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| Therapie, ich wurde abgewiesen - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen |
| amy |
hallo!
ich wollte ende 2006 anfang 2007 wieder eine ambulante therapie beginnen, weil es einfach noch vieles gibt, was aufgearbeitet werden muss.
nur leider wurde ich von 6 verschiedenen therapeuten abgewiesen, mit dem verweis, ich sollte in eine klinik gehen. ich habe diesen versuch mehrmals unternommen und für mich festgestellt, diese form der theraoie ist eher kontraproduktiv für mich. mittlerweile habe ich mich selber und alleine soweit stabilisiert, dass ich meinen alltag wieder bewältigen kann und mein schule zu ende mache. die hatte ich aufgrund meiner probleme abgebrochen. bin aus hartz 4 raus und habe in einem jahr meinen abschluss und dann möchte ich studieren. also fällt auch deshalb eine klinik flach.
dennoch geht es mir in letzter zeit wieder schlechter, weil mein opa schwer krank ist und auch keine besserung in sicht ist. das belastet mich sehr und ich ziehe mich gerade auch sehr vor meinem umfeld zurück. also ist es mehr als nötig, meine probleme anzugehen.
ich würde gerne eine psychoanalyse machen. aber wie soll ich es anstellen, gesund zu werden, wenn ich einfach abgewiesen und weggeschickt werde??? es gab zeiten, da wollten mich alle dazu bringen, therapie zu machen, aber ich war nicht bereit dafür. jetzt will ich an mir arbeiten und ich werde mit dem ratschlag in eine klinik zu gehen abgespeist. mir geht es ja nicht so schlecht, dass ich eine 24h betreuung brauche. ich wünsche mir nur eben professionelle unterstützung 1x die woche. hat jemand das gleiche problem oder kann mir jemand einen rat geben, wie ich vorgehen soll?
lg
amy |
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| bambam |
Hej Amy,
auch wenn ich keine Antwort auf deine Fragen habe, möchte ich dich darauf aufmerksam machen, dass Psychoanalyse bedeutet, 5x die Woche beim Analytiker auf der Couch zu liegen. Das geht nicht mit 1x die Woche.
lg, bambam |
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| amy |
hallo bambam!
ok, das habe ich auch schon mal gehört. ne freundin von mir hat eine analyse gemacht, aber sie war nicht 5x die woche dort.
ich wäre schon zufrieden, einfach in irgendeiner form unterstützung zu finden.
amy |
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| paca |
Liebe amy!
erst einmal: welcome back :gruss:.. schön, mal wieder von Dir zu lesen!
Hm.. also Psychoanalyse wird meistens schon recht (sitzungs-)intensiv betrieben.. falls der/die TherapeutIn aber nicht völlig traditionell arbeitet (und das wäre für mich jedenfalls eher nix.. jeden Tag der Woche auf die Couch legen :haare: ), sind auch weniger häufige Sitzungen möglich. Ich bin z.B. im Wochenturnus bei meiner Therapeutin, die auch psychoanalytisch arbeitet.
Allerdings: für begleitende Unterstützung in akuten Kriselzeiten oder insgesamt als Rückenstärkung auf Deinem Weg würde ich - nach meiner Erfahrung - Analyse nicht unbedingt empfehlen.. denn dort wird eher alles von Grund auf "auseinandergeplückt". Für mich gut, weil ich eher die Verdrängerin bin.. aber als Wegbeleitung könnte ich mir auch etwas Pragmatischeres vorstellen.
Finde es immer am besten, wenn Therapeuten Erfahrung mit verchiedenen Schulen/Methoden haben und die individuell einsetzen können.
Fragen:
Haben Dir denn jeweils alle sechs verschiedenen Leute gesagt, Du sollst in eine Klinik gehen?
Mit welchen Begründungen?
Kann es ansonsten auch sein, dass die jeweils nicht den springenen Punkt gesehen, nicht viel Ahnung von Dir, keinen freien Platz oder sonst irgendetwas als Gründe für den Klinikvorschlag hatten?
Ich habe diesen "Rat" auch schon einmal von einer Therapeutin bekommen, die sich einfach mit mir überfordert fühlte.. meine jetzige hingegen hat mir auf jeden Fall vom Klinikaufenthalt abgeraten.
Ich denke, so frustrierend das im Moment auch sein mag.. wenn Du meinst, dass Dir Unterstützung helfen würde, dann bleib dran und lass Dich nicht von den Absagen enttäuschen!
Ich habe z.B. auch bstimmt 10 Leute durchtelefoniert/ausprobiert und am Ende über ein Jahr auf den Platz bei meiner jetzigen Therapeutin gewartet - das ist nun aber gut!
Hast Du Dir mal aufgeschrieben, an welchen (Bau)Stellen Du Unterstützung haben möchtest, welcher Art diese sein soll und was genau Du geändert haben möchtest? Das hilft vielleicht bei der Weitersuche.
Liebe Grüße und viel Erfolg
paca |
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| haikala |
Ein Tipp könnte noch sein, dich an eine "themenspezifische" (oder auch nur ganz allgemeine) Beratungsstelle zu wenden, die haben oftmals Empfehlungen für gute Therapeuten für bestimmte Themen. Dann musst du schon mal nicht mehr das ganze Branchenbuch durchfiltern... ich glaube, es kommt "nur" ;) darauf an, jemanden zu finden, mit dem es passt, und hier waren halt bisher sechs, mit denen es nicht passte. Nicht aufgeben! :)
h. |
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| amy |
hallo paca, hallo haikala!
danke für eure antworten.
ich versuche einfach mal das zu schreiben, was ich weiss, bzw. was war. die 6 therapeuten, die mich abgewiesen haben, waren der letzte versuch, den ich vor mehr als einem jahr unternommen habe. auch davor hörte ich immer wieder: gehen sie erstmal in eine klinik.
wie gesagt, ich abe es mehr als einmal in einer klinik versucht, aber für mich ist es definitiv nicht das richtige. vorallem sind die wartezeiten enorm lange. ich habe mehr als ein halbes jahr auf den platz in der roseneckklinik in prien gewartet. dort sollte ich wegen meiner eßstörung behandelt werden. und zu der damaligen zeit ging es mir wesentlich schlechter und ich kam alleine gar nicht mehr richtig klar.
direkt nach meinem abbruch dort habe ich mich um eine ambulante therapie gekümmert, aber ich hatte fast das gefühl, die therapeuten waren mit mir und meinen krankheitsbildern überfordert. eine borderlienstörung mit depressiven episoden stehen in einem arztbrief auch noch drin. aber ich kann mir nicht vorstellen, dassalle menschenmit diesen störungen nur in klinikenbehandelt werden können.
der erste therapeut, den ich in meinem leben besucht habe, war allgemeinmediziner mit zusatzausbildung, der mich leider aufgrund meiner diagnosen nicht weiter behandeln durfte. aber dort fühlte ich mich wohl und aufgehoben.
mir ist auch schon von einer therapeutin ganz direkt gesagt worden, dass ihr der schreibkram in meinem fall zu aufwendig wäre!!! kein scherz, das war ihr o-ton. zwingen kann ich keinen mir zu helfen, aber komisch, dass es ging, wo ich keine therapie wollte.
lasse mir jetzt zum x-ten mal eine liste der krankenkase schicken und werde die therapeuten durchtelefonieren...
wie seid ihr an eure therapeuten gekommen??? sollte ich anfangs vielleicht gar nicht genau sagen, welche diagnosen ich bekommen habe? ich weiss echt nicht, wie ich vorgehen soll.
@ haikala
wo finde ich solche beratungsstellen?
@ paca
ich habe schon vor längerer zeit an eine analyse gedacht, eben weil ich die grosse verdrängerin bin und jetzt durch die krankheit meines opas vieles wieder ganz ganz schlecht läuft. ich reisse mich zusammen und versuche im alltag zu funktionieren, weil ich es eben muss (schule und lernen halt). versuche mich selber soweit stabil zu halten, dass es nicht wieder völlig aus dem ruder läuft. aber ich muss stopp sagen, weil mein ganzes geld für meine essanfälle drauf geht und ich wieder tiefer in der störung drin stecke.
was es im endeffekt für eine therapie wird, lasse ich ja auch offen, hauptsache, ich finde jemanden, der mit mir arbeitet, damit ich wieder besser klar komme und nen guten abschluss mache, den ich im moment stark gefährdet sehe...
leibe grüsse an euch beide :liebes: |
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| daydreamer |
Hallo Amy,
Analyse muß nicht zwangsläufig heißen, 4-5 mal die Woche.
Habe auch über einen gewissen Zeitraum eine Analyse gemacht, allerdings nur zwei Mal in der Woche.
Das hat mir auch gereicht, weil sonst zu anstrengend. War für Krisen aber ideal.
Irgendwann meinte meine Thera dann, das eine Umwandlung in tiefenpsychologisch angebracht wäre. Und dies machte sie dann auch. Will damit sagen, das es wirklich gut ist, wenn die oder der Thera nicht nur auf einer Linie fährt, sondern auch flexibel ist.
Erst letztes Jahr im Juni habe ich eine neue Thera gesucht. Wußte aber ganz genau was ich wollte, nämlich Traumaausbilddung.
Die Suche war nicht einfach. Bin auch zweimal abgelehnt worden, weil sie sich dem nicht gewachsen fühlten. Aber ist es nicht besser, wenn die Theras ehrlich sind und dir sagen, das sie dich nicht behandeln können oder wollen???
Also mir war es wichtig, das sie ehrlich waren. Aber wichtig war immer die Frage, was will ich erreichen und wo brauche ich Hilfe.
Wichtig finde ich aber, wie Haikala schon geschrieben hat, es muß passen, das Gefühl muß stimmen. Bitte nicht den ersten nehmen, der ja sagt. Hör auf dein Gefühl.
Naja, wenns nicht passt, so glaube ich, fehlt ein Stück Sicherheit. Und die ist in so einer Beziehung doch wichtig.
Wünsche dir viel Erfolg und vor allem Kraft für deine Suche
Lieben Gruß
Daydreamer |
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| haikala |
Öhm, eine Therapeutin, die sagt, "man" sei ihr zu viel Schreibkram, die hat sich mit diesem Satz schon selbst disqualifiziert. :mad:
Amy, in meiner Stadt gibt es z.B. eine Broschüre "Rat und Hilfe" auf dem Rathaus (bzw. im Internet), in der massig Adressen aufgelistet sind. Ich kannte aber auch so schon einige Anlaufstellen... Wildwasser, eine kirchliche (aber neutrale) Beratungsstelle, die psychosoziale Beratung an der Uni, daher hatte ich "meine" Thera, vielleicht gibt es etwas Ähnliches bei euch an der Schule (vielleicht ist dir das aber auch zu "privat"; im Unikontext isses noch mal was anderes)? Einfach mal umkucken. Hier gibt es auch eine Selbsthilfeorganisation für Essstörungen zum Beispiel.
Und vielleicht kann es wirklich helfen, am Anfang nicht Diagnosen hinzublättern, sondern eher zu sagen, wo deine Probleme jetzt gerade liegen und was du erreichen willst... obwohl das einen gesheiten Therapeuten auch nicht "abschrecken" sollte, eigentlich.
Viel Erfolg und viel Geduld!
h. |
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| marie |
Huhu Amy,
finde das auch heftig, was dir da um die Ohren geknallt wird....püh. Finde, das kann man auch sachlicher äußern...
Vielleicht lässt du einfach erstmal den Arztbrief weg (oder ist dir das wichtig?) und erzählst eher wo nun deine Schwierigkeiten liegen (Opa, Schulabschluss etc.)...wüßte jetzt auch nicht warum das nur stationär bearbeitbar ist. Sehe allerdings ähnliche Vorbehalte wie Paca gegen eine Psychoanalyse in diesem Fall, da deine Probleme ja doch recht aktuell liegen oder?
Liebe Grüße und viel Erfolg,
Marie |
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| smilly |
Liebe amy,
kann das gut nachvollziehen, habe auch lange gebraucht eine gute Therapeutin zu finden, bei der ich mich wohlfühle.
Hast Du es schon über die Kassenärztliche Vereinigung probiert, weiß jetzt nicht, ob es die überall gibt. Was mir noch einfällt, Sozialpsychiatrischer Dienst.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald jemanden findest, wo Du Dich gut aufgehoben fühlst!
Und höre auf Dein Gefühl :liebes:
(ich war mal kurz davor zu einer zu gehen bei der ich kein gutes Gefühl hatte nur das die Suche endlich ein Ende hat
habe es zum Glück nicht gemacht und bin jetzt bei einer super Frau)
smilly |
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| shawnee |
Liebe amy,
eine Bekannte von mir machte eine Analyse und es war ihre dritte - frag mich nicht, wie sie das schaffte, ist ja auch schon älter.
Das Problem bei der Analyse ist (das bekam ich immer mit) das der/die Therapeut/in sehr distanziert war.
Sie bekam selten Antworten auf ihre Fragen und mußte die "immer selber finden".
Das, was sie wirklich brauchte, nämlich Unterstützung für ihren Alltag - die bekam sie nicht, aber stundenlanges Rumgerede über eine Lererin die ihr eine 4 in Mathe in der 3. Klasse gab - obwohl sie doch so gelernt hatte....
Das sie grad eine heftige Scheidung hinter sich hatte und unter extremen Panikattacken litt. Nun, an dem Punkt war sie ja noch nicht; sie war ja erst in der
3. Klasse.
Kannst Du nicht einmal im Internet schauen, ob Du in Deiner Nähe eine Beratungsstelle für Esstörungen findest? Im Nebenort oder in der nächsten Großstadt?
Die haben oftmals Listen von Theras, die nicht nur mit Essstörungen arbeiten, sondern auch tiefen-psycholigisch und verhaltenstechnisch.
So habe ich meine gefunden und sie hat diverse Tr*umazusatzausbildungen.
lg
Shawnee |
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| amy |
hallo an alle!
entschuldigt, dass ich mich so lange hier nicht mehr geäußert habe. in der zwischenzeit ist mein opa leider verstorben und ich komme damit nicht wirklich klar.
war eine woche im urlaub, um etwas abzuschalten. es war sehr schön, aber der alltag zu hause holt mich natürlich schneller alsmir lieb ist, wieder ein...
amy |
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| bambam |
Hallo Amy,
das tut mir sehr leid, dass dein Opa gestorben ist. Das ist bestimmt nicht leicht für dich. Du hast mein ganzes Mitgefühl.
Ich mach dir mal eine Kuschelecke mit vielen Kissen und Decken, Kuscheltieren und was zu trinken, dass du dich ausruhen kannst, wann immer du es brauchst.
LG, bambam |
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