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Darf frau ihrem 18jährigen Kind sagen es soll ausziehen? - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    katarina
    Hallo!

    ich bin immer noch sehr neu hier und überlege die ganze zeit auf verschiedene dinge zu antworten habe aber eigentlich selbst ein großes anliegen, verabschiede mich jetzt mal für 30 min. von meinem helfersyndrom und bitte um tips:

    seit geraumer zeit macht mir meine nun volljährige tochter das leben zur hölle.
    wir, das heißt mein mann und ich hatten im letzten jahr eine schwere zeit, wir hatten uns für eine weile räumlich getrennt und beide kinder hatten sowohl bei ihrem vater, als auch bei mir ein zimmer und die elternzeit war relativ gleich aufgeteilt.
    aus eigener motivation war meine tochter allerdings mehr bei mir, das heißt wenn sie überhaupt zuhause war und das war sie fast nie.
    wenn sie dann bei mir war, schleppte sie ständig irgendwelche typen an, die dann mit ihr in meiner wohnung rumhingen, man muß dazu sagen ich hatte kein eigenes zimmer, sondern schlief im wohnzimmer das nur durch offenes fachwerk von essbereich und küche, optisch abgetrennt war. also es gab nicht mal ne tür zum zumachen.
    als die ehe zwischen meinem mann und mir gänzlich zu zerbrechen drohte, ging es mir sehr schlecht und ich brauchte einen schutzraum, wo nicht jeder x-beliebige typ, der sich eh nicht länger als 2 wochen hielt, in meinen raum eindringt und mitkriegt wie es mir geht
    ich bat meine tochter ständig darum das zu respektieren, aber es ging wohl nicht, schließlich konstallierte sich die situation zwischen meinem mann und mir so, daß eine entscheidung anstand, entweder wir machen das "ding" in vier monaten gemeinsam oder wir trennen uns ganz und ich suche mir eine größere wohnung, wo alle ein zimmer haben.
    für diese 4 monate bat ich meine tochter zu ihrem vater zu ziehen, der noch in unserem gemeinsamen haus wohnte, daß groß genug für 6 personen ist.
    ich brauchte einfach einen raum wo ich mich zurückziehen konnte und mein trauer ihren platz finden durfte ohne, daß ich ständig mich darauf einstellen mußte irgendwen den ich gerade nicht wollte, auf der matte stehen zu haben.
    dies nimmt meine tochter mir bis heute übel und die situation eskaliert völlig.
    mitte oktober waren die 4 monate vorbei und mein mann und ich hatten uns entschieden es wieder miteinander zu versuchen, schon kurz bevor ich wieder in unser haus gezogen war, hatte unsere tochter uns eröffnet (damals war sie noch 17) sie würde ausziehen, sie würde unsere "farce" nicht mehr mittragen.
    gute pädagogen wie wir beide sind, sahen wir ein, natürlich nach einigem hinundher, daß wir ihr unglaubliches angetan haben unsd willigten in ihren auszug ein. sie wollte mit ihrem mal wieder aktuellen ex-freund zusammenziehen, dessen eltern die komplette wohnung für die beiden fertig gemacht hätten. als diese beziehung, wie erwartet auch wieder kippte, wollte sie dann mit irgendeiner freundin zusammenziehen, wir hatten nichts dagegen, allerdings hätte sie sich diesmal selber kümmern müssen.
    gut
    keine 2 wochen vor ihrem 18zenten geburtstag eröffnet sie uns sie zieht doch nicht aus
    gut
    wir freuen uns

    18zenter geburtstag und weihnachten werden mal wieder nach langer zeit wieder ganz angenehm
    -das heißt mal eine weile ohne anklagen verbal und nonverbal von ihr-

    weiter in einem zweiten text!

    Beitrag ergänzt um 19:04 Uhr:
    wir hatten sie gebeten, einen termin bei ihrer beraterin zu machen, die sie seit der trennung von ihrem einzigen längerfristigen freund, zu ihrer unterstützung herangezogen hatte.
    ich war vorher schon mal mit ihr dagewesen, wo es darum ging, daß meine tochter mir mit hilfe ihrer beraterin klarmachen wollten wie schrecklich es gewesen war, daß sie diese 4 monate bei ihrem vater wohnen sollte. allerdings hatte meine tochter wohl nicht damit gerechnet, daß ihre beraterin rückmelden würde mein verhalten sei in anbetracht der situation ganz o.k. gewesen.

    wir wollten einen termin mit ihr da, damit wir regeln des zusammenlebens festlegen könnten, den so wie es gewesen war, ging es nicht mehr weiter, wieder schleppte sie ständig irgendwelche leute durch unser haus, kam und ging wann sie wollte, schmiß irgendwelche gehässigen bemerkungen in den raum, verursachte streß und ging wieder.
    erst hatte sie eingewilligt, aber plötzlich war das alles scheiße! sie wollte auf keinen fall einen termin mit uns, es sei doch alles in ordnung, wir baten sie immer wieder und je mehr wir sie baten umso schlimmer wurde die situation wieder.

    in diesem ganzen driß tauchte ihr leiblicher vater auf, der sich ausser anklagen in bezug zu mir recht wenig um sein kind gekümmert hatte. da er grieche ist und auch dort lebt, hatte es jahrelang keinen kontakt gegeben, ich war zwar am anfang noch zwei mal dort gewesen, aber er nutzte die zeit damals nicht, um sich um seine tochter zu kümmern, sondern versuchte immer mir klar zu machen, daß ich zurückzukommen habe, das lies ich dann nach dem zweiten mal sein. er konnte aber jederzeit seine tochter in deutschland sehen, das nahm er einmal für einen tag in anspruch, das wars dann und ward 12 jahre nicht mehr gesehen. mittlerweile hatte mein mann meine tochter adoptiert und wir bekamen noch einen sohn.

    wie beschrieben dieser mensch tauchte nun auf, und wieder mal, gute pädagogen wie wir sind, wir hatten nie schlecht über ihn gesprochen,

    nun war er der held, er war supercool, ging mit ihr und ihren kumpels saufen etc. -igitt- :igit:

    ab da ging garnix mehr, daß ganze gipfelte darin, als mein mann und ich das schweigen nicht mehr ausshielten, wir den kontakt erzwangen und dann zu uns gesagt wurde: ich, ihre mutter sei völlig irre und paranoid, und ihr (stief)vater solle sich ins knie f......, der blöde w.....!
    daraufhin forderten wir eine entschuldigung, die wir nicht bekamen, ein ,zwei wochen später erfuhr ich, daß sie wg. kolliken in behandlung gewesen war und fuhr sofort nachhause um zu sehen was los ist, sie war aber schon wieder weg, mit lover nr.57 zum schwimmen unterwegs, ich zitierte sie zum gespräch und sie kam auch, da machte sie mir unmißverständlich klar, sie wolle mit uns nichts mehr zu tun haben und wolle von uns in ruhe gelassen werden, es sei praktisch für sie bei uns zu wohnen, aber absolut keinen kontakt.
    gut soweit, ich willigte ein, gab ihr aber mit auf dem weg ich wüsste nicht ob wir so leben könnten.

    und nun?

    kommt sie vorgestern zu meinem mann und sagt sie hat bei ihrer beraterin und einem therapeuten einen termin gemacht, um uns etwas mitzuteilen, sie hat weder gefragt ob wir wollen, ob wir können und direkt gestern wieder superschlechte stimmung reingebracht, geht aus der tür, sagt zu ihrem bruder "tschüüüüüs hase", den sie 11 jahre ignoriert hat und verschwindet.
    ich merke :

    ICH HABE KEINE LUST MEHR!!!!

    ewig rennt man ihr hinterher, kaum akzeptiert man das was sie setzt und denkt nun ist gut, dann kommt wieder was neues und so geht es immer weiter und so ist es schon so viele jahre!


    ICH KANN NICHT MEHR!
    ICH WILL DA RAUS!


    ICH WILL DAS SIE AUSZIEHT UND UNS IN RUHE LÄSST!


    was hilft meinem pädagogengewissen, daß ich ihr das sagen kann? :was: :was:
    katarina
    jasmin
    Ja Katharina
    Du darfst das sagen!Denn abstand bringt euch später wieder näher.Sie kann sehen was Sie leisten muss und nicht andere, denn es ist ihr leben!Sie will ihr leben selbst entscheiden und führen, dann aber bitte mit allem was dazu gehört(wobei du immer deine hilfe anbieten kannst)kein Hotel sondern eigenverantwortung!
    Und räumliche trennung tut euch allen gut!!!
    Also sage ruhig was du willst und brauchst.Ich denke euer neuanfang kostet auch kraft und sollte von den Kindern auch mit getragen werden, auch wir eltern sind nur Menschen

    Ich denke an dich
    habe auch 2 töchter(19+22J)

    gruss jasmin
    frosch
    liebe katarina,

    mag vielleicht von meiner seite etwas schroff klingen..., aber bitte lass dich von deiner tochter nicht terrorisieren, ich kenne ähnliches von meinem bruder.

    wenn sie so früh erwachsen werden will (was ich nie wollte), dann soll sie das. aber kein hin und her. nicht auf deine kosten. NEIN.
    das ist meine meinung. ich finde einfach, kinder sollten nicht ihre eltern für alles in ihrem leben verantwortlich machen, sondern, wenn sie es denn so entscheiden, ihr leben selbst führen.

    ich weiß welche fehler meine mum bei meinem bruder macht und sie lässt sich nicht helfen oder will sich nicht helfen lassen, aber selbständig heisst selbständig - und das ist entscheidung der eigenen person.

    alles liebe
    :frosch:
    mahamati
    Liebe katarina!

    "Gute Pädagogen wie wir sind"...das tauchte zweimal in Deinem post auf.

    Nun...ich bin auch Pädagogin, habe damit aber nicht den Stein der Weisheit inhaliert. Und schon gar nicht bei meinen eigenen Kindern!

    Meinst Du nicht, Dein Anspruch wäre da etwas zu hoch? Denn wenn er so hoch ist, wird`s krampfig, und da machen uns vor allem unsere Töchter gerne einen Strich durch die von uns vorgesehene Rechnung.

    Ich denke, dass Ihr Euch voneinander abgrenzen müsst. Ein Prozess, der m.E. nach noch nicht vollzogen ist. Zumindest fühlt sich das nach Euren Worten für mich so an.

    Rausschmeissen...eine Variante. Das könntest Du tun. Die Probs zwischen Mutter und Tochter wären damit aber letztendlich nur auf Eis gelegt, bzw. in die räumliche Distanz gepackt.

    Wichtiger empfinde ich es, ihr einen eigenen Raum zu schaffen, in dem sie schalten und walten kann. Mit der gleichzeitigen Option, Deinen Raum zu respektieren.

    Und so könnt Ihr über Eure Räume miteinander kommunizieren, Eure Rechte geltend machen und vor allem in Verbindung bleiben!

    Die räumliche Trennung macht für mich nur Sinn, wenn Ihr diese Konflikte nicht damit zu lösen versucht. Denn dann kann es sein, dass Du Deine Tochter verlierst.

    Was nicht passt, lass`bitte bei mir!

    Lieben Gruss,

    Mahamati
    penelope
    Hallo Katarina!

    Hm.... also ich würde Deinem Pädagogengewissen sagen, es ist wichtig, Grenzen zu setzen!
    Für mich persönlich wäre nun in Deiner Situation diese Grenze erreicht.
    In einer Familie gibt es gewisse Regeln, die von jedem einzuhalten sind. Dazu gehört auch, wenn darum gebeten wird, nicht ständig Besuch mitzubringen, sich danach zu richten.
    Ich habe so den Eindruck, daß im Augenblick wohl nicht sehr gut mit ihr zu reden ist, also müssen Taten folgen. Mag sein, ich bin in dieser Beziehung etwas krass, aber ich würde mir von niemandem auf der Nase herumtrampeln lassen.
    Mein nun fast 19 jähriger Sohn meinte kurz vor seinem 18. Geburtstag auch für eine sehr kurze Phase den Aufstand proben zu können, hat sich nichts mehr sagen lassen wollen. Ich habe ihm unmißverständlich erklärt, daß es für mich kein Hotel Mama gibt, er sich entweder wieder einfügt, mit allen Rechten und Pflichten, oder auszieht. Hört sich jetzt vielleicht etwas drakonisch an, ist aber halb so wild ;) wir haben ein recht gutes Familienklima. Allerdings bin ich immer recht konsequent gewesen, ein hü und dann ein hott hat es bei uns selten gegeben und in vielen Gesprächen mit meinen Söhnen ist auch ganz klar geworden, sie finden dies gut, auch wenn es ihnen manchmal nicht so angenehm war :D
    Ich denke, es ist gut wenn sie auszieht und lernen muß, eigenverantwortlich mit allen Konseuenzen zu leben. So bekommt Ihr Abstand und habt Zeit, nachzudenken. Ich finde, ein guter Weg um sich dann wieder näher zu kommen.
    Lieben heißt auch, loslassen und gehenlassen ....

    Penelope
    shawnee
    Hallo Katarina,

    ich selber habe auch eine 18jährige Tochter, mit der es ziemlich problematisch ist, weil sie psychisch sehr angeknackst ist und gerade 2 Monate in einer Klinik war.
    Davor war es ungemütlich für uns alle, weil sie uns (ihre Eltern) mit ihrem Verhalten ziemlich in die Ecke drängte. Sie tat zwar, was ich/wir ihr sagte, doch mit T*desverachtung. Ihre Launenhafitgkeit machte mir schwer zu schaffen und manchmal hatte ich das Gefühl, sie h*ßt mich.
    Das so etwas zu einer Ablösung, zum Erwachsen werden gehört - war mir überhaupt nicht klar. ICH dachte die ganze Zeit: ich mache etwas falsch!
    Es geht bei ihr - genau wie bei Dir - um klare Grenzen und Strukturen.
    Wenn sie meinen, sie müssen zuhause bleiben, dann haben sie Rechte - aber auch Pflichten.
    Das versuche ich meiner Tochter schonend - aber konsequent mitzuteilen.
    Da Du ansprichst, das "ihr gute Pädagogen" seid, werdet Ihr - sicher wie ich auch - immer sehr nachsichtig gewesen sein. Das sie Trennung anstand und Kids darunter leiden, ist ja überhaupt kein Thema.
    Das sie sich aber dermaßen danebe benehmen, nicht angebracht.
    Also, ich habe mir geschworen, mir nichts mehr gefallen zu lassen. Und zu sagen, was mich stört und was ICH brauche, damit wir drei hier noch ein paar Jährchen aushalten können - zumindest bis sie die Schule und Ausbildung fertig hat.
    Wenn sie den Wunsch äußert, sie möchte ausziehen, dann ist zu überlegen, wie es gehen kann (vor allem finanziell) - denn V*ter Staat hat sich gerade überlegt, das arbeitslose Jugendliche unter 25 keine Wohnung mehr finanziert bekommen - aber, das wäre ja der schlimmste Fall.

    Wünsche Dir Kraft, Grenzen und Konsequenz.
    Shawnee
    marwenna
    liebe katharina
    könn uns den vorredner auch nur anschließen.unsre tochter ist 22 und es gab haarige probleme.abzugrenzen kann für beide seiten überlebenswichtig sein.die tochter zog bereits mit 15 zwangsweise aus und ging in eine betreuung.war das einzig verantwortungsvolle was wir damals für uns beide tun konnten.sich auch von außen hilfe und unterstützung zu holen kann dabei sehr wichtig sein auch für später.denn wie oben schon geschrieben wärs wichtig paar sachen nach dem abstand abzuklären damit man sich nicht regelrecht haßt.wir haben notfallmäßig die tochter kurz nach weihnachten wieder bei uns aufgenommen für befristete zeit und man merkt extrem wie schwierig immer noch unsre beziehung ist.auf engstem raum würden wir nach wie vor nicht klarkommen.
    daher könn wir nur bestätigen das in bestimmten situationen und konstellationen jeder seinen raum haben MUSS.
    wünsch dir viel glück
    marwenna
    katarina
    ERST MAL TAUSEND DANK AN ALLE FÜR DIE GANZ LIEBEN WORTE USW.
    und ein kleines :herz: an jasmin für ihre besonders lieben worte!

    zuerst möchte ich gern noch was zu den "guten pädagogen" sagen, in meinem text war das eher ironisch gemeint, ich mache meinen job recht gut, hab selten andere rückmeldungen bekommen, bin klar, strukturiert, gut abgegrenzt und aber warmherzig (sagen auf jeden fall meine klienten), aber hier zuhause habe ich das gefühl völlig versagt zu haben.
    das ist es ja was ich meine, alle müssten doch irgendwie miteinander ins gespräch kommen können, aber sie verweigert doch den dialog, wir haben sie wochen darum gebeten mit zu ihrer beraterin zu dürfen, um ins gespräch zukommen. wir hatten gedacht, da sie so große stücke auf ihre beraterin hält, und die ihr so sehr hilft, wäre es ein entgenkommen von uns, mit zu einer person zu gehen, der sie vertraut und wo sie sich sicher fühlt.
    aber nachdem sie anfangs ja auf jeden fall sagte, wir dann aber ein paar tage später nach einem termin fragten, bekamen wir die antwort, nein auf keinen fall, die wäre nur für sie da, die eine stunde in der woche würde sie nicht für gespräche mit uns opfern wollen....

    als ich ihr dann sagte, ich würde ihre beraterin anrufen und um einen zusatztermin bitten, sagte sie auch nein, sie wäre nicht mehr bereit hier irgendetwas zu investieren.
    gut wir versuchten uns damit abzufinden, aber es kam immer wieder zu diesen angriffen, diesem herablassenden blick, abgesehen davon, daß sie hier nicht einen finger rührt!

    nun sag mir mahamati, welche worte kann ich noch wählen ihr klar zu machen, daß sie auch unseren raum respektieren muß und ihr deutlich machen, daß wir auch ihren akzeptieren, aber ein soziales gefüge funktioniert eben nur über kommunikation und wir rennen gegen :ziegel:

    nun hat sie aber, nachdem wir nochmal eingewilligt haben im letzten gespräch, sie in ruhe zu lassen nichts mehr von ihr zu wollen, einfach einen termin gesetzt um uns was mittzuteilen und ich frage mich wer bin ich?

    soviel fehler kann ich garnicht gemacht haben um mich so wie eine beliebige figur hinundherschieben zu lassen.

    ich habe im letzten jahr zum ersten mal seit sie auf der welt ist NICHT FUNKTIONIERT, ich habe es nicht hinbekommen meinen schmerz zu verbergen und ich habe für mich etwas gebraucht und das war einfach nur RUHE, muß ich deswegen all das ertragen??????


    ich bin so wütend auf sie!

    das ist dem was passiert ist NICHT angemessen und wenn sie in diesem gespräch sagt sie will ausziehen, dann werde ich ihr helfen die koffer zu packen und wenn sie es nicht sagt so werde ich ihr sagen, daß ich so mit ihr nicht leben werde, ich bin kein wischmopp, den mal beliebig benutzt und wenn er streifen hinterlässt, dann liegt es nicht am schlechten putzen, sondern daran, daß es ein sch.....wischmopp ist!

    ich mag einfach nicht mehr hören wie sch....e ich bin, den das war ich nicht!

    katarina :mad:
    eilina
    hallo katarina,

    hab mir mal in ruhe alle posts durchgelesen und wollte auch was dazu sagen. ich hab keine tochter, hatte aber eine schwester, mit der es ähnliche probleme gab und mein vater - ihr stiefvater ihr den koffer packte, die schlösser auswechselte und als sie notgedrungen klingeln musste, den koffer vor die tür gestellt hat und gesagt hat, wenn sie ihre neue adresse nennt, schickt er den rest hinterher.
    das hat er getan, weil er sah, wie sehr meine mutter leidete.

    bei mir hingegen lief das ganze ganz anders ab. ich wollte so früh wie möglich ausziehen (mit 13), damals gab es aber nicht die option, in betreutes wohnen zu gehen, also für mich war das damals einfach nicht vorhanden, da ich sehr gedeckelt wurde und keine infos bekam, ich wusste nichtmal, dass es sowas wie beratungsstellen gibt. in den 5 jahren, die ich noch bis zum auszug warten musste, hab ich mich soweit abgekapselt und in den jahren sämtliche taschengelder gespart, um den auszug zu finanzieren.
    zuerst "scahffte" ich es nur ein paar häuser weiter, weil ich ja noch immer so gedrückt wurde und null selbstvertrauen hatte. 3 jahre später hab ich dann den kompletten absprung geschafft und bin 400km weit weg gezogen. es war hier von der ersten sekunde an mein erstes richtiges zuhause. anderersetis hab ich den kontakt auch komplett abgebrochen. ich vermisse meine eltern nicht.

    gut, das dazu. nun zu dir und deinem töchterchen. ich denke, sie hat große probleme mit sich und ich glaube, sie ist nicht in der lage zu sehen, dass es dir auch schlecht gehen kann. sie hat eine beraterin , der sie sehr vertraut und so, wie du geschrieben hast, will sie ihre zeit nicht für euch opfern. ich denke, sie fiebert dieser einen stunde pro woche so entgegen, dass sie beim besten willen nichts davon abgeben will. ich kenne das. mit anderen worten auch, sie sieht in dir keine vertrauensperson? (als frage gemeint).
    da sie nicht mit euch redet, schreib ihr villeicht einen brief? in der du all das aufzählst, was du hier aufgezählt hast und das ist ne menge. inkl. der bitte, dass sie auszieht, damit es euch allen besser geht. denn sie nutzt euch einerseits schon aus mit "hotel mama". getarnt mit "wegen euch geht es mir schlecht, weil ihr euch getrennt habt" oder so ähnlich. jez muss ich schluss machn.

    liebe grüße
    eilina
    mahamati
    Liebe katarina!

    Ich kann Deine Wut verstehen. Sehr gut sogar!

    Auch meine Tochter (und sie ist erst 12!) brachte mich vor einigen Wochen echt an den Rand.

    Ich habe daraufhin einen Termin bei ihrer ehemaligen Thera gemacht, bei der sie 1,5 Jahre war, als es mit ihrem Vater ganz schlecht lief.
    Sie war überhaupt nicht damit einverstanden, aber ich habe sie davon überzeugen können, dass wir uns Hilfe suchen müssen, weil das sonst hier aus dem Ruder läuft.

    Ein Patentrezept habe ich für Euch natürlich auch nicht. Und gerade "wir Päds" fühlen uns sicher noch mehr als "Versager", wenn wir in unserem Beruf gute Rückmeldungen bekommen, es aber bei unseren eigenen Kindern nicht so rund läuft, wie wir es uns wünschen! So war das gemeint von mir!

    Was ich herauslese aus Deinen Worten ist eine grosse Enttäuschung von Deiner Seite und eine grosse Wut. Wut, weil Du Dich schwach gezeigt hast und sie vermeintlich genau in diese Schwachstelle gepiekst hat.

    Auch das kann ich verstehen. Und es geht vielen meiner Freundinnen so: wenn wir schwach sind, haken unsere Kinder erst recht da nach.

    Ich habe da Ideen zu: Angst vor dem Verlust von Sicherheit, austesten von Grenzen (das tun sie wohl, solange sie bei uns sind und wie waren diese vorher abgesteckt?), oder erinnert sie Dich durch ihr Verhalten daran, dass Du eben nicht "schwach" bist, sondern durchaus Grenzen setzen kannst und das nur nicht tust, so wie sie es braucht, bzw. sie sich dadurch sicher fühlt?

    Bei meiner Tochter und mir waren es Themen wie: sie benutzt ungefragt meine Sachen und gibt sie mir dann nur nach Nachfragen zurück. Sie hält sich in meinem Zimmer auf, auch wenn ich es ihr verboten habe (während ich abwesend bin). Sie dagegen fand es total sch**sse, dass ich ihren Bruder "vorziehe" (was ich aber nicht tue, sondern mit ihm muss ich nicht über Pflichten hier diskutieren).

    Was im Gespräch mit der Thera herauskam:

    erstmal viele Tränen von beiden Seiten, Enttäuschung vom jeweils anderen. Und dahinter versteckten sich die unterschiedlichen Bedürfnisse meiner Tochter und mir. Sie will mir so nahe wie möglich sein, mich umsorgen usw. Ich dagegen möchte, dass sie meine Grenzen achtet, mich fragt, bevor sie an meine Sachen geht.

    Nun gebe ich ihr ihren Raum am Tag durch Umarmungen, Zeit für sie zum quatschen usw. Was dieser Zoff aber vor allem bewirkt hat: ich bin viel authentischer seitdem, denn sie fordert mein entsprechendes Handeln und eine klare Grenzsetzung ein. Denn handeln wir nicht - gerade wenn es uns nicht so gut geht - auch mit einem schlechten Gewissen? Also, ich habe das oft getan, dabei keine klare Position mehr bezogen und das verwirrt jede "Kind", egal, wie alt es ist.

    Momentan läuft es gut, was nicht heisst, dass wir uns nicht noch raufen werden.
    Der Abgrenzungsprozess von Mutter und Tochter hat auch immer ganz viel mit unserer eigenen Mutter-Tochter-Dynamik zu tun. Vielleicht hilft es Dir, an der Stelle mal zurück zu blicken. Mir ist dadurch vieles klarer geworden.
    Auch, dass ich mit meiner Tochter in Kämpfe eingestiegen bin. Und das geht gar nicht, denn wir Mütter ziehen da immer den kürzeren!

    Ich hoffe, dass Ihr beiden das hinbekommt! Möglichst, bevor dann wirklich ein Auszug ansteht! Denn wie ich oben schon schrieb: dadruch könntest Du sie als Tochter verlieren!

    Lieben Gruss,

    Mahamati