Danke, liebe Axio!
Hab heute seit langem mal wieder meine Schwester und ihre drei Kinder getroffen. Sie lebt im Ausland. War schön. Macht auch traurig und zeigt mir so viele ungestellte Fragen. Fragen, die nie gestellt werden dürfen. Mein Therapeut nannte es auch mal "Familiengeheimnisse". Und irgendwie taucht meine Schwester auch kaum auf, wenn wir über die Vergangenheit sprechrn. Als ob sie (oder ich?) gar nicht existiert. Jetzt ist natürlich auch die räumliche Trennung (seit 20 Jahren) da. Aber irgendwie ist da auch eine tief drinnen. Distanz. Viel! Ich mag sie. Kann es schlecht erklären. Sie ist 4 Jahre älter. Sie wollte eigentlich nach Australien auswandern. War auch schon alles vorbereitet, bis sie vor 11 Jahren dann schwanger wurde. Bin froh, dass sie nur im Nachbarland wohnt. Aber innerlich sind wir weit voneinander entfernt. Warum? Fehlt sie mir? Was bedeutet sie mir? Und ich ihr? Hab immer wieder nach Kontakt mit meiner Herkunftsfamilie das Gefühl, viel Abstand zu brauchen. Mich zu schützen. Wovor? Projektionen!? Magisches Denken. Breche aus der Rolle aus. Schlechtes Gewissen. Verantwortung.
Trotzdem gut, sie gesehen zu haben.



Zitieren
("Allways look on the bright side of life"
)
