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Die Geschichte vom Riesen und der kleinen Lea - Klicken Sie HIER um das ursprüngliche Thema anszusehen

    shawnee
    In einem tiefen, dunklen Wald lebte einmal ein riesengroßer Riese mit einem Herzen aus Gold, einem Lachen wie Silber, funkelnden Augen und weichen Händen.
    Niemand - wirklich niemand - wollte etwas mit ihm zu tun haben - denn als Riese sah er nun einmal schr*cklich aus.
    Das Lachen wollte niemand hören, in sein Herz konnte niemand sehen und die Weichheit seiner Hände - wer wollte die spüren?
    Die Menschen, die außerhalb des Waldes wohnten, hatten A**st vor ihm, wie so oft, wenn man etwas nicht kennt, von etwas nichts weiß.
    Einfacher ist es, wegzubleiben, als kennenzulernen.
    Der Riese hatte A**st, große A**st, den Wald zu verlassen, denn er wußte, die Menschen waren b*se und hinter ihm her...
    So lebte er in seiner Hütte im Dunklen..

    Die kleine Lea war auf dem Weg zum Buchecker sammeln, und die M*tter gab ihr mit auf den Weg:
    "Sei vorsichtig und geh' nicht zu nah an den Wald, denn dort wohnt der b*se Riese!"

    Die Kleine machte sich auf den Weg....

    ..mag jemand weitererzählen?

    http://www.cosgan.de/images/midi/haushalt/h015.gif
    kolibri
    Sie fürchtete sich ein bisschen, weil die Buchen so nah am Wald standen. Aber das vergaß sie bald. Der Tag war so schön, die Luft duftete nach Herbst - und es war so warm, fast, als wär's noch Sommer.
    eagle
    Die kleine Lea liess sich immer mehr fazinieren von der lebhaften Umgebung. Die Sonnenstrahlen br*chen sich zwischen den Zweigen und w*rfen gl*isende Lichtbahnen auf den w*ichen Waldboden. Funkelnd und glitzernd tanzten viele tausende Staubkörnchen in der Luft. Ein Summen und Brummen erfü*lte die Luft...
    Lea bü*te sich gerade begeistert wieder nach einer Buchecker und legte sie ganz vors*chtig wie einen Schatz in ihren bereits halbvollen Korb....als plötzlich...fast wäre ihr der Korb aus der Hand gerutscht...ganz nah bei ihr ein lautes "tocktocktock" zu hören war. Erschr*cken schaute sie sich um. Laut klopfte ihr ach noch so kleines Herz...das Lea schon meinte jeder müsste sie hören..."tocktocktock" wieder ertönte dieses seltsame Ger*sch...und Lea war halt so fu*chtbar neugierig und schlich sich ganz leise an den nächsten Baum heran...eine stat*liche weisse Birke die hoch ihre Äste emporstreckte. Langsam und sch*chtern schaute Lea den Stamm empor...und tatsächlich gaaaaaaaaanz oben in den Zweigen dort wo die Luft schon dün*er wurde sass ein kleiner bunter Vogel und hämmerte immer wieder auf den stamm ein. Mit off*nem Mu*d schaute sie ihm zu und wa*te sich nicht zu rühren.
    Aber plötzlich entd*ckte der Vogel sie und schaute sie ganz freundlich und warmherzig an...
    "Hallo kleine Lea...mach den Mu*d wieder zu sonst zieht es" sprach der Vogel zu ihr.
    Lea fas*te sich ein Herz und fragte: "KLeiner Vogel wer bist du und was machst du da?" "Ich bin ein Buntspecht und ich heisse Tock, ich suche nach Futter um meine 5 verfr*ssenen Kinder satt zu bekommen...seufz...von morgens bis abends fliege ich umher und sammele futter" antwortete müde Tock.
    Die kleine Lea überlegte wie sie ihm helfen könnte....als ihr plötzlich etwas einviel...vors*chtig
    griff sie in ihre kleine Tasche ihres bunten Kleidchens und zog eine grosse Handvoll Vogelbeeren raus..."schau mal Tock..die habe ich vorhin gesammelt...möchtest du die nicht für deine Fa*ilie haben?" Tock war begeistert und trippelte eiligst den Stamm herab "möchtest du das wirklich tun kleine Lea?"
    Als Lea nickte jubilierte Tock und rief "vielen Dank...dann können ich und meine Fr*u ja
    nachher noch auf das grosse Waldvogelfest gehen."
    "Kleine Lea wenn du irgendwann mal in N*t bist dann rufe nur laut nach Tock dem bunten Buntspecht...ich werde eilen" sprachs nahm mit seinem Schnabel vorsichtig das bunte karierte Taschentuch worin Lea die Beeren eingep*ckt hatte und flog im To*kelflug...vor laute Überg*wicht davon....
    Lea hatte aber bereits etwas neues entdeckt...
    tarja_lacrima
    ... ein eichhörnchen saß ein stück weiter am wegesrand und weinte. schnell lief die kleine Lea zu ihm und frage leise "was ist mit dir? warum weinst du?" das eichhörnchen weinte leise "mein fuß tut soo weh." die kleine Lea kniet sich also hin und sagte beruhigend "ich bin Lea und wenn ich darf möchte ich versuchen dir zu helfen." das eichhönchen nickte und zeigt ihr den schm*rzenden fuß. die kleine Lea schaute ihn sich an und nickte dann "du hast da einen dorn in deiner pf*te. warte ich ziehe ihn heraus." schnell zog die den dorn heraus ...
    antigone
    "Das hat ja gar nicht wehgetan" sagte verwundert das Eichhörnchen, "Sag mal Lea, Du bist ja eine echte Zauberin, wusste gar nicht, dass Ihr Menschen soetwas könnt?!" Freudig fing das Eichhörnchen an zu tanzen, so, als ob es mindestens ein Jahr nicht mehr hätte tanzen können. Das hörten noch mehr Eichhörnchen und kamen angelaufen und tanzten und feierten mit. So feierten sie bis die Sonne unterging und Lea erschöpft ins Moos fiel und zu Träumen begann ...
    kuestenkind
    Sie träumte von Tock dem Buntspecht, den sie so glücklich gemacht hatte und von dem Eichhörnchen, das nun wieder im Wald umherhopste.

    Für Lea war das alles so wie immer, denn Lea verwandelte auf ihrem Weg alles unbewusst in Gold und Glück, einfach weil sie die Menschen und Tiere berühren konnte: mit ihrem Strahlen auf dem Gesicht, mit ihren Worten und mit ihrer Reinheit.

    Weil sie aber selbst so rein war, spürte sie oft die Dinge, die nicht so rein waren. So träumte sie in dieser Nacht auch von dem armen großen Riesen. Der Riese litt, so schien es ihr, weil ihm die Menschen so viel angetan hatten und er so viel von ihnen aufgenommen hatte in seinem Herz und mit sich trug.

    "Lea", rief der Riese im Traum zu Lea, "Lea, ich brauche deine Strahlen, ich brauche dein Licht."
    "Wo bist du denn?", fragte ihn Lea.
    "Hier, im großen Wald stecke ich.", antwortete der Riese.
    "Aber der Wald ist rießengroß", sagte Lea.
    "Traue deinem Herz, Lea", rief der Riese, "Dann wirst du mich finden. Vergiss mich nicht, Lea . . . "

    Dann verschwanden die Bilder vor Leas Augen und bald darauf wachte sie auf. Es war mitten in der Nacht.
    "Traue deinem Herz hat der Riese gesagt.", sagte Lea zu sich selbst, "hmmmm . . . " "Wie soll das gehen?"
    "Na, ich will den armen Riesen suchen gehen, " sagte sie dann, "und immer, wenn ich nicht weiter weiß, werde ich die Augen schließen und nur allein auf mein Herz hören, dann werde ich ihn wohl finden. So ein Riese kennt sich mit soetwas bestimmt aus, denn er muss ja ein riesengroßes Herz haben."

    Lea schaute sich um, ein paar Grillen zirpten und ein leichter Wind streichte über ihr blondes Haar. Der Mond strahlte durch die dunklen Bäume und irgendwo hörte sie ein Käuzchen .....
    kuestenkind
    "Na, wenigstens sind ein paar Grillen da und ein Käuzchen ruft, da bin ich nicht so ganz alleine hier", dachte Lea. "Außerdem streicht der Wind über mein Haar und der Mond leuchtet mir."

    Sie schloss die Augen: "Ich wünschte, der Mond hätte ein Gesicht" rief sie in den Himmel. Aber als sie die Augen aufmachte, da hatte der Mond kein Gesicht. Nein, das war hier leider nicht so wie in den Märchen, die sie kannte und so liebte. Leider. Sonst hätte sie den guten Mond nämlich fragen können, wie es denn weiter geht. Und der hätte ihr sicherlich eine Antwort gegeben und hätte sie mit einem freundlichen Lächeln angestrahlt und gesagt: "Lea geh' links." Oder "Lea geh' rechts." Oder "Geradeaus mein Kind."
    Und Lea wäre gegangen, denn das war sie gewöhnt.

    Was hatte der Riese noch gesagt? Sie solle nur ihre Augen schließen und auf ihr Herz hören? Wie ging denn das? Lea schloss die Augen und lauschte. Sie hörte den Wind und die Grillen und das Käuzchen, aber sie hörte nicht ihr Herz.
    Sie öffnete die Augen wieder, und schaute, ob sich etwas verändert hätte. Doch nichts hatte sich verändert.

    Sie schloss die Augen erneut und fing zu spüren an. Spüren. Sie spürte wie sich ihr Herz anfühlte, hmmm.
    Wie fühlte sich ihr Herz an, wenn sie geradeaus sagte, wie fühlte es sich an, wenn sie "rechts" sagte und wie, wenn sie "links" sagte?
    "Ich glaube, es fühlt sich jedesmal anders an." sagte sie laut.
    "Am besten fühlt es sich aber an wenn ich geradeaus sage oder rechts", dachte sie . . .

    Lea spürte weiter. Das war eine anstrengende Aufgabe, mit dem spüren, aber auch sehr interessant . . .
    silvermonas
    Der Riese lud Lea zum Abendessen ein
    was sie dankbar anahm

    sie staunte, alles war viel grösser als bei ihr zuhause

    da stand ein riesen B*tt und riesen grosse Stühle auf den sie kaum drauf kam

    in der Küche waren riesen grosse T*pfe und Teller so gross wie der Mond


    etwas schmunzeln musste sie als sie unter all den riesen Gegenständen die der Riese ja brauchte weil er eben so riesig ist

    winzig kleine , kaum zu sehende

    Fleckenzwerge :D :D


    sich an die Arbeit machen den Hausputz im Riesenhaushalt zu erledigen
    kuestenkind
    "Oh" sagte Lea erstaunt, als die Fleckenzwerge mit winzigen Tüchern, Schrubbern und Schaummitteln den großen Kaffeefleck auf der weißen Tischdecke einschäumten und dann in Windeseile hin- und herschrubbten.

    "Na, was hast du, kleine Lea?" fragte sie der Riese mit sanfter Stimme und doch vibrierten ein paar Teller dabei. "Was heißt denn "Oh"?"

    "Die kleinen Fleckenzwerge hier", sagte Lea und deutete darauf, "da habe ich "oh" gesagt."

    "Ach die", sagte der Riese. "Ja, die leben hier seit ein paar Jahren mit mir zusammen. Sie bekommen die Krümel und machen mir dafür sauber. Das ist sehr schön und auch sehr praktisch. Dafür bleiben meine Hände auch so prima weich. Aber leider können sie nicht mit mir reden . . . . Dabei wäre mir das Reden doch noch wichtiger als meine weichen Hände. Verstehst du, Lea?"

    Lea nickte. "Ja, Reden ist soooo wichtig. Wenn ich rede, geht es mir besser. Komm, rede mit mir, Riese, damit wir einen schönen Nachmittag haben. Und vielleicht können wir ja später noch zusammen singen oder uns was Spannendes erzählen. . . . "

    Der Riese lächelte . . . .
    shawnee
    Der Riese setzte sich auf sein großes Bett und faltete die Hände.
    Lea betrachtete diese erstaunt, denn sie waren nicht nur sehr weich, sie waren voller Furchen mit dunklen und hellen Flecken und kleine Äderchen durchzogen die Haut wie eine Landkarte.

    Sie konnte die Kontinente darauf sehen und als sie näher hinsah - sie traute ihren Augen kaum - sah sie Bäume und Wasser, Menschen, Tiere....
    Sie rieb sich die Augen und schaute noch einmal hin.
    Der Riese sah sie an und fragte:
    "Wunderst du dich? Über die Welt auf meinen Händen?
    Früher dachte ich, es wäre ein Trick. Heute weiß ich, sie waren schon immer da, schon als ich ein kleiner Junge war. Das habe ich meine E**ern damals erzählt und sie schickten mich in den Wald - alleine.
    Mit jemandem wie mir, der die Welt auf Händen trägt, möchte doch niemand etwas zu tun haben."

    Lea ging ohne Scheu näher zu dem Riesen und betrachtete seine Hände.
    Was für ein Gewusel und als sie ganz angstrengt lauschte, hörte sie die Geräusche der Welt.
    Faszinierend und ganz leise.

    "Darf ich?" fragte Lea und hielt ihre Hand über die seine.
    Erst wollte der Riese zurückzucken, weil er nicht wußte, was sie wollte.
    Doch schon strich sie sanft über seine Hände.
    So sanft, das plötzlich zwei riesige Wassertropfen auf Lea's Kopf fielen.
    "Huch!" Erschrocken sah Lea nach oben und der Riese weinte - er weinte einen Fluss, mit großen dicken Tränen.

    "So berührt hat mich schon lange niemand mehr!"
    silvermonas
    und Lea bat den Riesen von seinem Leben zu erzählen
    Lea hörte gebannt zu als der Riese anfing zu erzählen


    ..es war einmal ein Schloss in dem wohnte ein Gespenst Namens Waldemar..


    mit grossen Augen hörte Lea zu wie der Riese von seinen Erlebnissen mit seinem Freund waldemar erzählte
    ..
    kuestenkind
    "Lange wollte niemand von meinem Leben hören, Lea", sagte der Riese und war so sehr gerührt, dass er fast noch einen Eimer Tränentropfen unabsichtlich über Lea gegossen hätte.

    "Wenn ich dir aber von meinem Leben erzählen darf, dann will ich dir von Waldemar erzählen. Denn im Leben kommt es immer auf die Freunde an, die wahren Freunde wohlgemerkt, denn sie machen das Leben aus und stärken dich. Na, und Waldemar ist so ein wahrer Freund von mir. Aber leider, leider wohnt er weit weit weg in einem fernen Schloss in einem fernen Land, das Schottland heißt."

    Lea hatte ihre kleine Hand ruhig neben der großen Hand des Riesens gelegt, so dass sie sich ein ganz klein wenig berührten, baumelte mit ihren Beinen und schaute den Riesen erwartungsvoll an.

    "In diesem Schloss lebt Waldemar als ein Gespenst. Durch alle Räume fliegt er und alle Türen sind dort immer offen. Er lebt dort mit einer Familie mit zwei Kindern, also mit richtigen Menschen, und er treibt dort sehr viel Unfug mit allen. Er treibt nicht ganz schlimmen Unfug, denn er mag ja seine wirkliche Familie. Er neckt sie aber oft, denn sonst würde sich Waldemar ja auch langweilen. Gespenster sind eben so.

    Und einmal vor vielen Jahren, hat er mir etwas von dort mitgebracht."

    Der Riese öffnete hinter sich zwei rießengroße Schubladen und kramte erst in der einen, dann in der anderen Schublade.

    "Ah, da hab ichs" rief er, dass die Teller schepperten. Strahlend holte er einen Kerzenleuchter hervor und ein schottisches Schmuckstück mit einem blauen leuchtenden Stein darin.

    "Das hat mir Waldemar mitgebracht." Der Riese stellte den Kerzenleuchter hin und steckte eine Kerze an. Das machte die Küche gleich noch ein bisschen gemütlicher.

    "So, jetzt ists besser mit dem Erzählen", sagte er. In Leas Augen glänzte die Flamme und sie war gar nicht ungeduldig.

    "Schön!!", sagte sie.

    "Mein bester Freund Waldemar macht also viel viel Unsinn in dem ganzen Schloss." fuhr der Riese fort. "Manchmal nimmt er etwas von den Tellern, wenn die Familie isst. Manchmal drückt er auf die Fernbedienung des Fernsehers und schaltet einen anderen Sender ein, wenn die Kinder MTV kucken. Und manchmal singt er ganz schaurig, aber das kennen alle schon und sagen dann nur: "Halt die Klapp" Waldemar, und stellen ihre Heavy Metal Musik lauter. So verbringt Waldemar seine Tage und es ist lustig und niemand ist alleine, auch wenn die Familie manchmal sagt: "Waldemaaaaaar!" Und das a ziehen sie dann immer ganz lange."

    "Das ist lustig", sagte Lea und lächelte. "Du erzählst auch lustig, großer Riese. Das ist schön, das kann nicht jeder."

    Der große Riese war wieder gerührt und brachte kein Wort heraus.

    "Und sag mir", sagte Lea, "wofür ist denn der blaue Stein da?"

    "Das", sagte der Riese, "ist eine ganz besondere Geschichte. Magst du denn noch eine hören?"

    Lea nickte mit dem Kopf und strahlte.
    silvermonas
    der blaue Stein kann alle W*nsche erfüllen

    und waldemar hatte einen grossen wunsch
    so nahm er eines Tages den blauen Stein und sprach seinen Wunsch aus

    den er war in einem der Fleckenzwerge verliebt und wollte sie zur Fr*u nehmen


    und ehe ers sichs versah wurde eine grosse Hochzeit auf dem grossen schloss gefeiert

    was war erglücklich..


    nur hatte er an eines nicht gedacht,..nähmlich das..
    hoffnungsstern
    ...er selbst zum Fleckenzwerg werden musste. Aber auch daran hatte er sich bald gewöhnt, denn er lebt bis heute sehr glücklich mit seiner Frau zusammen."

    Der Riese merkte, wie Lea`s Blick umher schwirrte uns schließlich an der großen Truhe hängen blieb.

    Ohne, dass sie etwas gefragt hatte, entgegnete der Riese:
    "Möchtest Du wissen, was in dieser Truhe ist?"

    Lea`s Augen wurden ganz groß. "Ja, bitte Riese, zeig mir doch was da drinnen ist."
    Der Riese stand auf, ging zu einem alten Tisch, öffnete die Schublade und holte einen wunderschönen, goldenen Schlüssel heraus. "Das kleine Lea, ist der Schlüssel zu der Welt auf meinen Händen." Lea schaute ihn verwundert an.
    "All die Wünsche, die erfüllten und die unerfüllten, all die Sehnsüchte und Gedanken und Träume der Menschen sind hier drinnen aufgehoben. Ich wurde auserwählt darüber zu wachen." seufzte der Riese ein wenig. "Das ist doch toll! Dann weißt du ja alles, von jedem Menschen auf der ganzen Welt??" Lea kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. "Wusstest du auch, dass ich in den Welt kommen würde, um Tock ein paar Beeren zu geben und wusstest du, dass wir uns treffen würden?"
    Der Riese nickte. "Ja, das wusste ich, Lea."
    "Ich wünschte, ich könnte auch alle Geheimnisse der Welt haben, dann könnte ich jedem Menschen einen Wunsch erfüllen oder ihn trösten, wenn sein Traum geplatzt ist...."

    "Das geht leider nicht so leicht, liebe Lea." sagte der Riese etwas traurig. "Weißt du, die Menschen wollen ihre Weg gehen und da darf ich nicht eingreifen, auch wenn ich vielleicht könnte. Ich bin nur dafür da ihre Geheimnisse und Träume aufzubewahren."

    "Und was machst du dann damit?" fragte die kleine Lea völlig unverstänlich.

    .......
    silvermonas
    ..ja was mache ich damit, fragte er nachdenklich zurück

    das will ich dir sagen

    ich will mit diesen schlüssel waldemar befreien
    der seidem ja ein Fleckenzwerg ist
    und gerade meine Küche putz


    denn..
    kuestenkind
    . . . als das Gespenst Waldemar zu einem Fleckenzwerg sich wandeln musste, weil er seine Fleckenzwergin so liebte, da flog ein Wunsch von Waldemar in die Wunschkiste."

    "Und was war denn Waldemars Wunsch?" fragte Lea gespannt.

    "Warte, Lea," sagte der Riese, "ich suche nach seinem alten Wunschzettel", sagte der Riese und kramte in der großen alten Truhe. Und da waren Zettel darin und rosa Wölkchen und Seifenblasen - das waren alles die Träume der Menschen, nur in anderen Formen. Waldemars Wunsch stand auf einem zerknüttelten Zettel. Der Riese holte ihn heraus und entfaltete ihn vorsichtig. "Da steht: Ich möchte nicht mein ganzes Leben ein Fleckenzwerg sein. Denn
    ich bin eben nur der der ich bin. Ich bin eben ein Gespenst.
    Und da kann man sich dreimal auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln, ich bin ein Gespenst und kein Fleckenzwerg."

    "Hmmmm", sagte Lea, "dann muss Waldemar wieder ein Gespenst werden, sonst ist er ja unglücklich."

    "Da hast du recht, Lea", sagte der Riese. "Ich werde diesen kleinen zerknüttelten Zettel jetzt an einen Ballon heften,
    der mit Gas gefüllt ist. Dann werden wir ihn huidibuh in die Luft werfen und er wird fortschweben ganz nach oben . . . . Und dann müsste Waldemar, das Gespenst wieder das sein, was es immer war: ein Gespenst."

    "Aber wird dann das Fleckenweibchen nicht weinen? Und wird dann Waldemar nicht auch weinen?"

    "Auch wenn es Tränen gibt, Lea, gibt es doch ein Gesetz hier auf Erden und das heißt:
    Ich bin ich und du bist du. Und ich kann nicht hier sein, um zu sein, wie du das willst. Und du bist auch nicht da, um so zu sein, wie ich es will."

    "Und wenn man das Gesetz nicht einhält?"

    "Das geht nicht, denn sonst kannst du nicht leben, wozu du hier bist."

    "Wozu bin ich denn hier?" fragte Lea.

    "Nun, dass muss jeder für sich herausfinden. Es ist dass, was sich nach vielen Wandlungen, nach vielen Wegen und Irrwegen dann gut anfühlt. Du bist dann zufrieden damit. Man muss sich suchen, das muss jeder, auch du eines Tages."

    Erst machte Lea ein langes Gesicht, aber dann verstand sie plötzlich. Ja, es war so einfach.

    Ich bin ich und du bist du.
    Und manchmal sind wir zusammen und manchmal sind wir deshalb getrennt. Das war aber ein kluger Riese!

    Der Riese machte sich nun schon daran . ..
    silvermonas
    ..den zerknüllten zettel an den ballon zu hängen


    als einer der fleissigen Fleckenzwerge mit einem B*geleisen herran geschwirrt kam und laut rief
    hallo hallo nein so geht das nicht
    man darf keine zerknüllten zettel auf die reise schicken

    also fing er an den zettel zu bügeln

    aber er vergass das man zettel gar nicht bügeln kann
    und so kam es wie es kommen musst der zettel blieb am bügeleisen kleben
    und zerschmolz dahin

    das bedeutet das auch waldemar wunsch zerschmolz


    da hatte Lea eine idee..
    kuestenkind
    "Wir schreiben auf einen Zettel den gleichen Wunsch, wie ihn Waldemar hatte", sagte Lea, "und dann werfen wir ihn einfach noch einmal in die Kiste!"

    "Ja, das wäre eine gute Idee, Lea", sagte der Riese. "Aber das geht nicht, das würde man merken, denn es wäre nicht deine Gedanken-Schrift. Die Gedanken-Schrift muss von demjenigen sein, der sich etwas wünscht."

    "Ja, dann", überlegte Lea, "hmmm, dann lass uns Waldemar suchen, dass
    er sich noch einmal wünscht, ein Gespenst zu sein.

    Dann fliegt sein Wunsch wieder in die Kiste und dann können wir sie endlich an einen Luftballon hängen."

    "Das ist eine gute Idee, Lea", brummte der Riese. "Da ist nur ein großes Problem: wir müssen uns aufmachen, hinaus in die Welt reisen, hin zu den Menschen, bis nach Schottland in das Schloss, in dem Waldemar wohnt. Das ist ja schon fast wie eine Reise, wie in dem Buch der "Herr der Ringe", sagte der Riese.

    Lea schaute ihn an . . .
    silvermonas
    und sagte Meine Güte was sind wir vergesslich
    Waldemar ist doch in deiner Küche verwandelt als Fleckenzwerg..
    kuestenkind
    Der Riese kratzte sich an seinem Kopf und wurde rot und ganz verlegen.

    Dann schaute er Lea an und sagte: "Und du hast auf jedenfall sehr viel Charme, Lea!"

    Dann schauten sich beide an und fingen zu prusten an und bald lachten sie so aus vollem Halse, so dass alle Fleckenzwerge nur so vibrierten.
    silvermonas
    und schwubs waren sie plötzlich alle weg..
    wo nur war nun waldermar hin?..
    kuestenkind
    "Wir müssen sie suchen", sagte Lea.

    "Wenn ich niese, verstecken sie sich meist im Waschraum", sagte der Riese.

    "Und wo ist dein Waschraum?", fragte Lea.

    "Der ist draußen, neben dem alten Steinbrunnen", sagte der Riese. "Warte, ich hole den Schlüssel und dann gehen wir gemeinsam nach draußen. Die Flecken-Saubermach-Freaks
    können ja unter der Türschwelle durch, für die ists einfach."

    Der Riese holte den Schlüssel, öffnete die Wohnungstür und schaute zum Himmel, an dem sich Regenwolken zusammenbrauten . . . .
    silvermonas
    und weit am Horizont unter der hervorkommenden Sonne erstrahlte ein wunderschöner Regenbogen
    und..
    kuestenkind
    die ersten Regentropfen fielen vom Himmel, langsam und leise. Lea und der Riese betrachteten die große graue Regenwand sehen, die von dem besonderen Licht der Sonne beschienen war und links nebendran war der Regenbogen in grün und gelb, ein Bauwerk der Natur, wie keine Menschenhand dies jemals bauen konnte. Der Regen fiel und fiel, fiel warm und sanft auf Lea und den Riesen und beide standen da und schauten und staunten.

    Der Riese fand als erstes die Sprache wieder: "Komm, Lea, wir müssen doch Waldemar helfen."

    Lea sah ihn an und sagte: "Ja, wir werden ihm helfen. Aber das jetzt hier ist so schön und so einzigartig. Es ist für uns gemacht und wir sollten hier stehen und es genießen. Immer kommt etwas des Weges, weil es für einen geschickt wurde und weil man es annehmen soll. Wenn wir es nicht leben, werden wir selbst nur halb leben.

    Neben all den Dingen, die wir für andere tun, sollten wir uns auch unbedingt Zeit für uns selbst nehmen, denn auch wir leben."

    "Hmmm," meinte der Riese, "so hatte ich das noch gar nicht gesehen! Zeit für sich selbst nehmen. Aber ja, irgendwie wirst du schon Recht haben."

    "Natürlich hab ich Recht", sagte Lea neunmalklug. Dann drehte sie ihren Kopf wieder gen Himmel und ließ die Regentropfen auf ihr Gesicht tropfen.

    Der Riese schaute, sie an. Dann hob er ganz langsam den Kopf und schaute in den Himmel. Und er spürte zum erstenmal die Tropfen des Regens auf seinem Gesicht. Und es war ein aufregendes Gefühl.

    So standen beide eine Zeit und schauten nur in den Himmel.

    Und unmerklich kamen unter der Türschwelle eine ganze Reihe kleiner Fleckenwichtelmänner mit ihren roten Käppchen hervor . . . .
    kuestenkind
    Der Riese rief: "WAldemaaaaaar" und Lea hielt sich die Ohren zu.
    "Was ist denn, Riese?", fragte Wademar.
    "Dein Wunschzettel, Waldemar!"
    "Was ist damit?", fragte Waldemar.
    "Möchtest du denn noch ein Gespenst werden?", fragte der Riese.

    "Nein, nein, lieber Riese, das hat sich. Ich lebe hier ganz gern mit den Fleckenwichtelmännern. Ich lebe zwar nicht als Gespenst. Aber es geht. Ich bin zufrieden."

    Und so ging es dahin, liebe Leser. Ja, man kann auch leben, ohne die eigenen Gene unbedingt zu leben. Auch dann wird man zufrieden sein, wenn man das für sich gut findet.

    Das Leben lässt einem bisweilen die Entscheidung.
    Je nach dem, ob wir "stärker" oder "schwächer" sind oder wo immer wir mit unserer Entwicklung stehen.

    Vom Leben werden alle ganz ohne Frage aufgehoben und es umarmt den Einzelnen SO GUT ES GEHT. Welche Entscheidung der Einzelne auch immer treffen muss aufgrund des Charakters und der inneren Gene.

    Ich danke Shawnee für die Inspiration zu diesem Märchen und silvermonas für die dazwischengestreuten Ideen.

    Lea und der Riese . . . sie sind mir ans Herz gewachsen und haben mich in manchen Stunden getröstet.

    Ich werde sie in meinem weiteren Schreiben mit mir nehmen.


    Liebe Grüße und vielen Dank fürs Lesen

    kuestenkind :segeln: