| mocca |
Wahrscheilich erinnert sich hier kaum noch jemand an mich. Ich lese ab und zu hier; das hilft mir das feingefühl zu entwickeln, das ich in miener Beziehung brauche. Mein Fr*und wirkt sehr stark, und oftmals machen mich die Beiträge hier auf kleine Zeichen aufmerksam, wo ich auf ihn aufpassen sollte.
Vor knapp einem Jahr erzählte er mir, dass der mi**bra*ch vielleicht gar nicht geschehen ist. Dass er selbler manchmal daran zweifelt ob das vorstellungen, träume waren, oder ob alles wirklich so geschehen ist. Was sagt frau da? Was ändert das?
Vertrauen zu seinen E*tern hat er ja trotzdem nie aufbauen können. Sein Bedürftnis nach regeln und riatualen ist dasselbe, es hat ihn Jahre gekostet anderre Menschen in sein Leben zu lassen.
Und was tun, wenn die M*tter nach dem grossen Fam*lienessen lang und breit davon erzählt, wie sie es trotz schwierigen Umständen geschafft hat, sich zurechtgefunden hat? :haare: So wie ich es sehe, hat sie es nicht sehr gut geschafft. Mein Freund ist schwer von der Zeit gezeichnet, seine Brü*er vielleicht auch. Ich habe geschwiegen, und jetzt trag ichs mit mir rum. :Psst:
Um missverständnisse zu Vermeiden; ich zweifle nicht daran, dass wir zusammengehören. Ich weiss nur manchmal nicht so recht, wie ich mich zu seiner S*ppenvergangenheit stellen soll.
Mocca |
|
|
| starchild |
hallo, mocca,
habe das gleiche "Problem" wie dein Freund- wie ich mit meiner "Sippe" umgehe:
habe den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen, zu meiner Mutter auch, weil sie glaubt ich hätte die M*ssbr*uchsgeschichte erfunden.
Sie sind meine biologische Familie aber nicht meine wahre Familie, ich mag sie nicht.
O.K. am Anfang war es hart, alles zu verlieren, aber das bin ich mir selbst, dem kleinen Mädchen, dass ich mal war , schuldig. |
|
|
| antonia |
ich schleiche hier jetzt schon um den thread herum...
aber ich erinnere mich noch gut an dich :).
hm, wenn er sagt oder zweifelt, ob das geschehen ist...
keine ahnung :was:, was frau da am besten sagt...ich kenn nur von mir, manchmal auch jetzt noch, so zweifel-momente...meistens wenn ich ein bisschen weiter von mir weg, oder von mir als kind weg bin, wie starchild sagt. :(
wie mit der sippe umzugehen ist?
hm, dann in so einem moment zur m+tter irgendwas sagen...da hätte ich so meine zweifel, ob das was bringt :was: :angst2:, v.a. wenn er das vielleicht selbst gar nicht möchte (?).
irgendwie liest sich das ein bisschen so, als ob dich verwundert, dass er nochwas mit denen zu tun hat, oder nichts dagegen sagt (?)...aber die gründe kann, glaube ich, nur er selbst kennen. habt ihr schonmal darüber reden können, was dich verwundert (wenn das so ist)?
lieben gruß
antonia |
|
|
| mocca |
Liebe Antionia
zur Sippe: recht besehen kann ich nichts anderes als meine verwunderung so gut als mäglich beherrschen. Mit schweigen. Weil ich weiss, dass die Ver*an*en*eit nicht meine ist. Muss dann jeweils sonstwo abladen.
Zum Thema, was ist realität und was vorestellung: Ich glaube nahe oder weit weg vom Kind sein ist ein grosses Thema. Meistens ist es ziemlich weit weg, oder ziemlich gut integriert. Ein sehr verantwortlicher, kontrollierter erwachsener Mensch der seine kindischen Züge auslebt und verteidigt. Manchmal ist da plötzlich eine Nebenspur: wenn er den Eindruck hat, ich ignoriere oder manipuliere ihn, oder wenn er das Gefühl hat, ich mache ihn vor anderen lächerlich. Dann ist eine ganz furchtbare Wut da, Drohungen, Agression, ein brodelnder Vulkan. Oder wenn ich die Symptome anspreche, geht ganz und gar nichts. (Schon wieder schweigen)
Manchmal können regeln geändert oder missachtet werden, andere male ganz bestimmt nicht.
In meinem eigenen Erwachsenwerden und gesunden war das reden, das brechen des schweigens eine Schlüsselstelle. Das macht "mitschweigen" schwer.
Mocca |
|
|
| isolde |
Hallo mocca,
ich finde das wunderschön, wie behutsam du mit den Gefühlen und Erinnerungen deines Partners umgehst, ihn einfach "sein" lässt.
Du fragst "was ändert das", wenn er zweifelt, ob seine Erinnerungen stimmen. Vielleicht kannst du ihm dann sagen, dass sie auf alle Fälle _wahr_ sind. Sei es als Erinnerung an eine konkrete Situation, sei es als inneres Bild für ein anderes übergriffiges Erlebnis.
Selbst wenn es in einer bestimmten Situation ein inneres Bild ist, bedeutet das doch, dass jemand auf massive Art seine Grenzen nicht respektiert hat, es bedeutet, dass er missachtet wurde und bis heute darunter leidet. Ich denke, man muss dazu nicht viel sagen, aber jemand das Gefühl geben "ich glaube deinem Leid", ist so viel wert.
Ja, und diese Sippenvergangenheit - sicher ist es schwer, da zuzusehen. Aber ich denke, wenn sich dein Freund bei dir angenommen fühlt, wird er je nach Stand der Entwicklung in seinem Inneren von der alten Sippe mal weiter und mal weniger weit entfernt sein können, aber auf alle Fälle dabei bei sich selbst bleiben können. (Dass die Mutter das Gefühl hat, etwas gut geschafft zu haben, mag übrigens daran liegen, dass man ja nicht wissen kann, wieviel Anstrengung dahinter steckt, dass sie überhaupt so weit gekommen ist, wie sie es ist - auch wenn man als Außenstehender nicht viel davon bemerken kann.)
Isolde |
|
|
| antonia |
ja, ich verstehe, dass das schwierig ist.
das war es manchmal für mir nahestehende oder ist es für den freund meiner schwester auch...warum an einem bestimmten punkt nicht widersprochen wird, wenn es von den anwesenden eher die meisten gar nicht erlebt "positiv" haben :(....
das zweifeln...hm.
Triggertext! Zum Lesen bitte markieren.
manchmal denke ich, dass ich dadurch, dass ich den MB ohne körperliche gew+lt oder etwas anderes sehr eindeutiges mit meiner m+tter erlebt habe...dass ich auch deshalb manchmal..öfter...in so ein zweifeln hinein komme...das war einfach v.a. manipulativ...das hat viele möglichkeiten (denkfallen), doch selbst sch+ld zu sein
was nicht heißt, dass ich mir so eine eindeutigkeit um jeden preis wünschen würde
ich hab das mal hier hingeschrieben, falls es passt
zu den symptomen...das ist etwas, was mir sehr schwer fällt- aushalten, wenn jemand über meine symptome spricht...ich weiß, dass ich "beh+ndert" bin, nenne "mich selbst inkl. meiner symptome" auch so ...aber wenn jemand anderes darüber spricht, ...:angst2:...da hab ich angst, darauf reduziert zu werden...und bin auch manchmal sehr abwehrend :taekwondo.
ich bin ziemlich beeindruckt, wie feinfühlig du über deinen partner schreibst und mit ihm umgehst. manchmal färbt dann so einne bisschen :opti: auf mich ab, wenn ich sowas lese .
liebe grüße :)
antonia |
|
|
| derandere |
Hallo mocca,
Mir geht es sehr ähnlich. Der m*ssbr**ch*nd* Elternteil der noch lebt, hat vollständig verdrängt und leugnet das da irgendetwas war ist aber selbst von Krankheit gzeichnet, dann gibt es da noch einen neuen Partner, der sehr lieb und einfühlsam ist, für die M*tt*er ein wahrer segen ist und sein kann.
Gerade durch diesen lieben neuen Partner ist das hin- und hergerissen sein zwischen kontakt halten wollen und kontakt brechen extrem. Für mich steht ihr Wunsch im Vordergrund, selbst habe ich inzwischen erheblich vorbehalte und halte gehörig distanz.
Die Sippe ist mir dabei eigentlich ziemlich egal, wichtig ist mir meine Partnerin.
Eine große Frage ist mir immer wieder wie ich meine Partnerin aus den kreisenden Gedanken, aus dem in ihren eigenen Ängsten gefangen sein herausführen kann und ihr zeigen kann wie viele Ansatzpunkte für Freude sie hat.
Hast Du Wege gefunden deinem Partner Mut zu machen und sich auch in schwierigen bereichen ein stück weg zu entwickeln von der eigenen Angst und hin zu einem Entdecken dessen was schön sein kann?
Liebe Grüße vom anderen |
|
|
| mocca |
Ich werde ganz verlegen vor lauter lob. Vielen Danke, das tut gut.
an den anderen: Ich tue nichts aktiv um Mut zu machen oder ihn zum entdecken aufzufordern. Aber allein mein dasein ist ein riesiges ausrufezeichen in seinem Leben.
Das er eine stablie B*zieh*ng führen kann ist ein ein ganz unglaublicher erfolg, der angesichts der v*rg*ngenh*it sehr mut macht. Ich bin jemand der andaurend ideen hat, Leute sehen will, entdeckt, erlebt, regeln macht und bricht. Manchmal wirkt das auf ihn bedrohlich, aber meistens bedeutet es, das seine Welt grösser und grösser wird, und er eine Menge entdeckt.
Geniessen hatte er bereits gelernt, als wir uns kennenlernten. Er hat ja jahrelang an sich gearbeitet bevor er sich an eine B*zieh*ng gewagt hat, und hat so vieles ganz allein errungen. Ich bin voller bewunderung, :knie:
und viellicht auch nicht ganz objektiv :love:
Zu isoldes kommentar in klammern: Se*ne M***er empfindet wohl, das sie es gut gemcht hat. Sie hat sicherlich gekämpft um überhaupt irgendwoe durchzukommen. Aber gibt es nicht einen Punkt, wo "so gut es geht" einfach nicht gut genug ist. Wo man sagen muss, da habe ich mich gegen jemand verbrochen, meine Verantwortung nicht genug wahrgenommen? Ich bin zwar normalerweise tolerant, aber ich finde sie sollte sehen können, dass etwas schief gelaufen ist. Allerdings macht mir mein eigens hartes Urteil auch angst. Ich möchte selber bald mal Kinder haben, und da weiss doch neimand ob sie es schaffen werden, derr Verantwortung gerecht zu werden. Schon gar nicht, wenn beide E**ern eine Zerrütterte K**dheit hatten.
Vielleicht sollte die bemerkung der M***eral zeichen des auftauens, des rede wollens ansehen. Ist eigentlich das zwweite mal, dass in der F***lie so was vorgekommen ist. So hab ich das vorher noch nie angesehen. ândert aber nichts daran, dass meine einzige angebrachte Rolle Zuhörerin ist. :denken:
An antonia: mir fällt schwer zu verstehen, dass er immer noch befürchtet ich reduziere ihn auf S*mptome, oder auf ein o**errolle, wenn dem so wäre wär ich doch gar nicht da. Aber da habe ich eben noch einiges zu üben :meditate:
So, zeit etwas producktiv zu sein.
Nochmals danke für den Dialog, es freut mich so, wenn in der Verbündeteabteilung, leben ist.
Mocca. |
|
|
|