| pantalon |
Hallo Ihr Lieben,
ich hab da mal ne ganz praktische Frage, bei der ich mir im Moment irgendwie ganz lebensfern vorkomme.
Die Situation ist folgende:
Es ist ja "Usus" in meiner Firma, dass man keine Verantwortung übernimmt und keiner gern Entscheidungen trifft.
Chef ist da die Nummer 1 drin und seine Assistenz steht in nichts nach. Also muss ich immer mehrfach fragen, bis ich Entscheidungen habe, ganz oft sind das dann so Mehrheitsgeschichten.
Ich versuche immer, meine Aufgaben beisammen zu halten, damit ich Verantwortlichkeiten abgrenzen kann. D.h. ich versuche Schwammigkeiten zu vermeiden und frage immer nach Aufträgen und Aufgabenverteilungen bis alles klar sein sollte.
Nun macht die Assistenz das aber nicht. Sie bemüht sich, alles so schwammig wie möglich zu halten. Ein Beispiel: Sie holt ein Angebot ein für eine Sache, mit der ich von Anfang nichts zu tun hatte. Das passt dann nicht hundertprozentig, also schleppt sie das Angebot zu mir und fragt, ob ich anrufen könnte und um ein angepasstes Angebot bitten. Ich mach das, das Angebot wird zu ihr geschickt und sie fragt mich nach dem ersten, um zu vergleichen. Ich legs raus, um es mitzunehmen, wenn ich mir was zu trinken hole. Zwischenzeitlich schickt sie jemanden, um mir das zweite Angebot zu bringen. Ich gucke fragend und sag, wir hatten abgemacht, sie sollte das alte Angebot wieder bekommen, um zu vergleichen, ich hab damit eigentlich nichts zu tun. Der "Bote" nimmt beide Angebote und geht. Das war gestern. Heute ruft sie an und fragt, ob ich die beiden Angebote verglichen hätte :was:
Angeblich hätte sie die Sachen vom "Boten" nicht bekommen, wer weiß, wo er die wieder verkramt hat. *leichter Vorwurf in der Stimme* :ziegel:
Solche Situationen hab ich dauernd. Da der Chef aber genauso handelt, frag ich mich immer wieder, wie ich solchen Situation begegnen soll. Wenn ich drum bitte, die Aufgabenbereiche besser abzugrenzen, dann hört sie Vorwürfe draus. Wenn ich solche "Tu-mal-dies-mach-mal-jenes"-Deppenaufgaben ablehne, ist sie beleidigt. Aber ich kann ja auch nicht alles, was sie angefangen hat, weiterbearbeiten. Sie ist "gefährlich" und ich weiß nicht, wie ich mich dann verhalten soll.
Kennt Ihr solche Situationen auch?
Liebe Grüße
Pantalon
P.S. 3x dürft Ihr raten, wer der "Bote" war :nono: |
|
|
| shawnee |
Liebe pantalon,
ich habe eine Kollegin, die sich nie entscheiden kann, insofern sind manche Dinge bis zum Abwinken schwammig.
Es ist ein ungutes, doofes Gefühl und man fühlt sich wirklich wie der letzte Depp.
Ich würde mir eine Mappe bauen, in der ich alles, was unbearbeitet ist, hineinlege (so auch das von ihr 1. Angebot...
DAS wiederum würde ich so lange behalten, bis sie ihrer Sache dann auch mal sicher ist.
Gut, ist nicht Deine Aufgabe, aber, wenn Du Deinen Aufgabenbereich nicht eingrenzen kannst und mit Deinen Grenzen auf "taube Ohren" st*ßt, kannst Du entweder nur mitmachen und für Dich selber 100%ige Ordnung abverlangen und für andere mitdenken (der vielleicht umfangreichste Weg, aber der, des geringsten Widerstandes).
Oder d*nnere ihr ihre Sachen auf den Tisch und sage: es ist nicht Deine Aufgabe, ihre Arbeit zu machen.
Du bist gerne bereit ihr behilflich zu sein, aber, dann muss auch alles vollständig sein und sie müßte Dich dann in ihre Arbeit "reinschauen" und mitwirken lassen.
Ich fühle mich sehr oft für Dinge verantwortlich, für die ich die Verantwortung nicht trage, weil ich im Sinne der Firma handele und arbeite.
Manchmal gehen da klare Ansagen nicht, dann würde ich mich aber irgendwie absichern, damit ich sagen kann: ICH habe mein Bestes und Korrektes getan.
Ich weiß nicht, ob Dir das weiterhilft.
Liebe Grüße
Shawnee |
|
|
|