| uschi |
Möchte hier einmal über meine Probleme in der Arbeit schreiben.
Ich bin Diplom Krankenschwester und arbeite in der Altenpflege. Das ist ein wirklich harter Job. Aber ich liebe meinen Beruf. Meine Patienten lieben mich und so bekomme ich sehr viel zurück.
Ich hatte in den 8 Jahren, die ich jetzt bei der gleichen Firma beschäftigt bin, immer wieder mit der Psyche Probleme. Deshalb war ich auch öfters im Krankenstand.
Aber die Arbeit und die kollegen waren für mich ein Fixpunkt und das war in manchen kritischen Situationen eine große Rückenstütze.
Ich habe von meinen Kollegen auch immer wieder gehört, das ich eine sehr kompitente Schwester bin mit dem Herz am rechten Fleck. So wurde ich auch zum Betriebsrat gewählt.
Nun ist es dieses Jahr geschehen das eine neue Kollegin als Vertrettung für eine Karenzzeit eingestellt wurde. Mit dieser "Kollegin" gab es von Anfang an Schwierigkeiten.
Eine Kollegin die nur einen befristeten Vertrag hatte mußte gehen, übrigens eine sehr nette Kollegin. Die ander Neue wurde dafür fix eingestellt.
Mit dieser Frau hatten schon viele Streit und waren unzufrieden mit ihrer Arbeit. Aber es geschah nichts. Diese Frau hat mich von Anfang an immer wieder kritisiert, obwohl sie nur Pflegehelferin ist und sich an meine Anordnungen halten müßte. Sie hat mich kontrolliert, sie wollte mich für Zusatztdienste einteilen. Ich habe mich natürlich zur Wehr gesetz so gut ich es konnte.
Sie hat sich über mich bei der Stationsschwester und bei der oberschwester beschwert. Ich würde nichts arbeiten, ich würde nicht auf Glocken gehen und ich würde viel zu sehr auf mein Diplom pochen.
Sie sucht sich bei der Pflege immer die leicht zu Pflegenten aus, sie läßt mich Einlagen und Schutzhosen wechseln, während sie Blutzucker und Blutdruckkontrollen durchführt. Sie läßt alles möglich lieben und räumt nicht auf. Wenn man sie auf etwas anspricht, bekommt man schnippische Antworten oder sie schreit einem an. Sie hat einen Onkel der in der Pflegedirektion sitzt und wird von der Stationsschwester beschützt.
Vorigen Donnerstag hatte eine Kollegin und ich mit ihr einen rießen Streit. Sie hat uns angeschrien und uns massiv kritisiert. Sie sagte mir auch das ich aufpassen soll was ich sage, sonst bin ich die jenige die gehen muß. Diese Frau ist 21 Jahre alt und arbeitet das erste Mal in ihrem Leben. Meine Kollegin ist 51 Jahre alt und seit 16 Jahren in dieser Firma. Meine Kollegin und ich waren fix und fertig. Wir haben die Stationsschwester angerufen und über den Vorfall berichtet.
Meine Kollegin ist im Krankenstand sie hat durch die Aufregung einen akuten Astmah-Anfall. Mir geht es seither psychisch nicht gut, bin unkonzentriert und habe manchmal das Gefühl neben mir zu stehen.
Nun hat sich gestern die Lage zugespitzt. die Oberschwester war zur Kontrolle da. Sie hatte an allem was ich tat etwas auszusetzen. Nach ihrer Aussage habe ich alles falsch gemacht. Sie sagte mir auch das sie der Meinung ist, wenn ich die einzige Diplomierte auf der Station bin, das sie Angst hätte das nicht etwas Furchtbares passiert.
Als ich ihr erzählte was passiert ist und was mich so mitgenommen hat, waren sich die Stationsschwester und die oberschwester einig, das das nur eine Reaktion auf mein Fehlverhalten sei.
Also Fakt ist mir wurde gesagt nicht Teamfähig zu sein, im Notfall nicht richtig reagieren zu können, Schüler nicht richtig anzuleiten und das die Pflegerhelfer (es sind drei) gegen mich sind wäre nur eine Folge von meinem schlechten Verhalten ihnen gegenüber.
Der Rest des Teams (es sind 11, auch Plegehelfer), Abteilunghelfer und das Reinigungspersonal haben mir schon oft vermittelt das ich eine sehr gute Schwester bin und das sie mich sehr mögen. Die haben mich auch gewarnt. Sie haben gesagt, da ist was gegen dich im Gange. die wollen dich rausschmeißen.
Ich kann momentan nicht denken. Es dreht sich alles im Kreis. Ich bin seit heute im Krankenstand und muß zusätzliche Pulver schlucken. zur Beruhigung. War heute in der psychatrischen Ambulanz. Es geht mir wirklich schlecht.
Uschi :angst: |
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| shawnee |
Liebe uschi,
eine schlimme Situation für Dich.
Du schreibst aber, es sind 11 andere FÜR Dich und kannst Du die nicht mobil machen und wenn sie schon wissen, sagen, das Du weißt, was läuft und das Du Hilfe brauchst?
Es ist Mobbing was da abläuft und sieht so als, als ob es von der "Oberen Leitung" auch noch gedeckt wird.
Du mußt Dir das nicht gefallen lassen.
Wenn Du es schaffen könntest, geh' mit dieer Bekl*ppten auf Konfrontation und frage sie, was das soll? Was sie vorhat?
Vielleicht gibt sie ehrlich zu, sie wär "sch*rf auf deinen Job" - dann weißt Du, woran Du bist.
Gibt es sonst noch Menschen Deines Vertrauens auf dieser Station, im Haus?
Ich kann mir vorstellen, wie schwer es ist, Gutes zu tun und zu bewirken.
Evtl. ein Tagebuch führen, welche Arbeiten Du machst, welche sie macht....wo was liegen bleibt und das möglichst mit einem "Verbündeten" - einem, der Dir hilft und Dich unterstützt.
Kann nicht sein, das da eine reinkommt, wie eine F*rie und meint, sie ist die "Königin der Welt"...
Ich schicke Dir :kraft: und Mut...
Kennst Du den Gelassenheitsspruch?
G*tt gebe mir die Gelassenheit, die
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit das eine von dem anderen zu unterscheiden.
Nur so läuft es, entweder Du kannst etwas ändern (was Du nicht alleine tun mußt - auch hier im I-Net gibt es Hilfe) - oder es geht nicht und dann gehe Du.
Bevor Du ganz am Ende bist.
:trost:
Shawnee |
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| yggdrasil |
Hallo,
kann mich gerade nicht mit anderen Dingen beschäftigen, aber in Dt. gibt es ja für den Betriebsrat fast Kündigungsschutz.
Wollte fragen, ob es etwas ähnliches bei Euch gibt?
Ansonsten Gewerkschaft fragen vlt.?
Gruß, Yggdrasil |
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| uschi |
Hallo shawnee!
Bin gerade dabei zu überlegen, wo ich neue, bessere Arbeit finden kann.
Habe gemerkt das der Kampf nicht lohnt, gehe dabei kaputt.
Ja den Spruch kenne ich, es ist gut das du ihn mir in Erinnerung gebracht hast.
Was mir wirklich leid tut sind die Pensionäre. Ich habe mit ihnen eine sehr gute Beziehung in den Jahren aufgebaut. Wenn ich gehe, werde ich mich von ihnen verabschieden und das ist etwas vor dem mir graut.
Habe vielleicht eine Stelle in einem Sonderkindergarten. Da ich gerne mit Kinder zusammen bin, habe selbst vier, würde das mir sicher gefallen. Mein zweitgeborener Sohn war Autist. Allso kenne ich mich auch mit Behinderungen aus. Hat durch meinen Sohn viel Kontakt mit dieser Gruppe.
Ansonten geht es mir mies. Habe eben den Tag mit einigen Beruhigungspulvern überstanden. Habe die ganze Familie zu Besuch. Die reissen mich aus der Tiefe, in der ich hinab zu rutschen drohe. Sie sind wirklich sehr bemüht. Konnte heute schon zwei Mal lächeln.
Morgen gehe ich zu einem speziellen beratungsgespräch. Mal sehen, wie es weiter geht.
Liebe Grüße Uschi |
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| maaru |
Hallo Uschi,
ich habe heute deinen Text gelesen und bin richtig wütend auf deine miese Kollegin geworden. Es gibt inzwischen bei den Gewerkschaften professionelle Helfer, die man bei Mobbing zur Hilfe holen kann. Diese setzen sich dann mit den Vorgesetzten, den Kollegen und natürlich mit dir zusammen um die Situation zu klären. Ich würde auch die Kollegen ansprechen, die auf deiner Seite sind um dir einen Rückhalt bei Auseinandersetzungen zu sichern. Bei kleinen Konflikten würde ich immer darauf achten, dass du jemand hast, der dabei ist. Also keine Auseinandersetzungen ohne Zeugen. Wennsie dich beschuldigen, kannst du dich immer auf Zeugen berufen.
Maaru |
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| uschi |
Hallo maaru!
Ich war zuerst auch wütend, aber dann habe ich resigniert. bin nur mehr traurig. War auf der Psych-Ambulanz, weil ich nicht mehr weiter wußte. Die haben mir Beruhigungstabletten verschrieben., das hilft. Bin aber so müde. Kann gar nicht nachdenken.
Den Tip, immer einen Zeugen dabei zu haben, finde ich sehr gut. Ich war bei einem Beratunsgespräch bei einer Arbeitsassistenz. Die werden mir weiter helfen. Die hat mir auch geraten alles aufzuschreiben.
Danke für deine Anteilnahme.
Liebe Grüße Uschi. :nosleep: |
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| lastunicorn |
Hi, ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und dachte mir nur - wahnsinn. Ohne Dich zu kennen, kann ich mir Dich sehr gut vorstellen, wie Du versuchst, gutes zu tun - und diese Person kommt daher und versucht, ständig über Deine Grenzen zu latschen! Das geht schon gleich mal gar nicht! Ich kenne die Situationen in Pflegeheimen sehr gut, ich arbeite zwar "erst" seit 10 Jahren als Altenpflegerin, erlebe aber immer dasselbe. Die wirklich guten Schwestern werden rausgemobbt und der Müll, den sie nicht einmal in einer Müllsortierungsanlage arbeiten lassen würden, wird auf den alten Menschen losgelassen. Generell bin ich immer schon gegen Schwarz-weiss-Denkerei gewesen, allerdings muss man sich auch vor Augen halten - unabhängig davon, wie Du Dich fühlst (und dass es Dir gerade hundeelend geht, glaube ich Dir sofort!) - die Patienten haben ein Anrecht auf gutes, menschliches Personal. Sie zahlen ungeheure Summen dafür. Dass diese Person (ist sie zufälligerweise an Borderline erkrankt?) einen "Beschützer" in der Chefetage hat, hat nichts damit zu tun, dass es Recht und Gesetze gibt - eine Pflegehelferin hat nicht zu spritzen und auch nicht BZ zu kontrollieren, vor allem nicht, wenn eine Fachkraft da ist - nicht DU pochst auf Dein Diplom, sie ist nur eifersüchtig, weil sie es nie so weit bringen wird und macht es daher runter. Fehler machen darf jeder - Du auch - und ein Team ist immer nur so stark wie sein schwächstes Mitglied, dh selbst wenn Du immer wieder Auszeiten hast wegen Depression (die habe ich auch), so bist Du in anderen Dingen wieder sehr stark und das bedeutet, dass jeder im Team seine eigenen STärken hat und die Schwachstellen anderer ausgleicht. Was Du schreibst, habe ich zigmal erlebt - auch ich habe ein hervorragendes Examen, was mich zwar stolz gemacht hat, denn es gehörte Lerneifer dazu - allerdings habe ich es mir niemals auf die Stirn tätowieren lassen. Dennoch gibt es immer wieder Helferinnen, die mich versuchen zu drücken - anfangs habe ich geschwiegen - nur ja nicht auffallen, nur immer gefällig sein, schliesslich sehe ich auch aus wie eine graue Maus - nur an der vorletzten Stelle habe ich es mir NICHT MEHR bieten lassen und einer sehr überengagierten Pflegehelferin, die immer wieder betont hat, wie gut sie sich mit dem Chef doch privat versteht und daher alle anderen terrorisiert (ein kluger Mensch würde niemals seinen Kollegen erzählen, wie gut er den Chef privat kennt!) - sie hatte gedacht, sie müsse mich vor einer Patientin wegen einem Fehler, den SIE gemacht hat, anschreien. Es war das erste Mal, dass ich m einen Mund aufgemacht habe - und nicht das letzte Mal. Ich habe sie des Raumes verwiesen und klargemacht, dass ich hier sowohl Fachkraft als auch Schichtleitung bin und daher sie sofort bitte, dieses Zimmer zu verlassen, ansonsten würde ich für eine Abmahnung sorgen. Das war nicht das erste Mal, dass sie ihre Grenzen überschritten hat, aber irgendwann - gehts halt nimmer. Ich hatte tierische Angst, denn sie hat gegeifert, dass ich dachte, sie fällt vielleicht gleich tot um - und im Geiste habe ich schon seufzend meine Sachen zusammengepackt, denn sie ist von diesem Zimmer brüllend zum Heimleiter gestürzt. Ich dachte mir auch - das wars dann jetzt. Aber nichts dergleichen ist passiert! Freundschaft hin oder her - er hat ihr sehr klar gesagt, dass ihr Verhalten nicht tolerierbar ist. Ums kurz zu machen, sie ist 6 monate später gegangen und hat in dieser Zeit nichts unversucht gelassen, mir das Leben schwer zu machen, biss aber auf Granit. Andere haben es mir dann gleich getan und ich hatte niemals mehr Schwierigkeiten mit einer Helferin. Denn ich achte diese Helferinnen sehr - sie haben oft viel mehr Lebenserfahrung und Praxis als viele Examinierten, aber generell gilt, wer unterschreibt, der haftet und ich hafte nicht für andere. Es fällt ja schon schwer genug, für mich selbst zu haften :-)
Ich will Dich nicht zutexten, ich möchte Dir nur sagen, dass das, was hier passiert bei Dir, nichts mit Dir oder den Eigenschaften von Dir zu tun hat. Du bist mit Sicherheit eine hervorragende Schwester - genau deswegen hat sie es ja auf Dich abgesehen. Sie sucht SChwachstellen, versucht zu terrorisieren - um von sich abzulenken, bestimmt hat sie massive Minderwertigkeitskomplexe. Die Oberschwester - nun ja. Nach unten treten, nach oben kriechen...... ein altes Phänomen. Du m usst für Dich wissen, wie wichtig Dir der Kampf gegen diese Seegurke ist - und wer sich so aufbläst wie sie, da steht sehr oft nur heisse Luft dahinter! Nichts weiter! Auch ein Onkel in der Pflegeversicherung oder weiss gott wo kennt die Gesetze und würde seiner Nichte raten, eine Ausbildung zu machen. Da kommt keiner drumherum. Schade finde ich, dass es solche Ratten immer schaffen, Menschen wie uns zu finden, wo sie denken, sie könnten mit ihren Einschüchterungen und Privatkriegen andoggen. Was alle anderen geschrieben haben, finde ich sehr gut, auch die Tips, aber ich möchte Dir auch sagen, dass ich mir hundertprozentig sicher bin, dass das Verhalten dieser Personen nichts mit Dir zu tun hat - gerade die Feindseligkeit dieser Person zeigt eigentlich nur Deine wahre Grösse!
Ganz viel Kraft und Mut für Deine nächsten Schritte!
Und sei stolz auf Dich!
LG
Unicorn |
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| uschi |
Hallo unicorn!
Ich danke dir für deine aufmunternten und mitfühlenden Worte. Das hat mir gerade sehr gut getan.
Ich denke immer wieder an meine Pensionäre. Wie sie strahlen, wenn ich sie begrüße. Wie sie voll vertrauen zu mir kommen und über ihre Probleme reden. Wie überaus dankbar sie sind, wenn ich ihnen helfen konnte. (wird mir manchmal peinlich) Ich habe von ihnen viele, liebe Spitznamen bekommen. Wie sie sich mitfreuen, wenn ich von meinem Enkelkind erzähle. Sie sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Kenne ich doch einige schon viele Jahre.
Da weis ich muß zurück auf die Station. Sie brauchen mich und ich brauche sie. Wohin sonst mit all meiner Liebe. Habe noch so viel zu geben und nur wegen dieser Person gebe ich nicht auf. Du hast vollkommen recht.
Ob sie Borderliner ist weis ich nicht, aber ich bin es. Nur mir käme nie der Gedanke so zu handeln. Ich sehe immer zuerst das gute in den Menschen, bis ich dann von einigen des besseren belehrt werde. Ich denke nun mal so, habe aber schon oft draufgezahlt. Ich lerne es nie.
Liebe Grüße Uschi. :) |
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| lastunicorn |
Hallo Uschi, das freut mich, dass sie Dir gutgetan haben! Dass mit dem Borderline habe ich nicht abschätzig gemeint - ich habe DIS, eine andere Form von Borderline - allerdings klingt ihr Verhalten danach, als bräuchte sie sehr klare Grenzen - Grenzen, die andere von sich aus wissen, sie anscheinend nicht.
Siehst Du, das ist das wichtigste - dass das, was Du tust, gutes bewirkt und Dir und anderen guttut.
Dass das Neider auf den Plan ruft, ist nahezu verständlich.
Aber ich glaube, Du schaffst das!
Liebe grüsse,
Unicorn |
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| uli |
hallo Uschi,
erstmal "kopf"hoch...es ist ein sehr schwerer Beruf. Bin auch Krankenschwester allerdings keine Altenpflegerin. Hatte meistens in Krankenhäusern gearbeitet. Als dort Einstellungsstop war, ich wegen eines Umzuges dort keine neue Anstellung bekam bin ich in die Altenpflege kurze Zeit gegangen.
Ich denke im nachhinein eure Arbeit ist dreimal schwieriger. Das Personal die Hälfte . Ich hatte Nachtdienste gemacht. Hatte eine Patientenzahl von 40 und mußte zusätzlich noch auf drei weiteren Stationen aushelfen. Es war Zufall das es von mir geschafft wurde. Weil ich ausgeruht war oder was immer. Die anderen Altenpflegerinnen hatten 70 Patienten. Alles Schwerstpflege und sie arbeitete alleine nur mit meiner 1,5 Stunden ...für mich zusätzlichen arbeit...Aushilfe.
Mir ist es schleierhaft wie solche Arbeitsbedingungen zu stande kommen.!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Nun zu Deinen Erfahrungen. Helferinnen werden eingesetzt, sollen geschult werden, examinierte entlasten damit es noch preiswerter für den Betrieb wird.
Das ist politisch.
Geschäftsführer solcher Heime verdienen sich ne goldene Nase.
Und.... schließlich hast Du Dich auf die Schulbank gesetzt und drei Jahre gelernt. Meistens zahlt sich das in Durchhaltevermögen aus.
Andererseits jeder kann Bz- Kontrollen , der etwas bei Verstand ist , durchführen. Im Privatleben machen es viele Menschen selbst.
Ich denke ...entschuldige meine Offenheit... die Leitung hatte von Dir Souveränität erwartet. Stattdessen vergleichst Du und bewertest die Tätigkeiten untereinander..wegst die ab. Das eine ist schwieriger (Bz- Kontrollen) als das andere (pampern). Zu Deiner eigenen psychischen Erleichterung von mir der Tip. Nicht gleich bewerten.
Ihr habt kaum Personal. Irgendwo müssen Kompromisse gemacht werden. Sonst geht es noch mehr auf Kosten der Heimbewohner.
Klaro Du mußt auch geübt in den medizinischen Dingen bleiben. Du könntest sagen: das nächste Mal bin ich dran.!!!!!!!!!!!!!!
Ich denke es sind doch noch eine ganze Menge an anderen Qualitätsmerkmalen zu beachten die nur eine Examienrte Altenpflegerin kann. Wie sämtliche Prophylaxen, Wundversorgungen. Ect. Das Arbeitsfeld so so riesig... das alleine zu machen..ist untragbar.
Ich wünschte mir wirklich ihr würdet mehr zusammenhalten. Nicht schon bei der geringsten Abgabe einer verantwortlichen Tätigkeit, in Neidhaftigkeit erstarren.
Wirklich sorry meiner Offenheit. Ich fande das arbeiten in einigen Altenheimen richtig gruselig..weil kein Personal da war.
Hatte über eine Zeitarbeitsfirma dort gearbeitet.
Ich denke ein Couching ist auch wichtig.
Gruß Uli
laß Dich nicht unterkriegen. |
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| uschi |
Hallo Ulli!
Ich danke für deine Offenheit. Du meinst ich hätte etwas gegen Helferinnen? Nein ich arbeite mit einigen sehr gut zusammen. Eine ist auch privat eine Freundin von mir.
Es geht um eine spezielle Helferin, die mein Aufgabengebiet kontrollieren möchte, die mich für Dienste einteilen will, die nur die "sauberen" Arbeiten erledigen will (zB. Blutzucker messen) und ich sollte inzwischen alleine Inkontinenzversorgung bei 8 Leuten durchführen, die fast alle im Rollstuhl sitzen. Das ist es was mich aufregt. Sie geht messen und setzt sich dann in das Dienstzimmer. Ich bin mir, trotz meines Diploms, keiner Arbeit zu schade. Aber diese "Kollegin" nützt das schamlos aus.Es fängt schon am morgen an. Ich gehe einfach der Reihe nach vor und führe die Morgenhygiene mit ankleiden und mobilisieren durch. Diese Helferin sucht sich immer wieder die Leute aus, die leichter zu betreuen sind.
Zwei helferinnen lassen sich von der Speziellen sehr beeinflussen und machen es ihr nach. Ich weis wie wichtig diese Helferinnen sind. Ich achte sie, wenn sie es verdienen. Ich bin nicht von Haus aus gegen sie eingestellt. Nein, manche haben längere Berufserfahrung wie ich und ich nehme ihre professionellen Tips gerne an. Aber ich laß mich nicht ausnützen und ich laß mich nicht unterdrücken. Auf keinen Fall laß ich mir von einer Helferin vorschreiben wie, wann und was ich zu tun habe.
Entschuldige diesen agressiven Wortlaut. Aber ich glaube bei dir ist etwas falsch angekommen.
Liebe Grüße Uschi.
Beitrag ergänzt um 19:33 Uhr:
Hallo Ulli!
Noch ein nachtrag. Meine zeilen sind nicht böse gemeint. Ich danke dir auch für deine lieben Wünsche.
Aber ich glaube du hast gerade den Punkt erwischt auf den ich agressiv reagiere. Deine Meinung deckt sich mit der meiner Oberschwester.
Liebe Grüße Uschi. |
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| uli |
Hi Uschi,
es ist gut darüber zu schreiben und sehr mutig von Dir.
Ich habe auch alle Achtung das alte Menschen Dir am Herzen liegen.
Ich denke wenn Du psychische Probleme hast. -wer nicht- dann ist es halt schwieriger innerlich zu reagieren.
Meistens ist es so , Du gibst als ex. Kraft vor Beginn der Arbeit den Helferinnen eine Arbeitseinteilung. Könnte auch auf einem Zettel stehen. Wenns nicht gemacht wird, ist es nicht Dein Problem. Höchstens fragen, auf sachlicher Ebene!!!!! warum sie es nicht möchte. Auf Verwicklung sich einlassen bringst nichts, da sie meistens ein ganzes emotionales Abwehrpaket parat haben. Aus Minderwertigkeitsgefühlen oder weil einfach keine Einsicht und Interesse von sich aus besteht das die Schicht läuft.
Ich meine wenn Du wieder ganz fit bist dann denkst Du über Provokationen nicht weiter nach und verunsichert Dich nicht.... Fast jede Helferin kennt den Direktor. Wahrscheinlich war er bei der Einstellungsbegrüßung dabei.
Na dann bist Du gesundheitlich auch noch angeschlagen. Und da sind Merkwürdigkeiten vorprogrammiert.
Es ist wohl so, nur wer wirklich fit ist hat da eine "Überlebenschance". Schlimm sowas.
Es ist leider so: Solidarität und Gemeinschaftsinn läßt sich nicht am Kassenschalter abholen.
Vielleicht bist Du halt angeschlagen, da ist man empfindlicher und sieht aus ner Mücke einen Elefanten.
Und zu zweit Pat. versorgen ist doch eine Selbstverständlichkeit.
Umsonst sind Altenheime wohl nicht die Skan**lträger nr. one.
Nein liebe Uschi...Du bleist damit nicht auf der Strecke nur weil Dir eine bestimmte Art an Kommunikation zur Zeit nicht gelingt.
Wer kann das auch immer: stets zu jeder Zeit das passende geben. Da ist man auf Mithilfe anderer angewiesen.
mußt Du den Beruf unbedingt ausüben. Oder kannst Dir privat mehr an Anerkennung holen um abzuschalten.
Nimm Dich weiterhin Ernst.
Du hast schon sooo viele Erfahrungen gesammelt. Arbeit findet sich dort sehr viel, sei es privat für sich arbeiten oder in Pflegedienste. na gut einfach ist es dort auch nicht.
Gruß Uli |
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| lastunicorn |
Hi Uschi, mir ist nochmal gestern so einiges zu diesem Thema durch den Kopf gegangen und das trifft sehr, was Uli geschrieben hat -
nämlich, dass man wirklich nicht sagen kann, was Helferinnen dürfen oder nicht dürfen. Ich kenne Häuser, in denen ist es strikt hier in Bayern verboten, dass Helferinnen Insulinpens auch nur anrühren - und sicher ist das idiotensicher, im Grunde könnte es jeder und wäre der alte Mensch mobiler, könnte er das auch. In anderen Häusern dürfen Pflegehelferinnen alles tun, ebenso wie Jahrespraktikanntinnen, Zivis,Praktikantinnen etc - und die haben dann nur die examierten Kräfte als Alibifunktion für den Pflegeschlüssel, nachdem der MDK das Haus bewertet bzw nachdem abgerechnet werden darf. Und ich denke, es ist auch gar nicht die Frage, wer was darf - obwohl ich es schon sehr seltsam finde, generell - ich habe noch nie erlebt, dass eine Aushilfskassiererin versucht, dem Marktleiter zu erzählen, wie er seine Bücher zu führen hat, oder oder oder. In keinem anderen Beruf habe ich jemals soviele Grenzüberschreitungen und Übergriffe gesehen wie in der Pflege - aber das ist nicht das Thema.
Generell gibt es einen Leitfaden in jedem Haus, dh geschrieben und ungeschrieben, indem klar geregelt ist, wie das in diesem Haus gehandthabt wird. Oder der Station. Und darüber solltet Ihr Euch einig werden und dies umzusetzen und zu organisieren, ist die Aufgabe Deiner Oberschwester und wenn sie das nicht auf die Reihe kriegt, ist sie nicht kompetent genug. Uli hat recht, dass das von der persönlichen Ebene wegkommen muss - was hältst Du davon mit einem Mitarbeiter Deines Vertrauens ein Gespräch zu führen mit der PDL (bei uns heisst das so, ich weiss nicht, wie das bei Euch heisst) - und dass klar geregelt wird: wer darf was? Wer ist für was zuständig? Ich arbeite in einer Sozialstation und da ist es halt einfacher - die Leute werden uns zugeteilt und die haben wir zu versorgen und wenn wir fertig sind, gehen wir heim und wenn nicht, bleiben wir länger. Da gibt es wenig Spielraum für "ich mag das nicht" oder so. Wer seine Tour nicht zuende kriegt, der schiebt eben Überstunden und wenn er nach Hause will, wird er sie zu Ende kriegen - man hilft sich zwar untereinander aus, aber nicht endlos und nicht grenzenlos. Was in Dir vorgeht, dass jemand in Dein Revier drängt, Dich zum Affen macht und das ganze auf eine persönliche Ebene bringt, das kann ich m ehr als gut verstehen. Aber auch Du hast ein Recht auf Depression und darauf,. dass Du eben keine Lust hast, Dich "anpinkeln" zu lassen. Meinst Du, Du kannst soweit aus Dir gehen bzw abschalten, dass das ganze auf einer professionellen Ebene bleibt? Mit ganz einfachen Fragen:
wer ist für was verantwortlich?
Wie war das immer und warum gilt das nicht für alle?
Wie kann die Arbeit gerechter und geschickter aufgeteilt werden?
WAs ist, wenn einer früher fertig ist und der andere nicht?
Ich kenne viele Heime, da werden di eBereiche regelmässig durchgewechselt - was zwar für den Heimbewohner sehr ungünstig ist, da er ständig wechselnde Bezugspersonen hat - aber generell ist es halt einfacher. Ich weiss nicht, wie oft ich schon gesehen habe, dass Leute aus dem Team rausgemobbt wurden - zu oft einfach, als dass es mir damit wirklich gutgehen würde.
Und dann ganz allgemeine Fragen - kann der Dienstplan nich tso geschrieben werden, dass ihr beide nicht immer zusammen arbeiten müsst? Und das kann man ja alles im sachlichen Ton vortragen und Du darfst dann auch Sachlichkeit auf der anderen Seite erwarten und keine persönlichen oder beleidigenden Übergriffe.
Es gibt Beratungsstellen, z.B. ProFamilia, die helfen da einem - es gibt auch andere, die versuchen sogar zu vermitteln.
Klar wäre es für Dich die einfachste Lösung, einfach wo anders zu arbeiten, aber da kann Dir erstens dasselbe sofort wieder passieren und zweitens - glaube ich nicht, dass Du damit wirklich glücklcih wärest. Kurzfristig, aber es würde immer weiter mit Dir arbeiten, in Dir arbeiten und Dich wurmen und kränken und soweiter.....gehen kannst Du doch immer noch....das läuft ja nicht weg. Aber ich glaube, Du bist viel, viel stärker als Du selbst ahnst, ich finde Deine Aggression und Deine Wut wundervoll..... das ist ein super Potential!
Liebe Grüsse
Unicorn |
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| uschi |
Hallo unicorn!
Vielen Dank für deine Worte. Haben mich gerade sehr fröhlich gestimmt. Besonders das mit .....Potential.....
Einige deiner Vorschläge habe ich schon ausprobiert, andere werde ich noch probieren. Danke für dies Denkhilfen.
Ich habe vor auf der Station zu bleiben, alleine schon wegen der pensionäre, würde sie zu sehr vermissen. Und dann gibt es auch noch sehr liebe Kolleginnen.
Werde weiter machen und versuchen einen Schutzschild aufzubauen. So das mich persönliche Angriffe nicht mehr so treffen können. Ich werde versuchen jetzt sachlich zu bleiben.
Ob mir das gleich gelingt, glaube ich nicht, Aber sicher mit der Übung.
Liebe Grüße Uschi. :opti:
Beitrag ergänzt um 00:49 Uhr:
Hallo loti!
Ja, es tut gut darüber zu schreiben und es tut gut Antwort zu erhalten.
Deine Sichtweise regt zum Nachdenken an.Werde noch länger brauchen um alles zu verarbeiten.
Danke für deine antwort. Gruß Uschi. :was: |
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