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    windfeder
    Hallo!


    So nun muss ich also endgültig eine Entscheidung treffen. Und gerade darin bin ich eine totale Niete.

    Es geht um die berufliche Reha. in Form eines Arbeitstrainings in einem BTZ (Berufstrauningszentrum). Ich hatte den Antrag auf eine berufl. Reha während meines Aufenthaltes in der Wicherklinik im April gestellt. Dadurch war der Rentenversicherungsträger zu ständig.

    Boah ich merk schon während ich hier tippe, wie sich mein Bauch zusammen zieht und ich schwerer atmen muss.

    Der Antrag wurde bewilligt, aber zu dem Zeitpunkt, als ich den Bescheid erhielt, war ein heftiger innerer Prozeß in Gange gekommen. Ich denke durch den Aufenthalt in der Rehaklinik. Ich arbeite seit dem mit Unterbrechungen wie eine Verrückte. Also in der ambulanten Thera. meine ich. Hat allerdings auch Nebenwirkungen, Erschöpfung, bin Zeitweise sehr anfällig für Trigger usw..

    Deshalb wurde bis jetzt der Beginn einer Reha. verschoben. Aber nun können sie das Verfahren so nicht weiter offen halten (ist ja sehr verständlich).
    Ich muß jetzt entscheiden ob ich meine Chance nutze oder nicht. Wenn nicht, hab ich auch erstmal keine Ansprüche mehr an den Rentenv.träger. Das bedeutet ich müßte wohl beim nächsten Mal bei der ARGE nen Antrag stellen, wenn überhaupt bekäme ich auf jedn Fall weiterhin nur AG II.

    Ich fühl mich so schuldig, weil ich schon so lang nicht arbeite. Ich hab halt auch voll die Zukunftsängste. Auf der anderen Seite, es wär nach ein paar Wochen Einarbeitung 6 bis 8 Std. pro Tag. Das ist total unrealistisch für mich.

    Aber es kann doch so auch nicht weiter gehen!

    Außerdem gibt es bei mir jemanden, der die ganze Zeit der Meinung ist, dass alles nur Unsinn ist. Das ich simuliere, dass ich mich nur in was reinsteiger. Das es gar keinen Grund gibt, so ein b*kl*pptes Leben zu führen. Das ich eigentlich völlig gesund bin und nur zu faul und zu feige um mich dem Leben zu stellen.

    Und dann gibt es eine, nein eine und einen, die möchten so gerne arbeiten, geistige Nahrung, mehr Sozialekontakte, einen ganz anderen Alltag, gefordert werden, zeigen was sie können....

    Es gibt natürlich noch viel mehr, die aus unterschiedlichen Gründen, dafür oder dagegen sind, uns jetzt auf die Reha einzulassen. Eine Alternative hab ich auch nicht wirklich als weiter zu hause zu hocken, innerlich zu arbeiten und mich an die Hoffnung zu klammern, dass es je besser wird und ich zurück ins Leben gehen kann.

    Ich weiß mir kann da niemand helfen, ich komm nicht dran vorbei die Entscheidung zu treffen.

    Es hat aber gut getan, es hier zu schreiben.

    Ich weiß halt nur nicht, was die "Wahrheit" ist. Bilde ich mir alles nur ein und inszeniere was, oder nicht? Oder was? :ziegel: :was: :beissen: :kopfweh: Ahhhhhhhhhh.......
    bambam
    Hallo Windfeder,

    angenommen, du entscheidest dich für die Reha, musst du dann nach anfänglicher niedrigerer Arbeitszeit die 6-8 Stunden auf biegen oder brechen durchhalten? Oder ist das eher eine Art Versuch, ob du das schon stemmen kannst, der dann unterbrochen werden kann? Irgendwie ist mir das nicht so richtig klar geworden.

    bambam
    schwarzer_engel
    Liebe Windfeder,
    Wir können so ungefähr vorstellen wie du dich fühlst.Die blöden Kommentare noch dazu :mad: als würden wir uns soetwas einbilden.Sie können es einfach nicht wissen.Wer noch keine Therapie gemacht hat,weiß einfach nicht wie sehr das schlaucht.Die Entscheidung mußt du selber treffen und wir wünschen dir,das du die richtige triffst.Wir schicken dir ganz viel :kraft: :trost2:
    Liebe Grüße v.schwarzer Engel
    hanna
    Liebe Windfeder...
    niemand simluliert und Du bist weder faul noch feige...
    Kannst Du mit Deiner Thera besprechen, wie flexibel so eine Maßnahme ist???? Kann sie Dir helfen?
    Soweit ich weiß, gilt es bei einer Arbeitstrainigsmaßnhame erstmal um die Verbesserung der Arbeitsfähigkeiten, sprich belastbarkeit, Konzentration, Ausdauer..., bei Berufstrainingszentrum wird dann der Bereich geguckt, wenn Du umschulen willst...
    ich hoffe, das stimmt so einigermaßen...
    Kann nix versprechen... ich versuche, mich mal schlau zu machen
    text2schild.php?text=Ich wünsch Dir Kraft und versuche, gut zu Dir zu sein&typ=1&col=0,0,0&shcol=255,255,255&font=comic.ttf
    Hanna
    kaja
    Liebe windfeder!

    Ich denke ein Versuch wäre es alle Mal wert und wenn es dann nicht funktioniert kannst du immer abbrechen. Und es müssen nicht gleich 6-8 Stunden sein. Man kann mit 4 Stunsden anfangen.
    Würde es dir scghwerfallen das Ganze als Chance zu sehenß Denn das soll es ja sein.

    Ich hoffe, dass du die für dich richtige Entscheidung treffen kannst.

    LG
    kaja
    windfeder
    Hallo und erstmal vielen Dank für eure Antworten!

    Ich war bei einem Infotag mal im BTZ gewesen. Die Information war, es sei eine Vollzeitgeschichte, die entsprechend bezahlt würde. Nach einer Einführungszeit in der die Stundenzahl kontinuierlich gesteigert wird (ich glaub 3 Wochen), arbeitet man 1 Jahr lang 6-8 Stunden am Tag in den Betrieben des BTZ. Man hatte dort betont, es sei halt Vollzeit.

    Meine Therap. meint, die Stundenzahl sei einfach zu hoch. Hatte zwei 1€ Jobs gemacht einmal mit 3 und einmal mit 4 Std. am Tag je 6 Monate. Ich hab natürlich brav durchgehalten aber bin jedesmal völlig abgeschmiert. Das letzte Mal war ich so erschöpft und verzweifelt, dass ich es fast nicht überlebt hätte. Das war letztes Jahr Oktober. Seit dem mal wieder krank geschrieben, Reha., vom Gesundheitsamt als erwerbsunfähig für 6 Mon. eingestuft worden, das war dieses Jahr ich glaub Oktober oder November.
    Meine Thera. hat bedenken, dass ich wieder so abschmieren könnte. In mir herrscht keine Einigkeit darüber.
    Ich möchte mir die Chance nicht entgehen lassen und endlich wieder was machen. Aber ich schätze die Chancen nicht sehr hoch ein, dass das gut gehen kann.
    Hat den hier jemand schon mal an so etwas teilgenommen?

    liebe Grüße
    Windfeder
    cocoon29ab
    Hallo,
    erst einmal... gesundes Neues noch...
    ...BTZ.. und Wickerklinik...
    Ich ging aus der Wickerklinik mit einem Antrag auf berufliches RPK. Da es das hier nicht gibt wurde BTZ daraus. Die Grundvoraussetzung waren erst einmal 5,5h Aufenthalt, denn ob man etwas tut dort ist schwammig gewesen. Viele sürften im Netz stundenlang. Am Anfang steht das Eingangstraining mit verschiedenen Aufgaben.(Deutsch,Mathe,Logik) Die "Arbeitszeit" wurde individuell hochgesetzt, ebenso wie die Umsetzung in den Trainingsbereich. Wenn man das erreichte Leistungsniveau wegen längerer Arbeitszeit nicht halten konnte wurde dies besprochen und die Leute wieder runtergesetzt. Man hat bei einem Jahr bewilligung 6 Monate Zeit bzw in den Monaten schätzen sie ein ob du es schaffen wirst. So eine Maßnahme kann auch mit einem Rentenantrag oder Umsetzung in eine Behindertenwerkstatt enden. Ebenso ist denkbar dass du noch mal zu einer medizinischen Reha geschickt wirst, falls du oft kurz ausfällst zum Beispiel.Alles in allem finde ich ist es kein Vergleich zum richtigen Arbeitsmarkt. Es ist eher ein üben von Tagesstruktur und KOnzentrationstraining in den ersten Monaten. Die Praktika sind wohl eher der Knackpunkt, aber sie stehen dir zur Seite wenn du das willst. Kommen dich besuchen und einmal in der Woche ist man dann auch im BTZ im regelfall. Bei mir hat es mit EU-Rente geendet,gegen meinen Willen. Am ende kommt es darauf an wie gut du reden kannst und wie sie es einschätzen. Viel Glück
    lg cocoon29ab
    windfeder
    Danke cocoon29ab!

    So hatten die es beim Info tag nicht dargestellt!?
    Weiß nicht, ist es besser es zu verschieben bis man stabiler ist oder es einfach zu versuchen?

    Hab halt total Angst, dass es wieder ein Desaster wird. Aber ich hab auch nicht das Gefühl mal so was wie dauerhafte Stabilität zu erlangen. Jede Woche sieht bei mir anders aus.
    Andererseits ist es dann sinnvoll ewig zu warten? Tja, Fragen über Fragen. Vielleicht ist es am besten ich geh am Dienstag noch mal zum Infotag hin.
    Danke nochmals für deine Antwort.

    Gruß
    Windfeder
    bambam
    Hallo Windfeder,

    so etwas ähnliches, wie cocoon schreibt, hatte ich auch in Erinnerung, deshalb fragte ich nach. Selbstverständlich erzählen sie am Infotag nicht, dass man früher aussteigen kann, wenn man es nicht packt und dass die Stundenzahl individuell festgelegt wird. Das würde die Motivation von Anfang an untergraben.
    Ein Spaziergang wird das sicherlich nicht und du wirst sicherlich auch das ein oder andere Mal unter Druck geraten. Aber du musst keinesfalls auf Biegen oder Brechen durchhalten und da bist du selbst gefragt, dich zu wehren und deutlich zu sagen, wenn dich etwas überfordert - reden halt. ;)

    bambam