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Frage - die große Leere - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    tecra
    Ich bin seit langer zeit mal wieder hier - gleich mit einer Frage:

    Eine sehr liebe Freundin von mir hat, nach langer Zeit, sowas wie sprachlosigkeit - ich versuche es mal so zu beschreiben, wie ich es verstanden habe. Sie fühlt etwas, sie fühlt sich "merkwürdig" und ihr fehlen die Worte, das zu beschreiben - jeder Versuch, etwas aus ihr herauszubekommen, führt eher dazu, dass die Leere noch größer wird. Als ihr Freund mache mir natürlich Gedanken, was das wohl sein kann, was der Auslöser ist - ich MUSS geduldig sein, denn wie gesagt, bedrängen macht es noch schlimmer. - Sie sagte, wenn sie anfängt, nachzuforschen, stößt sie auf eine gähnende Leere. - Dieser "Zustand" kam so plötzlich, dass sie scheins selbst überrascht war - wir haben versucht zu reden, es ging dann recht gut, bis zu einer gewissen "Normalisierung" ihres Zustandes - aber diese (meine) Frage bleibt, ob es jemand selbst erlebt hat, vllt. sagen kann, woran das liegt bzw. gelegen hat, wie ich ihr evtl. Hinweise geben kann, wonach sie suchen sollte, um die Hintergründe zu finden
    gelfling
    Huhu Tecra,

    ich kenne es von mir sehr gut, dass ich ab einem gewissen Punkt oder aber auch zu bestimmten Zeiten, sprachlos bin.
    Nicht nur, dass ich dann nicht weiter will, sondern ich kann dann auch nicht.
    Der wesentlich Grund dafür ist, dass ich dann nicht formulieren kann, weil ich noch nicht angekommen bin. Und selbst wenn ich es greifen kann, finde ich oft nicht die richtigen Worte.
    Oder die Gedanken überschlagen sich, dann ist das Sortieren oft schon so anstrengend, dass ich wieder einen Rückzieher mache.

    Auf alle Fälle gut, dass Du sie nicht bedrängst und ihr Zeit lässt.
    Wenn Du signalisierst, dass Du zu gegebener Zeit da bist, das ist die größte Hilfe überhaupt, finde ich.
    Und manchmal müssen Ratschläge auch gar nicht sein.
    Mich stresst oft der Gedanke, die anderen wollen mir helfen. Das führt dann zur nächsten Hilflosigkeit, die anderen zu überfordern, weil mit meinem "W*hnsinn" niemand was anfangen kann und ich dann wiederum die anderen in die Hilflosigkeit führe...usw. ;)

    Alles Liebe
    gelfi
    hanna
    Hallo Tecra,
    also wenn möglich, würde generell gucken, was Deine Freundin für ein Mensch ist , das klingt doof, äh ich meine , was sie braucht.. Ist sie lieber alleine, oder kannst Du / darfst Du ihr nahe sein..
    Sie einfach nur halten..?
    Vertraut sie Dir?
    Kann Sie Dir jetzt sagen, was sie für Bedürfnisse hat oder was sie braucht, wenn sie ohne sprache ist ???

    Alles Liebe Hanna :trost2: :herz:
    elen
    hallo tecca,

    ja,ich kenne die leere-so fühle ich mich eit monaten-aber es geht mir nicht schlecht dabei.
    allerdings kann ich nicht in worte fassen,was ist
    mir geht es da ähnlich wie gelfi schon schrieb-ein großes wirr war-aus dem versuch klar zu werden-mich zu sortieren-schrieb ich auf-doch was das daraus enstanden ist-auf engsten raum tausende infos,die total verwirrend sind

    vielleicht ist die leere wichtig -raum um etwas abzuschließen ,erst innerlich und dann kommen vielleicht auch die worte....vielleicht kan danach etwas neues beginnen

    ich hoffe ich verwirre dich nun mit meinen zeilen nicht noch mehr

    wünsche dir viel kraft dies aus-zu-halten


    lg
    elen
    tecra
    Hey! vielen Dank für die Antworten!
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    @gelfling: ja, was du sagtest trifft für sie zu: sie sagte, sie KANN es nicht sagen, selbst wenn sie wollte ..
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    @hanna: wir vertrauen uns - also sie mir und ich ihr *s* - (hab noch nie zuvor einem menschen so vertraut) - in dem moment, wo die leere da war, meinte sie, es sei ihr egal ob ich da bin oder nicht - ich bin dann eher der typ, der auf abstand bleibt - zumal wir weit auseinanderwohnen und physische nähe eh nicht möglich war/ist
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    @elen: du verwirrst mich nicht *s* - ich denke, dass das ein guter input ist, also hinweiß - ich weiß, wann und in welchen situationen dieser "zustand" schonmal war - werde das dahingehend beobachten ...
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    danke nochmal - falls jemandem noch was einfällt, wäre ich dankbar für weitere kommentare
    engeline
    Hallo, Tecra,

    ja, ich kenne selbst gut Zustände, in denen ich nichts mehr sage und im Grunde nicht mehr teilnehme am Leben. :gruebel: Ich führe nach außen, z.B. im Job, hochintelektuelle Debatten :chat: , die mich nicht im geringsten interessieren und grüble innen über etwas nach, was ich nicht benennen kann. Aus Erfahrung weiß ich mittlerweile, dass ich dann - so hat es ein früherer Freund mal bezeichnet - etwas ausbrüte. :ente: Es dauert bis zu mehreren Wochen und dann habe ich mich auf eine höhere Stufe der Problembewältigung geschwungen, ohne zu wissen, wie. :storch:

    Während der Zustand der Sprachlosigkeit dauert, will ich meine Ruhe damit. Hand halten ist okay, auch Erfüllung der täglichen Routinen, aber gefragt will ich nichts werden, sonst breche ich schlicht zusammen :weinen: :angst: , weil ich ja nichts sagen kann.

    Falls das auf Deine Freundin so auch zutreffen sollte, wäre mein Tip einfach: hab Geduld und warte ab, irgendwann verlässt sie das Schneckenhaus :schnecke: und verkündet eine Dich überraschende neue Einsicht!

    Engeline