Forum-VerletzteHelfer
Forum-VerletzteHelfer Forum-VerletzteHelfer Archive > Diagnosen, Erkrankungen und Therapie > Depressionen & Depressive Störungen
 
Mein Engel ist weg weiß nicht mehr weiter - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    amy_sophie
    Hallo Ihr!

    Ich bin neu,aber vielleicht darf ich trotzdem schon was schreiben.
    Mir gehts gerade nicht so gut.

    Zum verstehen muss ich vieleicht sagen,dass ich das Gefühl habe aus zwei/bzw drei mentalen Hälften zu bestehen.
    Da bin einmal ich, die ich gar nicht beschreiben kann :weinen: und dann ist da mein Engel,die liebe Seite,die auf mich aufpasst und mir Kraft gibt und die böse Seite,der Teufel,der mir nur wehtun will und mir schlechte Gedanken und Gefühle gibt.
    Es ist schwer zu verstehen,aber die Seiten kämpfen gegeneinander und ich leide unter ihnen.

    Nun zu jetzt :help:
    Vor einer Stunde gings mir noch gut. Drei Tage schmiede ich nun schon eigene Therapiemöglichkeiten mit meinem Engel und hatte wirklich Kraft und alles.

    Und nun,nun ist alles weg. Dieses liebe Gefühl,diese Wärme,die Hoffnung....

    Ich fühle mich schlecht,spüre wieder diesen Schm*rz in mir,spüre innere Metallsp**ß*,die mir wehtun.
    Ich bin so traurig und weiß nicht warum.
    Was ist passiert?

    Warum ist mein Zimmer auf einmal so t*d?
    Warum muss ich auch immer all die Kraft in Hoffnungen setzen,die ich wahrscheinlich nicht verdient habe?? :weinen:

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Mchte endlich wieder mal ne Zeit lachen dürfen...

    Danke fürs Lesen.

    Amy Sophie
    yggdrasil
    Hallo Amy Sophie,

    bin auch mit dem Lachen immer karger geworden, trainierte auch eine zeitlang lachen, um zu lachen.

    Das war bei mir eher noch ungünstiger, weil ich mir da wirklich etwas armselig vorkam und zudem einfach selbst unecht war.

    Achtung: Situationskomik evtl...

    Ich lief mal mit meinem damaligen besten Freund nach Hause, wir waren so 9. Klasse etwa.

    Er ganz stolz mit seinem Regenschirm... unten mit Taschenlampe dran und leuchtete herum und präsentierte mir dieses Prachtexemplar..

    Er sehr sportlich… wirbelt damit umher (es war kein Knirps) und wie man dann so ist, schmeißt er ihn in die Luft und er dreht sich und landet platsch vor seinen Füßen.

    Da bekam ich leise schon das lachen, er peinlichst berührt, hebt ihn auf und wirft ihn erneut hoch und irgendwie k*üppelt er sich das Ding selber auf sich drauf.

    Ich war so am lachen….

    Wie dümmlich er da stand , ge*einigt von seinem Schirm und er doch so dringlich beweisen musste, dass er es schafft ihn wieder aufzufangen.

    Ich muss heute noch grinsen über das Bild vor Augen…

    Vlt. ist derzeit einfach alles zuviel? Unzufrieden? depressiv?

    Vlt. ist Dir einfach nicht zum Lachen ?

    Ich lache richtig herzhaft sooooo selten mittlerweile, habe das eine zeitlang auch versucht Anderen anzulasten, doch das war auch nicht wirklich der Grund.

    Vlt. wird dein Lachen wieder auftauchen, und vlt. wirst Du es nur noch in ganz seltenen Momenten erleben, ganz plötzlich, aber die Momente werden wertvoll für Dich sein denke ich.

    Wenn die ganze Stimmung unten ist, evtl. falls Du noch nicht in Behandlung bist, mal Arzt aufsuchen.

    Alles Liebe Dir.

    Yggdrasil
    elli
    Hallo amy_sophie,

    manchmal erscheint es sehr schwer, Gründe zum Lachen zu finden...

    Hoffnungen...
    Ich glaube nicht, dass man sich die verdient.

    Oft geht es um Hoffnungen. So kleine Pflänzchen, die da in mir wachsen. Ich bin überzeugt, da kommt weder mein Engel noch mein Teufel oder ich selbst dran oder sonst wer.
    Ich denk, diese Zartgrünen führen ein Eigenleben. Da sind sie immer.

    Nur merk ich´s manchmal nicht.

    Liebe Grüße von elli
    amy_sophie
    Danke euch beiden für die lieben Antworten.
    Ich weiß nicht,nach so langer Zeit (gut ist für einige vielleicht noch sehr kurz) kennt man das Gefühl des wirklich glücklich sein nicht mehr so wirklich.

    Ich lache teilweise schon,aber es ist nicht wie früher,es ist gedämpft,als wäre es nur ein Spiel um nicht aufzufallen...

    @ Eli
    Meinst Du nicht,dass man irgendwann nicht mehr das recht hat zu hoffen,wenn man innen drin so ein Gefühl hat,dass man zu schlimme Sachen gemacht hat,dass man dem Leben nicht gerecht wird und nur noch das Leben darf was man bekommt?

    Naja möcht mich eigentlich auch nochmal entschuldigen für den Threat gestern, ich hatte gestern noch einen Blackout und hätte das alles nicht schreiben dürfen.
    Ich weiß nicht,wie das alles so passieren konnte,das ich so die Kontrolle verliere und mir wieder so wehtue... :besorgt:

    Lieben Gruß
    Amy Sophie
    pantalon
    Liebe Amy Sophie!

    Es ist gut, dass Du gestern geschrieben hast. Das muss Dir nicht peinlich sein, denn nur so kann man sich anschauen, was man aus welchen Gründen tut, denkt oder fühlt und evtl. umdenken und etwas verändern.
    Du wirst sehen, dass alle Seiten in Dir hier einen Platz haben und irgendwann wirst Du vielleicht sogar Deine Mitte finden. Masken haben wir draußen so viele auf. Bis dahin musst Du durchhalten, immer wieder gegen die negativen Gedanken ankämpfen bis Du es geschafft hast. Das passiert nicht mit einem lauten Knall, eher ganz sanft und leise. Für die Therapiesuche wünsche ich Dir ganz viel Kraft!

    Halte durch, es lohnt sich!

    :liebes:
    Pantalon
    yggdrasil
    Hallo Amy Sophie,

    ich habe einen anderen Beitrag als diesen hier gestern nicht entdeckt, meinst Du diesen Beitrag?

    Hier kannst Du vieles lassen, was Dich beschäftigt.

    Engel links, Teufel rechts, ja, das kenne ich auch zu gut, auch wenn ich es anders nenne.

    Du schreibst, dass Du schlimme Sachen gemacht hast und es darum nicht verdienst, dass Dein Leben vlt. besser läuft.

    Hm... schlimm ist auch oft Auslegungssache, soweit es bestimmte Grenzen nicht überschreitet, denke ich.

    Was brauchst Du um wirklich glücklich zu sein?

    Du versuchst Dir Hilfe zu suchen, und oft kommt es dazu, dass man nicht gleich fündig wird, mich selber kann ich auch häufig nicht dazu durchringen, meine Telefonate zu erledigen.

    Ich teil es mir deshalb immer ein, lege vorher fest, was wie erledigt werden soll.

    Wenn es manchmal auch nur eine Email ist, ist schon viel geschafft für mich.

    Vielleicht kannst Du Dir das auch strukturieren, falls Du es bisher noch nicht getan hast.

    So in der Art, morgen rufe ich zwei Thera/s an, übermorgen Pause und dann wieder zwei, wenn Du noch keinen gefunden hast usw.

    Ich brauche Struktur, obwohl ich sie früher immer eher gehasst habe.

    Das glücklich eein, ich bin icht glücklich, aber auch nicht mehr so unglücklich wie ich es mal war.

    Das habe ich aber wohl auch sehr meinen Medikamenten zu verdanken und ich finde das auch okay so.

    Ich bin in so einer für mich extrem bes**i**enen Situation, aber dennoch kann ich etwas draus machen.

    Ich will mich nicht mehr gehen lassen, und versuche mir halt das Leben trotz Einschränkungen zu gestalten, mir selbst mal etwas mehr genug zu sein.

    Auch wohl gezwungenermaßen, aber das ist halt so.

    Ich hätte auch weiter herumgammeln können in meinem Bett, mich beriseln lassen von dem Fernseher und mich selbst fertig machen.

    Was nicht heißt, dass ich nicht auch meine mehr oder weniger derben Ausfälle habe.

    Doch irgendwie sehe ich mittlerweile auch, dass das extreme Denken, nicht immer wirklich von mir kam, sondern doch mehr durch die Vergangenheit und das damals notwendige Verhalten und so weiter zustande kam.

    Manche Extreme finde ich nach wie vor sehr gut an mir... :D

    Andere aber halt nicht mehr und die werden oft hinterfragt von mir und es tut mir gut.

    Es gibt mir immer mehr Zufriedenheit in ganz kleinen Anfängen wohl noch.

    Stolz, der sich mal entwickelt, ein Gedanke wie, jetzt könnte ich mir dafür selbst auf die Schulter klopfen oder so halt.

    Nicht immer, aber es entwickelt sich, langsam ....

    Glücklich kann ich so wie ich es definiere derzeit noch nicht sein.

    Doch zufrieden, und damit meine ich mit mir und nicht andere für mich, ist für mich schon sehr viel.

    Mitlachen, weil man ja evtl. den Spass nicht verderben will...mh.... hat mich sselbst eher weiter runter gezogen.. und dann folgte wieder ein Verhaltensmuster.

    Gut, mal ein Lächeln sich heraus zu quetschen, tun viele Leute, auch wenn es eher gar nicht witzig war, aber wie ein Roboter zu lachen und sich womöglich gleichzeitig wieder in Frage zu stellen oder die anderen, hilft auch nicht so wirklich oder?

    Manche Menschen brauchen Andere um sich, die Ihnen das Gefühl geben witzig zu sein und legen auch wenig Wert drauf, dass sich daran etwas ändert.

    Ich hoffe es passt, was ich so geschrieben habe..., wenn nicht, dann schnell vergessn was hier steht und wenn du magst noch weiter schreiben ;)

    Gruß, Yggdrasil
    amy_sophie
    Hm...also irgendie leuchtet mir das ein...denn ich habe z.Zt. gar nicht die Hintergründe aus denen mir es damals so schlecht ging.
    Trotzdem sind die Verhaltensmuster noch vorhanden.

    Es ist so als bestrafe ich mich immer noch,als wären nie drei Jahre vergangen und ich trage diese Schuld, nein ich habe keine strafliche Grenze überschritten, eher eine Gefühlstechnische,aber so genau weiß ich es nicht. Ich habe mich nicht gewehrt,mein ganzes Leben lang nicht,ich habe mein Leben selbst versaut und mein Ex und seine Tat war da noch nicht mal das schlimmst,auch nicht das Mobbing...nein ich bin die Schuld.

    Weil ich lebe,weil ich denke,weil ich das Gute im Menschen sehe,weil ich jedem helfen möchte,weil mir nie jemand geholfen hat, weil ich immer noch glaube,ich müsste irgendwas gut machen...

    Was ich brauche um glücklich zu sein...ich weiß nicht genau...inneren Frieden vielleicht.
    Nicht mehr diese Extreme Engel/Teufel und wenn einer weg ist Blackouts....ich brrauche eine Hand,die mich festhält wenn ich falle.

    Ich möchte wieder spüren zu leben,nicht nur zu existieren.
    Weiß den Grund dafür nicht. :(

    Ich habe ne Therapie gemacht,aber meine Therapeutin war sehr gemein zu mir,sie sagte ich sei komplett falsch und müsse mich von grund auf ändern...sie tat mir nicht gut. Jetzt suche ich ne neue,aber die melden sich einfach nicht und die Psychiaterin hält mich für ne Anstellerin (denke ich auf jeden Fall). Meine Medis wirken nicht und krieg keine neue.

    Würd gern in ne Klinik,kann den Wunsch aber nicht äußern,denn wer will schon freiwillig in ne Klinik??...

    Ich freue mich yggrasil,dass Du so schreibst und es vermutlich auch so angehst. Dauert wohl ne Zeit,bis man so denken kann oder?

    Danke jedenfalls.

    Amy Sophie