| fine |
hallo leute,
ich habe, wie es ausschaut in meiner klasse wohl eine schülerin mit einem diagnostizierten mutismus.
gegoogelt hab ich schon - dank wikipedia bin ich also grob informiert.
(bei fragen guckst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Mutismus )
nun meine frage:
was kann ich für dieses mädchen tun?
wer von euch hat erfahrungen mit mutisten - oder evtl. als mutist und kann mir raten, wie ich mit diesem mädel umgehen kann/soll, darf?
ich muss ein gewisses maß an mündlicher mitarbeit einfordern. sie sollte in der 4. klasse in der lage sein, ihre wünsche und bedürfnisse auszudrücken - was sie aber aufgrund ihres schweigens nicht kann. sie fragt auch nicht um rat bei lehrern, wenn sie etwas nicht versteht. - macht deswegen in letzter zeit z.b. deutlich zu viele HA...
außerdem habe ich beobachtet, dass sie sich anscheinend doch "aussucht" ob sie mit mir spricht - es scheint nicht reine phobie zu sein...
bitte informiert mich, wenn möglich...
gern auch als pm.
viele (ratlose) grüße |
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| paca |
Hm.. schwierig.
Hab als Kind (nur als Kind.. :rolleyes: ) öfter elektiv mutistische Phasen gehabt.
Auf keinen Fall ignorieren, weil sie ihre Hausaufgaben macht und ansonsten schön pflegeleicht ist (aber Du willst Dich ja im Gegenteil drum kümmern :)).. aber auch nicht invasiv zum Sprechen drängen, das kann in den falschen Situationen nur weiter verschrecken.
Puhh.. Das ist eine verdammte Gratwanderung.. ich häte bei mir selbst nicht sicher sagen können, wann was das passende Verhalten gewesen wäre.
Hm.. ist auch ne Gratwanderung, wieweit Du helfen kannst und sollst.. in Deiner Rolle in der Schule ja auf jeden Fall.. aber wie klappt das "sachgerecht" und nicht über Deine Kapazitäten?
Ist auf jeden Fall zum Teil ne graduelle Sache.. wenn man mich herausgelockt hat oder es einen plötzlichen wichtigen, spannenden, ungefährlichen positiven Reiz gegeben hat, konnte ich etwas mitteilen.. in anderen Situation WOLLTE ich etwas sagen, war aber blockiert.. das wird dann wirklich wie physisch unmöglich, man will die Zunge bewegen und es geht nicht, man macht den Mund auf und die Kehle schnürt so zu, dass kein Ton rauskommt.. oder der Mund ist wie zugepappt.
Spielerisch ablenken und dann ins Plaudern kommen ging manchmal. Schreiben statt reden ging manchmal (ist nix für mündliche Mitarbeit.. da bin ich ewig bei ner fünf hängen geblieben..).
Nicht hinter dem Schweigen verkriechen lassen.. denn je länger ich still war, desto schwerer wurde das Sprechen.. gelassen nachfragen, Zeitgeben zum Antworten.. aber nicht ZU sehr drängen, dann ists auch wieder vorbei.
Als würde man mit den Fühlern einer "Schnappschnecke" kommunizieren.. die sich zwischendurch immer ins Haus zurückzieht :D
Was bei mir manchmal noch geklappt hat: Mich im geeigneten Moment Geschichten erzählen lassen.. Phantasiegeschichten.. Geschichten die man mir vorgelesen hat und die ich toll fand.. oder was ich so halt wollte.. und das ohne den Druck, mir weder "psychologisch" noch leistungsbezogen damit nahe kommen zu wollen. Wenn ich dann einmal im Erzählen war, hat das manchmal eine sich selbst positiv verstärkende Eigendynamik aufs Sprechen gehabt.
Weiter beobachten, welche Situationen für sie sprechmotivierend und welche sprechhemmend sind..
Habt ihr nette/fähige Schulpsychologen zur Beratung (Hm.. ob Du dann als erstes uns fragen würdest :D)?
Was ist mit den Eltern? Kann man mit denen reden? Was sagen die dazu?
Vielleicht hat auch Spezialpädagogin marie dazu ja noch eine Idee?!
Gib mal bescheid, was Du so rausfindest :listen:
lieben Gruß
paca |
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| marie |
Huhu Fine,
warum meinst du, du müsstest etwas für das Mädchen "tun"? Das klingt so nach Überaktionismus im Sinne von irgendwie helfen und heilen...
Ansonsten kann ich da gar nichts weiter schreiben...wir hatten zwar schon mehrere Kinder mit Mutismus, aber ich kann mich an keine besondere Vorgehensweise erinnern. Viel erklären, eigenes Verhalten und was man so denkt, Spiele spielen mit und ohne Sprechanlässe, klare Grenzen setzen (z.B. bei den Hausaufgaben, sag doch einfach, dass dir das zuviel ist, das dich das nicht "mehr" freut), im Unterricht immer wieder normal aufrufen, kurz abwarten, weitergehen. Ich habe mich immer gefreut, wenn dann doch irgendwann die ersten Worte und Sätze kamen, aber letztendlich ist nie über Nacht ein sprechendes Kind in die Schule gekommen. Ich denke das es da ja Hintergründe gibt, die sich nur im Tempo des Kindes auflösen...egal was du da gibst.
Liebe Grüße
Marie |
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| leonie |
hm...
ich hatte in der Grundschule eine Schulkameradin, die nur zu Hause gesprochen hat. Wir haben das alle so akzeptiert (auch die Lehrer, denke ich). Hat man sie angesprochen hat man sofort gemerkt, wie sie dicht gemacht hat, rot wurde und weinte..
Ich denke wenn überhaupt würde ich erstmal die Eltern zum Sprechtag einladen um den Grund rauszufinden. Sonst zieht sie sich vielleicht noch mehr zurück.
LG
Leonie |
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| fine |
danke ihr lieben,
eltern sind - naja... beglucken meiner meinung nach ihr kind - lassen sich nach eigenen aussagen von dem mädel herumkommandieren und werden bei mir zum sprachrohr für das kind.
klar ist es wichtig, dass das was sie sagt gehör findet, aber in manchen situationen behauptet sie auch andere hätten ihre brille verbogen, dabei hat sie das betreffende kind 2 wochen wegen ferien nicht gesehen *schulternzuck* und weiter ratlos bin...
und "tun" will ich einfach, den richtigen umgang mit ihr und der klasse finden. in meiner lernhilfeklasse sitzen 9 kinder, von denen 4 mittelschwere psychische störungen haben. wenn ich zu viele ausnahmen von den klassenregeln mache, kann ich unsere verhaltensregeln (mitarbeit, freundlichkeit, pünktlichkeit und andere arbeiten lassen) knicken...
soweit est mal. |
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| hummel |
Liebe Fine,
hmmm - schwierig!
Ich finde noch den Unterschied wichtig zwischen "sprechen" und "kommunizieren". Kommunikation ist wichtig- und es gibt mehr Formen als "Sprechen". Die Frage ist, was ihr beide - Du und sie - bzw. sie und andere braucht und welche Kommunikationsmöglichkeiten es gibt. Zettel, Bilder , Karten, Büchlein, Gesten... - was geht, was nicht?
- ich muss ein gewisses maß an mündlicher mitarbeit einfordern. sie sollte in der 4. klasse in der lage sein, ihre wünsche und bedürfnisse auszudrücken- zit. : Mitarbeit :ja - aber , wie gesagt, nicht unbedingt mündlich.
Sonst wird sie durch ihrederzeitige Einschränkung/Behinderung nur noch mehr behindert.
Und das nächste ist, denke ich , Sprache, Sprechen "Lecker" machen, Spaß haben dabei: singen, summen, Geschichten... alles ohne muss.
Und: Verbindung ermöglichen, Kontakt ohne Sprechbedingung.
Das fällt mir dazu ein - hoffe, da hilft etwas!
Hummel |
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| hanna |
Hallo Fine!!
Ich habe auf der Arbeit wenig Kinder mit diesem Störungsbild. Kenne es aber auch von Kindern. Da ich nicht in der Klasse arbeite, habe ich alleine, ganz andere Möglichkeiten .
Was mir hilft, ist grundsätzlich eine Verhaltensanalyse
- Wann spricht sie garnicht
- wann vielleicht ein bißchen ( wenn ihr alleine seid, wenn ihr in einem kleinen Raum seid..)
- wann und womit ist sie überfordert
- Stärken
Seit wann kennst Du das Mädchen?
Würde die Eltern fragen, ich denke da ist eine Diagnostik notwendig, wenn schon passiert, dann mit den behandelnden Therapeuten sprechen.
Bist Du auf einer Regelschule?
WEnn ja Verantwortung abgeben-> Eltern sollen Diagnostik machen lassen
Mache mich mal schlau und frage meine Kollegen ( Logo`s)
Alles Liebe Hanna |
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| smilly |
Hallo fine,
ich hatte in der Kinderkrippe ein 3-jähriges Kind, das die ersten drei Monate nicht gesprochen hat.
Am Anfang habe ich mir noch selbst (und dadurch vielleicht auch indirekt dem Kind) Druck gemacht. In dem Sinne: was muß ich tun, was darf ich auf keinen fall tun...
Eine Kollegin riet mir dann einfach, erstmal abzuwarten, ganz "normal" mit dem Kind umgehen, es möglichst nicht spüren lassen, dass es mehr Hinschauen; Beobachten braucht. Ich glaube, das es für das Kind wichtig war, nicht zuviel an Aufmerksamkeit zu bekommen. Das hat ihn nach meinem Gefühl noch mehr unter Druck gesetzt.
Und eines Tages sang er ganz ganz leise bei einem Lied mit. Ich bin fast vom Stuhl gehüpft vor Freude, dachte mir aber, lieber vorsichtig sein, nicht verschrecken. Und dann hat das ein anderes Kind übernommen: du, der hat grad gespricht :D und dann haben sich alle gefreut. Und das war für den Kleinen auch okay.
Er hat noch lange gebraucht, bis er mit uns sprach.
Er brauchte diese Zeit.
Natürlich ist das in der Schule nochmal etwas anderes. Du musst ja wahrscheinlich in gewisser Zeit einen Lehrplan durcharbeiten.
Aber ist denn die mündliche Note gerade so wichitg?
So wie ich dich verstanden habe, ist das Kind noch nicht lange in der Klasse. Vielleicht braucht es noch Zeit, bis es Vertrauen in Dich, die Klassenkameraden und allen anderen Veränderungen gewöhnt hat.
Du hast geschrieben, dass die Eltern sie sehr verwöhnen. das Klingt jetzt vielleicht hart, aber könnte es auch sein, dass das Mädchen dadurch auch in ihrer Entwicklung gehindert wird? denn extremes Verwöhnen lässt in meinen Augen keine Weiterentwicklung zu.
Mmh, grübel...
Weiß nicht, ob es okay ist, was ich da geschrieben habe. Sonst mir bitte sagen.
smilly |
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| fine |
noch mal :danke: an alle, die geantwortet haben - und auch an die stillen mitleser.
das mädel ist in genau dieser klasse, seit ich die nach den sommerferien übernommen habe. auf unserer schule für lernhilfe ist es nun schon das 3. jahr - es kennt seine klassenkameraden und auch andere lehrerinnen somit schon recht lange.
mit den kindern spricht es seit den letzten osterferien (april 2007).
mit mir kommuniziert es im weitesten sinne auch. es reagiert auf meine fragen mit kopfbewegungen, zeigt mir immer wieder unaufgefordert seine arbeiten vor, tut was ich sage (hefte aufmachen, bücher hervornehmen, sogar laut vorlesen)...
nur eigenleistung kommt wenig bis keine.
mein problem mit unserem lehrplan ist, dass wir im schuleigenen plan den punkt "wünsche und bedürfnisse angemessen äußern können" als lernziel bis ende klasse 4 gesetzt haben. - das ist bei diesem mädel nun in diesem sommer soweit.
und ich wollte halt wissen, wie ich sie da am besten fördern kann... |
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| eisfuchs |
...mal eine ganz "unqualifizierte" idee quasi ins blaue hinein... vielleicht weiß das mädchen nicht, warum es sich "lohnt" zu sprechen?
kannst du nicht mit der klasse dazu arbeiten, wo der unterschied ist, wenn ich in der lage bin meine wünsche (angemessen) zu äussern und wenn ich es so mache, dass das gegenüber "raten" muss?
meine idee dazu ist, dass sich die chancen drastisch erhöhen, dass ich bekomme was ich mir wünsche wenn ich darüber sprechen kann.
glg eisfuchs |
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| hummel |
Hallo fine,
kannst Du Dich mit dem Mädchen und einer Mitschülerin, einem Mitschüler hinsetzen (ohne Eltern) und mit ihr "bereden" , dass ""wir im schuleigenen plan den punkt "wünsche und bedürfnisse angemessen äußern können" als lernziel bis ende klasse 4 gesetzt haben. - das ist bei diesem mädel nun in diesem sommer soweit.""(zit) , und dass Du gerne mit ihr erarbeiten möchstest, wie das für sie am besten geht. - und dann siehe oben: Kärtchen, Bilder, Büchlein, allein odermithilfe anderer Kinder - alles unter der Prämisse reden kann, aber muss nicht.
Und, wie Eisfuchs schrieb, ihr deutlich machen, warum es sich lohnt zu komunizieren ( nicht: reden).
Aus der Arbeit mit Beeinträchtigten und von meiner eigenen Behinderung (Lähmung) kenne ich, wie riesig der Druck ist, was können zu sollen , etwas, was von außen als "geht doch" aussieht ist von innen oft so viel schwerer....
Hoffe, was ich geschrieben habe passt für Dich...
Hummel |
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| fine |
....
ich war am freitag wegen rückenprobs nicht in der schule. meine schüler hatten aufgaben bekommen und meine kollegin, der ich die zettl mitgab, wusste, dass seite 2 reserve für montag sein sollte, falls ich heut auch nich nicht kommen könnte. - war auch extra noch mal auf ´nem klebi vermerkt. - den ich heut sogar wiederbekommen habe...
bei allen hat´s gefunzt, dass sie freitag schaffen und noch was über ist...
nur meine schweigsame schülerin hat es am samstag fertig gebracht, beide dina4-seiten text komplett zu bearbeiten, alle wortarten rausgesucht, wörtertürme gebaut, etc. 8!!! große doppelseiten im heft hat sie vollgschrieben -
FREIWILLIG
um mir eine freude zu machen.
als ich das erraten hatte, strahlte sie über´s ganze gesicht.
ich hab ihr freundlich gesagt, dass das zu viel mühe war - auch wenn sie die arbeit gern macht und mir zuliebe noch gerner...
das strahlen blieb.
*ratlos*
uff |
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| hummel |
Hallo Fine,
bin so gespannt wie es weiterging mit der Schülerin - hat sich was getan, verändert...?
Magst Du berichten?
Die oft lesende und selten schreibende
hummel |
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| shawnee |
Liebe fine,
ich greife Deinen Thread noch einmal auf.
Meine Tochter "warf" dieses Wort Mutismus in den
Raum und meinte, ob es regelrecht diagnostiziert werden kann.
Für micht taten sich gleich 100 Fragezeichen auf und
ich wußte nicht, was sie damit bezwecken will/wollte.
Nun habe ich bei dem Link zu Wikipedia ein bißchen gelesen und mich sehr eschr*cken, denn diese Art des "nicht reden könnens" kenne ich von meiner Tochter. Und zwar in ganz schlimmen Maße.
Sie ist so durch die Realschule gerutscht, mit mittelmäßigem Erfolg. Die Lehrerin meinte beim Abschluss: sie war ihrer nie gewahr! Hätte sie nicht am Anfang eines Tages alle aufgerufen, hätte sie nicht mitbekommen, ob es meine Tochter gibt oder nicht.
Das sie A**st vorm Sprechen hat - sie hat sich selber ein Rezept für die Logopäding besorgt, weil sie nun aushilfsweise in einer Videothek arbeitet, Kundenkontakt hat und sich ihre Stimme förmlich überschl*gt, wenn sie reden muss.
Zuhause ist sie zurückgezogen, hat - bis auf eine Freundin - keine sozialen Kontakte und alles, was nicht nach Plan A läuft, wirft sie völlig aus der Bahn.
Warum schreibe ich das jetzt?
Sie meinte selbst, sie bräuchte wohl wieder therapeutische Unterstützung....
Wie kann ich/wir das feststellen, gibt es da Möglichkeiten?
Danke für's Lesen
Shawnee |
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| smilly |
hallo shawnee!
Erstmal eine Frage: meinst Du mit "regelrecht" "sicher" ?
Kenne dieses Wort in dem Zusammenhang nicht.
Wenn Deine Tochter sagt, dass sie wieder therapeutische Unterstützung braucht, hört sich das für mich erwachsen und gereift an.
Ob und in welchem "Ausmaß" sie an Mutismus (es gibt auch den selektiven Mustimus) leidet (geht es Dir darum oder habe ich was falsch verstanden?), kann nur eine Fachkraft herausfinden.
Wenn sie bei einer Logopädin ist, finde ich, sorgt sie schon sehr gut selbst für sich.
Ich glaube auch, dass man mit Internetrecherechen in Sachen dieser schwerwiegenden Diagnosen aufpassen muß.
Auch wenn gewisse Teile vielleicht zusammen passen, gehört so etwas immer in die Hände einer Fachkraft, die Deine Tochter schon gut kennt.
Ich hoffe, Du und Deine Tochter finden eine Klarheit.
smilly |
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| fine |
hallo shawnee,
bin mit diagnose-hilfen leider total überfordert.
han damals die info "mutismus" vom v*ter des mädchens im schulflur gesagt bekommen - so zwischen gong und klingel...
war deshalb auch ratlos und hab genau wie du die firmen google und wiki befragt.
bisher hat sich das verhalten meiner shcülerin dahingehend erweitert, dass sie mit ihren klassenkameraden regelrecht quatsch zu machen anfängt. - leider oft in situationen, wo wir alle im kreis sind und den quatsch gar nicht brauchen können.
ansosnten hab ich bei ihr eher den eindruck, dass sie weiß, wie sie ihre *ltern mit ihrem schweigen dazu dirigieren kann, ihre wünsche zu erfüllen. und dass sie das bei mir auch einsetzt.
klingt hart, weiß ich, schreibe das auch erst nach langem überlegen, weil ich sie in "nicht-unterricht-sitationen" sowohl mit mir als auch mit kolleginnen schon satte 10 minuten plaudern gehört hab...
auch weiter ratlos bin
sorry |
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| shawnee |
Danke an Euch zwei.
Ich glaube, den Weg geht meine Tochter alleine.
Ich versuche zwar, sie zu unterstützen, mehr als
Hilfe kann ich nicht anbieten, die sie anscheinend aber auch nicht will.
Wobei sich die Frage auftut: kann oder will sie nicht?
Das finden wir heraus.
Das mit dem Manipulieren der E**rn, interessant.
*grübel*
Shawnee |
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| eisfuchs |
puuh. weiss nich genau wie ichs formulieren soll.. aber wenn ich so wörter lese wie "dirigieren" und "mainpulieren" im zusammenhang mit einem kind, dass mit seinem verhalten so auf erwachsene einwirkt.. dann wird mir ganz eng ums herz.
ich bekomm schon mit, dass ihr euch jeweils sehr um die kinder sorgt, versucht, herauszubekommen was hilft. ich möchte euch auch nix unterstellen.
mir ist nur so wichtig, dass nicht ein kind für ein verhalten "bestr*ft" wird, was es nicht anders gelernt hat. die frage für mich ist auch, warum muss das kind sich so verhalten, um wünsche erfüllt zu bekommen? aus meiner sicht sind es die erwachsenen um ein kind herum, die ihm beibringen müssen, dass es einen einfachen weg gibt, wie wünsche erfüllt werden können: durch bitten. durch nachfragen. durch reden. durch in kontakt sein.
(und natürlich müssen sie ihm auch beibringen, dass nicht alle wünsche erfüllbar sind und deshalb trotzdem nicht die welt untergeht...)
ich weiß nicht, ob mein anliegen verständlich ist? es geht mir nicht darum, "im gegenzug" jetzt euer verhalten/ eure gedanken zu kritisieren oder zu bewerten. eher geht es mir darum, so eine art feedback dazu zu geben, was bei mir für gedanken losgehen, wenn ich diese worte lese.
(und zwar ohne eine lösung dafür zu haben :( )
lg eisfuchs |
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| haikala |
Eisfuchs, ich schließe mich dir an... ganz ähnlich habe ich auch gedacht. Wobei ich natürlich weiß, dass man/ich so eine Situation von außen, nur über ein paar beschreibende Sätze, nicht einstufen kann - ich will also nicht Fines Einschätzung kleinreden... schwierig, alles.
Es ist aber auch ein seltsamer Mechanismus von "Störungen", dass man manches eben manchmal kann und manchmal nicht. Das ist schwer zu verstehen, aber ich kenne das, und es hat mich immer völlig verrückt gemacht, wenn jemand der festen Überzeugung war, ich könne dies oder jenes doch eigentlich, man habe es doch gestern erst erlebt, ich müsse es doch einfach nur wiederholen... :hirni: so einfach ist es eben manchmal nicht. Von dem ausgehend kann ich mir schon vorstellen, dass das Mädel manchmal reden kann und manchmal wirklich nicht (ohne zu behaupten, dass es so sein muss). Oder dass sich die Sache für das Mädel verselbstständigt hat?! Vielleicht steckte mal der (mehr oder weniger bewusste? egal auch) Versuch zu manipulieren dahinter, und dann ist es zum Selbstläufer geworden?
@Shawnee: ist doch eigentlich gut, wenn deine Tochter ihren Weg allein geht... finde ich. Schließlich ist es ihrer und sie nicht mehr so klein, dass sie ihn nicht auf eigenen Füßen gehen könnte. ;) Unterstützung dabei schadet natürlich nie. Aber Loslassen im rechten Moment auch nicht. :)
Liebe Grüße,
h. |
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| shawnee |
Nur kurz noch dazu...meine Tochter wird 21...und ich denke schon, das sie uns "irgendwie kriegt"...denn das, was sie als Störungen hat (und die hat sie offensichtlich) kann ich nicht mehr beseitigen.
Dabei möchte ich betonen, das ich meine Tochter von Herzen liebe und oftmals sehr inkonsequent war und bin und das sie - mit ihren Launen - schon auf mein Tun und Handeln einwirkt.
Sprich: wenn es ihr nicht gut geht, kann ich sie nicht "so lassen", ich möchte es dann ändern.
Und manche ihrer Launen lebt sie aus, weil sie weiß, ich bin dann da und kümmere mich.
Doch ich muss auch loslassen und wissen, ja, es war schwer für sie mit mir groß zu werden und ich beneide sie nicht um den Weg, den sie gehen muss/darf...aber, ich habe mein Bestes getan.
Und das Wort "Mutismus" hat sie ja zum ersten Mal selber in den Raum gesagt - was sie draus macht, ist ihrs. Ich bin da, wenn immer sie mich braucht.
Shawnee |
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| eisfuchs |
liebe shawnee,
es steht für mich ausser frage, dass du dein bestes gegeben hast- und ich habe großen respekt davor, stelle mir das als sehr große aufgabe vor! genauso habe ich großen respekt vor fines arbeit, wie gesagt, ich möchte an der stelle nichts bewerten.
was ich nur mitbekomme ist, dass ihr euch beide (für sehr unterschiedliche ausgangssituationen) gedanken macht, und an der stelle wollte ich meine sichtweise beitragen.
lg eisfuchs |
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