| milla |
Hallo,
ich poste hier, um einigen von Euch vielleicht Mut zu machen, eine weitere Reha-Maßnahme in einem kürzeren Zeitraum als 3 Jahre "in Anfriff" zu nehmen.
Ich war im Mai 2004 für 8 Wochen in Bad Kreuznach im Franziska-Stift. Das war eine ganz besondere Zeit, eine intensive Mischung aus Freud und Leid, die ich nie mehr missen möchte.
Trotz anschließenden Thera-Sitzungen kam/komme ich noch nicht mit verschiedenen Themen zurecht( M*tter, S*lbstwert, *bergewicht...) und fahre Achterbahn mit Depris. Fühle mich, wie wenn mein Kräfte-Tank unter Reserve läuft.
Hab mich entschlossen, nochmals einen Reha-Antrag zu stellen.Habe entsprechend viele Fehlzeiten am Arbeitsplatz etc.
Meine Therapeutin hat die Unterlagen von der BfA ausgefüllt - mit Mordsverspätung.(ich bin sowieso nicht mehr zufrieden mit ihr,da fiel mir der Abschied leicht...)
Promt kam eine Absage im Januar. Zeitraum zu kurz, Symptome mit Therapiestunden behandelbar.
Meine Neurologin verfasste mir in Null-Komma-Nix einen Schrieb, den ich mit meinem Einspruch an BfA sendete. Sie meinte auch, dass seit Januar 2006 generell alles erst mal abgelehnt würde.
Eine Mitarbeiterin von der AOK berichtete, dass immmer am 15. eines Monates über Zusage bzw Ablehnung entschieden wird.
Mittwoch war der 15. März; am Samstag, den 18. war schon meine Zusage da -in meiner Wunsch-Klinik "PPRZ" in Stuttgart. Das ist eine Tagesklinik. Ich wohne erst seit Juni 2005 mit meinem Schatzi zusammen, da möchte ich nicht schhon wieder wochenlang weg sein :)
Wollte Euch Mut machen, Euch nicht von Gesundheitswesen unterkriegen zu lassen!
Wir wissen ziemlich gut, was uns gut tut.
Und Fachleute können unterstützen.
Danke für's Lesen
Gruß Milla |
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| axio |
Wow, das ist toll - freut mich für Dich! Wünsche Dir schon jetzt, dass es Dir hilft, die Achterbahnfahrt zu bremsen oder stoppen...
Gut, dass Du Dich für Dich eingesetzt hast und dass Du dabei unterstützt wurdest von der Neurologin...
Alles Liebe,
Axio |
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| milla |
Ich bin echt erleichtert.
Meine M*utter allerdings ist da gaaaaaaaaaaaaaanz anderer Meinung.
Schon vor meiner ersten Reha meinte sie mit ganz erschrocken-versteinerter Miene: "Aber wir brauchen doch sowas nicht."
Sie hat bis jetzt nicht nachgefragt, was es in Kreuznach für Therapien oder Erlebnisse gab. Für sie bedeutet Kur = abends mit den Patienten was trinken gehen.
Aber was ist mit Malen, Gestalten, Sprechen, sich auseinander setzen, mitfühlen, etwas von sich preisgeben, etwas überdenken, reflektieren, sich kennenlernen, annehmen, anfreunden, auch wieder Abschied nehmen...
Nicht nur abends in ne Kneipe gehen. Denn selbst da läuft Therapie, auch ohne Therapeuten. So war's bei mir.
Gruß Milla |
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| milla |
Hab eben Post von Klinik gekommen, am 19.4.06 gehts los...hab Bammel, wie ich mich dort zurecht finde, was dort für Leute / Ärzte sind. ABER ICH WOLLTE DAS SO !!
Darum : :segeln:
Gruß Milla (die mit dem Bammel ;) ) |
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| shawnee |
Liebe milla,
na dann, alles Gute.
Bammel haben - ja, kenne ich, geht mir auch so.
Jedes Mal wieder.
Dann die Sprüche von den anderen: "Oh, du hast das
gut, du fährst zu Kur!"
Ja, toll...was da manchmal abgeht, ahnen die
wenigsten.
Nicht mal "bißchen Fango, bißchen Tango".
Ich war übrigens auch zweimal in Kreuznach, 1994 und 1995.
Mein erster Aufenthalt betrug dort 18 Wochen; damals
gab es noch eine reine Frauenstation, mit Tr*umatherapie etc.
Beim nächsten Mal - 9 Monate später - war alles im
Umbruch und ich blieb nur 6 Wochen - kein Mensch hätte mich dort noch länger halten können.
Ist schade, wenn ein 2. Mal so anders abläuft.
Liebe Grüße
Shawnee |
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| milla |
Hallo Shawnee,
ja, über Kreuznach hab ich nicht nur Gutes gehört. Allerdings hatte ich auch ein paar Meckerer mit dabei, die sogar fast die Klinik fürs Wetter verantwortlich machten ;o)
Es kommt immer darauf an, was man selbst dazu beiträgt...
Gruß
Milla |
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| milla |
Kurze Ergänzung: Habe in der 5. Woche Verlängerung um weitere 2 Wochen bekommen. Und ich werde ALLE Verlängerungen nehmen, die ich kriegen kann. Ich bleibe so lange, bis ich rausgeworfen werde ;)
Es bewegt sich viel in mir. Habe Erkenntnisse, Einblicke und sehr intensive Gespräche und Erlebnisse. Außerdem werde ich in meiner Berufswahl unterstützt. Ich gehe nimmer in meinen Kindergarten zurück!! Meine Thera meinte, ich sei dort immer auf der falschen Seite gewesen. Ich hab mich gefühlsmäßig zu den Kindern zugeortnet, aber als Erzieherin muss man/frau aber auf der anderen Seite sein.
Gruß Milla |
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