruf arbeiten und dann wohl auch zurechtkommen!? Kann ich natürlich nicht beschwören.
Was mich angeht, war für mich eigentlich immer klar gewesen, dass ich im sozialen Bereich was machen möchte. Alles war darauf ausgerichtet, alles was ich an Nebenjobs und Praktikas gemacht hatte, fand in diesem Bereich statt. Ich bin exam. Altenpflegerin und musste aus dem Beruf, weil ich zwei Bandscheibenvorfälle bekam. Dann begann ich ein Sozialpädagogikstudium, musste ich allerdings auch abbrechen.
Heute weiß ich, dass es für mich besser ist, aus dem sozialen Bereich auszusteigen und was völlig anderes zu machen. Ich habe mich nur sehr schwer getan, herauszufinden, was das sein könnte.
Versteh mich nicht falsch, es geht bei mir nicht nur um die körperl. Probleme, sondern die psychische Belastung. Ich wollte nie in einem Büro oder so arbeiten, aber es ist für mich eine große Entlastung, nicht so intensiv mit anderen Menschen konfrontiert zu sein.
Will hier keine Romane schreiben. Hoffe es hilft dir vielleicht weiter. Wenn du noch Fragen hast :listen:
Ist nicht so einfach für sich heraus zu finden, was das richtige ist.
liebe Grüße
Windfeder |
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| hella |
Liebe Windfeder,
ja, das kann ich gut verstehen, dass das nicht einfach ist, herauszufinden, was denn für einen richtig ist. :ueberleg:
Und klar, das ist wohl immer eine sehr indivudelle Entscheidung, aber deshalb interessiert es mich auch, welche Erfahrungen damit hier so vorhanden sind, um mal einen Überblick zu kriegen.
Ich habe meinen Beruf seit vielen Jahren eigentlich immer sehr gerne gemacht, aber ich befürchte, ich habe übersehen, welche psychische Belastung das mit sich bringt. Solange es mir gut ging, war das auch eigentlich nie ein Thema. Aber seit Jahren häufen sich bei mir die nicht so guten Phasen und da merke ich dann doch, dass ich es nicht mehr schaffe beruflich. Hm. Zumal mir meine Therapeuten auch sagen, dass es einfach sein kann, dass ich da früher auch schon Sachen gemacht habe, die mich überfordert haben, es nur nie gemerkt habe. Deswegen kann ich natürlich auch gar nicht einschätzen, welches Leistungsniveau ich jemals wieder errreichen werde. Das alte wohl nicht.
Im Moment bin ich leider auch nicht fit genug, um mich ernsthaft irgendwo zu bewerben und was auszuprobieren, weil meine Kapazitäten recht eingegrenzt sind. Irgendwie ein Teufelskreis.
Ich tendiere gerade dahin, einfach mal was artfremdes zu machen und wenn ich das ein Weilchen gemacht habe und einschätzen kann, was ich eigentlich schaffen kann, dann mal zu schauen, in welche Richtung ich damit gehen kann. Mir schwebt ja schon immer noch der Gedanke im Kopf herum, dass ich zwar aus dem direkten Patientenkontakt raus muss, aber vielleicht kann ich meine Berufserfahrung nutzen und bin damit in einem theoretischen Beruf gefragt. Hm, schwierig, sowas zu entscheiden.
Weiss eigentlich jemand, ob die Rentenversicherung sich für sowas interessiert, so in Sachen Umschulung oder ähnliches?
Windfeder, hast Du etwas für Dich gefunden, was Du machen kannst und willst? Wenn ich fragen darf? Musst nicht antworten, wenn Du nicht magst.
Liebe Grüsse, hella |
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| smilly |
Hallo hella,
ich bin nun auch in der Situation, dass ich in meinen alten Beruf nicht mehr arbeiten kann, sagen wir mal: erstmal nicht mehr.
Ich bin Erzieherin, habe auch jahrelang in dem Beruf gearbeitet und immer wieder Einbrüche erlebt.
Ich liebe meinen Beruf, bin auch in der Arbeit mit den mir anvertrauten Kindern aufgegangen
Aber es war und ist leider immer wieder triggernd, wobei ich nicht sicher bin, was eigentlich triggert.
So habe ich mich nach langer, quälender Zeit dazu entschieden, eine Umschulung zu machen.
Die Antragsstellung läuft gerade an. Ich habe in einer Rechtsanwaltskanzlei geschnuppert und kann mir auch gut vorstellen, in dem Bereich zu arbeiten.
Eine andere Idee von mir war noch, in meinen Beruf eine Qualifizierungsmaßnahme zu absolvieren, die mich sozusagen berechtigt, in einem Büro zu arbeiten z.B. in der Infostelle für Kitas etc.
Kann aber sein, dass dies vom Arbeitsamt nicht bewilligt wird.
So schaut es bei mir aus. Wenn Du noch mehr zu den Bedingungen oder den Abläufen zum Thema Umschulung und Arbeitsamt wissen möchtest, kann ich Dir gerne noch etwas dazu schreiben (aus der Erfahrenen-Sicht :D )
Die Frage mit der Rentenversicherung: die Dame vom Arbeitsamt hat bei der Infoveranstaltung zwar auch dazu was gesagt da hab ich aber meine Ohren auf Durchzug gestellt weil es mich nicht betraf. aaaaber ich weiß noch, dass man sich da bei der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd erkundigen kann oder bei Deinem zuständigen Arbeitsamt erkundigen.
Gut und hiflreich sind auch Integrationsfachdienste, da sie unparteiisch sind und sehr nett jedenfalls in meinen Fall. Vielleicht gibt es bei Dir auch so eine Stelle?
Ich bin in der Thera gerade noch dabei, von meinen "alten" Beruf mich erstmal seelisch zu verabschieden. War mir wichtig weil ich sonst das Gefühl habe, ich kann das Neue nicht richtig anfangen.
smilly |
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| windfeder |
Hallo Hella!
Hatte letztes Jahr eine medizinische Reha. und hab von dort aus einen Antrag auf berufl. Reha bei der Rentenvers. gestellt. Der Antrag wurde bewilligt, am Dienstag hatte ich einen Hospitationstag in einem Berufstrainingszentrum. Ich strebe letztlich eine Umschulung zur Buchhändlerin im Verlagswesen an. Das BTZ soll eine Vorbereitung auf die Umschulung sein.
:winken: |
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| hella |
Liebe Windfeder, liebe Smilly,
:danke: für Eure Antworten!
Ich kam mir irgendwie so ein bisschen komisch vor mit dem Thema "ich kann nicht mehr in meinem Beruf arbeiten", aber ich merke gerade, dass es wohl nicht soooo seltsam ist und wohl einfach sein kann, dass man eben in dem alten Beruf irgendwann nicht mehr gut aufgehoben ist. Und sich was Neues überlegen muss.
An Windfeder: ja, ich habe nochmal Deine alten Beiträge gelesen und finde klasse, dass Du da jetzt so eine konkrete Idee hast. Bücher - das hört sich super an. Ich liebe die Dinger! Eine der besten Erfindungen nach Bett und Dusche. :D
Ich drücke Dir auf jeden Fall erstmal alle Daumen.
An Smilly: Du hast ja auch schon ganz konkrete Vorstellungen. Klasse. Auch dafür drücke ich Dir alle Daumen.
Ja, sich vom alten Beruf verabschieden, das ist schon so eine Sache. Geht mir auch so, dass ich da mit einem weinenden Auge hinschaue, weil ich ihn immer gerne gemacht habe, aber andererseits auch ahne, dass ich das einfach nicht mehr schaffe und damit ist mir ja nicht geholfen.
Nun frage ich mich gerade, vor allem nach dem, was Smilly geschrieben hat, wie man das wohl am besten regelt. Ich habe finanziell keine grossen Reserven, bin also bei Umschulungen oder ähnlichem darauf angewiesen, dass ich das finanzieren kann. Und rauszufinden, wer da wohl zuständig ist, scheint mir mal wieder ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Da komme ich doch gerne auf Dein Angebot zurück, Smilly, da mal direkt nachzufragen.
Integrationsfachdienst hörte sich ganz schlau an. Ich wohne in einer Grossstadt, da wird das ja wohl irgendwo geben. Sind die einfach für einen zuständig, wenn man da hingeht oder wie läuft das?
Ich wäre sonst jetzt erstmal zur Rentenversicherung gestiefelt, schliesslich beziehe ich ja auch Rente. Mit dem Arbeitsamt hatte ich bislang nichts zu tun. Sind die dann trotzdem zuständig?
Tja, reicht man mir einen kleinen Finger, nehme ich ihn auch.
Liebe Grüsse, hella
:winken: |
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| smilly |
Hallo hella,
klar kannst Du nochmal nachfragen, gebe Dir gerne die ganze Hand :hand: sonst hätte ich dir nicht dieses Angebot gemacht.
zur finanziellen Situation:
ich habe auch keine finanziellen Reserven - eher Schulden. Die Umschulung wird bei mir vom Arbeitsamt finanziert. Das ist bei mir etwa in der Höhe von Hartz IV. Ich war bis vor kurzem fast ein Jahr im Krankengeldbezug und davor über ein Jahr angestellt.
Ist aber auch individuell nochmal unterschiedlich. Aber auf jeden Fall würdest Du mind. Geld auf Hartz IV-Niveau bekommen. Das reicht ja leider nur zum Überleben.
Integrationsfachdienst:
wenn Du in einer Großstadt lebst, müsste es diesen Dienst hoffentlich geben. Ich bin damals über die Ergotherapiepraxis an die gekommen. Habe angerufen und schon eine Woche später einen Termin bekommen.
Sie sind sehr erfahren und wären auch, so wie ich Dich gelesen habe, für Dich zuständig.
Wen ich mir auch vorstellen könnte, der wüsste wer unabhängig berät, wären das Versorgungsamt oder mit dem Titel "Integrationsfachdienst" und Deinem Wohnort googeln.
Der Träger von meinem Integrationsfachberater ist ein kirchlicher, leider fällt mir der jetza nicht ein wie der heißt. Ich find auch grad die Visitenkarte nicht.
Wenn ich sie in meinem Ordnungsfimmel (mit dem man noch weniger findet als im Chaos) gefunden hab, schreib ich gleich wida :)
Zuständigkeiten:
Mit der Zuständigkeit müsste sich relativ gut klären lassen.
Entweder Du gehst zum Arbeitsamt und schilderst denen die Sachlage oder eben zu Deinem Rentenversicherungsträger, der meist die Rentenversicherung Bayern Süd ist (ehemals BfA). In meiner Großstadt kann man dort in die Geschäftsstelle fahren (sogar ohne Termin) und sich da auch beraten lassen. Oder über den Integrationsfachdienst müsste sich das auch klären lassen.
Mit einer konkreten Antwort auf die Frage, wer für Dich zuständig ist, bin ich echt vorsichtig weil es da noch soviele Ausnahmen gibt das ich da nicht wirklich durchblicke.
Ich hoffe ich konnte Dir trotzdem ein wenig weiterhelfen.
liebe Grüße
smilly |
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| hella |
Hallo Smilly,
klar nehme ich auch noch die ganze Hand, wenn Du sie mir schon anbietest. ;)
Ich bin jetzt ein bisschen schlauer geworden. Ich denke auch, dass das sicherlich immer eine hochkomplexe Einzelfallentscheidung ist, wer denn nun für wen und warum zuständig ist. Aber es ist ja schon mal gut zu hören, dass überhaupt jemand zuständig sein könnte. Denn ich habe mich mit diesen Themen bislang überhaupt nicht befasst und habe auch wenig Lust, die ganzen Einzelstellen abzulaufen. Da ist es mir schon lieber, wenn ich eine übergeordnete Stelle finden kann.
Ich werde also einen Termin mit der Rentenversicherung ausmachen. Hier bei mir in der Stadt gibt es eine Zweigstelle, wo ich auch den Rentenantrag gestellt habe und da sitzt jemand, der sich in meinem Falle immer sehr bemüht gezeigt hat. Und kompetent ist er obendrein.Vielleicht kann ich da ja nochmal gute Erfahrungen machen.
Und dann habe ich per Internet den hiesigen Integrationsfachdienst ausfindig gemacht. Und mal eine mail geschrieben, ob die für mich zuständig sind.
So rein umschulungstechnisch: ist das ein Unterschied, wer das bezahlt, fördert oder wie auch immer? Gibt es z.B. bestimmte Sachen, die nur von bestimmten Ämtern unterstützt werden oder ist das alles eine Frage des Verhandlungsgeschickes?
Umschulung mit Hartz IV hört sich doof an. Aber immerhin ist auf diesem Wege finanziell eine Umschulung möglich. Das ist ja auch schon mal was. Ich wüsste nicht, wie ich das sonst finanzieren kann.
Erstmal liebe Grüsse,
hella
Und als Dank gebe ich Dir auch eine Hand zurück: :hand: |
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| kaja |
Hallo liebe hella!
ich bin gerade dabei mein Berufsfeld zu ändern.
Habe eine Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt bekommen und wollte eigentlich in der sozialen Richtung weiter machen.
Durch einige blöde Rehaberater usw kommt dies nicht zu stande. Habe in der letzten Wocjhe in einen ganz anderen Bereich reingeschnuppert und werde jetzt etwas ganz anderes machen, wenn ich es durch bekomme.
Kann mir aber durch aus vorstellen, irgend wann einmal wieder in den sozialen Bereich zu gehen. Im Moment habe ich aber keine Lust mehr. Nicht wegen meine Therapie us sonder einfach weil ich keine Lust mehr darauf habe mich mit ignorabnten Eltern usw auseinader zu setzen und mit anzusehen, wie meine Arbeit dadurch immer wieder zu nichte gemacht wird.
Schau dich in Rhe um und mach in verschoedenen Bereiche Praktikas. Dadurch kannst du schon eine ganze Menge erfahren. Vor allem ob dir dieser Beruf dann liegen würde.
Ach ja! Rententräger oder Arbeitsamt sind zuständig. Obwohl erwarte nicht zu viel Hilfe von denen.
Ganz iebe Grüße
kaja |
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| hella |
Liebe Kaja,
danke für Deine Antwort.
Und willkommen im Club der Berufswechsler. :)
Was die Trägerschaft anbetrifft, bin ich so weit gekommen, dass der Integrationsfachdienst sich zuständig fühlt, der betreffende Mensch zur Terminabsprache heute aber leider krank war. Das wird schon noch. Und dann erstmal dort hingehen und mal horchen, was die so wissen.
Ich erwarte von diesen ganzen Stellen relativ wenig Hilfe. Ich habe ja genug Erfahrung mit denen sammeln können in den letzten Jahren und weiss, was da für Hohlköpfe sitzen können. Aber ich habe beschlossen, dass ich nicht das Rad jedes Mal neu erfinden muss. Ich werde mir mal anhören, was von denen an Unterstützung möglich ist und kucken, ob ich das gebrauchen kann.
Und ich muss dringend klären, wie das alles finanzierbar ist. Sonst brauche ich die hiesigen Überlegungen gar nicht anzustellen.
Schön, dass Du auch schon was gefunden hast, wo Du hin willst. Da drücke ich Dir alle Daumen. :kreuz:
In welche Richtung ich gehen will bzw. was ich machen kann, ist gar nicht so unklar bei mir. Das ist aus den letzten Beiträgen vielleicht nicht so hervorgegangen.
Einerseits kann ich mir gut vorstellen, dass ich meine bisherige Berufserfahrung vielleicht in einem neuen Job unterbringen kann, z.B. Sozialversicherungsmanagment.
Andererseits habe ich auch noch einen Universitätsabschluss in einem sehr exotischen Fach. Den habe ich gerade noch hingekriegt und bin dann krank geworden. Das ist nun schon 3 Jahre her, aber vielleicht kann ich das irgendwo unterbringen. Da mangelt es mir nicht an Ideen. Zum Glück.
Wobei - für diese Ämtermenschen ist das wahrscheinlich schon wieder grosse Überforderung, wenn man selbst seine Sachen regeln möchte, von denen nur Unterstützung braucht und nicht bevormundet werden möchte. Die sind ja schnell dabei, bei einer psychischen begründeten Erwerbsunfähigkeit davon auszugehen, dass man nicht in der Lage ist, sich morgens in der korrekten Reihenfolge anzuziehen.
Wer noch weitere Tipps oder Erfahrungen hat, ist hier gerne willkommen. Ich merke gerade, dass das ja doch relativ häufig vorkommt, dass jemand den Beruf wechselt. Komme mir mit meinen Überlegungen mittlerweile schon normal vor. :D
Liebe Grüsse, hella |
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| eisfuchs |
Ja... da reihe ich mich doch gerne mal ein in diesem nich so exklusiven Club...
Habe ein Studium im sozialen Bereich, einige Jahre auf verschiedenen Stellen gearbeitet... dann auch durch die Belastungen im Job krank geworden, länger arbeitslos gewesen. Hab mir dann mit sehr viel Aufwand eine Umschulung erk*mpft, die mich ganz geplant weit weg aus dem sozialen Bereich führen sollte... Die Untersützung seitens des Arbeitsamts war mehr als lachhaft. Die wollten mich erst mal monatelang in eine Testeinrichtung schicken, wo ich auf die Eignung für so anspruchsvolle Berufe wie "technischer Zeichner" geprüft werden sollte. Nix gegen technische Zeichner, nur: den Beruf gab es in der Form schon gar nicht mehr, die da getestet werden sollte. Häää??? Manche Sachen versteh ich einfach nicht.
Na, jedenfalls hab ich mich dann mit viel Aufwand und Klage usw. in eine Umschulung begeben. Hatte nach zwei Jahren einen IHK-Abschluss in der Tasche und war um etliche Erfahrungen reicher. Möchte dir da jetzt keine *ngst mit machen, ist wirklich nur meine Erfahrung, die ich da mitteilen möchte- und ich glaub ich hab an der Stelle echt Pech gehabt. Der hochgelobte und renommierte Bildungsträger der Umschulung hat uns nicht wirklich für den Arbeitsmarkt ausgebildet. Im Nachhinein habe ich erfahren müssen, dass die ganz gezielt das Arbeitsamt abgezockt haben und uns auf dem Papier Unterrichte bescheinigt haben, die nie stattgefunden haben usw. Da wurden Dozenten beschäftigt, die selbst keine Ahnung hatten, Hauptsache für unter 10 EUR die Stunde... Ich erinner mich grade an die Deutschlehrerin, die mit mir gestritten hat, ob Klavier mit v oder mit w geschrieben wird... jetzt rat mal, welche Idee ich dazu hatte (na gut, bei meiner jetzigen Rechtschreibung schreib ich mal lieber genau wie es war: sie war der Meinung, Klawier steht im Duden... :ziegel: )
Ok, bisschen viel Frust an der Stelle, möchte dich nicht demotivieren.
Ich habe jedenfalls nie in dem Job arbeiten können, die Inhalte, die mir gefehlt haben für eine Anstellung wurden mir nicht als Schulung gewährt, also weitere Jahre Arbeitslosigkeit. In den ganzen Jahren habe ich mich weitergebildet in Dingen, die mir auf meinem persönlichen Weg geholfen haben, habe mich viel mit Kommunikation und anderen Inhalten beschäftigt. Und war irgendwann soweit, dass ich klar hatte, was geht und was nicht. Was ich leisten kann, was ich brauche, um arbeiten zu können. Habe mich beraten lassen dazu, weitere Kurse gemacht- und bin jetzt seit mehreren Jahren selbständig. Und auf eine Art auch wieder im sozialen Bereich unterwegs. Nur mit dem Unterschied, dass ich nicht mehr direkt mit Menschen arbeite, sondern sozusagen "für Menschen" (weiß nich, ob du mitder Unterscheidung was anfangen kannst?). Ich bin jetzt mehr beratend tätig, kann auf der Ebene der Strukturen arbeiten und dort auch Dinge bewegen. Zu viel Kontakt zu Menschen tut mir nicht gut, hab ich gemerkt. Selbstbestimmtes Arbeiten tut mir gut. Und noch so einiges mehr hab ich für mich rausgefunden, und ich glaub, so geht es.
Jetzt hab ich dich hoffentlich nicht zu doll zugetextet. Immer noch ein sehr aufwühlendes Thema bei mir...
Ich wünsche dir gute Unterstützung bei deiner neuen Berufswahl, viel Erfolg beim Erforschen und Finden deiner persönlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten... Vorl**b*n. Und das du bald in deinem Traumjob arbeiten kannst, welcher auch immer das wird.
LG eisfuchs |
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| hella |
Hallo Eisfuchs,
danke für Deine Antwort. Hast mich nicht zugetextet, ganz im Gegenteil. Sowas ähnliches wie das, was Du geschildert hast, habe ich mir schon gedacht. Leider.
Das mit der Abzocke allerdings hätte ich in meinem Optimismus nicht für möglich gehalten. Aber auch da bin ich nun schlauer. Gut so, man kann ja kaum zu viele Erfahrungen haben.
Aber wie blöd für Dich. Ich frage mich manchmal wirklich, was diese ganzen Strukturen noch an hanebüchenden Ergebnissen hervorbringen müssen, bevor man sie ändert. Aber das ist ein ganz anderes Thema und führt hier zu weit und ausserdem zu schlechter Laune. :nono: Also lasse ich das mal eben.
Ich werde höllisch aufpasen, nicht in so eine, von Dir geschilderte, Testeinrichtung zu kommen. Denn schreiben und rechnen kann ich schon und ich weiss auch sehr wohl, was ich kann bzw. nicht kann.
Aber ich weiss, dass das wieder ein Endloskampf wird. Habe ich mich schon drauf eingestellt. Allerdings habe ich auch schon auf anderer Ebene (mit der Rentenversicherung und Krankenkasse z.B.) Dinge durchgesetzt, die zunächst ganz unmöglich schienen. Aber mit geeigneter Unterstützung ging dann doch einiges. Hartnäckig kann ich mittlerweile sehr sein und da ich begriffen habe, dass deren Spielregeln nicht logisch sind, aber unbedingt eingehalten werden müssen, richte ich mich danach. Man lernt ja dazu. :D
Den von Dir geschilderten Unterschied, nicht mehr "mit" Menschen, sondern "für" Menschen zu arbeiten kann ich gut nachvollziehen. Ich kann mir genau so eine Neugewichtung meiner Arbeit auch sehr gut vorstellen. (Neben anderem.)
Ich arbeite ja ganz gerne in sinnvollen Zusammenhängen und gerne auch für Menschen, aber eben nicht mehr im direkten Kontakt. Da habe ich mich jahrelang ausgetobt und offensichtlich ist da jetzt Schluss.
Selbstständig zu arbeiten fände ich natürlich auch klasse. Habe ich viele Jahre gemacht und das war immer super, allerdings zögere ich da im Moment doch sehr wegen meiner gesundheitlichen Lage. Da muss noch ein bisschen Zeit vergehen, bis ich besser einschätzen kann, was denn nun eigentlich von der Belastung her möglich ist oder nicht. Denn im Moment ist das hier alles Zukunftsmusik, ich bin gerade nur einige wenige Stunden pro Woche arbeitsfähig. Aber fange lieber jetzt schon mal an, mich zu informieren. Und das scheint mir auch sinnvoll, wenn ich Eure Beiträge so lese.
Vielen Dank bis hierher Euch allen. Wer noch was aus seinem Erfahrungsschatz beitragen mag, ist hier gerne gesehen bzw. gelesen.
Liebe Grüsse, hella |
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| eisfuchs |
liebe hella,
das ist wunderbar, genau so hatte ich mir das gewünscht- dass du aus meiner schlechten erfahrung etwas für dich rausziehen kannst, ohne dich davon runterziehen zu lassen! denn schlechte laune nützt ja überhaupt nix. (und letztlich waren es fiese harte zeiten für mich und jetzt geht es aufwärts, jedenfalls beruflich. es ist also möglich!)
ich weiß nicht, ob das für dich möglich ist, aber ich glaub auch, dass unterstützung sehr sehr wichtig ist und vielleicht kannst du dich mal von unabhängiger stelle beraten lassen, was es für möglichkeiten gibt, deine interessen und fähigkeiten langfristig zufrieden einzusetzen.
meine nichte macht gerade abitur und hat so eine art private berufsberatung bekommen. die war ziemlich teuer- und sehr sehr aufschlussreich. sie wurde intensiv geprüft, befragt...und am ende gut beraten. so sollte es sein... nicht nur für erstberufswähler... ich war richtig ein bissl neidisch,wie viel einfacher das bei ihr auf einmal war... (und natürlich gönne ich es ihr von herzen!)
also, es muss ja nicht unbedingt teuer sein, aber vielleicht gibt es sowas ja auch für berufsumsteiger.
was du zum thema "spielregeln" geschrieben hast, ist sooo zutreffend! :rofl:
ich wünsch dir viel kraft für die notwendige hartnäckigkeit, es lohnt sich!
glg eisfuchs |
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| hella |
Hallo Eisfuchs,
so schnell kann man mir nicht die Laune verderben. Du hast sie eher verbessert mit Deinem Beitrag, weil es mir immer besser geht, wenn ich weiss, was an Fiesigkeiten wohl alles möglich ist. Da kommt man ja manchmal von allein gar nicht drauf, wie schräg sowas alles sein kann. ;)
Das mit der Berufsberatung hört sich ja gut an! Hm, wo könnte man die wohl auftreiben? So ganz spontan fällt mir da nichts ein, aber mit ein bisschen Überlegung hin und her kommt mir da vielleicht noch das ein oder andere in den Kopf.
Vielleicht hat die von mir hochgeschätzte "Unabhängige Patientenberatung" da was auf Lager. Das wäre mal einen Versuch wert. Und sonst denke ich darüber nach...
Ich weiss im Prinzip, was ich kann, nicht kann, was ich möchte und nicht möchte. Aber in dem derzeitigen Wust an Berufsbildern und Möglichkeiten, mit dem ich mich ja schon seit Jahren nicht mehr auseinandergesetzt habe, habe ich keinen Durchblick mehr, was man eigentlich alles sein kann von Beruf.
Ich hatte schon an sowas wie ein duales Studium gedacht. Habe aber keinen Schimmer davon, wie das läuft und ob das überhaupt geht für Berufswechsler. Da muss ich mich auch mal drum kümmern.
Und zum Thema "Spielregeln" muss ich doch echt sagen (mit viel Abstand und viel Ironie), dass ich es eigentlich ganz nett finde, dass wir da so gut unterhalten werden. :D
Ganz liebe Grüsse,
hella |
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