| khan |
Hallo alle zusammen!
Ich habe eine Frage und wüsste gern wie eure Erfahrungen damit sind.
Machen sich eigentlich alle Menschen falsche Vorstellungen und scheinen nicht zu begreifen wie das Leben, namentlich alles nach dem Trauma, einer Überlebenden aussieht, oder ist es eher ein geringer Teil?
Ein Beispiel um zu verdeutlichen worauf ich eigentlich hinaus will, bei mir ist das manchmal besser. *g*
Meine Partnerin leidet unter Angstzuständen und einer massiven Anzahl von Triggern. Nach viel viel Arbeit ist es uns gelungen eine gewisse Resistenz gegen viele dieser Trigger aufzubauen, dennoch bin ich mir im klaren darüber das jederzeit, also wirklich zu jedem Zeitpunkt, entweder ein bekannter Trigger wieder durchschlagen, oder ein neuer Auftreten kann. Alle ihre bisherigen Partner haben die Trigger jedoch irgendwann "vergessen" oder besser gesagt aus den Augen verloren und so war sie stetig gezwungen sich zu rechtfertigen frei nach "ich kann das nicht weil...".
Wie kann einem eine Information "entfallen" von der Leben und Tod abhängen kann? Ist es ein "ich seh dich nicht du siehts mich nicht", eine Hoffnung wenn es lange genug ignoriert wird verschwindet es, oder einfach ein Mangel an Durchhaltevermögen Seitens vergangener Partner?
Ich bin der Meinung diese Aufmerksamkeit ist das Minnimum. Auch mir entfallen Dinge, aber ich komme nicht, um ein Beispiel zu geben, auf die Idee meine Partnerin in die Discothek einzuladen, da ich von ihr weiß das Menschenmassen ihr Angst machen. Woher kommt dieses "oh, daran hatte ich nicht mehr gedacht"? Für mich ein echtes Rätsel.
Khan |
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| seelenfrieden |
Hallo Khan,
also - Gedankenlosigkeiten gegenüber Menschen, die man liebt oder zu lieben vorgibt, sind für mich auch ein nicht zu lösendes Rätsel.
Wobei ich es schon extrem schwer finde, sich dauerhaft in einem nach allen Seiten begrenzten Leben einrichten zu müssen. Sowohl für die Betroffene als auch für potentielle Partner. Eine gewisse Rebellion gegen zu viele Einschränkungen kann ich nachvollziehen - und die mag manchmal als scheinbare Gedankenlosigkeit daherkommen.
Aber - und ich schreibe diese Worte als selbst stark traumatisierte und betroffene FRau - ich halte nichts davon, sein Leben in all diesen Einschränkungen einzurichten, weil ich die Erfahrung gemacht habe, daß man dies nicht muß.
Es gibt so vieles, was ich früher nicht konnte.
Meine Lebensmöglichkeiten haben sich immer mehr eingeschränkt und wenn ich dann erzählt habe, warum ich es nicht konnte, hatte jeder Respekt und keiner "zwang" mich, vielleicht mal etwas zu ändern und daran zu arbeiten, dasjenige doch zu können.
Bis ich eine Therapie machte, die mir das klarmachte: Ich kann alles, wenn ich es will!
Es ist eine harte und anstrengende Arbeit, ein Trauma oder viele Traumata zu überwinden - aber es lohnt sich sehr und meiner Meinung nach mehr, als dieses "sich einrichten" und die Umwelt "verdonnern", in dieser Einrichtung mitzuleben. NAch dem Motto: Wenn DU mich liebst, dann machst Du dies oder läßt Du jenes - weil es mich triggern könnte.
Nein, ich plädiere hier SEHR für die Eigenverantwortung jedes einzelnen. Und ich kann von niemanden verlangen, daß er dafür sorgt, daß ich nicht getriggert werde. Sondern ich finde, wenn ich mich von etwas getriggert fühle, liegt es in meiner eigenen Verantwortung, das zu vermeiden oder aber, wie ich finde, die bessere Variante, was ich denn tun könnte, damit es mich nicht mehr triggert. Denn - was gewesen ist und wenn es auch noch so schlimm und noch so traumatisch war - ist eben dennoch gewesen. Und wenn mich ein bestimmter Typ Mensch (z.B. ) triggert, kann ich entweder diesen Typen meiden (was mich einschränkt) oder aber daran arbeiten, zu sehen, daß es um eine Erinnerung, einen Auslösereiz geht und daß die Situation, in der die Angst entstand, eben definitiv vorbei ist.
Ich finde eine Therapie des Vermeidens sehr fatal. Sie schränkt mich selbst und meine Umwelt total ein und das könnte immer schlimmer werden, es kommen immer weitere Reize dazu und der Lebensradius wird kleiner und kleiner. Und ich verharre als Opfer, das sein Leben damit zubringt, sich vor vermeintlichen Triggern zu schützen und keine Strategie lernt, sich so zu schützen, daß dem Reiz auch die Stirn geboten werden könnte.
Macht Deine Freundin eine Therapie oder bist Du ihr Therapeut? Das frage ich nciht provokativ bitte - es geht nur nicht aus dem hervor, was DU schreibst und es klingt so, als ob ihr beide zusammen die Therapie macht?
Soviel erst mal meine Gedanken dazu.
Alles Gute jedenfalls und lieben Gruß
Seelenfrieden |
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| khan |
Hallo Seelenfrieden,
Ich und meine Partnerin sind nicht zusammen in einer Therapie, noch bin ich ihr Therapeut, aber selbstredend durchleben wir den Alltag gemeinsam.
Um missverständnissen vorzubeugen, ich bin der Meinung das verstecken nicht der richtige Weg ist, denn Angst hat die unangenehme Tendenz im stillen zu wachsen. Ich bin mit ihr ins Kino gegangen, auch spontan und teilweise extra an vollen Tagen, arbeite mit ihr bewusst an Triggern und habe sie mehr als einmal gedrängt sich mit diesem oder jenem auseinander zu setzen.
Mir geht es eher um eine gewisse Gedankenlosigkeit derm partner oder der Partnerin gegenüber, welche ich allzuoft, nicht nur in der Vergangenheit meiner Partnerin, beobachten "durfte". Es gibt immer Probleme wenn ein partner eingeschränkter ist als der andere, aber ich meine das ein Mittelweg, zumindest meiner Erfahrung nach, die beste Lösung ist. Aber dieses spontane Vergessen oder nicht-drann-denken ist etwas das mein Unverständnis und zugegeben auch meinen Groll erregt.
Khan |
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| seelenfrieden |
Hallo Khan,
also - wenn ich Dich richtig verstanden habe, geht es Dir nicht um die Frage, ob man sich in dem durch Trigger begrenzten Lebensraum einrichtet oder ob man dahin kommt, keine Trigger mehr zu empfinden - sondern darum, warum manche Menschen gedankenlos mit bekannten "unverträglichkeiten" einer Partnerin umgehen?
Schwer zu sagen, ich kenne Deine Partnerin nicht.
Es gäbe die Möglichkeit, zu sagen, die Menschen sind eben heute oft gedankenlos und wollen bestimmte Dinge nicht zulassen. Wäre mir aber zu einfach.
Ich kenne ein paar "Emfpindlichkeiten" meiner Frau und um nichts in der Welt würde ich bewußt über ihre Grenzen latschen. Ich kenne sie sehr gut und weiß, was ich ihr zumuten kann und was nicht - und es ist überhaupt keine Frage, daß ich mich so auch verhalte.
Ich persönlich glaube, daß - wenn solche Gedankenlosigkeiten sich häufen, Deine Partnerin einen ANteil daran haben wird. ABer das ist jetzt wirklcih ganz spekulativ, weil ich sie eben nicht kenne. Aber ich glaube, wenn einen mehrer Menschen unabhängig voneinander schlecht behandeln, (und über Grenzen latschen ist für mich schlecht behandeln), dann hat der Mensch einen Anteil daran. Den es zu suchen und zu ändern gilt.Das ist wie der Mensch, der immer und immer wieder an den "falschen" Partner gerät. Da ist man in der Regel selber dran beteiligt - und da gilt es eigene Muster zu erkennen und zu schauen, was man selber ändern kann.
Du schreibst, ihr seid nicht zusammen in THerapie, aber natürlich durchlebt ihr den Alltag zusammen. Das kann ich nachvollziehen und das finde ich gut.
ABer dann schreibst Du: Ich arbeite mit ihr bewußt an Triggern.....
Ehrlichgesagt - dieser Satz macht mir Bauchschmerzen!
Weil Alltag gemeinsam leben oder "ich arbeite mit ihr an Triggern" - das ist für mich ein Riesenunterschied.
Und die Wirkung eines solchen Satzes macht Dich eben doch zu ihrem Therapeuten - und ob das so gut ist in einer Partnerschaft?
Nur so ein Gedanke!
Alles Gute für Dich und für Euch
Seelenfrieden |
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| miezchen |
Hallo Khan,
erstmal finde ich toll, daß Du wahrnimmst, daß es diese Grenzüberschreitungen gibt. Ich selbst habe damit auch zu kämpfen. Mein Mann ist sehr lieb und unterstützt mich sehr, trotzdem gibt es immer wieder Situationen, in denen er genau das tut, was ich ihm einige Zeit vorher als schlimm für mich, gesagt habe.
Mir ist aufgefallen, daß das immer dann so ist, wenn ich eine Phase habe, in der es mir gut geht. In der ich fröhlich bin und ganz "normal" lebe. Irgendwie scheint er dann zu denken, alles ist gut. Ich glaube, er kann sich einfach nicht vorstellen, daß das Erlebte nicht einfach so verschwindet. Wenn ich ihn darauf ansprechen, tut es ihm ganz furchtbar leid, er entschuldigt sich und ist sichtlich bestürzt. Ich weiß, daß das also keine Absicht ist.
Gedankenlosigkeit? Hm, keine Ahnung, ich glaube eher, daß er als Nichtbetroffener das Ausmaß und die Tiefe nicht nachvollziehen kann. Vielleicht liegt es auch daran, daß ich mich immer noch zuwenig mitteile. Meine Maske sitzt meistens ziemlich perfekt, ich mache es mir damit selbst schwerer als es sein müßte. Ich weiß darum, kann es aber (noch) nicht ablegen.
Liebe Grüße
Miezchen |
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| seelenfrieden |
upps...
ich habe es nicht so verstanden, daß Khan Therapeut ist. Ich habe es eher so verstanden, daß er der Parter ist und sich möglicherweise teilweise therapeutisch verhält. Was aber auch reine spekulation ist und sich an der Bemerkung festmacht: Ich arbeite mir ihr bewußt an Triggern....
Wenn meine Partnerin mit mir "bewußt an etwas arbeiten" würde, hätte ich damit ein Problem, denn wenn ich bewußt an etwas arbeiten wollte, ginge ich damit zur Therapeutin. Mit meiner Partnerin lebe ich und wir versuchen gemeinsam die Probleme zu lösen, die sich ergeben. Das ist für mich ein Unterschied und das klang für mich komisch.
Aber - wie gesagt - ich habe es nicht so verstanden, daß hier ein Therapeut die Grenzen nicht kennt und mit seiner Patientin zusammen lebt.
Ich hoffe, Du verstehst es richtig, Khan!
Lieben Gruß
Seelenfrieden |
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| seelenfrieden |
Kann es sein, daß hier "noch" bin ich ihr Therapeut eher im Sinne von "weder sind wir gemeinsam in therapie, noch bin ich ihr Therapeut" gemeint ist.
So verstehe ich es jedenfalls - ansonsten glaube ich auch, daß Therapeut und Partner nicht funktionieren kann.
Lieben Gruß
Seelenfrieden |
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| seelenfrieden |
Hallo Chalenger-Mouse,
da Du mich direkt ansprichst: Ich mag hier jetzt nicht über Khan sprechen, wenn er nicht dabei ist. Ob er nun der Therapeut oder Partner ist. Ich habe da eine Äußerung von ihm aufgegriffen am Anfang und wollte zum Nachdenken anregen - aber eine Diskussion ohne ihn darüber, ob er nun Therapeut oder Partner ist und was davon zu halten ist, möchte ich nicht und ich möchte mich davon auch bitte distanzieren. Ich hoffe, Khan, Du hast verstanden, was ich meine - und ich mag mich hier erst wieder dazu äußern, wenn Du Dich geäußert hast. Denn um Dich und Deine Situation geht es ja hier in Deinem Thread.
Also - nichts für Ungut!
Seelenfrieden |
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| aiuola |
Liebe challenger,
ich denke, Seelenfrieden ist ganz einfach zu verstehen:
Auch ich rede nicht gern in Abwesenheit eines Menschen
über Vermutungen, die diesem Menschen vielleicht schon
weitgehend nicht mehr gerecht werden.
Vergleiche sollten immer möglich sein, aber auch du
magst sicher nicht, wenn andere anfangen, allzusehr
ohne deine Beteiligung sich in Phantasien über dich
auszutauschen.
Das hat sicher nichts mit Überempfindlichkeit zu tun,
sondern mit einer Rücksichtnahme zu der jeder sich
ohne Vorwürfe bekennen können sollte ;).
Fühle dich doch bitte, bitte dadurch nicht angegriffen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass sich threads
leichter lesen lassen, wenn der Austausch sich relativ
eng am Eingangsbeitrag orientiert.
Du könntest zu deinen diesbezüglichen Erfarungen ja
auch einen eigenen Thread aufmachen. Dort würden
solche Bedenken sicher nicht geäussert.
Grüssle aiuola |
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| raluschka |
Zitat
Ich bin der Meinung diese Aufmerksamkeit ist das Minnimum. Auch mir entfallen Dinge, aber ich komme nicht, um ein Beispiel zu geben, auf die Idee meine Partnerin in die Discothek einzuladen, da ich von ihr weiß das Menschenmassen ihr Angst machen. Woher kommt dieses "oh, daran hatte ich nicht mehr gedacht"? Für mich ein echtes Rätsel.
Ende Zitat
Ganz kurz von mir.
"Einladen" würde ich meine Freundin dann auch nicht, aber sie fragen. Weil manches, was früher nicht ging, jetzt doch geht. Sie festzulegen auf etwas ist für meine Freundin viel schlimmer, als sie etwas zu fragen. Manchmal entstehen auch Verwirrungen, weil der Partner vielleicht nicht genau begreift, aus welchem Grund genau dies oder jenes nicht geht und/oder sein muss. - Also ich vergesse manchmal auch gewisse Dinge aus dem Umstand heraus, weil ich sie nicht genau verstanden habe und dadurch passieren Wiederholungen. Wenn ich etwas verstehe, dann vergesse ich es auch nicht mehr.
:winken:
Gruss
Raluschka |
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| khan |
Hallo alle zusammen,
Um ein aufgekommenes Missverständnis zu klären: Ich bin nicht ihr Therapeut, sondern rein und ausschließlich ihr Partner. Mein "noch" war tatsächlich als Gegenstück zu einem "weder" gemeint, dass ich allerdings nicht geschrieben hatte. Ich werde künftig versuchen mich deutlicher auszudrücken und bitte bezüglich dieses Missverständnisses um Verzeihung, es lag nicht in meiner Absicht.
Hier meine klare Meinung zu einer Vermischung von Therapeut und Partner: Es ist unter allen Umständen zu vermeiden. Ein Therapeut muss objektiv bleiben können und ein Partner, also jemand der emotional involviert ist, kann nicht objektiv sein. Anders herum eignet sich ein Therapuet schlecht als ein Freund, denn eine Beziehung zwischen Therapeut und Client sollte zwar ein hohes Maß an Vertrauen beinhalten, aber keine emotionale Bindung darüber hinaus.
Ich bin ohne Einschränkung der Meinung das sich jeder den Dingen stellen sollte, welche ihn einengen. Ich arbeite tatsächlich mit meiner Partnerin an ihren Triggern und in unserem Sinne heißt es, das wir von Therapeuten empfohlene Methoden im Alltag ganz konkret und gezielt anwenden, wie zum Beispiel Gespräche darüber, Rollenspiele oder auch bewusstes auseinander setzen mit dem Trigger selbst, sei dieser Gegenständlich oder anders beschaffen. Dennoch hat mich bewusstes und abgesprochenes arbeiten an Triggern nie dazu verleitet vorauszusetzen das es "jetzt" geht. Alles was ich erwartet habe von meiner Partnerin war das sie daran arbeitet, wie lange dies dauert oder wie schnell es geht liegt allein an ihr, denn sie will es schaffen.
An Raluschka
Danke, ich sehe es sehr ähnlich und handhabe es auch, wie ich deiner Schilderung entnehme, ähnlich wie Du (ich hoffe mal das Du ist in Orndung). Denn es gibt immer Schwankungen. An manchen Tagen geht etwas und an anderen nicht, während manches noch gar nicht geht, oder seid dem immer geht.
Khan |
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| yggdrasil |
Hallo Khan,
ich denke, dass kommt auch sehr auf die eigene Erfahrung mit sich selbst an, bzw. auf die eigene Persönlichkeit.
Ich bin ja noch sehr jung, und hatte da also auch bisher meist Freunde, die immer etwa drei Jahre älter waren, bzw. "Affären" mit Älteren, wenn man das so nennen mag.
Nun bin ich aber auch jemand, der noch nie auf einen ganz heilen Menschen getroffen ist, ich würde einen da als fast heil bezeichnen, und er ist auch einfach was sehr Besonderes für mich gewesen.
Aber Leute, die mit sich selbst Probleme haben, und dann komm noch ich dazu, und wollte früher mich mit allem drum und dran ausleben..... :mad:
Das funktionierte erst, dann monatelang, und dann geht es langsam richtig los.
Ich erkläre vieles, mich ständig, aber irgendwann fing ich auch immer an mit meinen kranken Zügen, und wirtschaftete die Beziehung runter, und dabei gab ich mir wirklich enorme Mühe :) :nono: . Weil, mich lieben? Glaubte ich nicht.
Da war mir aber noch nicht bewusst warum und wieso das alles.
Habe viel zerstört, und viel ist noch sehr untertrieben, weil ich es nicht besser wusste? oder nicht wollte/konnte.
Ich finde es schön, dass bei Dir soviel Verständnis da ist und Bereitschaft mit Ihr zu üben.
Nur steht das als enorme Belastung ja auch zwischen Euch, da ist es sehr wichtig, dass auch Du Dich mal (liebevoll) abgrenzt, wenn Du gerade das nicht mehr aushälst.
Ich weiß ja auch nicht, wie Sie ist, und wie es in Dir aussieht. Aber das denke ich ist notwendig.
So wird iemand vor den Kopf gestossen - weil wenn jmd. erst Dir helfen möchte, und plötzlich kommt dieser Unmut in der Beziehung auf, und den bemerke ich schon beim leisen ankriechen ;) - dann habe ich mich früher schon immer mehr in Richtung Abschied bewegt.
Glücklicherweise geht es mittlerweile besser, weil ich weiß wie ich "überreagiere".
Ich denke oft wollen Partner nicht helfen, weil in vielen Beziehungen ist das doch eher unbequem. Wenn es aber Liebe *schmelz* ist, und man was tun möchte, dann sollte man gut miteinander reden können, oder gestikulieren, so dass der andere weiß, okay, jetzt ist erstmal gut soweit, und kein ächzen von sich geben, bzw. was verletzendes bringen, dann lieber mal zusammen heulen und sich wenn es gerade geht im Arm nehmen, dass ist viel viel schöner. :liebes:
So viele verschliessen sich doch dann auch innerlich, und stecken nur noch ein, bis man fast dran erstickt, und dann sitzt man da, voll mit Liebe, die nicht mehr gespürt werden kann, und man weiß, man muss raus aus der Beziehung, denn auf Dauer ist das hinnehmen und nicht sich äußern glaube ich sehr oft schädlich.
Immer so ein Mittelweg, und genügend Platz lassen für die schönen Dinge im Alltag, das wünsche ich Dir/ Euch - und mir selber auch mal wieder :D -ups...
:winken: Yggdrasil |
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| khan |
Hallo Yggdrasil,
Danke für deinen Beitrag. Ich musste bei einigen Passagen gut Lächeln denn ich fühlte mich durch deine Worte doch sehr an meinen Alltag erinnert. Ich musste an den ersten echten Streit mit meiner Partnerin denken, damals saßen wir uns fast 10 Minuten schweigend gegenüber und schließlich stellte sich heraus das wir beide gleich fühlten. Naja, es kam wie es konnen musste. Das gemeinsame Weinen und in den Arm nehmen haben wir mittlerweise rekordverdächtig gemeistert, denn in unserer Anfangszeit gab es praktsich wöchentlich eine Auseinandersetzung, bis wir so weit waren und uns sagten "Verdammt nochmal, wir haben einander wirklich verdient und wenn wir zwei es nicht zusammen schaffen, dann hols der Teufel"
Leichter gesagt als getan in so machner Situation, aber es hat sich wirklich gut gefunden zwischen uns und auch auf die Gefahr hin ins schwärmen zu geraten, sie ist die erste Frau, welche ich auch nach einem richtig miesen Tag noch in meiner Gegenwart ertrage und sogar sehr gern um mich haben möchte. Ich arbeite gern mit ihr an ihren Problemen, denn dadurch arbeite ich auch an meinen und so bringen wir uns Stückchen für Stückchen weiter, in der Hoffnung irgendwann an einen Punkt zu kommen, an dem wir beide ein weniger sorgenbelastetes Haupt tragen. Ich bin da eigentlich sehr zuversichtlich. :D
Khan |
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| raluschka |
Sagmal.. lieber "Steinbeisser"-Khan,
:ducken:
erstmal.. das "Du" ist natürlich in Ordnung.
Verlierst Du denn nie mal die Geduld?
Also mir geht es öfter so, dass ich in manchen Situationen - natürlich auch bedingt durch meinen eigenen Stresspegel - manche Dinge nicht mehr hören/sehen mag. Dann kommt wieder etwas und ich könnt nur noch die Augenverdrehen. Natürlich (mit Abstand) kommt dann der Moment, wo mir klar wird, dass das überhaupt nicht gut war und ich doch hätte verstehen müssen, dass das nun SIE sehr aus der Bahn geworfen hat, lebensbedrohlich war oder wie auch immer. Versteh mich nicht falsch.. das sind keine Momente der Bequemlichkeit, sondern eher des Übermasses. Ich muss mir so oft anhören, was Erwartungen tun und auswirken und das ist auch oft bei uns Gesprächsthema, aber ich bin hin zu einem Punkt gekommen, wo ich keine Erwartungen habe bzw. keine VORSTELLUNGEN. Naja, vielleicht doch :nono: Ich weiss es nicht ! :D
Ich stelle keine Forderungen an meine meine Freundin, auch nicht die, dass sie an irgendetwas arbeiten MUSS. Das ist jetzt nicht als Angriff gegen dich/deine Aussage gemeint, sondern lediglich als Erklärung. Ich bin zur Zeit in einer Art Beziehungs-Resignation gelandet denke ich. Ich mag nicht mehr.. zumindest nicht mehr an irgendetwas arbeiten. Konkret zumindest nicht. Was mich irritiert ist: Ist das jetzt etwas gutes vielleicht sogar oder arbeite ich nicht genug! Beziehungs-Arbeit sozugsagen :D Ich funktioniere nur noch. Weiss, worauf meine Freundin reagiert, was sie verrückt macht und umgehe so (durch mein Wissen) schwierige Situationen. Gut, man mag sagen, dass ist doch gut so! ich achte darauf, dass es nicht zu unnötigen Diskussionen zwischen uns kommt, Dinge sage/tue die sie triggern, aber ich weiss nicht. Ich glaube eher, dass ich zu bequem werde. Andererseits... ich bin gerade selber in einer schwierigen Lebensphase und muss einige Dinge für mich selbst erkunden/erfahren/lernen.. und damit bin ich sehr beschäftigt. Und genaugenommen ist dies auch für unsere Beziehung wichtig. Also, mach ich mir wieder nur zu sehr einen Kopf?
Ich weiss es nicht!
Es ist nicht so, dass ich keinen "Kontakt" zu meiner Freundin habe.. eher im Gegenteil :D :D wir teilen sehr vieles.. aber ich kann nicht wirklich ehrlich sein zu ihr, ihr meine Gefühle vollends mitteilen. Nun frage ich mich.. ist das jetzt generell so (meine Sache..) oder weil ihre Reaktionen oft nicht sehr hilfreich sind (für mich! für jemand anders vielleicht schon..). Konkrete Hilfsangebote von ihr sind für mich keine Hilfe. Klar, es verändert sich immer etwas und sie lernt über mich und ich über sie und es gibt ein "vorankommen" und sehr ungeduldig bin ich ja gerade nicht, aber... Und andere Gefühle setzen sie wiederum unter Druck.. auch wenn ich ihr das noch so sehr zu erklären versuche. Vielleicht sind es doch die Erwartungen? vielleicht habe ich zu sehr Erwartungen.
Verwirrende Grüsse :D
von Raluschka |
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| mocca |
In dieser diskussion wurde ein par mal über nachlässigkeiten zwischen liebenden geredet. Ich bin nicht etwa stolz darauf, aber es ist für mein leben konstruktiv einzugestehen, dass ich nachlässig bin. In den meisten bereichen. Wenn mein geldbeutel weg ist, ist er wahrscheinlich nicht geklaut, sondern liegt wieder mal in der falschen jacke/tasche etc.
Wer sich auf mich einlässt, lässt sich auf nachlässigkeiten ein.
Als ich meinen partner fand, wusste ich bevor er mir von seiner K*ndh**t erzählte, dass er ein mensch ist, der auf vielen Gebieten sehr verletzlich ist, und dass ich also sehr aufmerksam sein musste, um ihn nicht zu verletzen. Für mich ist es eine gute herausforderung, an mir arbeiten zu können, denn gerade im Verhältnis zu anderen Menschen bin ich motiviert meine Schlampigkeit zu überwinden.
ABER. Es geschieht jetzt, nach einigen Jahren zusammen, ab und zu, dass ich vergesse rücksicht zu nehmen. Beispiel: Letztes Wochenende sahen wir einen etwas langweiligen film. Ich dachte, da kann ich doch glatt nebenbei dieses formular ausfüllen auf meinem Laptop. Das formular geht uns beide an und folglich löste ich dabei angst und wut aus. Es hätte mir klar sein sollen, dass das für ihn nicht so geht. Aber ich bin nun einmal so eingerichtet, dass ich mehreres gelichzeitig mache. Hätte denn auch nicht damit gerechnet das formular einfach abzuschicken, denn gerade wegen meiner nachlässigkeit mach ich wichtige Dinge meistens in zwei anläufen, um fehler beim "wiedersehen" korrigieren zu können. Meine spontane idee löste 2 stunden konflikt aus. Ich hätte voraussehen können , dass dieser konflikt entstehen kann, ich "vergass" dass ich da rücksicht nehmen sollte.
Der schaden ist glücklicherweise begrenzt. Er hat gelernt, dass meine absichten nicht manipulativ sind. Manipulation liegt mir nicht. Das macht das unüberlegte vorauspreschen akzeptierbar. Und es ist nicht ein anzeichen, dass ich ihn nicht liebe. Sondern ein anzeichen, dass ich ein Mensch mit fehlern bin, und an mir zu arbeiten habe. :opti:
Ich hoffe nicht, dass mein Bietrag arg neben dem thema ligt hier. Ich fand einfach, dass die Geschichte auch aus der sicht von jemand nachlässigem erzählt werden sollte..finde es überhaupt interessant wie wir mit nachlässigkeit umgehen können in der situation als verbündete.. |
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| khan |
Hallo Raluschka,
Ich bin jetzt leider nur kurz im Forum und habe nicht die Zeit Dir zu antworten, die ich mir nehmen möchte. Ich wage jetzt zu behaupten bis heute Abend 22 Uhr hast Du eine Antwort von mir, nicht weil ich mich verpflichtet fühle, sondern Dir gern antworten möchte, denn ich kenne dieses Gefühl selbst nur zu gut. Sollte ich es nicht schaffen, sieh es mir bitte nach dann antworte ich morgen.
Khan |
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| khan |
Hallo Raluschka:
Vom Thema abseits: Termine sind eine lustige Sache, da plant man Stunde um Stunde ein und ist schon nach einer durch. *kopfschüttel*
Zurück zu Dir:
Ich denke, mit verlaub gesagt, wir kennen alle das Gefühl auf einem Mienenfeld zu wandeln und das es nur noch darum geht Konflikte zu vermeiden. Solche Zeiten gibt es, zumindest lehrt mich meine Erfahrung das, in allen Beziehung und sind leider unabhängig davon mit was für einem Partner man zusammen ist. Sicher gibt es Zeiten in denen es mir zuviel wird, in denen ich nicht über Angst, Probleme oder ein konkretes "daran Arbeiten" reden möchte und in dieser Zeit ziehe ich mich zurück. Ich habe mit meiner Partnerin dahingehend eine Verabredung getroffen, ihr ganz klar gesagt das ich solche Auszeiten, namentlich stille abgeschieden Zeit für mich, in der ich in der Regel auch sonst niemanden sehen möchte, brauche damit ich ihr zur Seite stehen kann, denn immer die Gedult zu bewahren ist sehr schwiergi, besonders wenn man selbst in einer Kriese steckt.
Ich kann nicht viel dazu sagen inwiefern deine Freundin Dir eine bessere oder andere Hilfe sein könnte, denn ich kenne euch ja nicht persönlich, aber warum ist sie Dir keine Hilfe? Warum kannst oder möchtest Du ihr deine Gefühle nicht in Gänze mitteilen? Meinst Du es würde sie zu sehr belasten, oder das sie vielleicht eine "Kurzschlussreaktion" an den Tag legt? Spezifisch kann ich also kaum etwas sagen, aber meiner Erfahrung nach ist ein solches Problem nicht aus der Welt wenn es tot geschwigen wird, es schwehlt und meißt wächst es leider auch. Wenn Du es ihr nicht mitteilst, egal ob es Dir ginge oder nicht, wird sie nie eine Chance haben Dir zu helfen, oder sich zu einer Hilfe zu entwickeln. Natürlich kann das auch böse nach hinten los gehen, aber wenn nichts gesagt wird, dann ist es nur eine Frage der Zeit, denn es kommt ja zu keiner Klärung.
Zu Erwartungen. Wir haben alle Erwartungen und Forderungen an unsere Partner, versieht dich da nicht und diese sind auch gut und richtig. Wir wollen, behaupte ich jetzt einfach mal, alle verstanden werden, gelibet werden, respektiert werden und wir wollen Rückhalt von unsererm partner/Partnerin, selbst wenn es nur wenige tröstende Worte im richtigen Moment sind. Weil wir uns danach sehnen, der Geborgenheit und Liebe, gehen wir doch erst Beziehungen ein. Es mag jetzt böse klingen, aber wenn eine Seite diese Erwartungen nicht erfüllt kommt als logische Folge Unmut und später Unzufriedenheit auf. Warum diese Situation entstanden ist, zwischen Dir und deiner Partnerin vermag ich nicht zu bewerten, aber mir scheint, dein Bedürfnis nach Rückhalt, nach einer Partnerin mit der Du deine Sorgen teilen kannst und sei es nur das Teilen an sich, ist nicht hinreichend erfüllt.
Ich habe selbst über Jahre in einer Beziehung gelebt, in der ich meiner Partnerin nur das nötigste sagen konnte. Als ich damals wegen einer schweren Krankheit zum Arzt musste und ihr die Diagnose sagte, brach sie zusammen. Dadurch musste ich sie und mich auffangen. Danach bin ich sehr viel vorsichtiger geworden ihr etwas zu erzählen und im laufe der kommenden Monate ergab sich eine Situation in der meine guten Freunde mehr über mich wussten als meine Partnerin, ich sie von meinem Standpunkt aus schon fast belog. Lange rede kurzer Sinn, es endete sehr unschön und rückblickend wäre ich lieber ehrlich zu ihr gewesen, denn dann hätten wir zumindest eine gleichberechtigte Grundlage gehabt unsere Differenzen beizulegen.
Ich würde Dir gerne mehr sagen, aber ohne zu wissen wie es bei Dir aussieht, kann ich Dir nur jede Menge Allgemeinplätze anbieten.
Ich hoffe es hilft,
Khan
Beitrag ergänzt um 16:51 Uhr:
Hallo Mocca:
Danke für deine Antwort, ich finde den Einblick sehr interessant. Ich denke nicht das Du dir etwas vórzuwerfen hast, denn Du scheinst dich zum einen zu bemühen, was ich jedem hoch anrechne, und bist zum anderen auch ehrlich deinem Partner gegenüber indem Du ihn über deine "Nachlässigkeit" in Kenntnis setzt.
Ich spielte aber nicht auf einen ehrlichen Menschen an, der sagt ich habe Fehler und somit dem Parnter die Möglichkeit gibt entweder sich zu Distanzieren, oder für sich zu entscheiden sich mit den Fehlern auseinanderzusetzen. Jeder hat Fehler und ich finde einen offenen Umgang damit nur fair und richtig. Aber was ich meinte sind Menschen die Fehler der nachlässigkeit machen, wichtiges Vergessen und dann aber nicht bereit sind an ihrem Verhalten zu arbeiten, sondern im Gegenteil der Meinung sind sie hätten sich kein Fehlverhalten zu schulden kommen lassen. Teilweise geht das von einem "ich mache so viel, da musst Du dich ja hierbei nicht so anstellen" bis hin zu einem "ich weiß ja wohl besser was ich gesagt/getan habe".
Ich bin, oder besser gesagt war, eigentlich immer ein Verfechter des gesunden Menschenverstandes und ich muss zugeben, gerade im Anbetracht der Gesundheitsgeschichte meiner Partnerin habe ich damals ihre Erzählungen doch sagen wir mal mit Vorsicht aufgenommen. Ich muss dazu sagen das ich meine Partnerin seid Jahren kenne und wir Jahre lang befreudet waren, bevor wir uns auf anderer Ebene näher kamen und sie zu dem Zeitpunkt verheiratet war. Ich hatte im laufe der Zeit das Vergnügen den werten Gatten zu "erleben" und musste feststellen das meine Partnerin sogar noch untertrieben hatte. Dadurch aufgerüttelt habe ich eine Menge anderer "Fälle" nochmal abgeklopf und war doch recht schockiert über das Verhalten vieler Menschen. Deshalb habe ich diesen Beitrag eröffnet um zu erfahren welche Erfahrungen andere in dem Bereich gemacht haben und ob vielleicht jemand eine Erklärung für diese Art von Verhalten hat. Wie schon gesagt ob es falsche Vorstellungen sind, einfache Ermüdung, Rücksichtslosigkeite oder einfach nur ein Mangel an Interesse.
Ach ja, ich persönlich denke nicht das dein Verhalten rücksichtslos war, sondern eher unaufmerksam. Dabei kommt es meiner Meinung auf die Häufigkeit an, mir passieren Patzer auch, gerade neulich habe ich deswegen einen Streit gehabt, durch ein paar unüberlegte Worte, getragen von aufgeriebenen Nerven meinerseits.
Alles Gute,
Kahn |
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| raluschka |
Hallo Khan,
also Du musst nicht sofort antworten! nur mal so gesagt. Ich habs nicht eilig :D
Was die "Stille, Zeit für mich, "Auszeit"." anbetrifft, darüber haben wir schon oft gesprochen und mittlerweile weiss meine Freundin wie sich manches für mich anfühlt und wie umgekehrt und wir respektieren das beide. Sie drängt mich da auch mittlerweile nicht mehr und umgekehrt, wie ich bereits erwähnte, schaue ich darauf, dass es für sie "in Ordnung" geht.
Und "totgeschwiegen" wird dieses Hilfsthema bei uns nicht, wir sprechen ja darüber. Ich denke, es ist einfach meine Ungeduld. Ich möchte, dass sie da so reagiert, wie ich es möchte. Aber da gibts bei mir noch eine Familiengeschichte dahinter die mit Angst behaftet ist und das ist mir klar. Was auch eng im Zusammenhang steht mit deiner Geschichte und dem "einander auffangen". Und meine Vorsicht die ist begründet, allerdings weiss ich auch, dass ich ehrlich sein muss! aber .. wie das eben so ist.. der Kopf....
Die Umsetzung ist das schwere.
Danke für Deine Antwort Khan. Ich versuche nächstes mal noch weiter zu schreiben, vielleicht gibt es ja noch gemeinsame Themen.
Sehr schwieriges Thema, was den "Rückhalt" anbetrifft, finde ich.
Liebe Grüsse
Raluschka |
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| raluschka |
Hallo Khan :winken:
merke gerade, obwohl ich nach dem letzten Schreiben noch den Anflug hatte, weiterzuschreiben, dass die Themen "Leben, T*d und Hoffnung" mich derzeit überfordern bzw. das Schreiben darüber mit "Fremden". Und die Themen "Vorstellungen + Erwartungen" sowieso :D Müsste zuweit ausholen jetzt. Das ist mir jetzt zuviel. Aber ich unterhalte mich trotzdem gerne weiter. Nicht falsch verstehen, es ist mir nur gerade zuviel weiterzuschreiben. Wenn Du noch etwas schreibst, werde ich sicherlich die Zeit finden zu antworten.
Lieber Gruss
Raluschka |
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| khan |
Hallo Raluschka,
Kopf hoch! :kraft:
Zunächt einmal, Es besteht kein Grund dich zu erklären, jeder schreibt so wie er/sie kann und möchte. Ich bin in den letzten Tagen auch kaum dazu gekommen hier einen Blick hinein zu werfen und dabei wollte ich noch etwas zu den Erwartungen schreiben.
Erwartungen sind auch für mich eine Zwickmühle. Ich vermag nicht zu sagen wo mein Wunsch das es ihr besser geht endet und meine eigene Erwartung das es nicht nur ihr, sondern auch "mit ihr" besser geht, endet. Sicher wünsche ich mir das es besser wird, sicher erwarte ich bis zu einem Gewissen Punkt das meine und ihre Bemühungen Früchte tragen und ganz ehrlich, was ist daran denn so verkehrt? Ich wünsche mir das meine Beziehung funktioniert, mich und meine Parnternin glücklich macht und uns beiden einen Raum gibt in dem wir geschützt in dieser machmal wirklich feindseligen Welt leben können. Führen solche Erwartungen zu Konflickten? Sicher, manchmal tun sie das, aber für mich ist es auch eine Hoffnnung und ein Antrieb. Ich möchte Mal zu der von Dir angesprochenen Ungedult ein Beispiel aus meiner Beziehung erzählen:
Ich habe mit meiner Partnerin sehr intensiv an einem Trigger gearbeitet. Ich werd mal nicht drum herumreden. Es handelt sich dabei um Gürtel, jede Art davon. Nach einiger Zeit, ich trage bei vielen Hosen Gürtel, zuckte sie nicht mehr bei Anblick und Geräusch zusammen, schließlich konnte sie sich mit mir auch normal weiter unterhalten wenn ich mich umzog und dabei einen Gürtel nutzte. Ich war stolz darauf, denn ich hatte mit ihr ja daran gearbeitet und so begann sich eine gewisse Erwartung einzuschleichen. Ich begann weniger darauf zu achten ob sie mit dem Gürtel in Kontakt kommt oder nicht und so geschah es das sie doch nochmal getriggert wurde. Zwar stürzte sie nicht ab, aber mein geplanter Abend war dadurch über den Haufen geworfen und ich reagierte ungeduldig, ich hatte erwartet das sie damit umkönnen müsste und nicht bedacht das der Trigger um einiges Stärker ist wenn ich mich schnell umziehe, also den Gürtel schnell von der Hose entferne. Wäre ich gedultiger gewesen, hätte den Gürtel langsamer heraus gezogen so wäre vermutlich nichts geschehen, aber in dem Augenblick wollte ich einfach das es geht, ich wollte das sie keine Angst hat und habe es auch erwartet, das war ein Fehler.
Ich weiß nicht welche Schweirigkeiten ihr konkret habt, oder was es mit deiner Familiengeschichte auf sich hat, aber wenn Du über ein Thema sprechen möchtest bin ich gern bereit Dir mein Ohr zu leien beziehungsweise mein Auge und meine Erfahrungen zu teilen, denn auch ich kämpfe mit einem sehr unangenehmen Familienhintergrund, der mich wohl den Rest meiner Tage begleiten wird.
Nun, es ist schon sehr spät und ich konnte mal wieder ncht recht schlafen. Mag sein das meine Worte Dir nur neue Fragen aufwerfen, aber ich denke das es immer gut ist andere Blickwinkel zu ergründen, egal ob sie einen direkt weiter bringen oder nicht.
Einen lieben Gruss zurück,
Khan |
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| raluschka |
Hallo Khan :winken:
vielen Dank für deine Antwort.
Ich bin öftermals etwas zu ungeduldig, hauptsächlich allerdings mit mir :D Dinge, die dann schieflaufen, sehe ich generell als Misserfolg an, aber ich arbeite daran :opti: Mit konkreten Beispielen/Situationen bzw. Erzählungen darüber kann ich sehr gut. Ich muss jetzt leider schon wieder losdüsen, aber dank dir für dein Beispiel.
Liebe Grüsse
Ralu |
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| khan |
Hallo Raluschka,
Freut mich das Du mit meinem letzten Beitrag mehr anfangen konntest und ich bin gerne Bereit auch konkrete Erfahrungen mit Dir zu teilen, oder meine Meinung kund zu tun. *grinst etwas frech* Wieder eine Chance meine große Klappe etwas aufzureißen.
Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg und glaube mir, Gedult ist auch nicht unbeding teine meiner Stärken, auch wenn meine Partnerin mich als geduldigen Menschen charakterisiert. Vielleicht gehe ich auch zu hart mit mir ins Gericht, denn um sie mal zu zietieren "nur WEIL Du auch mal die Gedult verlierst bist Du kein ungeduldiger Mensche".
Alles Gute,
Khan |
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