| abendwind |
Hallo zusammen
Ich hab da mal eine Frage, meine Tochter ist wird im Sommer 14 Jahre alt. Und bekommt dadurch auch immer mehr mit wenn es mir nicht gut geht. Bis jetzt habe ich es immer auf irgentwelche Dinge geschoben wie Kopfschmerzen, Tage oder sonstwas. Aber solangsam glaube ich nicht mehr das sie mir das Abnimmt. Da sie aber eh schon schütern und ängslcih und zurückhalten ist. Weiß ich nicht ob ich ihr den Richitgen Grund sagen soll. Wie habt Ihr das so gemacht wer hat es wie und wann seinem Kind erzählt. Mir mir total unsicher ob ich ihr davon erzählen soll oder ob ich sie damit noch mehr belaste wie jetzt. Bitte schreibt mir wie das bei Euch ist.
Alles Liebe Abendwind |
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| springmaus |
Liebe Abendwind,
ich bin Tochter einer Betroffenen, und ich wusste "es" bereits mit 14 von selber.
Meine Mutter hat mir erst etwas erzählt, als ich 19 war (ich denke, sie wollte mich schützen), aber ich habe es schon sehr, sehr früh gespürt. Weniger als konkreter Gedanke, sondern mehr als ein Gefühl, dass da irgendwas sehr schief gelaufen ist, und meine Mutter sehr tief ver*etzt wurde.
Ob du deine Tochter damit überforderst, kann ich nicht sagen.
Aber eine klare Ansage würde ihr vielleicht vieles klarer machen, und sie könnte deutlicher sehen, dass deine "Anwandlungen" einen Grund haben, und nicht einfach eine Laune sind.
Mir zumindest hätte es viele falschen Gedankengänge erspart, wenn ich schon früher klar und deutlich gewusst hätte, anstatt raten zu müssen, warum meine Mutter so und so handelt und sich verhält ...
Einen lieben Gruß
springmaus |
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| schwarzer_engel |
Hallo abendwind,
bist du noch bei einer Thera?Wenn ja vieleicht könntet ihr mal ein Gespräch zu dritt führen?
LG schwarzer engel |
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| gelfling |
Huhu Abendwind,
also da Du nicht genau sagst, WAS Du ihr sagen wollen würdest, gehe ich davon aus, es geht um das Thema s*xu*ller M*ssbra*ch.
In dem Fall:
Was auch immer ich gespürt hätte, ich wär mit 14 auf jeden Fall überfordert damit gewesen.
Gerade, da Mädchen ja in dem Alter (also zu meiner Zeit bzw. bei mir war es jedenfalls so) ihre eigene S*xual*tät entdecken.
Wie soll sie schöne Erfahrungen machen, wenn das Thema durch Deine Geschichte von vornherein negativ besetzt ist?
Hab zwar keine Kinder, aber für mein Empfinden ist es zu früh, sie einzubinden.
Hoffe, das war nicht zu schwarz/weiß.
Lieber Gruß
gelfi |
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| leonie |
ich denke auch es kommt sehr stark auf die Beziehung die ihr zueinder habt an... ist sie sehr innig, dann würde ich auch sagen kommts ein bisschen drauf an um was es genau geht...
ist sie nicht so innig würde ich es noch ein paar jahre hinten anstellen -
vielleicht kommst sie auch selbst mal auf dich zu??
andernseits... wenn ich an die beziehung meines freundes zu seiner mutter denke... er hätte immer gerne gewusst was los ist und wurde rausgehalten.. das hat er bis heute nicht "verkraftet"...
ganz ehrlich: kommt viel darauf an um was es geht, vielleicht magst Du es uns grob erklären? |
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| pantalon |
Liebe abendwind,
ich finds auch ganz schwierig. Da hängt ganz viel davon ab, wie Euer Verhältnis ausschaut und wie Du sie siehst. Du willst Dich ja nicht rechtfertigen, sondern das für sie beste tun. Und da kann es je nach Beziehung und auch Persönlichkeit Deiner Tochter ganz unterschiedlich aussehen. Es könnte sie ganz klar überfordern. Es könnte aber auch eine Last von ihr nehmen, weil sie vielleicht denkt, sie sei mitverantwortlich dafür, dass es Dir schlecht geht. Ich weiß nicht, ob man mit 14 schon so gut trennen kann, was das eigene ist und was das der Mutter ist. Und dann gibt es natürlich nicht bloß Erzählen oder Nicht-Erzählen, sondern ganz vieles dazwischen.
Wie hast Du denn bislang versucht Ihr klar zu machen, dass das, was Du erlebst, nichts mit ihr zu tun hat?
Ich denke, es ist eine gute Idee, erstmal bei einem Thera oder einer Beratungsstelle vorzufühlen.
Liebe Grüße
Pantalon |
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| abendwind |
Danke für eure Antworten, haben mir alle weiter geholfen. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Tochter,das hat sie mir erst wieder bewiesen. Da sie vetrauen zu mir hat, aber trotzdem werde ich ihr mal nicht von der Vg erzählen. Auch weil sie das alles mit der Liebe und S** ohne vorbehalte erleben soll. Belasse es jetzt erstmal so wie es ist weil sie auch im Moment schulische Probleme hat. Und da möchte ich sie nicht noch damit belasten. Und ich denk
:danke: nochmal
Liebe grüße Abnedwind |
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| leonie |
Also ich glaub, ich hab jetzt verstanden, um was es geht... das ist ja schon sehr intim und persönlich - ich glaube, dass muss sie noch nicht unbedingt wissen, es würde ihr wahscheinlich im moment nur angst machen vor S**ualität...
bei der m*tter meiners Freundes war es was ganz anderes - sie hatte extreme psychische probleme über jahrzehnte und er wusste es nie.. es endete nicht gut.. da sagt er schon, warum habt ihr nie was gesagt.. das wäre mich doch aus was angegangen..
Alles Liebe
Leonie |
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| springmaus |
Hallo,
ich nochmal.
Die meisten hier äußern Bedenken, dass das Ansprechen einer Vg die Tochter in ihrer eigenen se*uellen Entwicklung hemmen könnte.
Dem widerspreche ich als Tochter vehement!
Meine Mutter hat ungewollt und unbewusst sehr viele Signale ausgesendet, die mir deutlich gemacht haben, dass sie ein sehr großes Problem mit Se* hat.
Das fing an bei Filmen, die sie nicht schauen wollte, Gespräche, die sie nicht führen wollte, Zeitschriften und Bücher, die sie nicht lesen wollte etc...
Mir als Teenager hat sie damit sehr deutlich signalisiert: Se* ist schlecht und muss vermieden werden. Alles, was damit zusammenhängt ist irgendwie unangenehm.
Ich habe bis heute damit zu kämpfen, dass ich nie einen unverkrampften Umgang mit Se* gelernt habe, von unverkrampften Gesprächen darüber (oder z.B. auch über Mens, Verhütung etc.) ganz zu schweigen.
Im Nachhinein muss ich sagen: Mir wäre es besser ergangen, wenn meine Mutter mir bereits mit 13 gesagt hätte, warum sie sich so verhält.
Und wenn sie mir ganz deutlich gemacht hätte, dass sie mir wünscht, dass ich anders damit umgehen kann, als sie es leider tut.
Ich hätte mir Unterstützung bei meiner se*uellen Entwicklung gewünscht, und zwar in der Form, dass meine Mutter darauf geachtet hätte, dass ich nicht in die Denkfallen trete, die sie mir ungewollt hingestellt hat.
Sollte es dir, abendwind, gelingen, deiner Tochter auch ohne das direkte Ansprechen trotzdem ein positives Bild von Se* und Weiblichkeit und Beziehungen mit Männern zu vermitteln, dann meine große Hochachtung.
Bedenke aber auch bitte, dass du immer unbewusst Signale sendest, die eine sensible Tochter auffängt, und die daraus ihre eigenen Schlüsse zieht.
Und dass sind nicht immer die Schlüsse, die du gern möchtest.
Ich kann es nur widerholen: Ich hätte mir gewünscht, meine Mutter hätte mit mir schon sehr viel früher darüber gesprochen.
Und wenn es z.B. eine Möglichkeit gibt, mit der Tochter bei einer Familientherapeutin auf das Thema zu sprechen zu kommen, dann ist das eine Chance, die frau ergreifen sollte.
Für die Zukunft der Tochter.
Einen lieben Gruß
springmaus
Beitrag ergänzt um 16:16 Uhr:
Und nochmal ich,
weil mir gerade eben ein sehr, sehr wichtiger Aspekt eingefallen ist, denn ich dir noch mitgeben will:
bitte vorsicht beim Lesen, ich setzte keine *, da es für mich keine Trigger gibt.
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Ich war vor kurzem in einem Selbstverteidigungskurs, und da waren mehrere Mamas mit ihren 14-15jährigen Töchtern.
Es war einfach klasse, und ich dachte mir: Hätte meine Mama das doch auch mit mir gemacht!
Und deshalb ist es m. E. so wichtig, warum Mütter, die MB erlebt haben, dies ihren Töchtern sehr bald sagen, und auch entsprechend handeln.
Denn genau diese Mamas haben doch am eigenen Leib erfahren, dass die Welt nicht immer gut und nett ist, und dass es unglaublich wichtig ist, dass ein junges Mädchen lernt, NEIN zu sagen, und im Ernstfall auch in der Lage ist, sich zu wehren.
Und dazu gehört es m. E. auch, dass Töchter erfahren, dass es eben Männer gibt, die es nicht gut mit ihnen meinen, und dass das auch Männer aus dem eigenen Familien-, Verwandten- und Bekanntenkreis sein können (sogar in über 80% der Fälle!).
Und genau hier liegt eine Verantwortung ALLER Mütter: Die Töchter aufzuklären, dass sie sich wehren dürfen, dass Übergriffe keine Bagatellen sind, und dass sie das Recht haben, über sich und ihren Körper selber zu bestimmen, und im Ernstfall auch mal loszuschreien, um sich zu schlagen und die Polizei zu holen.
Und die Sorge, dass sie deswegen in ihrer sexuellen Entwicklung gestört werden könnten, ist unbegründet. Man muss diese "Aufklärung" ja nicht zu einer Generalverdammung der anderen Hälfte der Menschheit machen ;)
Ein Mädchen, dass ein gesundes Selbstvertrauen mitbekommen hat, das gelernt hat, dass es sich nichts gefallen lassen muss, ist viel mehr in der Lage, das zu tun, was es will, auszuprobieren, nein zu sagen, auch mal eine Beziehung abzubrechen ...
Entschuldigt, wenn ich hier gerade recht emotional werde, aber ich hätte mir verdammt noch mal gewünscht, meine Mutter hätte die Stärke besessen, mich über ihren MB aufzuklären, und mit mir dann andere Wege zu gehen.
Mir zu zeigen, dass es wichtig ist, dass ich mich wehre, wenn meine Grenzen übeschritten werden. Dass ich mich nicht antatschen lassen muss (was leider passiert ist), dass ich nicht den Mund halten muss, um des lieben Friedens willen.
Sondern dass meine seelische und körperliche Unversehrtheit mein größter Schatz sind, den es zu schützen gilt.
Springmaus |
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| peanut |
hallo,
das ist wirklich eine schwierige entscheidung. ich hab bis hierhin alles gelesen und bin genau wie du hin- und hergerissen.
meine mutter ist psychisch krank, selbst hat sie sich das bis jetzt nicht eingestanden, doch mittlerweile ist mir (da ich ihre verhaltensmuster jetzt aus der distanz deuten kann und außerdem viele aufklärende gespräche mit fam*lienmitgliedern geführt habe) und auch meinem therapeuten, der sie kennengelernt hat und dem ich briefe von ihr gezeigt habe, relativ klar, dass sie narzisstisch und histrionisch ist.
als ich 10 war, erzählte sie mir von ihrer vg. in allen details. :angst:
außerdem soll mein leiblicher v*ter sie geschl*gen und m*ssbr**cht haben.
ich weiß bis heute nicht, ob und was daran wahr ist - sie hat lange zeit krankhaft gelogen (was mir als kind bewusst war, ich mir nur nie erklären konnte).
jedenfalls hab ich ihr damals alles geglaubt und bin zu einer richtigen paranoiden erzogen worden, was s*x bzw. s*xuelle übergriffe angeht.
allerdings hatte ich auch immer ein sehr mieses verhältnis zu meiner mutter.
ich habe 5 kleinere geschwister, meine älteste schwester wird 14. sie hat schon früher, als ich noch dort gewohnt habe, leider sehr deutlich mitbekommen, dass ich mich slbst v*rletzt hab oder mein essverhalten so komisch war. gefragt hat sie nie, sie hatte wohl angst oder wollte mir nicht zu nahe treten.
mittlerweile weiß sie schon etwas mehr darüber und bei ihr habe ich nicht den eindruck, dass ich sie damit überfordere. ich habe ihr nie ein gespräch aufgedrängt, irgendwann hab ich mich mal - mit rasendem puls und 10 litern angstschweiß im gesicht - einfach im t-shirt neben sie gesetzt. da hat sie gefragt, woher die n*rben kommen und ich hab ihr ein bisschen erzählt. als sie nix mehr wissen wollte, hab ich auch nichts mehr gesagt, und als sie wieder fragte, antwortete ich ihr; auch was die gründe für das verhalten betrifft.
was ich damit eigentlich sagen will: es ist einj ziemlich dünner draht zwischen zwei möglichkeiten, auf dem man sich bewegt.
ich wünschte, meine m*tter hätte mir ihre horrorgeschichten erspart - als kind spürt man mit und ich habe wirklich alle m*nner verteufelt. andererseits kann es zur aufklärung beitragen und auch für das kind ein beweis von vertrauen sein, wenn man ihm das erzählt. aber mit 14 jahren ist man wirklich noch sehr jung, ich weiß nicht, ob das für sie eine überforderung bedeuten würde.
eventuell schneidest du mal so das thema an, ohne direkt von dir zu sprechen, dann weißt du, wie sie darüber denkt, ob sie der gedanke daran schon gruselt oder ob sie aufgeschlossen genug ist, sich so etwas anzuhören und auch die hintergründe zu begreifen.
zitat: springmaus schrieb am 29.02.2008 um 16:16 Uhr in Beitrag #9
Sondern dass meine seelische und körperliche Unversehrtheit mein größter Schatz sind, den es zu schützen gilt.
Ach herrjeh... *schnief* :weinen: |
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| abendwind |
Achtung setze keine Sterne oder so
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Also, ich habe meine Tochter aufgeklärt, und auch alle fragen rund um Sex ihr beantwortet. Hab ihr auch schon früh gesagt das sie nichts tun muss was ihr nicht gefällt. Das man auch nein sagen darf wenn man es nicht will. Und lebe ihr auch ein normales Leben vor mit Schwimmbad gehen oder sich auch mal was knappes Anziehen. Auch habe ich mit ihr schon offen darüber geredet das es Menschen gibt der Sex oder so von einem wollen und es sich dann auch mit gewallt holen. Habe auch schon mit ihr darüber Beiträge geschaut. Weil ich finde sie soll wissen das es verschiedene Menschen gibt. Wenn sie mir fragen stellt versuche ich sie so gut wie möglich zu beantworten. Auch darf sie die Teenies Zeitschriften lesen usw. Denke man habe rechzeitig den Absprung geschafft das mir solche dinge nichts ausmachen anzusehen oder zulesen. Danke euch allen jeder von euch hat mir wegegezeigt was gut und schlecht sein kann. Werde mal noch eins zwei Nächte drüber schlafen. Und mich dann Entscheiden ob und wie viel ich ihr sage.
Danke liebe Grüße Abendwind |
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