| traumfaenger |
Hallo Zusammen!
Es ist schon sehr lange her, dass ich was geschrieben habe. Ich war fast 8 Monate in stationärer Behandlung (war schon sehr häufig in Kliniken). Anfang März ist mein Freund leider verstorben. Es war keine so enge Beziehung (beide hatten wir Borderline und sehr viel Angst vor Nähe.), sondern was ganz besonderes. Er gab mir sehr viel Halt und zeigte mir meine Grenzen, die ich dauernd übertrete. Er zog mich oft von meinem hohen Ross hinunter, weil ich zu hohe Ziele hatte.
Durch Ihn bekam ich oft die Bestätigung, dass er mich so mag, wie ich bin.
Das der Klinikaufenthalt so lange dauerte, hat mich gewundert. Am Anfang dachte ich was soll ich in eine Klinik-mir geht es doch nicht so schlecht.
In letzter Zeit denke ich sehr viel nach:
- welcher Mann hält es denn mit mir aus-ich bin so gefühlskalt
- ich bin anders
- ich passe nicht in diese Welt
- ich bin launig
- ich fühle mich so leer
- meine eigene Familie interessiert sich nicht für mich – sie sind mir sehr fremd.
Ich stelle mir auch selbst die Frage: Wie bin ich ohne Medikamente drauf ( ich nehme schon fast 10 Jahre Medis ), brauche ich noch die Medikamente?
Weil ich denke die Medikamente lassen mich nicht mehr fühlen. Und außerdem denke ich, dass ich sehr DBT erfahren bin ( seit 1999) :was: und auch ohne Medikamente zurechtkommen könnte.
Hat einer von Euch Erfahrung, der auch sehr lange Medikamente genommen hat , wie es ist keine mehr zu nehmen?
Ich habe früher auch sehr viel mit den Medikamenten experimentiert, d.h. unregelmäßig, alle auf einmal, oder keine.
Ich bin jetzt reifer geworden und halt verunsichert, dass der Schuß dann hinten losgehen wird, also das ich wieder in eine Klinik muss.
Meine Leberwerte sind schon über einen langen Zeitraum erhöht und ich mache mir halt Gedanken darüber. Und irgendwie werde ich mir sehr fremd- ich fühle mich durch die Medikamente beeinträchtigt.
Was soll ich unternehmen???
traumfaenger |
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| meerelfe |
Hallo Traumfaenger,
Dein Bericht hat mich sehr berührt - finde viele Parallelen zu meiner Geschichte.
Zu den Medis kann ich leider nichts sagen, habe bisher immer nur Johanniskraut genommen und auch homöopathische Mittel. Ich würde das mit dem Arzt besprechen, der kann sicher abschätzen, wie es sich auswirkt wenn Du absetzt. |
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| pantalon |
Hallo Traumfänger,
ich würde da auch nicht selbst experimentieren. Hast Du einen guten Arzt, mit dem Du sowas besprechen kannst? Sicher ist es sinnvoller, gemeinsam einen Plan zu erarbeiten, wann Du welche Medikamente ausschleichen solltest und in welchem Tempo. Dann kannst Du langsam schauen, ob sich etwas verändert und bringst Deinen Körper nicht noch zusätzlich durcheinander.
Was hast Du denn für Träume und Sehnsüchte? Wie stellst Du Dir das vor, wenn Du daran denkst?
Liebe Grüße
Pantalon |
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| marlasinger |
Und noch jemand der OHNE Medikamente genau so lebt.. oder sollte man sagen vor sich hinlebt :-(
Also würd eich den Medis nicht allzu viel Anteil geben und mich weiter auf mich konzentrieren... ich hatte eben immer die Hoffnung, die Medis würden, wenn man sie nehmen würde, einen stabil bekommen, einen vor der großen Leere bewahren... aber das scheint ja nicht so zu sein!
Lieber Traumfänger, bitte verlier nicht den Mut und schau, was dus chon alles geschafft hast, vielleicht motiviert dich das? Zu sehen, was man nicht schafft, noch nicht geschafft hat, nie schaffen wird zieht einen doch nur runter (spreche da aus aktueller eigener Erfahrung) und ist nicht hilfreich!
Und soweit ich weiß (von meiner Schwester) darf man die Medis nicht einfach so absetzen, das ist wohl überhaupt nicht gut, man muß auch beim Absetzen Regeln beachten, den Körper entwöhnen
Lg Marla |
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