| mysticgirl |
Morgens beim aufstehen merke ich, da ist schon wieder ein Teil von mir, ich weiß nicht wie man das anders nennen kann, tot.
Alles um mich herum nehme ich garnicht richtig wahr, vergesse alles, hab das Gefühl wie eine Maschine nur noch zu funktionieren..
Keiner merkt was, keiner !
Kann man innerlich ganz sterben?
Ich pack mich einfach nicht mehr, keine Kraft mehr.
Einfach nur noch weinen, aber es geht nicht es kommt nix raus,kann garnicht weinen, tut weh im Bauch drin, im Hals..
Jeder lädt immernoch alles auf mir ab, merken die nicht, das ich am zusammenbrechen bin? Kann nix sagen, darf keiner wissen, muss doch jemand merken.... |
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| shawnee |
Liebe mysticgirl,
kann "man" innerlich st*rben.
Aufgeben und resignieren, ja, das kann man.
Ich hatte mal vor Jahren geglaubt, mein inneres Kind wäre gest*rben - ich fühlte mich innerlich leer und unlebendig.
Meine Thera hat mich damals getröstet und meinte: dann ist es verschwunden - ist weggegangen, weil es zuviel ist.
Man bekommt immer soviel aufgeladen, wie man sich gefallen läßt.
Ich habe letzte Woch auch viel zu viel gehabt und gemacht und war an dem Punkt: sieht denn keiner....
Nein, es sieht niemand - und ohne große Vorankündigung habe ich "sein gelassen".
Habe Abstriche gemacht, wo ich konnte und mir erlauben durfte.
Auf der Arbeit zu funktionieren - ja, muss wohl so sein.
Sich Freiräume schaufeln; schauen: was kann mir gut tun?
Dann war es eben eine Woche lang: auf dem Sofa liegen.
Weinen.
Schm**zen haben.
Du bist gefordert, liebe Mystic, niemand kann riechen, wie es Dir geht und wissen muss es doch einmal jemand, oder? Wie lange noch? Wie lange kannst Du noch so weiter machen?
Ich finde es unglaublich schwer, jemanden zu sagen: du,ich kann nicht mehr, ich brauche Hilfe und ich schaffe das auch nicht immer.
Nur in winzigkleinen Schritten zu überlegen: was kann ich liegenlassen (Haushalt beim dem Wetter -nö!) - in der Arbeit, Pausen gönnen, Cappucino trinken, Seele mal für Sekunden baumeln lassen.
Erlauben, das Tränen manchmal erleichternd sind.
Ein Sturzbach, der sich komplett nach Auflösung anfühlt - und doch wissen wir alle: wir schaffen es, auch wieder aufzuhören, weil wir eben gelernt haben, gut zu funktionieren.
:trost:
Sag nein und stop....es reicht.
Lg
Shawnee
P.S. Ich gehöre auch zu Deiner Fraktion und kann anderen immer gut sagen: mach so und mach so...
Ich weiß das alles und falle immer wieder auf mich herein...ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, das ausgerechnet ICH - die Deutschlandweitanerkanntenichtneinsagerin - Dir schreibt....:herz: |
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| geoid_bummlerin |
Liebe mysticgirl,
ein lieber Mensch sagte neulich zu mir, er habe sich all die Jahre geirrt - ich wäre nicht innerlich gestorben - ich hätte nur geschlafen, weil ich es nicht ertragen hätte, weil ich nicht mehr konnte.
Ich konnte das lange nicht akzeptieren, kann auch jetzt diesen Halbschlaf nicht ertragen - das so lange schlafen müssen, das nur die Hälfte mitbekommen, das alles machen müssen, was andere mir sagen, das weinen wollen und doch nur Bauchweh haben, das Gefühl zu sterben, jeden Morgen wieder.
Aber ich hab irgendwann angefangen, jeden Morgen wieder mir vorzunehmen zu leben. Und langsam fange ich an wirklich zu leben..
Ich mache noch immer alles, was andere wollen. Aber ich mache auch ab und zu was ich will, versuche es mir nicht übel zu nehmen, dass ich nur halb lebe, nicht alles schaffen kann.
Und vor allem versuche ich nicht mehr zu erwarten, dass jemand merkt, wie's mir geht. Meistens bleibt mir nur um mich selbst zu kümmern - doch kann man das? Nicht immer.. und dann kann man nur spontan versuchen, so schwer das ist, um Hilfe zu bitten.
Ich konnte es jahre,fast schon jahrzehnte lang nicht. Will es mir heute nicht leisten meistens. Aber es ist ein möglicher Weg zu leben.. nicht mehr nur zu funktionieren..
und das funktionieren - sei stolz drauf und vergib Dir, gestehe es Dir zu, dass alles wie in Trance ist in der Arbeit.
Alles gute,
GEo |
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