| pantalon |
Hallo Ihr Lieben,
ich hab da noch ein Thema, bei dem ich Euch um Eure Erfahrungen bitten mag.
Im Moment schauts so aus, dass wir einige Kollegen im Team haben, die einen anderen Kollegen mobben. Nun ist die Frage, wie damit von Vorgesetztenseite umzugehen ist. Es gab schon einige Gespräche, um herauszufinden, was läuft. Und es wird immer deutlicher. Meine Haltung dazu ist klar und ich habe auch den nötigen Rückhalt von oben. Wie kann man vehement dagegen angehen? Ich bin in einer Sandwich-Position, d.h. ich bekomme deutlich mehr mit als der Chef, aber eben auch nicht alles, weil die Kollegen natürlich haargenau wissen, wer mitmacht, wer sich neutral verhält und wer den Mund aufmacht.
Habt Ihr vielleicht Erfahrungen, wie man als Kollege unterstützt oder wie man sich als Vorgesetzter verhält? Oder, wenn Ihr selbst mal gemobbt wurdet: was hättet Ihr Euch von Euren Kollegen und Vorgesetzten gewünscht?
Vielleicht hat auch jemand Literaturtipps, in denen beide Seiten beleuchtet werden?
Liebe Grüße
Pantalon |
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| flusswasser |
liebe Pantalon,
ich wurde mal gemobbt und das von meinem Vorgesetzten.
Damals hätte ich mir sehr gewünscht Unterstützung von meinen Kolleginnen zu bekommen.
In Form von 'Aussagen' über mitgehörte verbale Angriffe mir gegenüber.
Aber obwohl die Kolleginnen daneben standen haben sie alle fest behauptet nichts gehört zu haben, aus Angst um den eigenen Job.
ich habe damals sehr sehr glitten und konnte der Situation nicht anders entkommen als durch meine Kündigung. Danach bin ich zum AA gegangen und habe eine Umschulung bekommen. Auch ALG gab es für mich ohne Sperrzeit bis zur Umschulung.
Die Beraterin vom AA war auch der Anstoss für eine Thera, damals hat sie sich meine Geschichte angehört, die ich unter einem Fluss aus Tränen erzählte, und mir ein Taschentuch nach dem anderen gereicht.
Sie war die erste die mir 'glaubte' und das hat sehr geholfen.
hoffe es hilft dir in deiner Situation.
viele liebe Grüsse
flusswasser |
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| shawnee |
Liebe pantalon,
ich selber wurde gemobbt und hatte keine Unterstützung. 5 M*nner gegen eine Fr*u, welch eine Chance hätte ich.
Der Chef nie erreichbar und wenn, dann konnte er mit dem, was ich erzählte nicht viel anfangen.
Egal. Lange vorbei.
Weiß der Kollege, der gemobbt wird, das jemand hinter ihm steht?
Warum fragst Du nicht ihn, was er braucht, was er möchte? ER ist ja derjenige, dem es schlecht geht und alle "Ratschläge" meinerseits würden nicht viel fruchten, weil jeder Mobbing anders erlebt.
Ich würde mir den Kollegen schn*ppen, mit ihm reden.
Vielleicht ist es ihm peinlich, oder er hat A**st, das noch mehr passiert, wenn jemand als Unterstützung da ist...
Wie kann man den Kreislauf durchbr*chen?
In dem man ein Meeting mit allen einberaumt und der Chef Tacheles redet.
Indem ein Pamphlet aufgesetzt wird, das Diskriminierung und Mobbing nicht geduldet wird und Konsequenzen hat! Evtl. sogar Abmahnung und Kündigung.
Das ist im Gesetz schon verankert!
Ich denke, der Chef ist gefragt - alles andere könnte mit einem Schulterzucken abgeschm*ttert werden.
Ich finde es gut, das Du es siehst und helfen willst.
Evtl. auch Chef und gemobbten Kollegen zu einem Gespräch treffen lassen...
Es gibt immer Lösung, vor allem: offen machen!
Das man weiß, was passiert und das Schluss damit sein muss.
So sehe ich das.
Hough
Shawnee |
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| engeline |
Hallo, Pantalon,
ich habe mal bei einer netten Kollegin mit ähnlichem Fachgebiet Mobbing von nahem gesehen. Sie wurde zwar von ihren Kollegen gemobbt, während sich ihr Chef scheinbar neutral verhielt. Ich weiß aber aus anderen dienstlichen Zusammenhängen, dass dieser Chef sie unheimlich gerne loswerden wollte, gehört habe ich mal in einer internen Führungskräfterunde den Satz "Wie krieg ich nur die Kuh vom Eis?" und alles lachte über die namentlich jedem bekannte Kuh. Jeder mobbende Kollege konnte sich des mehr oder weniger stillen Beifalls von oben sicher sein.
Shawnee hat in der Konsequenz recht, denke ich: sprich mit dem Gemobbten, was sie oder er braucht. Überzeuge Deinen Chef, sich öffentlich, nicht nur in Hintergrundgesprächen, hinter den Kollegen zu stellen.
Mobbing kann je nach Umfang, Stoßrichtung und Symptomen des Betroffenen Beleidigung oder Körperverletzung werden, so dass der Arbeitgeber zum Schutz des Betroffenen verpflichtet ist und schadenersatzpflichtig werden kann. Falls eine Diskriminierung wegen Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, Rasse usw. vorliegt, droht dem Arbeitgeber auch die schärfere Haftung nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz, was Anreiz genug sein sollte, Mobbing konsequent von oben zu unterbinden.
Eine Idee habe ich noch aus einer großen Bundesbehörde gehört: dort muss nach einer Dienstvereinbarung, die auch tatsächlich gelebt wird, jeder der mobbt, damit rechnen, umgesetzt zu werden, genau wie der Vorgesetzte und der Betroffene selbst. Die Beteiligten werden also richtig auseinandergezogen. Das lässt sich natürlich für kleine Betriebe so nicht übernehmen, schon klar!
Engeline |
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| pantalon |
Hallo zusammen,
vielen dank schon mal für Eure Tipps und Erfahrungen.
Es gab bereits ein Gespräch mit dem Kollegen und em Chef, allerdings ist er noch ganz neu, entsprechend hat er nicht "offen" darüber gesprochen. Nicht, dass was auf ihn zurückfällt, war vermutlich seine Haltung. Ich werds nochmal unter vier Augen probieren.
Nun ist das mit der Integrität hier ja so eine Sache und der Chef hat auch sowas wie "Lieblinge" unter den Mobbern. Sonst würden sie sich sicher nicht so in Sicherheit wiegen (so viele "sichs" uiuiuiui). Trotzdem glaub ich, dass wir es schaffen können, den Nährboden für sowas ungemütlich zu machen.
Nun kann ich ja nicht unbedingt eigenmächtig mit Abmahnung und Kündigung drohen. Was ich direkt tun kann, ist zum einen, die gesetzliche Lage zu schildern (die dürfte jedem hier geläufig sein, sie wird aber nicht gelebt). Zum anderen werden hier im Sinne eines Common sense Werte erarbeitet. Auch in dem Rahmen werde ich erfragen, wie diese gelebt werden sollen und auf Konsequenzen hinweisen. Ich hoffe, dass ich damit eine breite Mehrheit überzeugen kann, nicht nur nicht mitzumachen, sondern das auch zu melden. Da ist die Frage, welchen Werten/Personen der einzelne selbst gegenüber loyal sein möchte.
Das wichtigste ist aber, die Überzeugungsarbeit gegenüber meinem Chef. Er sieht einfach viele Probleme nicht bzw. will sie nicht sehen und spielt sie dann runter, weil er die Konflikte nicht offen austragen mag. Natürlich ist er dankbar, wenn jemand anderes was sagt, aber ich muss mich (wie immer) ständig rückversichern, ob er bei seinem Wort bleibt.
Ok, ist wieder n typisches Beispiel für mich :D Bald könnt Ihr den ganzen Laden hier analysieren :besorgt:
Alles Liebe
Pantalon |
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| antonia |
nur mal in kürze, weil ja schon vieles angesprochen wurde:
eine sache, die ich damals besonders schwierig fand, war das wissen, dass die "mobberinnen" schon so ihre "bew+ise" gegen mich gesammelt hatten,fehlerlisten,
was ich alles f+lsch gemacht hatte...
während ich irgendwie gar keinen nerv mehr übrig hatte, fast nicht mehr zum "richtigmachen" und schon gleich gar nicht, um mich um so was wie "gegenbeweise" zu kümmern...
so "beweise" zu entkräften, oder die angst davor beim betroffenen zu entkräften, das stelle ich mir auch sehr schwierig vor.
viele grüße
antonia |
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| anne |
Liebe Pantalon,
ein Teil von Mobbing ist ja die Ausgrenzung der Person.
Einer Kollegin von mir ging das so. Meine Reaktion darauf war ein offensives sie mit einbeziehen. Ich habe sie angesprochen und klar gesagt, dass ich das Verhalten der Kolleginnen (zwei an der Zahl) nicht gut heiße und ihr gerne unterstützend zur Seite stehe. Ich bot ihr eine Begleitung zu unserem Vorgesetzten an.
Sie hatte für sich schon Ideen, wie sie mit der Situation umgehen wollte (direkte Ansprache der zwei Kolleginnen).
Sie weiß von mir, dass sie jederzeit auf mich zukommen kann und ich signalisiere ihr das auch weiterhin.
Meine offen gelebte Solidarität hat die zwei Kolleginnen irritiert, das habe ich deutlich gemerkt. Sie wurden auf einmal so nett zu mir, ein Versuch, mich mit in "ihren Kreis" zu ziehen, logisch.
Ich hab mich davon nicht beeindrucken lassen und stumpf meine Haltung beibehalten, ohne das Thema Ausgrenzung angesprochen zu haben.
Gelebte Solidarität wirkt enorm, da braucht es manchmal keine Worte.
Meine Grundhaltung in solchen Situationen ist:
"mit mir nicht und auch mit niemand Anderem!".
Wer es nötig hat zu mobben hat eine schwache Persönlichkeit, ist unfair und ich glaube, dass diese Botschaft irgendwie ankommt.
Ich begegne den zwei Kolleginnen weiterhin freundlich, weil ich glaube, dass sie wirkliche Freundlichkeit echt nötig haben und ich einfach keine Lust habe, Menschen abfällig zu behandeln.
Das tut mir nicht gut, legt Schatten über mein Herz und das will ich nicht.
Mein erster Impuls war übrigens, direkt zum Chef gehen und sagen, dass er dagegen was unternehmen MUSS. War nicht das erste Mal in unserem Fachbereich, dass die beiden Kolleginnen sich eine andere Kollegin "ausgeguckt" haben. Mein Chef wusste davon, er hat nix gemacht. Diese Kollegin hat nun nen neuen Job und ist glücklicher denn jeh.
Soweit meine persönlichen Erlebnisse.
Ganz liebe Grüße,
Anne |
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| bonzo |
Hallo,
ich hätte mir damals gewünscht, daß auch nur EIN Kollege mich mal privat angerufen hätte und seine Solidarität bekundet hätte. Für von Mobbing unmittelbar Betroffene kann ich Rosemarie Körners Buch "Alptraum Mobbing" (ISBN 3-921262-27-5)

sehr empfehlen. Es gibt praktische Tipps, basierend auf Leymanns Definition von Mobbing, wie man auf die verschiedenen Angriffe reagieren kann. Bei mir ist das alles 8 Jahre her, und als Folgewirkung kann ich den Mobbingschmerz selbst heute nur kontrollieren, aber nicht heilen. Ich werde jetzt aber noch einmal mit einem endlich mal fähigen Therapeuten versuchen den Schmerz zu bewältigen. Liebe Grüße C. |
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| engeline |
Hallo, Pantalon,
in Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag noch folgendes:
Ich bin damals - wie Anne - solidarisch mit der gemobbten Kollegin aufgetreten. Dies hat das Mobbing selbst in dem von mir beobachteten Fall in keiner Weise beeinflusst; im Gegenteil bekam ich von "informierten Kreisen" den Tip, "nicht mehr mit Frau x essen zu gehen, Unglück steckt an!" Dass ich weiterhin mit der Kollegin zur besten Zeit plaudernd in der Kantine gesehen wurde, hat ihr aber nach eigenem Bekunden geholfen - das ist jetzt eine Bestätigung von Bonzos Beitrag -, weiter durchzuhalten und hart über einen Wechsel in eine andere Position zu verhandeln. Außerdem bekam sie Unterstützung dabei vom Personalrat.
Sie hat es äußerlich geschafft, ihren Job mit guter Bezahlung und anderem Inhalt und Chef zu behalten, aber sie ist seither krank und klappt immer wieder mal zusammen. Und sie hat immer wieder solche Angst, etwas falsch zu machen, dass sie vor lauter Absicherung Schwierigkeiten hat, vorwärts zu kommen.
Mein Fazit: Privat Solidarität zu bekunden, reicht nicht aus, sondern mutiges Handeln in der Situation und Offenheit in der Ansprache ist unabdingbar.
Engeline |
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| xenia |
Ich kann nur bestätigen, wie wichtig diese Solidarität unter den Kollegen ist! Ich hab mobbing in einer etwas anderen Form, dem bossing erlebt und die Solidarität der Kollegen - auch wenn sie gegen den Chef selbst nichts ausrichten konten - hat mir schon sehr gut getan. Wir haben viel geredet, das war äußerst wichtig, weil ich manchmal schon an mir selbst zeifelte. Hab mir immer wieder feedback abgeholt, um heil rauszukommen, nicht nur im eigenen Saft zu schmoren...denn dann wäre ich 'verkocht' gewesen!
Dieses Einbeziehen, sich auf die Seite der gemobbten Kollegen stellen, ihnen den Rücken stärken, das ist einfach unbezahlbar und ungeheuer wichtig!
Viel Erfolg, Pantalon, das ist ein heikles Gebiet, ich denke, in deiner Position noch mal schwerer!
xenia |
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| pantalon |
Hallo,
ich komme gerade von einer kleinen Ausstellung zum Thema Mobbing. Ein großes Augenmerk wurde auf die Kultur im Unternehmen gelegt. Also etwas, dass man durchaus beeinflussen kann. Wie man mit Konflikten umgeht, ist nicht unbedingt eine Frage des Charakters, sondern eine Frage der inneren Einstellung. Und da ist die Chefetage grundsätzlich ein ganz dickes Vorbild. Schließlich ist der Typ da ja auf dem Wege Chef geworden, also wird das, was er tut schon richtig sein.
:besorgt:
Ich hab die Befürchtung, dass gerade bei ihm von meiner Arbeit für Werte und Vertrauen nur wenig ankommt. Der perfekte Nährboden...
Eine mobbende Person ist immer so stark wie das Umfeld es zulässt. Unser Umfeld lässt es nicht bloß zu, sondern fördert es sogar dadurch :beissen: Das ist mir heute ganz deutlich geworden. Wie soll man den Nährboden ungemütlich machen, wenn der Chef himself immer wieder welchen aussät? :hirni:
Ich find das so übel. Diese "Beweissuche", um jemanden schlecht zu machen... :gemein: :spuck: |
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| shawnee |
Liebe pantalon,
den Nährboden ungemütlich machen - mh, das fällt mir nur zu ein: so sein, wie Du bist. Ich meine mich zu erinnern, das Du ja diejenige bist, die die Strukturen (oder Nicht-Strukturen) in der Firma erkannt hast.
Es wird Dir wahrscheinlich nichts anderes übrig bleiben, als Beweise zu suchen.
Als ich damals von meinen Kollegen so gemobbt wurde (bis hin zu s*x*ellen Übergriffen) stand mir niemand zur Seite - im Gegenteil: Aussage gegen Aussage.
Ich bin dann gegangen, habe gekündigt und war lange kr*nk.
Vielleicht kommt es erst gar nicht dazu.
Wünsche ich Dir.....hinschauen und M*nd aufmachen; nicht wegschauen und dem Chef dann einen vor den Koffer kn*llen. Abwarten, was DANN passiert.
Lg
Shawnee |
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| pantalon |
Ja, liebe Shawnee. Beweise suchen ist etwas, was mir generell widerstrebt. Aber ich weiß auch, dass man da Unterschiede machen muss und irgendwann ein Punkt kommt, wo einfach Beweise verlangt werden. Wenn es ganz hart wird, zählt jede Notiz und jede Zeugenaussage (wann man mal einen Kollegen darauf angesprochen hat) vor dem Arbeitsgericht.
Die andere Seite, die in meinem Beitrag eigentlich meinte, ist die Beweissuche des Chefs. Am Freitag hatte ich wieder so ein feines Erlebnis, bei dem es um einen Konflikt mit einem Mitarbeiter geht. Anstatt auf die Idee zu kommen, das Gespräch mit ihm zu suchen und herauszufinden, was nicht passt, fragte mein Chef gleich, ob der Kollege noch in der Probezeit sei. Seine zweite Idee war, im Kollegenkreis nach Beweisen zu suchen (und das sind die Beweise, die ich meine), um zu untermauern, weshalb der nicht hierher passt. Wenn das meine ersten zwei Ideen sind, ohne dass ich vorher mal bei der Person selbst nachfrage, dann läuft doch gewaltig was schief. Aber da hab ich wohl einfach ein anderes Menschenbild. Warum wundere ich mich also, wenn die Kollegen sich genauso verhalten wie der Chef?
Die Sache mit dem Kollegen, weshalb ich den Thread damals gestartet habe, hat sich etwas entspannt. Ich werde aber dranbleiben. Weißt Du, da gab es ein Gespräch, wo es mir so richtig hochgekommen ist. Es wurde von den Mobbern "beweise" aufgefahren, akribisch Fehler aufgezählt, die gar nichts zur Sache tun. der kollege ist Azubi im ersten Jahr, hatte also grad erst angefangen und muss alles erst lernen. Stieß in dem Moment auf taube Ohren und rgendwann hab ich den laden dicht gemacht und gesagt, dass diese "Beweise" hier nicht gelten und es nur um das Verhalten im Konfliktfall geht.
Ach, ich weiß nicht, ob das typisch für die Firma hier ist oder typisch fränkisch...ich weiß nur, dass es mich ank*tzt. Ich bin mit meiner Ehrlichkeit oft auf die Nase gefallen, aber ich weiß wenigstens, dass das ein Punkt ist, der mir keine schlaflosen Nächte bereiten wird.
Alles Liebe
Pantalon |
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| engeline |
Pantalon,
ich glaube, da hat Antonia recht. Die meisten T*t*r, auch die bei Mobbing, haben ein positives Selbstbild. Es gibt nur ganz selten Menschen, die b*se sind und b*se sein wollen, z.B. Shakespeares Jago, der B*sewicht aus "Othello", den habe ich im Leben aber noch nie getroffen. Die meisten B*sewichter erklären einem doch ausführlich und gerne, warum sie gar nicht anders konnten angesichts ihrer unangreifbar hehren Ziele. :was: :(
Das gehört auch zu den mich oft verwirrenden :hirni: Sachen, dass mir ein T*t*r so lange erzählt, wie gut er ist und wie sehr ich mich irre, dass ich mir selber nicht mehr traue und Stunden und Tage brauche, alles in mir wieder zurechtzurücken. :was: :nono:
Dein Chef merkt das gar nicht, was falsch läuft. Ausgehend von seinem Menschenbild ist doch der Azubi selbst schuld, wenn er nicht alles sofort und von alleine kann und er als Chef muss den Betrieb doch vor dem Stümper schützen! :nono:
Bleib dran, Pantalon, und trau lieber Deiner Wahrnehmung, sie ist entschieden realistischer und viiiel freundlicher :sonne:
Engeline |
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