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Ich will helfen und kann nicht - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    trancy
    Ich möchte hier auch mal meine Alpträume ? schildern:
    Ich träume immer von der selben Person, die in Lebensgefahr ist: Einmal im Krankenhaus am verdursten und ich will Wasser bringen - es fehlen paar mm, zwischen seiner ausgestreckten Hand und dem Glas Wasser, aber ich kann mich nicht rühren, d.h. keinen mm entgegen kommen. Ein ander Mal versinkt er im Moor - ich streck ihm die Hand hin, kann mich aber nicht rühren. Es fehlen paar mm. Oder er ist abgestürzt im Gebirge, klammert sich an einen Felsen -ich kann nicht helfen, komme nur bis auf paar mm ran und stehe dann wie erstarrt. Mit dieser Situation endet der Traum immer, also er verdurstet nicht, geht nicht im Moor unter oder stürzt ab. Das Schlimme ist, mir wird bewusst, ich kann nicht helfen und so endet jeder Traum. Mir wird bewusst: Ich kann nicht helfen! Das ist für mich ganz furchbar.
    Die Phase dieser Alpträume ist GsD seit 3 Wochen vorbei. Aber jetzt hat sich das Blatt gewendet:
    Jetzt fühle ich mich irgendwie beobachtet. Ich steige z.B. in einen Bus - hinten im Bus sitzt er, das Gesicht hinter einer Zeitung versteckt. Ich geh in ein Cafe, paar Tische weiter sitzt er und beobachtet mich. Gesprochen wird nichts. Der Traum geht immer nur so weit, daß ich irgendwo rein gehe und er ist bereits da - schweigend! Es passiert ja nichts, also in diesem Sinne keine Alpträume mehr, aber ich frage mich langsam, was diese Träume bedeuten.
    Vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen.
    LG Trancy
    shawnee
    Liebe Trancy,

    ich weiß von meiner Thera, wir sprechen oft über meine Träume, das jeder Part in meinem Traum ein Teil von mir ist.
    Als Beispiel - gerne noch mal - meine Thera hat mich im Traum mal f*rchterlich mit einem Tennisschl*ger verpr*gelt. Ich erzählte ihr das und war erbost darüber, das "sie mir sowas antut".
    Nein, ICH war diejenige, die ziemlich w*tend und aggressiv war und sie freute sich, das wenigstens in meinem Traum dieser Anteil leben darf.

    Wo verd*rstest Du? Wo fehlt Dir Halt? Wo versinkst Du?Ich glaube, es gibt ganz viele Parallelen in Deinem Leben, die darauf zutreffen, oder?
    Du willst Dir ja (selber) helfen, es reicht nicht ganz.
    Wo kannst Du Dir die fehlenden Millimeter holen?
    Oder sehe es positiv: Du schaffst schon ganz viel für Dich und es braucht nur noch ein paar mm bis Du Dich ganz alleine versorgen kannst.
    Vielleicht "beobachtest" Du Dich deswegen in diesen Traum-Situationen? Um festzustellen, wie Du die restlichen mm schaffen kannst.

    Ist nur so eine Idee.
    Liebe Grüße
    Shawnee
    trancy
    Liebe Shawnee,

    vielen Dank, dass Du Dir Gedanken über meine Träume gemacht hast. Ja, Du könntest Recht haben mit Deiner Deutung. Es fehlen ein paar mm! Dabei habe ich doch schon so viel erreicht!? Ich habe seit 13 Jahren die Diagnose MS und mit meinem eisernen Willen habe ich es geschafft, daß ich noch tanzen kann. Tanzen ist mein Leben!!! Mehr will ich doch gar nicht!
    Wozu fehlen mir also noch paar mm - oder wo steh ich kurz davor und kann es nicht erreichen!?

    Das ich noch tanzen kann ist für mich das höchste Glück!

    Oder sollen diese paar mm bedeuten, daß es von heute auf morgen anders sein kann?

    Liebe Grüsse Trancy