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Reaktive depressive Alteration - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    donna_joyce
    Hallo!

    kann mir jemand erklären,was eine reaktive depressive Alteration ist?
    Und was es bedeutet,wenn jemand davon betroffen ist?

    Für Infos wäre ich sehr dankbar!!! :help:

    Lieben Gruß

    Donna-Joyce
    katarina
    Liebe Donna joyce,

    ich kann dir sagen im moment was eine reaktive depression ist- eine depressive episode, die auf ein unmittelbares, meist sehr verletztendes bis hin traumatisches erlebnis hin folgt- aber weiterhin?
    ich werde mir das aber aufschreiben ich mache derzeit eine sozialtherapeutische zusatzausbildung und habe mit allen honorationen der psychoszene, die sich experten nennen, zu tun, ich werde da nachfragen? Alteration? :was: wer hat sowas gesagt? ist das eine diagnose? oft sind ja auch die zusammenhänge wichtig?!
    ich arbeite seit 3,5 jahren in der psychiatrie und habe auch viel mit Ärzten zu tun, aber das hab ich noch nie gehört oder gelesen? wär nicht schlecht wenn ich wissen würde in welchem zusammenhang das auftaucht? vielleicht kann ich dir dann helfen!
    LG katarina
    donna_joyce
    Liebe Katharina!
    Vielen Dank für deine Antwort, ich werde mal versuchen zu erklären , warum ich diese Frage gestellt habe und um was es geht.
    Also:
    Ich habe vor gut 15 Wochen einen Mann kennengelernt, der zur Zeit in psychologischer Behandlung ist, unter anderem wegen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Er redet ungern (eigentlich gar nicht) über seine "Krankheit" und daher weiß ich nicht genau, für was er noch behandelt wird aber ich habe jetzt halt noch eine Rechnung über Stunden von einer Gesprächstherapie gefunden auf der als Diagnose halt Persönlichkeitsstörung, reaktive depressive Alteration stand.
    Dieser Mann hatte vor einigen Monaten ein Burn Out mit anschließender 3 monatiger Behandlung in einer Klinik in die er sich jetzt auf Anraten seiner Psychologin wieder begeben soll, aber nicht will, weil er sich selber für stabil genug hält (ist er aber nicht!)
    Ich führe mit diesem Mann seit 15 Wochen eine sehr unstabile Beziehung, in der es mir selber sehr schlecht geht.
    Meine Therapeutin (bei der ich erst zweimal war) hat mir jetzt gesagt, das ich mit einem Mann mit dieser Persönlichkeitsstörung nie klar kommen werde, weiß allerdings nicht, wie ich mich aus dieser Beziehung befreien soll, ohne ihn in ein völliges Loch zu stoßen oder vielleicht sogar mit aggressiven Verhalten von ihm mir gegenüber rechnen muß.
    Hoffe jetzt, dadurch das ich mir soviel Infos wie nur möglich über seine Persönlichkeitsstörungen hole auch einen Weg aus dieser Beziehung finde..

    Auf baldige Antwort würde ich mich freuen!!

    LG

    Donna-Joyce
    katarina
    Liebe donna joyce,

    das sind ja mehrere baustellen.
    das eine ist seine krankheit
    das andere sind deine trennungswünsche

    ich versuchs erst mal mit der krankeheit, das mit der der alteration krieg ich noch irgendwie raus, aber was ich dir zur persönlichkeitsstörung sagen kann ist, das diese tatsächlich sehr schwer behandelbar und mehr oder weniger irreversibel ist, da sie in den ersten 2 jahren der kindheit geprägt wird (ich mein es gibt bestimmt andere experten, die sagen was anderes, aber so habe ich es in meiner zusatzausbildung gelernt). menschen mit einer persönlichkeitsstörung haben meist nur die chance einen weg zu finden WIE sie am besten mit ihrer störung leben! GRUNDVORRAUSETZUNG allerdings ist, anzuerkennen, daß diese störung ein anteil der persönlichkeit ist. Leider ist es auch so und damit leite ich über zu trennungswunsch, dass dieser mann wenn du dich von ihm trennst, nicht die ursache in seiner "krankheit" sehen wird, sondern es wird seine annahmen bestätigen, daß du ihn nicht meinst. so ist es jedenfalls meist, daß diese menschen, die dinge meist nur im aussen sehen und nicht in sich. das ist für sie selbst auch gut und wichtig, da es einen selbstschutz darstellt, wenn sie anfangen in sich zu schauen zerbricht das schutzsystem und das ist sehr schmerzhaft.
    du musst schauen was du für dich brauchst und dir die frage stellen von was will ich mich trennen von ihm oder von der krankheit?
    wenn genug liebe da ist, kann es ja auch durchaus sein, daß du dich einer angehörigengruppe anschließt, die sich gegenseitig unterstützt mit ihren bezugspartnern umzugehen und gleichzeitig für sich zu sorgen.
    wenn du allerdings angst vor übergriffen hast steht an erster stelle dein persönlicher schutz, das solltest du dir wert sein und vielleicht ist das eins deiner themen.
    ansonsten wenn du angst hast, er fällt in ein loch und du kannst es verhindern wenn du dich nicht trennst, so kann ich dir nur sagen und da sprech ich wirklich aus der praxis, sowohl privat als auch beruflich DU KANNST NICHTS VERHINDERN!

    so alles tolle worte, ich mag da wohl ne menge wissen, das heißt nicht, dass ich das für mich persönlich so gut geregelt bekomme, aber hoffe trotzdem dir weitergeholfen zu haben und melde mich sobald ich mehr weiß

    lg katarina :ueberleg:
    donna_joyce
    GRUNDVORRAUSETZUNG allerdings ist, anzuerkennen, daß diese störung ein anteil der persönlichkeit ist.

    Ich denke das er das nicht anerkennt, denn wenn, würde er sich dann nicht für, anstelle von gegen einen Klinikaufenthalt aussprechen?:ueberleg:

    Auf die Idee mit der Angehörigengruppe bin ich jetzt noch gar nicht gekommen..hmm..das bringt mich jetzt ein wenig durcheinander..
    wie gesagt diese Beziehung ist sehr belastend für mich. Das heißt, es ist sehr schwer mit jemanden umzugehen, der diese narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Er braucht ja ununterbrochen Bestätigung in allem was er tut und sagt, nur die kleinste Kritik an seinem Verhalten oder Dingen die er sagt können einen riesen Streit hervorrufen indem er furchtbar verletztend werden kann.
    Meine Fehler werden immer wieder hevorgekramt und verurteilt.
    Falsches Verhalten meinerseits wird nicht vergeben , sondern mir immer wieder von neuem vorgehalten.
    Ich bin von einer fröhlichen Frau innerhalb weniger Wochen zu einer, für mich und Freunde nicht mehr erkennbaren Person geworden.
    Ich muß dazu sagen, das ich selber seelisch alles andere wie stabil bin und habe einfach nicht die Stärke und Gelassenheit die ich für den Umgang mit diesem Mann bräuchte.
    Aber jetzt wo du das mit der Angehörigengruppe erwähnst , frage ich mich natürlich, ob ich zu schnell aufgebe und weglaufe??
    katarina
    Liebe donna joyce,
    als ich meinen beitrag schrieb und die angehörigengruppe ansprach befürchtete ich, daß genau diese frage auftauchen würde und ich sage dir:

    NEIN; DU GIBST NICHT ZU SCHNELL AUF!

    lies bitte, bitte auch das andere und nicht nur das was dir bestätigt, daß es letztendlich um deine fehler geht! Ich kenne das so gut, da sagt mir jemand was ich alles gut mache und was auch ein anderer tut und es ist eine sache dabei, die auch ich bedenken muß und

    ICH HÖRE ABER NUR DIE!


    liebe donna joyce,
    bitte achte genau darauf was DU brauchst und eine angehörigengruppe ist dazu da, die Angehörigen zu stabilisieren!

    ich habe von einer großen angehörigenvereinigung mal die vorstandsvorsitzende kennengelert, sie ist selbst betroffene, hat einen psychisch kranken sohn, ihre aufgabe war es auszuhalten, ihren sohn über lange zeit VOR IHRER WOHNUNGSTÜR schlafen zu lassen, damit er endlich aufhört sie mit ihrer krankheit zu zerstören!

    wenn du wirklich "hilfreich" sein willst MUSST du für dich sorgen und mit diesem blick auf deinen lebensgefährten schauen, da erst kannst du sehen was wirklich geht und auch ist!
    bitte schau noch einmal weniger selektiv auf meinen letzten beitrag!

    alles liebe Katarina :besorgt:
    donna_joyce
    :danke: Katarina!
    Stimmt ich höre/lese öfters nur das, wo ich eh der Meinung bin, dass ich es dort hätte besser machen können oder sogar versagt habe.
    Was meinen Partner angeht (Ex-Partner, versuche mal wieder von ihm loszukommen, habe aber die mir selbst auferlegte Kontaktsperre mal wieder gebrochen :( )
    da stimme ich mit dir überein, ich kann in dieser Beziehung nur "überleben" (die Wortwahl ist vielleicht ein bißchen krass aber manchmal fühlt es sich einfach so an) wenn es mir gut geht und mit ihm zusammen geht es mir halt zur Zeit schlecht :nosleep: Also werde ich ersteinmal zusehen müssen, das ich wieder in eine psychisch stabile Lage komme und vielleicht kann ich dann nochmal bei ihm schauen?! :opti:

    Würde mich trotzdem noch über Infos über die reaktive depressive Alteration freuen :blume:

    LG

    Donna
    katarina
    Liebe donna joyce

    alteration bedeutet verschlimmerung mit jedem maligen auftreten des symtoms, ich reime es mir mal mal so zusammen, mit jedem depressiven schub verschlimmert sich das depressive erleben deines partners, das heißt er fällt in ein immer tieferes loch.ich ahbe am 17zenten märz wieder fortbildung und werde meinen dozenten nochmal fragen ob ich richtig liege.
    es gibt zwei dinge dir zu helfen,vermte ich, erst mal was ich schrieb und du selbst bestätigst, zu schauen das du selbst stabil bleibst bzw. wieder wirst
    das zweite ist sich viel information (was du ja tust) über die erkrankung deines partners einzuholen.
    ich könnte dir hier eine abhandlung niederschreiben, aber es gibt auch eine menge bücher über depression und auch im netz, da hole ich mir oft meine infos raus, gibt es eine menge darüber einfach auf google gehen, begriffe eingeben und geduld haben.

    nur soviel dazu in meiner arbeit ist es viel einfacher für mich mit psychotikern umzugehen, als mit depressiven menschen und so ist es auch im privaten umfeld denke ich, depressive menschen erfordern an ihrer seite oft einen menschen, der es für "sie macht" und sind gleichzeitig wütend auf diesen menschen, weil er es vermeintlich besser kann und für sie macht, so kommen sie aus ihrem teufelskreis nicht raus und aggressionen sind nicht selten. :ziegel:
    und nochmal: erst wenn diese menschen anerkennen, daß sie dieses problem haben und sie lernen WOLLEN einen weg zu finden wie sie am besten damit leben können und es auch anderen zumuten dürfen (das sage ich bewußt) besteht eine chance auf besserung und der fähigkeit zur beziehung!

    Oft ist es so, daß diese menschen sich partner/innen mit einer opfermentalität aussuchen, ist das so bei dir?
    musst du jemanden retten, damit es dir irgendwann besser geht? das ist eine provokante frage, sollte dir das zu nahe getreten sein bitte ich das zu entschuldigen!!!!! :opti:

    bis bald katarina
    donna_joyce
    :) Hallo Katarina!

    Du trittst mir mit deiner Frage nicht zu Nahe.
    Es ist eine gute Frage..und sicherlich eine mit der ich mich schon länger beschäftige.
    Jemanden retten damit es mir besser geht steckt aber (so weit wie ich das für mich selber beurteilen kann) nicht dahinter, sondern eher so ein Gefühl wie "ich muß mir meine Liebe verdienen" und ich suche mir grundsätzlich Männer aus, die mein Gefühl nicht liebenswert zu sein in ihrer Art mit mir umzugehen noch verstärken.
    Wenn ich jemanden treffe, der mich so an nimmt wie ich bin, dann fällt es mir sehr schwer das einfach anzunehmen und ich traue dem Braten nicht. Denke immer, der kann mich doch gar nicht so lieb haben wie ich bin und so suche u verliebe ich mich grundsätzlich in den Mann, der kritisiert wie ich bin und dem versuche ich es Recht zu machen, denn wenn ich mich noch ein wenig mehr bemühe und noch ein wenig mehr auf das verzichte was mir gut tut, dann muß er mich doch einfach lieb haben, oder? (ist das noch verständlich?)
    Jedenfalls frustriert mich mein eigenes Verhalten, denn natürlich gefällt es mir auf Dauer nicht mich dem anderen zu Liebe zu verstellen und ich fange z.B. an Dinge die mir wichtig sind hinter dem Rücken des Partners zu machen. Wenn das natürlich raus kommt habe ich riesen Ärger und werde meist noch mehr eingeschränkt, weil ja das Vertrauen kaputt ist. Einschränken entlockt mir aber eine absolute Antihaltung und so befinde ich mich in einem Teufelskreis...

    Ups, das hat jetzt nicht wirklich was mit dem eigentlichen Thema zu tun, nicht? :bear:

    Wie gesagt, ich beschäftige mich schon eine längere Zeit mir mir selber und meinen eigenen Verhaltensweisen ;) und erkenne auch einiges aber ändern..tja, Dinge zu ändern klappt leider nicht so wie ich es mir wünsche.
    Habe viele verdrängte Erinnerungen und dazu gehörende Emotionen die irgendwo in meinem Unterbewußtsein herumschwappen, manchmal kommen einzelne Erinnerungsfetzen hoch aber..ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mich wirklich an alles erinnern möchte..
    Naja und im Gefühle verdrängen und/oder sie gar nicht erst wahr zu nehmen bin ich wirklich gut..seufzt..

    Aber gut, nochmal zurück zum eigentlichen Thema, meinem Ex-Freund: Ich kann nicht wirklich erkennen, dass er an seiner "Erkrankung" arbeitet. Er nimmt ganz wenig an und ist bei seinem ersten Aufenthalt in der Klinik fast rausgeflogen, weil er alles besser wußte :rolleyes:
    Kritik in jeglicher Form ist für ihn tödlich und zur Zeit hat er sich in einem Projekt verstrickt, was von der Idee wirklich prima ist aber durch seine unorganisierte Art (er fängt immer zich Dinge aufeinmal an) nicht voran geht. Er findet sich Ausreden warum das so ist und vor kurzem war es meine Schuld, denn ich würde ihm ja durch mein Verhalten seine ganze Kraft rauben, die er eigentlich für das Projekt brauchen würde. :(
    Er stellt sich einfach nicht der Realität.
    Verschließt einfach die Augen vor seinen Problemen, blendet sie aus und wehe man spricht ihn darauf an!

    Es ist einfach schwer für mich zu akzeptieren, das er sich nur selber helfen und ich ihn höchstens dabei unterstützen kann.

    Liebe Grüße

    Donna