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Dystyhmie loswerden ? - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    frischkaese
    Vielleicht eine zu einfache Frage:

    Wie werde ich meine Dysthymie (chronische Depression) los? Möglichst schnell und dauerhaft?

    Ein Jahr Therapie mit einer Therapeutin hats nicht gebracht...

    :was: :was: :was: :was:
    penelope
    Hallo Frischkaese!

    Zunächst möchte ich Dich recht herzlich begrüßen

    :gruss: :hand:

    und Dir ein gutes Ankommen wünschen.

    Tja, wenn die Frage so einfach zu beantworten wäre, das wäre wirklich toll......
    Ich denke, schnell geht es nicht, kann es irgendwie auch gar nicht und dauerhaft...hm....
    meiner Ansicht nach ist das wohl auch nicht so ohne weiteres möglich.....
    Ablegen wie einen zu groß gewordenen Mantel würde ich meine Depressionen auch gerne.....

    Für mich bedeutet es, versuchen, damit zu leben, mal besser, mal weniger gut....
    Es ist Arbeit, schwere Arbeit, immer wieder einen Weg für sich zu finden, sich zu arrangieren mit der Depression, Lösungen zu finden, Aufarbeiten...versuchen zu verstehen, Ursachenforschung.....
    Jeder Mensch geht mit seinen Problemen anders um, geht sie anders an....

    Möchte Dir nicht den Mut nehmen, vielleicht aber zum Nachdenken anregen und hinterfragen.
    Wichtig ist auch sich Hilfe zu holen, vielleicht würde ein Thera-Wechsel auch schon eher zu Erfolgen führen?!

    Liebe Grüße

    Penelope :winken:
    milla
    Hallo Frischkaese,

    da die Sache leider chronisch ist, braucht es seine Zeit. Ein typisches Merkmal dieser Depressionsform ist, dass sie schon aus dem Kinder/Jugendalter stammen könnte. Da sich viel mehr oder weniger eingeschlichen hat, lässt es sich nur mühsam in Griff kriegen - ABER ES KANN GELINGEN.
    Ich bin eine starke Befürworterin für Rehas, egal ob stationär oder ambulant.

    Hab Geduld mit Dir, dann gehts voran.

    Lieber Gruß
    Milla
    shawnee
    Hallo Frischkaese,

    auch von mir erstmal: herzlich Willkommen.

    :gruss:

    Ich glaube, der Ansatz ist ein wenig zu forsch.
    DU WILLST unbedingt etwas "los werden", Deine Depression.
    Wenn ich etwas besonders will, klappt es meist gar
    nicht.
    Ich selber leide seit 32 Jahren unter dieser Störung;
    mal mehr, mal weniger. Hat eine lange Geschichte.
    Als ich eine Thera in der Klinik mal fragte, ob es
    davon Heilung gäbe, meinte sie: nein, aber Besserung.
    Das ist ein paar Jahre her und mit Hilfe meiner Therapeutin "lüftet" sich der Schleier nun öfter.

    Erstmal wäre es wichtig, anzunehmen, das Du darunter leidest. Schauen, was kannst Du Dir persönlich Gutes tun...damit es auch gute Tage geben kann.
    Es hängt viel davon ab, was Du mit Dir selber machst.
    Ungeduld hilft da nicht viel.

    Bist Du noch in Therapie?

    Liebe Grüße erstmal
    Shawnee
    frischkaese
    Nein, ich habe die Thera gerade abgebrochen, weil wie gesagt kein Effekt feststellbar war und meine Therapeutin mir überhaupt keine Richtung oder Plan anzubieten hatte, wie es weitergehen soll. Das hat mich alles sehr frustriert, und selbst meine Therapeutin stellte schließlich fest, daß sie möglicherweise die falsche für mich sei, wenn ich nach einem Jahr subjektiv keinen positiven Effekt spüre.

    Tja nun stehe ich wieder hier, weiß immer noch nicht so recht wies weitergehen soll.

    Ein ziemlich großes Thema bei mir ist Einsamkeit, das fehlen einer Frau in meinem Leben, von Berührung und Zärtlichkeit und Sex. Insbesondere letzteres scheint irgendwie eine Art Tabuthema zu sein, sowohl in der Gesellschaft wie auch in der Therapie. Jedenfalls war meine T. nicht in der Lage, das Thema überhaupt als solches ernst zu nehmen, dabei habe ich sehr stark das Gefühl, das Einsamkeit und sozialer Misserfolg vermutlich nicht der Auslöser waren, aber heute genau die Probleme sind, die mich daran hindern, aus meiner Depression auszubrechen.