| wirbelseele |
Laß uns zum Haus gehen zu zweit am späten Tag
wenn schwer der Himmel uns seine Wolken drückt
an Stirn und Haar.
Wir sind zusammen eine Weile auf der Wanderung.
Wenn du im Schlaf dich regst die Beine und den Schoß –
ein Mensch der unterwegs ist – drücke ich deine Hand.
Es hilft.
Es hilft, das Licht zu sehen am Ende des Ganges.
Hell im Fensterkreuz morgens der Wolkenstreif
ein Versprechen Licht für den Tag.
Wir zerrupfen das Stundenkleid.
Wir zwirbeln dem Zeitzauber neue Strähnen ins Haar.
Im Tasten und Ergreifen der Strukturen
sind wir uns einig im Gestrüpp gibt es keinen Streit.
Das Haus ist kalt und auf dem Boden
haben deine Puppen kalte Augen.
Im Strom der Stunden bleibt uns der Wimpernschlag
des Dabeiseins in den Ausnahmen,
die die Ewigkeit machen. Wir rinnen im Stundenglas
als Quarz, als Krümelkristall.
Im Geknirsch bleiben wir unverletzt
wenigstens die Liebe hat keinen Sand
zwischen den Zähnen |
|
|
| schneeflocke |
Gefällt mir sehr gut...
Vor allem das hier:
"Es hilft.
Es hilft, das Licht zu sehen am Ende des Ganges.
Hell im Fensterkreuz morgens der Wolkenstreif
ein Versprechen Licht für den Tag."
& ich mag deine Wortbildungen.
Danke, dass ich das lesen durfte :opti: |
|
|
| wirbelseele |
ja, Schneeflocke, als Betroffener, wenn man die Dinge in ausdrucksstarke Worte kleidet, macht man möglicherweise den Eindruck, nicht die Schmerzen, Ängste und Sorgen der anderen wahrzunehmen. Vom eigenen Abgrund zu sprechen, - da zögere ich.
Danke für deine Zeilen, Schneeflocke! |
|
|
|