| judidt |
Seit einiger Zeit geht es mir nicht so gut. Immer häufiger denke ich darüber nach, wie sich alles anders entwickelt hätte, wenn man mir als Kind nicht diese schrecklichen Dinge angetan hätte.
Ich lese hier und finde für mich keine Antworten, keine Zuversicht mich an den Beiträgen zu beteidigen. Früher war ich aktiver und freute mich, wenn ich hier Unterstützung bekam. Jetzt ist mir so als würde ich keine Draht mehr finden um mich zu beteidigen. Das macht mich traurig, weil ich hier immer die Hoffnung hatte, den fehlenden Halt zu finden.
Ich weiß das es nicht an den Leuten hier liegt, dass es an mir liegt. Ich habe die Hoffnung an mein eigendes Leben verloren. All die schönen Dinge sind an mir vorbeigegangen ohne das ich sie bemerken konnte, weil ich es als Kind nicht gelernt habe. Ich bin so unendlich müde vom Leben.
Ich muss versuchen hier wieder Kraft zu finden. Könnt ihr mir helfen?
judidt |
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| knuddel |
Huhu judidt :winken:
Helfen kann ich Dir sicher nicht, aber verstehen ... das tue ich.
:hand:
Knuddel |
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| yggdrasil |
Hallo Judidt,
tust Du etwas gegen die Depressionen?
Bist Du in Therapie, hast Du Medikamente?
Kann verstehen, dass es Dir in deinem Zustand alles schwer fällt.
Lieben Gruß,
Yggdrasil |
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| pantalon |
Liebe Judidt!
Weißt Du, was ich sos chön am Forum finde?
Dass man beides zeigen darf, das lachende und das weinende Gesicht. Und das ganz nah beieinander, manchmal sogar gleichzeitig. Das darf man im RL auch, aber sich da zu trauen, ist natürlich ungleich schwerer. Du darfst also immer herkommen und vielleicht brauchst Du einfach ein bisschen Kontiunität, um Dich hier aufgehoben zu fühlen?
Um uns herum wird es immer wieder schwarz und auch wenn es Kraft kostet, hilft es mir immer gut, mir selbst ein Stop-Schild zu imaginieren, wenn mich Zweifel auffressen. Einfach weil ich weiß, dass mich das destruktive Denken nicht weiterbringt. Sehr anstrengend, aber auf Dauer nicht so anstrengend wie das Gefühl, willenlos von depressionen hin und her geworfen zu werden. Man kann nicht alles steuern, aber man kann üben, die eigenen Gedanken mittels Affirmationen ein wenig in eine bestimtme Richtung zu lenken.
Machst Du schonmal Mediationen oder sowas in der Art?
Schau nach vorne :liebes:
Ich schick Dir viel :kraft: dafür
Pantalon |
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| judidt |
In Therapie bin noch. Allerdings nur alle 6-8 Wochen da ich 2 Jahre warten muss um wieder eine Therapie neu zu beantragen. Das ist für mich sehr schwer. Meditationsübungen kenne ich, kann sie allerdings nur sehr wenig anwenden, weil ich nie so richtig allein sein kann. Ich lege dann eine Entspannungs CD ein und versuche abzuschalten. Doch meine Gedanken verschwinden dann in tiefe, schwarzen Löcher und es fällt mir schwer mich auf die Entspannung einzustellen.
Es ist eine Sehnsucht die in mir ist, die mich traurig macht. Sehnsucht nach Beziehung, nach einem Menschen der mich in traurigen Momenten hält, einfach ein Ort wo ich mich fallen lassen kann.
Oft denke ich, dass ich nie eine Beziehung führen kann, weil die Erlebnisse aus meiner Kindheit mich daran hindern. Angst macht mir, dass ich in dieser schweren Stimmung sogar an Suizid denke. Ich habe das auch bei meiner Therapeutin mal angesprochen aber ich hatte den Eindruck, dass sie mich nicht so richtig ernst nimmt. Einerseits will ich Leben oder wo mir bewusst wird das ich noch Leben muss und dann wieder kommt ein Moment wo ich aufgeben will. Einfach weil mir alles zuviel wird. Das macht mir wirklich Angst.
Seit einiger Zeit nehme ich wieder Medikamente doch ob sie mir richtig helfen bin ich mir nicht sicher.
judidt |
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| giovanna |
hallo judidt
möchten gehrn die worte für Dich hier lassen
Ich hab soviel Trauer in mir, scheinbar endlose Trauer. Deswegen auch schreibe ich jetzt ein bisschen über meine Trauer und mein Traurigsein. Es hängt bei mir mit ganz vielem zusammen. Mit Schmerz vor allem, aber auch Wünschen und Sehnsucht und hat für mich viel mit Abschied und st*rben zu tun. Und was ganz schwer ist, je mehr ich lerne, umso mehr Trauer ist da. Das ist irgendwie schlimm, aber ich weiß nichts dagegen zu machen., außer gefühllos wieder werden, wenn es gar nicht mehr gut geht. Da ist soviel, bei dem ich jetzt lerne, dass ich es nie gehabt hab. Und nie haben werde. Haben kann. Und mit dem Wissen jetzt, um das alles, was nie sein wird, tut es aber nicht weniger weh. Dann tauchen auf einmal da Wünsche auf, ganz heimlich und leise, und doch sind sie da...nur einmal möchte ich etwas bestimmtes fühlen, spüren, haben können, so gern wissen, wie etwas bestimmtes ist...lernen und verstehen hilft mir sehr, aber manchmal, in manchen Dingen scheint es alles viel schlimmer zu machen. Ich bin noch dabei, einen Weg für mich zu suchen, und ich hoffe, dass es auch noch andere gute, sinnvolles Sachen im meinem Leben geben kann, doch ich weiß nicht, wie das all das andere aufwiegen sollte...es ist so viel...und es tut (noch) so sehr weh...
Und vor allem hab ich so große Sehnsucht nach Leben, einem richtigen, echten, sinnvollen Leben.
Ich weiß einfach nicht, wie ich leben kann, soll, (darf?) mit all dem, was ich bin und weiß, und das zerreißt mich so oft so arg, ich möchte doch leben, aber es ist oft so schwer, einfach so traurig, es wird so viel geleugnet, und die Welt hier ist so schwer zu verstehen und zu ertragen.
Und ich möchte einfach immer nur weinen. Aber das geht ja nicht.
Das war eine Antwort von einem lieben menschen auf die Worte Möchten sie gern hier so stehen lassen
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Auch wenn ich weiß, dass Traurigkeit kein angenehmes Gefühl ist, so ist es doch ein ganz und gar lebendiges Gefühl, etwas, was zum Leben genauso dazu gehört wie die angenehmen, schönen Gefühle. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, das Kunststück fertig zu bringen, den Blick für die schönen Sachen zu schärfen und sich gleichzeitig von den weniger schönen oder auch schlimmen Dingen nicht gänzlich runterziehen zu lassen. Natürlich sagt sich so etwas immer leichter als es sich umsetzen läßt, und ich bin dabei auch nicht immer super erfolgreich, aber wir haben das ganze Leben lang Zeit, uns in dieser Kunst zu üben.
Über den Schmerz und die Traurigkeit zu sprechen ist eine Möglichkeit, sie erträglicher zu machen. Und über das, was hätte sein können, aber nie war, und das, was gewünscht und ersehnt worden ist, und nicht erfüllt wurde, muss auch manchmal geweint werden. Und ich denke, dass das auch irgendwann möglich sein wird. Auch wenn du dir / euch das jetzt vielleicht noch nicht vorstellen kannst, es kann etwas wirklich wohltuendes haben, wenn man den Schmerz nicht mehr in sich verschließen muss, sondern ihn mit den Tränen rausfließen lassen kann.
viel viel kraft Judidt sendet dir
giovanna
die auch gerade mal voll daneben ist |
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| judidt |
Danke giovanna,
in deinen Text habe ich meine Wünsche und Bedürfnisse und Sehnsucht gespürt. Ich hoffe das ich mit meinem Beitrag deine Stimmung nicht verschlechtert habe.
Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Es ist so viel, in meinem Leben an mir vorbeigegangen ohne das ich es mal spüren durfte. Mir macht es nichts aus nicht in Reichtum zu leben oder auf Reisen zu verzichten. Ich möchte nur mal spüren wie es ist ohne Angst ohne Misstrauen ohne diese schrecklichen Bilder, von damals, eine Beziehung zu erleben, in den Arm genommen werden.
Meine Angst ist es nie zu erleben. Es ist ein Hunger nach Glück.
judidt |
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