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Midlifecrisis? - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    cassiopeia
    Ich glaube,es ist an der Zeit,ein bißchen mehr über mich zu erzählen,aber wo anfangen?
    Ich lebe seit 3 Jahren getrennt,es war meine große Liebe und er hat mich verlassen,um sich einer anderen Kollegin zuzuwenden.Ich war am Boden zerstört,hatte Ängste,Selbstmordgedanken und kam mit dem Alleinsein niocht zurecht.Ich stürzte mich in das "Neue Leben" und hoffte,alles würde wieder gut.Wurde es nicht.Mit schöner Regelmäßigkeit überkommt mich maßlose Trauer,Erinnerungen,Heulattacken und die Sehnsucht danach,geliebt zu werden.Ich wollte NIE so leben,über 40,ohne Kind und dann auch noch allein,von jeglicher Romantik desillusioniert und Angst,sich zu binden und sich wieder abhängig zu machen.Ich nehme AD und bin in Therapie,bin zutiefst unsicher und habe viele Ängste,ich hatte schon mal eine Therapie,weil ich Panik beim U-Bahn und Bus-sowie Autofahren hatte.Mittlerweile hab ich die Angst soweit im Griff,daß nur noch das (seltene) U-Bahnfahren mir Unbehagen bereitet.
    Vor 3 Jahren geriet meine Welt aus den Fugen und zwar so komplett,daß ich Probleme damit habe,mein Leben zu meistern,Oh,ich funktioniere,das ist okay,aber meine Seele leidet und ich würde so gern wieder eine innere Zufriedenheit spüren,aber das schaffe ich nicht.Denn auch innerhalb meiner Familie ist alles aus den Fugen geraten und die (vermeintliche)Sicherheit dahin.Im Moment gehts,aber es gibt Phasen,da erscheint mir alles so sinnlos und ich habe das gefühl,ziellos irgendwohin zu treiben.
    So,das ist nur ein kleiner Einblick in mein Inneres,ich kämpfe jeden Tag damit,die Vergangenheit loszulassen und nach vorne zu schauen.

    C.
    giovanna
    wir haben Dich gelesen und so ganz spontan fällt uns dazu ein:

    <ich kämpfe jeden Tag damit,die Vergangenheit loszulassen und nach vorne zu schauen.>

    kann nicht klappen...

    denn wenn Du Dir die vergangenheit nicht ansiehst, Dir nicht zugestehst welch eine trauer über das was vor drei jahren war in Dir ist...wie soll dann die zukunft werden...

    wenn keine wun*e versorgt wird kann sie schlecht heilen ja es kann soagar passieren das sie sich entzündet...bei Dir hat sie sich, aus unserer sicht, entzündet siehe:<zutiefst unsicher und habe viele Ängste>

    Du bist noch neu hier...wenn Du Dir alte berichte hier anschaust kannst Du sehen das ganz viele hier auch dachten...augen zu und durch...und erkennen mussten...klappt nicht...

    hier hast Du einen guten ort gefunden um klarheit zu bekommen, wenn Du sie willst...

    wenn das jetzt nicht richtig für Dich war dann lass es bitte bei uns

    giovanna`s
    cassiopeia
    Ich versuche eigentlich,seit 3 Jahren mich auseinanderzusetzen,Gefühle wie Verlust und Trauer zuzulassen,aber es muß doch irgendwann mal vorbei sein?Ich sehe ihn täglich und sie auch,sie bauen ein neues Leben auf,für mich kein Platz mehr,er will sie heiraten,mich wollte er das nie,wie soll ich das schaffen?
    Ich habe viel aufgegeben für ihn,ein Fehler,wie ich heute weiß und ich kann ihm doch nicht ewig nachhängen?Er ist nicht mal Mr.Perfect,aber ich hab ihn,denk ich,auf ein Podest gestellt,so wie er jetzt sie,ich fühl mich oft so unendlich allein und ich denke,ich kann hier bestimmt eine Menge lernen,grad heute mußte ich wieder heulen,nur kurz,im Fernsehen lief"Bilder von Dir"...
    Es ist nur so schwer...

    C.
    seilerin
    Liebe cassiopeia,
    ich kann Deine Empfindungen sehr gut verstehen, denn ich bin gerade auch in so einer Situation, ähnlich und doch auch wieder ganz anders.
    Ich habe mich von meinem M*nn getrennt, nach 16 Jahren. Wir sind im Moment noch verheiratet. Er hat auch eine andere, aber da ist er sich auch schon wieder nicht mehr so sicher, ob es richtig ist. M*nner ticken da wohl irgendwie anders.
    Ich komme auch noch oft an den Punkt, wo ich verzweifeln könnte, wo ich heule, wo mir das alles zu viel wird. Ich bin nicht allein, ich habe die vier Kinder bei mir, aber das macht es nicht immer leichter.
    Erstens kann ich dadurch nicht sagen, ich breche den Kontakt zu ihm ab, denn er wird immer ihr Vater bleiben und somit muss ich mich immer wieder in bestimmten Situationen mit ihm auseinandersetzen und er kommt immer wieder mal für ein Wochenende zu Besuch.
    Und außerdem lastet die ganze Verantwortung auf mir.
    Haushalt, Kinder (mit hunderttausend Terminen), Beruf....und dann noch der Versuch mir Zeit freizuschaufeln für die Begegnung mit Freunden und für mich selber.
    Als er das erste Mal ne andere hatte, da dachte ich, die Welt geht unter. Mir sackte der Boden unter den Füßen weg. Aber paradoxer Weise habe ich genau durch diese Frau gelernt, dass mein Wert nicht von ihm abhängt. Ich bin auch jemand ohne ihn.
    Nun scheint seine nächste Beziehung sich dem Ende zuzuneigen, und er spielt mit dem Gedanken wieder zurückzukommen. Aber ich weiß, es wäre ein Fehler. So, wie er mich im letzten Jahr behandelt hat (er hat mir nicht nur immer wieder gezeigt, dass ich ihm egal bin, er hat es mir auch gesagt), und mit der Einstellung ruhig auch andere nebenher haben zu können, neeeeeee tut mir leid, dafür bin ich mir zu schade!
    Ich lerne immer mehr auf das zu schauen, was ich für mich will. Mir ging es so wie Dir, ich hatte mich in dieser Beziehung aufgegeben. Nun bin ich dabei, mich wiederzufinden.
    Giovannas haben Recht: Wir können die Vergangenheit nicht loswerden, indem wir sie wegschieben und vergessen wollen.
    Wir müssen für uns gut sorgen, damit unsere Wunden heilen können. Und dazu gehört es auch, diese Wunden anzuschauen. Ich habe erst gedacht, dass es mir jedesmal unendlich weh tun wird, ihn wieder zu sehen. Mittlerweile ist es schon so, dass ich ihn sehe und mich freue, dass ich auch ohne ihn leben kann.
    Er ist mir nicht egal, und wird es wohl auch nie sein, aber ich mag mich nicht mehr ben*tzen lassen.
    Wir hatten ja auch gute Zeiten, und die möchte ich nicht missen, aber wenn ich das heulende Elend kriege und er mir wirklich mal fehlt (was immer weniger wird, je mehr ich zu mir stehe), dann denke ich an die letzte Zeit und dann weiß ich: Das will ich nicht mehr.
    Weißt Du, er hat sich für eine andere entschieden, aber dadurch wirst Du doch nicht weniger wertvoll!
    Ich weiß, es tut verdammt weh zu sehen, dass eine andere das bekommt, wofür man selbst gekämpft hat, damit musste ich mich auch auseinandersetzen (und ich habe 14 Jahre für unsere Ehe gekämpft), aber wenn wir immer nur darauf schauen, rauben wir uns viel zu viel Energie, die wir dafür einsetzen könnten uns unser Leben aufzubauen, ohne diesen Menschen, der uns so sehr verletzt hat.
    Und soooooooo alt sind wir beiden ja noch nicht, dass das Leben nicht noch ein paar schöne Überraschungen für uns bereit halten könnte ;) .
    Mach ganz viel von dem, was Dir gut tut. Triff Dich mit Freunden!
    Schau Dir Deinen Weg an, ganz unabhängig von ihm, und überleg, was Du von Deinem Weg erwartest.
    Mir tut es gut zu merken: Ich bin ich! Ich finde mich selber wieder. Es gibt mich auch ohne ihn. Und ich merke, wie gut es mir ohne ihn geht.
    Auch wenn so zwischendurch manchmal das heulende Elend kommt (wie heute morgen auch bei mir, weil ich so´n Sch**ß geträumt habe). Das gehört dazu, es gibt keinen Abschied ohne Trauer. Und diese Trauer müssen wir uns zugestehen.
    Und wenn Du beiden immer wieder begegnest und das zu schwer für Dich ist (ich nehme mal an durch die Arbeit, weil Du von der anderen Kollegin sprachst).... Gibt es da vielleicht die Möglichkeit, dass Du Dich beruflich veränderst?
    Sorry, ist gerade alles etwas wirr, weil es mich selbst sehr berührt.
    Aber das wichtigste ist, dass Du Dir selber bewusst bist, dass Du auch ohne ihn ein lebenswertes Leben leben kannst, dass Du auch ohne ihn wertvoll bist, und dass es trotz allem trauern dürfen auch immer wieder Augenblicke voller Sonnenschein geben wird.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft auf dem Weg zu Dir selbst. Geh ihn, sei Dir das selber wert! Es ist bestimmt nicht immer leicht, aber es lohnt sich. Und lerne daraus, für den Fall, dass sich irgendwann eine neue Partnerschaft auftut. Ich habe gemerkt, wie falsch es war, mich zu sehr aufzugeben, etwas ist in der Partnerschaft ja sinnvoll, aber ganz ist eben nicht gut. Es ist wichtig, dass wir, wir selbst bleiben und trotzdem den anderen sehen.
    Vielleicht ist es jetzt Dein Weg, für Dich zu lernen, damit eine neue Partnerschaft ganz anders für Dich wird.
    Es gibt ein sehr gutes Buch, dass ich vor kurzem auch empfohlen bekommen habe: "Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst. Nähe und Distanz in Liebesbeziehungen". Leider weiß ich jetzt gerade die Verfasser nicht, da ich das Buch gerade nicht hier hab, aber Du findest es sicher auch so. Ist echt lesenswert.
    Das was für Dich nicht passt, lass bitte bei mir.
    Ich denke an Dich!
    Liebe Grüße,
    Seilerin
    cassiopeia
    Liebe Seilerin,
    Deine Worte haben mich sehr berührt,ich finde es schön,wenn jemand nicht sagt"Vergiß den,wird schon,für Dich kommt auch der Richtige"das sind so Phrasen,damit kann ich in dem Moment nix anfangen.
    Du hast recht,ich denke im Moment sehr an mich,tue,was mir gut tut,fange an mit den fünf Tibetern,denn ein Touch Esoterik und Yoga tut mir unendlich gut.Darf leider aus gesundheitlichen gründen nicht mehr Joggen gehen,das fehlt mir unendlich,ich bin auf der Suche nach einer Alternative und ich lese Bücher wie "Der Abschied vom Märchenprinzen" und "Wenn Frauen zu sehr lieben",denn ich möchte eine neue Beziehung ganz anders anfangen und dazu gehört,meine Mitte zu finden und mich nicht wieder in dieselben Verhaltensmuster zu begeben.Der Weg ist hart und oft verzage ich,aber es geht Schritt für Schritt nach vorn.
    Du hast recht,wir arbeiten zusammen und es ist im Moment so verdammt schwierig,da fort zu kommen,denn ich möchte etwas finden,wo ich mich wohl fühle und die warten nicht gread auf mich.
    Ich dachte,wenn ich ein Kind hätte,wäre es leichter zu ertragen,aber Du sagst,es sei auch nicht viel leichter.Weißt Du,ich wollte immer ein eigenes Kind,mein Exmann konnte keine zeugen und mein Exfreund wollte keine,denn er hat 2(die im Übrigen immer noch mit mir in Kontakt stehen und zwar von sich aus,ich liebe die beiden sehr)
    Ich war schwanger von ihm....und ...der Rest ist Schweigen,ich bereue es zutiefst,aber es ist nicht mehr zu ändern und hätte die Trennung sicher auch nicht verhindert.Nie wieder würde ich für keinen Mann der Welt so ein Opfer bringen.
    Deine Worte haben mir ein paar Tränen beschert und ich Danke Dir,ich glaube,hier kann ich eine Menge Unterstützung finden...

    C.
    gelfling
    Liebe Cassiopeia,

    ich hab Deinen Thread heute bei der Arbeit gelesen, wo ich es eigentlich gar nicht darf :Psst: und hab mich sehr darin wiedergesehen.
    Es fühlt sich an wie 'Midlifecrises', ist es aber nicht, denk ich.

    Mir ist es wie Dir ergangen und es hat mich auch nicht enden wollende Jahre gekostet.
    Aus heutiger Sicht denke ich, ich hätte unbedingt und unumstritten die Arbeitsstelle wechseln müssen.
    Aber im Nachhinein sagt sich das leicht...
    Ich würde nicht gerade sagen, dass mein damaliger Freund die Liebe meines Lebens war, aber er hätte es werden können,
    denn mit ihm war alles anders als das, was ich bis dahin erlebt hatte. Er war anders. Ich war anders. Durch und mit ihm, mir gefiel das sooo sehr.
    Ich kann Dir gar nicht sagen, wie hoch ich geflogen bin, und umso tiefer bin ich gefallen.
    Er ist aber zurückgegangen zu seiner Exfreundin, mir brach das das Herz.
    Von 100 auf 0 von einem Tag auf den anderen, das war der 'Überlauftropfen'.
    Das Weiterzusammenarbeiten war die Hölle und ich habe lange Zeit nichts anderes getan, als ihn zu ignorieren.
    Was natürlich albern war, aber nicht anders ging.
    Wenn ich mir nun vorstelle, dass Du nun auch noch täglich der "neuen" Frau begegnest....unvorstellbar!!
    Kein Wunder, dass Du das nicht aushältst!
    Mittlerweile sind sie verheiratet und er ist momentan zuhause, weil sie ihr zweites Kind erwarten.
    Es ist okay. Jetzt.
    Heute ist es 'vergeben', aber nicht vergessen. Und das reicht immer noch vollkommen an Negativem.
    Was ich sagen will: ich weiß um das Gefühl "ich darf das nicht haben".
    Auch ich hatte nie geplant, 40 und ohne Kinder zu sein.
    (Was ich natürlich nicht an dem einen Mann festmachen möchte/kann.)

    Das größte Problem an der ganzen Sache ist, dass man es für den gesamten lieben langen Tag so viel schlimmer für sich selbst macht, wenn man unter diesen Umständen weitermacht. Es ist ja nicht so, dass man den Schmerz in der Firma lässt.
    Anstatt die Wunde (auch) durch Abstand heilen lassen zu können, sticht man jeden Tag aufs neue zu....so ist sie kaum heilbar :trost:
    Zumindest dauert es um so vieles länger.

    Jetzt hab ich viel von mir geschrieben, wollte Dir aber gern zeigen, dass es mir mal genauso ging.
    Ich hab das Gefühl, ich kann bis ins Klitzekleinste nachfühlen, wie es Dir geht.
    Schwer zu beschreiben.

    Ich würde sagen, bei mir hat die Zeit am meisten geholfen. Leider aber war/ist das viel zu passiv :(
    Es hängt ja soviel mehr mit dran und man muss sicher sehr viel weiter zurückgehen.
    Nicht ohne Grund knickt man so tief ein, wenn man eine Liebe verliert.
    Das alles aber auch alles daran geknüpft ist, das hat mich fürchterlich erschüttert damals.
    Da nützt das ganze Kopfwissen gar nichts, wenn die Emotionen einem die Luft nehmen :(
    An vielen Stellen hänge ich noch fest, aber immerhin habe ich viele Babyschritte gemacht ;)

    Auch, wenn ich keine hilfreiche Unterstützung geben kann, ich dachte, es wäre vielleicht gut zu teilen und Dir ein Stückchen Hoffnung zu geben, dass es auch wieder aufwärts geht.

    Alles Liebe Dir,
    gelfi
    hammy
    Liebe Cassiopeia,

    Seilerin hat da vollkommen recht! Besser häts keiner ausdrücken können! Kenn das Problem selber und kein Mann oder Freund is es wert sich selbst und seine eigenen Freunde oder Familie und Interessen auf zu geben! Bin auch grad in Thera und lese viel das hilft, aber vorallem hilft das an sich selbst denken! Für mich eine wunderbare neue Erfahrung! Hoffe für dich auch!

    Liebe Grüße
    Hammy
    cassiopeia
    Ihr Lieben,
    es tut unendlich gut,Eure Zeilen zu lesen und ich danke der Person,die mir diese Forum empfohlen hat.Man hat diese Gefühle ganz allein und es tut gut,es zu teilen und vor allem,verstanden zu werden.Im Moment hab ich einen Höhenflug und viele gute Pläne im Kopf,was auch sicher am Superwetter liegt und ich hoffe,diese Euphorie hält noch eine Weile an.Ich werde ernsthaft auf Jobsuche gehen,wünscht mir Glück,ich glaube,dann ist der erste große Schritt schon getan in Richtung Heilung,denn...die Hochzeit der beiden tue ich mir nicht an,gebe nichts dazu,unterschreibe keine Karte,denn...es wäre geheuchelt,ihnen Glück zu wünschen,ich wünsch ihnen nix Böses,aber das geb ich mir nicht.

    Danke für Eure mitfühlenden Worte.