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    marlasinger
    Hallo, jetzt wurde ich ja vor einem knappen Jahr sehr unschön trotz allem Einsatzes aus meinem Job gekickt.
    Ich hab eeine ziemliche Zeit benötigt, mit dieser Ungerechtigkeit fertig zu werden, mit dem sozialen Absteig, alle dem.
    Dann habe ich mich wie bl*de beworben, auch auf Jobs, wo ich eindeutig überqualifiziert bin, mit dem Erfolg, das es immer eine Bewerberein gab, die flexibler war(kein Kind???).
    Das tat meinem Selbstwert auch nicht gerade gut.
    Seit Dezember (Traumstelle hat mich doch abgelehnt) habe ich es als Chance genutz, habe mein Leben geordnet (falsche Freunde aussortiert, intensive Thera angefangen), angefangen, nach meinem Weg zu suchen, mich voll und ganz auf MICH zu konzentrieren, jetzt langsam fängt es an, einen Effekt zu zeigen, aber nur andeutungsweise.
    Wie ich so bin, hab eich mich jetzt schon rangemacht, zu sehen, was nach ALG so kommen kann und siehe da, da ich nicht alleine lebe, kommt da gar nichts mehr. Aber wirklich Geld haben wir nicht und komischerweise wird das außerhäusige Kind meines Part*ers nicht berücksichtigt, auch keine laufenden Kredite oder Scheidungskosten, nichts.
    Was bleibt mir also übrig, als alles was ich angefangen habe, wieder hinten anzustellen und intensiv nach irgent einem doofen Job zu suchen, also einem, wo sie mich gar nicht ablehnen können (ich weiß, sowas gibt es nicht)und für wenig Geld versuchen zu arbeiten, was dann aber bedeutet, wieder optimale Doppelbelastung für weniger Geld als jetzt, was auch bedeutet, das es trotz aller Mühen nicht reichen wird, denn schon jetzt reicht es nicht, was nur eine Konsequenz haben kann, noch mehr einsparen, da kann nur noch das Auto weg, was dann aber auch bedeutet, das die Hunde gehen müssen, denn ohne Auto kann ich sie nicht artgerecht halten, und einen Transport mit den Öffentlichen kann ich mir nicht leisten (wobei Auto fast billiger ist als Öffentliche).
    Das heißt, alles was mir guttut, fällt weg:
    Zeit mit und für meinen So*n
    Zeit für mich, Zeit für intensive Therapie
    meine geliebten Hunde, pelzige Therapeuten.

    Für "Ackern bis der Arzt kommt" für wenig Geld wenn ich überhaupt was finde...und es wird für nichts reichen :angst:

    Gibt es wirklich keinen anderen Weg?

    :nosleep: Marla
    gelfling
    Liebe Marla,

    ich hatte vor einiger Zeit einen ganz ähnlichen Thread gestartet.

    Ich habe zwar einen Job, 'trotzdem' fr*ssen mich die Ausgaben auf :(

    Vielleicht ging es für eine Weile *malvorsichtigsag* die Hundis 'nur' vorrübergehend woanders unterzubringen z.B.
    Oder mit dem Auto eine Fahrgemeinschaft zu bilden?
    Oder Monatskarten?

    Klägliche Versuche, ich weiß...

    Was ich aber sagen will ist: mach es Dir nicht noch schwerer, indem Du Dich per Rundumschl*g von allem trennst, was Dir lieb und hilfreich ist.

    Denn Dich jetzt noch zusätzlich zu demotivieren hilft weder Deinem Leben noch der Jobfindung.

    Is alles so leicht gesagt... :(

    Wünsche Dir ganz viel :kraft:
    gelfi
    marlasinger
    Hey Gelfi,
    danke für deine liebe Antwort!

    Monatskarten sind hier nicht sehr günstig, bräuchte ja eine für mich und eine für das Kin* und Hunde müssen IMMER einen Einzelfahrschein ziehen, die WOLLEN sie nämlich nicht in den Öffentlichen :(

    Und die Hunde sind aus dem Tierschutz, die kann ich nur dorthin zurück geben und dann werden sie neu vermittelt... DIE BEHALTE ICH, die gehören zu mir!!!

    *selbsthypnose* alles wird guuuuhuuut

    :nosleep: Marla
    gelfling
    Ja... :meditate:

    :knuddel:
    xenia
    Hallo Marlasinger,
    bitte nicht sauer sein, ich versteh dich schon, aber geht es uns nicht allen so oder ähnlich gerade? Ich habe einen Job, eine Ganztagsstelle. Ein Auto ist Vorrausetzung, wird erwartet, ohne kann ich diesen Job gar nicht machen...meinem Mann geht es genauso. Einen anderen Job werden wir in unserem Alter und ohne Studienabschluss nicht finden. Wir haben ja NUR eine normale pädagogische Ausbildung :( und bei keinem anderen Arbeitgeber würden wir das Geld verdienen, das wir (noch)bekommen.
    Die Kosten für die Autos bilden den Löwenanteil unserer Ausgaben. Wir können uns keinen richtigen Urlaub mehr leisten, unser Konto ist ständig leer, einfach nur durch die laufenden Kosten. Wir verhungern nicht ;) klar, ich will auch gar nicht so viel meckern, nur mal klar machen, dass wirklich für alle die Kosten enorm gestiegen sind.
    Ich hoffe, dass wir durch den geplanten Hausverkauf einsparen(Illusion?). Na ja, an etwas muss man ja festhalten :D
    Liebe, solidarische Grüße,
    xenia
    diver
    mann o mann/frau... bei euch in D geht es ja mittlerweile ab (ich bin Schweizer)...

    Ich bin jung (26) und arbeite 2 Tage in der Woche in einem Büro - davon kann ich leben (!)

    wenn ich dann von Leuten höre, die sich für praktisch denselben Lohn abkrüppeln, die miesesten Bedingungen hinnehmen müssen etc, dann werde ich jeweils *ein klein bisschen* nachdenklich...

    Klar, ich habe bei meiner jetzigen Stelle auch einfach Glück gehabt - habe aber kein studienabschluss, und vielleicht sieht es auch nicht mehr so rosig aus, wenn ich mal älter bin....

    Ich machte vor meiner zweitausbildung (kaufm.) auch allerlei für jobs, und ich habe es in keinem lange ausgehalten - ehrlich gesagt hätte ich ein massives problem, unterqualifizierte Arbeit zu machen und dazu dann noch sehr schlecht bezahlt zu sein - wo hat man da denn noch perspektiven?? von lebensqualität spreche ich jetzt gar nicht erst...


    Auf jeden Fall wünsche ich allen working-poor's trotz allem viel Mut, Hoffnung - auf das wieder einmal bessere/menschenwürdigere Zeiten kommen (..sieht z.Z. leider nciht danach aus..)

    diver