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Arbeitgeber und stationäre Therapie - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    sterntaler
    Hallo!

    Ich möchte dieses Jahr gerne eine stationäre Therapie in Wolfsried machen und grübel seit Wochen, wie ich das mit meiner Stelle hinbekomme: hat jemand von euch Erfahrung?

    Ich bin bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt schon seit drei Jahren und immer beim gleichen Kunden ausgeliehen, nun läuft das Projekt wahrscheinlich in einem Jahr aus. Ein stationärer Aufenthalt würde, glaube ich, ein richtig dicker Schub nach vorn für mich sein, da ich mich am arbeitsplatz auch schwer tue, und erst 'gesünder' wechseln möchte/könnte.

    Ich habe Angst, dass ich mich blamiere vor beiden Firmen und geküündigt werde und nach der Therapie ohne was dastehe oder peinliche Fragen beantworten muss, dass hinter mir getuschelt wird.
    letztes Jahr war ich 2 Wochen krank und wurde zur Chefin der Zeitarbeitsfirma gerufen und musste Rede und antwort stehen, was ist mit 6 oder 8 Wochen??

    Gleichzeitig steht für mich im neuen Jahr sowieso eine neue Anstellung an. Im Moment ist es nicht soo einfach für mich, etwas zu bekommen, so dass ich jetzt schon versuchen kann, für Januar oder Februar etwas zu finden. Aber ich will auf jeden Fall im guten mit den beiden Firmen gehen, ich bekomme ja auch ein Zeugnis- bei drei Jahren- und es ist mir wichtig, dass cih, wo ich was für mich tun will, mir nicht ein Stück weg verbaue.

    Meine Überlegung war, bevor meine Ärztin nach Ihrem Urlaub die Einweisung schreibt, das mit beiden Firmen im Vorfeld abzuklären, evtl Ersatz zu besorgen, klären, ob ich wiederkommen kann z. B. , oder ist das ungeschickt???

    Ich fühle mich mit dieser Sache so allein, die Therapeutin sieht das ganz anders, aber die hat ja eine Stelle..

    Ich würde mich über Ideen oder eigene Erfahrungen, die Ihr mir schreibt, sehr freuen.

    Viele Grüße,

    Sterntaler
    shawnee
    Hallo sterntaler,

    ich denke, es kommt immer darauf an, wie gut man mit den Vorgesetzten kann.
    Ich würde nicht soviel preisgeben, sondern "einfach" angeben, Du machst eine Reha, wegen ein paar Problemen und die wird sicherlich 6 Wochen dauern (Bist Du erstmal weg, gehen auch 8 Wochen!.
    Gründe, warum und wieso und weshalb mußt Du keine angeben. Das Deine Ärztin Dir das empfohlen hat.
    Warum geht auch niemanden etwas an - und das Du danach wieder - hoffentlich - fit und frisch "antreten" kannst. Wie Deine Zukunftspläne aussehen, geht sie auch nichts an.

    Ich habe mit offenen Karten gespielt, nur soviel, wie nötig war - damit Organisatorisches geregelt werden konnte.
    In Deinem Zeugnis dürfen keine negativen Sachen stehen - das ist gesetzl. geregelt - so von wegen: und dann fuhr Frau XY mal eben 6 Wochen zur Kur" - da brauchst Du Dir keine Sorgen machen.

    Rechtzeitig Bescheid geben ist immer gut, und nichts plaudern, was nicht geplaudert werden muss.

    Lg
    Shawnee
    torey
    Hallo,
    ich habe dieses "Spielchen" schon dreimal spielen müssen. Und ich fand es jedes Mal schrecklich. Beim ersten Klinikaufenthalt habe ich lediglich gesagt, daß ich ins Krankenhaus müsse und nicht wisse, wie lange das dauert. Das war ein Eigentor, denn danach waren alle Kollegen stinksauer, was ich sogar irgendwie verstehen kann, aber ich wußte mir nicht anders zu helfen.
    die Klinik in die du gehst, ist das ein Krankenhaus, so daß du einfach eine Krankschreibung eines Krankenhauses bekommst (dann steht da nämlich auch nicht psychotherapeutische Klinik oder so drauf) oder ist das explizit eine "Psycho-Klinik"? Wenn das so ist, wirst du gar nicht darum herum kommen, auf der Arbeit irgendwas zu sagen.
    Ich habe bei meinem zweiten Aufenthalt vorher dem Arbeitgeber gesagt, daß ich leider noch einmal ins Krankenhaus müsse. Da kamen dann natürlich erst recht Fragen. Und da ich absolut keine Lust auf ähnlichen Stress wie beim vorherigen Mal hatte, habe ich meinem Arbeitgeber gesagt, ich sei chronische Schmerzpatientin und müsse eine Schmerztherapie machen.
    das haben die geschluckt, wenn auch etwas widerwillig.
    Ich finde, daß das eine gute Begründung ist. Damit sind längere Krankenhausaufenthalte möglich, und es hört sich schön somatisch an, was Arbeitgebern meistens lieber ist, als irgendetwas psychisches.

    Viele Grüsse,
    Torey
    yggdrasil
    Hallo Sterntaler,

    ich denke auch, sag soviel wie Du es möchtest.

    Generell geht es die nichts, gar nichts an.

    Es ist schon nett, wenn Du zuvor Bescheid gibst.

    Dann können die sich darauf einstellen, wenn Fragen kommen, kannst Du sagen, dass Du nichts dazu sagen möchtest es Dir halt zu privat ist oder eine Begründung ganz weglassen.

    Wie Shawnee auch schon schrieb, ins Zeugnis darf nichts negatives. Schreibt der Arbeitgeber etwas verblümt, es gibt da ja spezielle Arbeitgebersprachen, kannst Du ein neu geschriebenes verlangen, soweit ich weiß.

    Du bist wichtig, und selbst Reha kann doch alles mögliche sein.

    Gibt doch auch viele die Ihre Rehaansprüche so mal gern benutzen.

    Du bist krank und sollst dorthin.

    Du sagst, es ist gut für Dich, dass ist wichtig.

    Achte auf Dich, und lass die Sorgen darum weg, wegen Krankheit kündigen, darf man nicht, und beschert beiden nur Aufwand und Ärger.

    Lieben Gruss, Yggdrasil
    sterntaler
    Hallo Ihr,

    DANKE für eure Antworten.
    Ja, Torey, es ist eine 'Psychoklinik', und die Personaler von de Zeitarbeitsfirma sehen das alle an der Krankmeldung, sind nur 5.. und ich habe nur Muffe, dass wenn ich wieder komme , mein Einsatz futsch ist und ich dann deswegen gekündigt werde, ich fand das lohnt sich für 6 wochen nicht..wegen Krankheit kündigen geht nicht ,aaber danach brauchen die nur sagen, wir haben keinen auftrag für sie.. die wollten schon immer bei einem Tag wissen, was ich habe.
    Ich weiß wohl, dass die Fragen nach meiner Krankheit unerlaubt sind, aber Aussageverweigerung schürt meist noch mehr Fantasie.. ich dachte sonst ich sag, dass ich Migräne oder Asthma habe, das kann ja auch psychosomatisch, viell. vererbbar sein.. und klingt besser. Ursprünglich wollte ich es zwischen 2 stellen machen, so unauffällig wie möglich, ich wollte mir sogar unbezahlten Urlaubnehmen, dass ich mir keinen stress deswegen mache.. tja, bin mal gespannt, wie ich das löse..grübel.... schon 1000 mal hin- und herüberlegt... Ich grüß´euch -

    Sterntaler
    eilina
    nur kurz am rande, kliniken, bei denen man kostenzusagen von den rentenversicherungen hat (also sog. psychosomatische rehas), haben einen extra briefkopf für arbeitgeber. das ist auch vorschrift. da steht nur name, tel. und ort der klinik, aber nicht, dass es ne psychoklinik ist. hilft im zeitalter des internets nicht wirklich weiter, weil jeder mit einem klick sieht, welche klinik für was ist.
    lg
    e.
    sterntaler
    @eilina,@yggdrasil,@torey,@shawnee,
    vielen herzlichen Dank für eure Beiträge! Es hat mir sehr geholfen.

    Sterntaler