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Wohnungssuche und Arbeitsamt dahinter - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    estrella
    Hallo,
    ich bin gerade ziemlich frustriert und traurig und muß das gerade irgendwie loswerden.

    Ich bin seit einiger Zeit arbeitslos und das war auch gut so denn ich wäre lange Zeit dazu auch gar nicht fährig gewesen einen Job auszufüllen . Nach einer sehr heftigen Zeit mit Pan**störung und so weiter geht es mir heute deutlich besser. Mittlerweile kann ich sogar wieder öffentlich Verkehrsmittel benutzen. Jetzt zu dem was mich gerade so umtreibt.
    Meine Wohnung ist teurer als der Satz des Arbeitsamtes . Dieses hat ohne Terminsetzung einfach den Wohnanteil auf den Mindestsatz gekürzt. Ich wollte auch woanders hin umziehen und hab mich auf die Suche gemacht. Jetzt hatte ich eine Wohnung gefunden, hübsch, in der Gegend in die ich gerne wollte und auch bezahlbar. Zwar nicht die berühmten 360 Euro sondern 410 aber das hätte ich gern in Kauf genommen.5 Tage lang habe ich alle Varianten durchgespielt, Infos gesammelt,war beim beiden Arbeitsämtern,und auch einer beratungsstelle, hatte sogar jemanden der die Wohnung für mich gemietet hätte und mir untervermietet. Aber das geht alles nicht. Untervermietung nur wenn dem Amt Haupt - und Untermietvertrag vorgelegt werden und Genehmigung des Vermieters. Bei Neuvermietungen werden nur die 360 Euro akzeptiert. Heute war ich bei der Verwaltung, hab ihnen u.a. auch die Übernahme der Hausreinigung angeboten. Die waren sehr nett haben sogar mit mir ü+berlegt was man noch machen könnte, aber es schlußendlich abgelehnt mit mir einen Vertrag über die maximalsumme zu schließen. Und jetzt bin ich sehr traurig :weinen: , weil ich am nächsten ersten hier raus muß, nicht mehr in meine Wohnung zurück will und noch keine wirklich längefristige Alternative habe. Die Grenze des Jobcenters ist einfach zu niedrig und damit sehr schwer eine nette Wohnung zu bekommen, denn wohnen ist doch irgendwie sehr wichtig.

    Ich hab in den letzten Monaten soviel (an mir) gearbeitet bin über soviele Hürden gegangen, hab ertragen und bearbeitet das mich mein bester Freund mit einem Mal wohnungstechnisch vor die Tür setzt , über all das konnte ich hinwegkommen , frage mich nur warum hat das jetzt nicht geklappt.
    Ich weiß auch die Frage ist müßig und wollte Euch hier nicht belasten, aber ich mußte das mal loswerden.

    Danke Euch fürs Lesen

    :stern: estrella
    mahamati
    Liebe Estrella!

    Ich kenne das "Spielchen" mit dem Arbeitsamt zu gut...die Bemessungsgrenzen für Wohnraum sind de facto zu eng! Um die wirst Du aber nur drumrum kommen, wenn Du einen Vermieter findest, der sich auf "Mauschelei" einlässt.
    Ich hatte eine solche Vermieterin bis vor knapp 3 Monaten, aber ich hatte auch immer Sch*ss, dass mich jemand verpfeift beim Amt.

    Wohnungsgesellschaften, bzw. -verwaltungen werden sich niemals darauf einlassen, denn das könnte für die richtig teuer werden.

    Du kannst also nur Abstand von der Wohnung nehmen und Dir schnellstmöglichst eine Alternative suchen.
    Deine Trauer verstehe ich...ich habe mich auch nur sehr schwer von meiner 4,5 Zimmer-Wohnung getrennt mit 120 qm, weil die Kosten einfach zu hoch wurden und die Nachbarn zu ätzend (das aber nur nebenbei)...und lebe jetzt mit meinen Kids auf 65 qm mit drei Zimmern. Aber es ist für mich eine bezahlbare, "amtlich korrekte" und von der Wohnung her tragbare (Zwischen-)lösung.

    Ich denke...ohne Deins in Abrede zu stellen...wir tragen alle unsere Hürden des Lebens, aber an manchen Punkten muss frau im Zusammenhang mit Arge dann wohl mal in den sauren Apfel beissen.

    Lieben Gruss,

    Mahamati
    uli
    Liebe Estrella,

    wenn Du keine Wohnung gefunden hast dann kann die Arge Dir nicht so einfach die Miete kürzen.
    Mit einer Bescheinigung das eine andere Wohnung abgelehnt wurde müßte doch eine Weiterzahlung möglich sein. Genau weis ich es aber nicht. Es gibt aber Arbeitslosenberatungsstellen.
    Neben dem Arbeitslosengeld darf Du noch etwas, so 100 Eu ,dazuverdienen. Damit kannst Du die fehlenden Mietkosten auch auffangen.
    Sicher fragst Du dich voher soll schnell einen Kleinstjob bekommen.
    Ich habe mal gewagt mich mit einem niedrigen Stundenlohn selber bei den Firmen anzupreisen um 6-8 Stunden zu arbeiten, neben alg-geld. Den Rest wollte ich als Freizeit/Genesung genießen.
    Die meisten Firmen waren hochinteressiert. Im Branchenbuch habe ich mir ausgesucht was gefallen könnte. Das waren Reisebüros. Aber bei der Volkhochschule klappte es schon nach kurzen Anruf und Bewerbung hinschicken.
    Obwohl ich aus einem ganz anderen Beruf kam waren die interessiert.
    Ich zwar politisch nicht korrekt aber ich habe für Stunde 4 Eu zusätzlich zum Arbeitslosengeld gearbeitet. Die ARGRE war damit einverstanden das ich selber den Stundenlohn bestimmte. Die Arbeit war dann auch noch interessant.
    Ungewöhnliche Wege einfach mal versuchen.
    Dadurch kam ich monatlich auf ein Menschenwürdiges Dasein. Das hoffe ich für Dich auch.

    Gruß Uli
    mahamati
    Liebe Estrella!

    Mir fällt noch ein...zu Gesetzesgebungen etc. ...

    www.tacheles-sozialhilfe.de

    Ich habe da schon wertvolle Tips im Forum erhalten.

    Lieben Gruss,

    Mahamati